Corona in Bayern: Hunderte Feiernde am Münchner Gärtnerplatz und Wedekindplatz

München - Das Coronavirus bestimmt weiterhin das Leben in Deutschland und der ganzen Welt. Hier im TAG24-Liveticker erfahrt Ihr alle aktuellen Entwicklungen speziell für den Freistaat Bayern.

Markus Söder (54, CSU), Ministerpräsident von Bayern.
Markus Söder (54, CSU), Ministerpräsident von Bayern.  © Sven Hoppe/dpa Pool/dpa
Im Freistaat wurden bereits 528.812* Menschen positiv auf das Coronavirus getestet (Stand: 11. April, 8 Uhr). Davon gelten 473.030 inzwischen wieder als genesen, 13.497 Menschen sind gestorben.

In München wurden 279 neue Fälle gemeldet (Stand: 11. April, 0 Uhr). Die Gesamtzahl der positiven Tests steigt auf 61.681* an. Enthalten in dieser Zahl sind 57.323 Personen, die inzwischen als wieder genesen gelten, sowie 1131 Todesfälle.

Die 7-Tage-Inzidenz** der Landeshauptstadt beträgt derzeit 94,4 (RKI, Stand: 11. April).

Münchner können sich nach vorheriger >>> Online-Terminvereinbarung Montag bis Freitag von 8 bis 20 Uhr sowie samstags, sonn- und feiertags von 8 bis 17 Uhr auf das Coronavirus testen lassen.

Wer sich impfen lassen möchte, kann sich >>> hier beim Bayerischen Impfzentrum registrieren.

Die deutschlandweiten Entwicklungen findet Ihr im +++ Coronavirus-Liveticker +++

Die einzelnen Tageswerte unterliegen entsprechenden Schwankungen, da sie davon abhängig sind, wann die jeweiligen Labore die positiven Testergebnisse an das Gesundheitsamt im Freistaat Bayern übermitteln.

** Die 7-Tage-Inzidenz entspricht der Anzahl der für die letzten sieben Tage neu gemeldeten Fälle pro 100.000 Einwohner und wird täglich vom RKI sowie werktäglich vom Bayerischen Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) ermittelt.

Update 11. April, 21.47 Uhr: Söder: Bayern und CSU werden für neues Infektionsschutzgesetz stimmen

Markus Söder (54, CSU), Ministerpräsident von Bayern.
Markus Söder (54, CSU), Ministerpräsident von Bayern.  © Michael Kappeler/dpa

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder hat die volle Unterstützung seines Landes und der CSU für die Neufassung des Infektionsschutzgesetzes angekündigt.

"Er (der Entwurf) wird gerade noch abschließend beraten und natürlich werden wir sowohl als Bayern als auch als CSU in der Bundesregierung da sogar Mittreiber sein, dass es beschlossen wird", sagte der CSU-Chef am Sonntag in der ARD-Sendung "Bericht aus Berlin".

Söder begründete die Notwendigkeit der Gesetzesänderung, mit der Tatsache, dass einige Bundesländer die Notbremse in Regionen mit Inzidenzen von mehr als 100 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche nicht konsequent umsetzen würden. Dies hatte auch Kanzlerin Angela Merkel (CDU) wiederholt kritisiert.

"Die Pandemie ist ja keine regionale Frage, sondern die nationale Herausforderung", sagte Söder. Für eine erfolgreiche Bekämpfung sei ein bundeseinheitlicher Rahmen wichtig. Er hoffe sehr, dass die Opposition im Bundestag bereit sei, das Gesetzgebungsverfahren mit zu beschleunigen.

Söder stellt sich damit direkt gegen die Ablehnung seines Koalitionspartners in der bayerischen Staatsregierung, der im Bundestag nicht vertretenen Freien Wähler. Deren Parteichef und stellvertretender Ministerpräsident Hubert Aiwanger hatte zuvor der "Passauer Neuen Presse" erklärt, die Freien Wähler würden einer "Machtverlagerung von Bayern nach Berlin" nicht zustimmen.

Aiwanger betonte, die Diskussion hierzu sei noch nicht abgeschlossen, auch nicht in der der Koalition mit der CSU unter Söder. "Und ich hoffe noch auf ein vernünftiges Ergebnis." Die Machtverlagerung von den Ländern nach Berlin werde ja auch interpretiert als "die Länder und Landkreise an die Kette nehmen". "Wir brauchen Problemlösungen, keine Folterfantasien."

Update 11. April, 13.45 Uhr: Hunderte Feiernde am Münchner Gärtnerplatz und Wedekindplatz

Polizisten stehen am Gärtnerplatz im Herzen der Stadt, während Passanten auf dem Platz verweilen.
Polizisten stehen am Gärtnerplatz im Herzen der Stadt, während Passanten auf dem Platz verweilen.  © Peter Kneffel/dpa

Erneut haben Hunderte Menschen trotz der Corona-Pandemie an Plätzen in München gefeiert.

Etwa 400 Personen hätten sich am Samstagabend am Schwabinger Wedekindplatz versammelt, teilte die Polizei am Sonntag mit. Ebenso viele fanden sich am Gärtnerplatz im Glockenbachviertel ein. Am Freitagabend waren es hier 250 gewesen.

Laut Polizei tranken die Feiernden lautstark zusammen Alkohol. Teilweise hielten sie demnach nicht genug Abstand und trugen keine Mund-Nasen-Bedeckung. Die Polizei löste die Versammlungen auf. "Die Beamten stießen auf viel Einsicht und die Plätze leerten sich", hieß es in der Mitteilung.

Weniger friedlich ging es am Freitag am Pasinger Bahnhof zu. Anrufer meldeten der Polizei am Nachmittag etwa 40 junge und teils aggressive Menschen am Bahnhofsplatz.

Über ein Dutzend Streifen rückten an, 17 Menschen wurden nach dem Infektionsschutzgesetz angezeigt.

Update 11. April, 8.15 Uhr: Polizei löst Party mit mehr als 30 Gästen in Vilseck auf

Wegen Verstößen gegen die Corona-Regeln hat die Polizei in Vilseck eine Party aufgelöst. Die mehr als 30 Feiernden seien auf frischer Tat ertappt worden.

Wie die Beamten am Sonntag mitteilten, hatte zuvor eine Nachbarin wegen zu lauter Musik den Notruf gewählt. Als die Polizisten eintrafen, stießen sie in dem Privathaus auf die Party. Den Angaben zufolge waren in der Nacht zum Sonntag mehrere Streifenwagen im Einsatz, um alle Jugendlichen zu kontrollieren.

Auf die Gäste kommen nun Anzeigen zu.

Update 10. April, 14.08 Uhr: Bouffier warnt vor Alleingängen bei Beschaffung von Corona-Impfstoff

Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) hat vor Alleingängen der Bundesländer bei der Beschaffung von Corona-Impfstoff gewarnt.

Dass Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) