Corona in Bayern: Deutsche Bahn plant Impfzentren für eigene Mitarbeiter

München - Das Coronavirus bestimmt weiterhin das Leben in Deutschland und der ganzen Welt. Hier im TAG24-Liveticker erfahrt Ihr alle aktuellen Entwicklungen speziell für den Freistaat Bayern.

Markus Söder (54, CSU), Ministerpräsident von Bayern.
Markus Söder (54, CSU), Ministerpräsident von Bayern.  © Sven Hoppe/dpa Pool/dpa
Im Freistaat wurden bereits 557.948* Menschen positiv auf das Coronavirus getestet (Stand: 20. April, 8 Uhr). Davon gelten 494.320 wieder als genesen, 13.777 Menschen sind gestorben.

In München wurden 232 neue Fälle gemeldet (Stand: 20. April, 0 Uhr). Die Gesamtzahl der positiven Tests steigt auf 64.669* an. Enthalten in dieser Zahl sind 58.943 Personen, die inzwischen als wieder genesen gelten, sowie 1151 Todesfälle.

Die 7-Tage-Inzidenz** der Landeshauptstadt beträgt derzeit 155,4 (RKI, Stand: 20. April).

Münchner können sich nach vorheriger >>> Online-Terminvereinbarung Montag bis Freitag von 8 bis 20 Uhr sowie samstags, sonn- und feiertags von 8 bis 17 Uhr auf das Coronavirus testen lassen.

Wer sich impfen lassen möchte, kann sich >>> hier beim Bayerischen Impfzentrum registrieren.

Die deutschlandweiten Entwicklungen findet Ihr im +++ Coronavirus-Liveticker +++

Die einzelnen Tageswerte unterliegen entsprechenden Schwankungen, da sie davon abhängig sind, wann die jeweiligen Labore die positiven Testergebnisse an dasGesundheitsamt im Freistaat Bayern übermitteln.

** Die 7-Tage-Inzidenz entspricht der Anzahl der für die letzten sieben Tage neu gemeldeten Fälle pro 100.000 Einwohner und wird täglich vom RKI sowie werktäglich vom Bayerischen Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) ermittelt.

Update 21. April, 6.06 Uhr: Deutsche Bahn plant Impfzentren für eigene Mitarbeiter

Die Deutsche Bahn bereitet sich auf Impfungen im eigenen Unternehmen vor. An mindestens zehn Standorten in Deutschland wolle der Konzern Impfzentren einrichten, an denen die Beschäftigten von den Betriebsärzten geimpft werden sollen, teilte eine Sprecherin mit.

"Die ersten entstehen jetzt in München und Nürnberg." Weitere Orte wurden zunächst nicht bekannt. Welcher Impfstoff zum Einsatz komme, stehe noch nicht fest. Sobald genügend Impfstoff zur Verfügung stehe, sollten so viele "systemrelevante Mitarbeitende wie möglich ein Impfangebot von ihrem Arbeitgeber erhalten".

Der Konzern geht davon aus, dass ungefähr die Hälfte der Beschäftigten in Deutschland als systemrelevant eingestuft sind. Viele von ihnen gehören demnach zur Gruppe 3 in der Corona-Impfverordnung des Bundes. Darunter fallen unter anderem 60- bis 70-Jährige sowie medizinisch vorbelastete Menschen.

Gesundheitsminister Jens Spahn hatte am Montag angekündigt, dass Betriebsärzte ab Juni mit Impfstoff beliefert werden könnten. Hintergrund sind weitere Lieferzusagen der Hersteller. Neben den regionalen Impfzentren der Länder impfen seit kurz nach Ostern auch Hausärzte mit und haben zu einem deutlichen Anstieg der Impfungen beigetragen. Nun sollen Betriebsärzte folgen.

Bei der Deutschen Bahn betonte Personalvorstand Martin Seiler mit Blick auf die Impfungen im eigenen Unternehmen: "Die Entscheidung für eine Impfung ist freiwillig, es wird keine Impfprivilegien geben, weder für Mitarbeitende noch für Kunden."

Update 20. April, 15.29 Uhr: Neue Zahlen für München

Update 20. April, 10.15 Uhr: Ifo gibt Schulen auch im zweiten Lockdown schlechte Noten

Die Schulschließungen zu Jahresbeginn haben bei Kindern und Jugendlichen nach einer Untersuchung des Ifo-Instituts tiefe Spuren hinterlassen.

Im Schnitt gingen ihnen pro Tag mehr als drei Stunden Lernzeit verloren, wie eine am Dienstag veröffentlichte Befragung durch das Münchner Forschungsinstitut zeigt. Statt 7,4 Stunden pro Tag lernten die Schüler nur noch 4,3 Stunden - das ist weniger Zeit als sie mit Computerspielen, sozialen Netzwerken oder ihrem Handy verbrachten.

Die Forscher stellen der Schulpolitik in ihrer Studie kein gutes Zeugnis aus - auch weil sie nur relativ geringe Verbesserungen zum ersten Lockdown feststellten. Auch mit "langer Vorlaufzeit und nach eindringlichen Appellen von Eltern und Wissenschaft" sei es nicht gelungen, eine angemessene Beschulung aller Kinder im Distanzunterricht sicherzustellen. Die Ergebnisse seien "ernüchternd".

Unter anderem beklagen die Forscher, dass zu wenige Kinder regelmäßigen Video-Unterricht haben. Bei 39 Prozent der Kinder war dies maximal ein Mal pro Woche der Fall. Und der Lockdown hatte auch Auswirkungen auf die Gesundheit: 31 Prozent der Eltern sagten, ihr Kind habe in dieser Zeit zugenommen.

"Besonders bedenklich ist, dass 23 Prozent der Kinder sich nicht mehr als zwei Stunden am Tag mit der Schule beschäftigt haben", sagte der Leiter des Ifo-Zentrums für Bildungsökonomik, Ludger Wößmann.

"Die Coronakrise ist eine extreme Belastung für die Lernentwicklung und die soziale Situation vieler Kinder."

Update 20. April, 8 Uhr: Nur noch ein Landkreis in Bayern unter Inzidenzwert von 100

Nur noch ein Landkreis in Bayern liegt unter dem Inzidenzwert von 100 Corona-Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in den vergangenen 7 Tagen.

Der Landkreis Tirschenreuth weist nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) vom Dienstagmorgen eine Inzidenz von 59,7 auf. Den höchsten Wert im Freistaat hat der Landkreis Kronach mit 359,6, gefolgt vom Landkreis Mühldorf am Inn mit 340.

Die bayerischen Gesundheitsämter meldeten dem RKI binnen eines Tages 1554 Corona-Neuinfektionen und 33 neue Todesfälle. Für den gesamten Freistaat lag die Inzidenz bei 185,3. Das geht aus Zahlen des RKI von Dienstagmorgen hervor, die den Stand des Dashboards von 07.43 Uhr wiedergeben.

Nachträgliche Änderungen oder Ergänzungen sind möglich. Bundesweit lag die Sieben-Tage-Inzidenz bei 162,4.

Update 19. April, 9.45 Uhr: Bayerns Gesundheitsminister für Ausgangsbeschränkungen

Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) hat sich angesichts der steigenden Corona-Zahlen auf den Intensivstationen für Ausgangsbeschränkungen ausgesprochen.

Es sei "verhältnismäßig, mal ein paar Wochen vielleicht nicht auf die Straße gehen zu können am Abend und da mitzuwirken", sagte Holetschek am Montag im ZDF-"Morgenmagazin".

Die Auslastung in den Kliniken werde in zwei bis drei Wochen einen Höchsstand erreichen. "Jetzt ist die Zeit zu handeln."

Update 19. April, 7.45 Uhr: Zahl der Corona-Infizierten steigt weiter - zwei Landkreise unter 100

Nur noch zwei Landkreise in Bayern haben in den vergangenen 7 Tagen weniger als 100 Corona-Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner registriert.

Der Landkreis Tirschenreuth weist nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) vom Montag eine Inzidenz von 68 auf, der Landkreis Forchheim von 94,7. Bayernweit die höchste Inzidenz hat mittlerweile der Landkreis Dingolfing-Landau mit 349,6. Danach folgt der Landkreis Kronach mit 349,1. Zudem meldete das RKI 2151 neue Fälle in Bayern, 13 Menschen starben im Zusammenhang mit einer Infektion.

Für den gesamten Freistaat meldete das RKI eine Inzidenz von 187,3.

Das geht aus Zahlen von Montagmorgen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 03.09 Uhr wiedergeben. Nachträgliche Änderungen oder Ergänzungen sind möglich. Am Montag sind die gemeldeten Fallzahlen meist niedriger, unter anderem weil am Wochenende weniger getestet wird.

Bundesweit lag die Sieben-Tage-Inzidenz bei 165,3.

Update 18. April, 21.17 Uhr: Polizei kontrolliert Gruppe ohne Masken - Angriff, Festnahmen

Bei der Kontrolle einer größeren Personengruppe ohne Mund-Nasen-Schutz in Aschaffenburg sind Polizisten angegriffen worden.

Es sei zu körperlichen Auseinandersetzungen gekommen, drei Personen seien festgenommen worden, teilte die Polizei am Sonntagabend auf Twitter mit. Vor der Kontrolle seien Passanten, die eine Mund-Nase-Bedeckung trugen, aus der Gruppe heraus angegangen worden. Verletzt worden sei niemand.

"Die Lage hat sich zwischenzeitlich wieder beruhigt", hieß es gegen 21 Uhr.

Update 18. April, 14.31 Uhr: Gedenken an Todesopfer der Corona-Pandemie

Auf dem La-Spezia-Platz in Bayreuth hat die Stadt einen Kranz zum Gedenken an die Corona-Todesopfer niedergelegt.
Auf dem La-Spezia-Platz in Bayreuth hat die Stadt einen Kranz zum Gedenken an die Corona-Todesopfer niedergelegt.  © NEWS5 / Kettel

Am Sonntag hat der Oberbürgermeister von Bayreuth, Thomas Ebersberger, der Todesopfer der Corona-Pandemie gedacht.

Zusammen mit ihm waren die Fraktionsvorsitzenden des Stadtrats auf dem La-Spezia-Platz, um dort einen Kranz der Stadt niederzulegen.

Trotz der Schutzmaßnahmen, Beschränkungen und Verordnungen sind allein im Freistaat bislang fast 14.000 Menschen gestorben, die zuvor positiv getestet wurden.

Bundesweit sind es beinahe 80.000 Menschen, global - trotz weltweiter Maßnahmen - starben inzwischen mehr als 3 Millionen Menschen an dieser vor gut eineinhalb Jahren festgestallten Corona-Variante Sars-CoV-2 und ihrer Mutationen.

Bayerns Ministerpräsidentordnete Dr. Markus Söder (54) ordnete die Trauerbeflaggung aller staatlichen Dienstgebäude für diesen Tag an.

Neben weiterer Orte in den einzelnen Bundesländern fand in Berlin eine zentrale Gedenkveranstaltung mit Politikern und Hinterbliebenen statt.

Update 18. April, 12.59 Uhr: 20 Anzeigen nach illegalem Treffen in Garage

Nach einem illegalen Treffen in einer Garage in München hat die Polizei 20 Anzeigen wegen Verstößen gegen die Corona-Maßnahmen gestellt.

Wie die Polizei am Sonntag mitteilte, wurde bei dem Treffen am Freitagabend weder auf Mindestabstände geachtet, noch wurden Masken getragen. Zudem wurde die derzeit erlaubte Personenanzahl und Zahl der Haushalte für private Treffen weit überschritten.

Insgesamt wurden laut Polizei bei dem Treffen 20 Anzeigen verteilt. Die genaue Personenanzahl war noch unklar, die Ermittler sprachen von fast 20 Anwesenden.

Im Laufe des Wochenendes kam es zu weiteren Vorfällen und Kontrollen in München, welche jedoch größtenteils kommunikativ gelöst werden konnten.

Update 18. April, 11.32 Uhr: Bundespläne für Handel stoßen in Niederbayern auf Unverständnis

Sicherheitskonzepte für Öffnungen - davon können nicht alle Einkaufsläden profitieren. (Archiv)
Sicherheitskonzepte für Öffnungen - davon können nicht alle Einkaufsläden profitieren. (Archiv)  © Friso Gentsch/dpa

Die Bundespläne für einen härteren Lockdown im Einzelhandel bei besonders hohen Corona-Zahlen stoßen in Niederbayern auf scharfe Kritik.

"Wenn ab einer Inzidenz von 100 alle Einzelhandelsgeschäfte schließen müssen, bedeutet dies für die niederbayerischen Grenzlandkreise: Die Geschäfte werden noch für Monate zu sein. Das wäre eine absolute Katastrophe", heißt es in einem Schreiben des niederbayerischen Bezirkstagspräsidenten Olaf Heinrich an Bundestagsabgeordnete aus der Region.

"Trotz der zusätzlichen Impfdosen für die Grenzlandkreise: Eine Inzidenz von unter 100 ist in den nächsten Wochen nicht realistisch", schrieb Heinrich (CSU) laut Mitteilung am Samstag. "Deshalb appelliere ich eindringlich, zumindest bis zu einer Inzidenz von 200, den Geschäften 'Click and Meet' nach einem negativen Schnelltest zu ermöglichen." Sonst müssten gerade im östlichen Niederbayern viele Geschäfte dauerhaft schließen.

Seit Tagen stoßen die Pläne der Bundesregierung auf Widerstand. Die am Dienstag beschlossenen Änderungen des Infektionsschutzgesetzes sehen unter anderem vor, dass bei einer höheren Inzidenz die meisten Läden sowie die Gastronomie nicht öffnen dürfen.

Bestimmte Geschäfte sollen ausgenommen werden, so etwa der Lebensmittelhandel, Apotheken, Drogerien, Tankstellen, Buchhandlungen und Gartenmärkte. Hier sollen Abstand- und Hygienekonzepte gelten.

Die Freien Wähler wollen per Verfassungsbeschwerde am Bundesverfassungsgericht gegen die Verschärfung des Infektionsschutzgesetzes vorgehen.

Titelfoto: Sina Schuldt/dpa

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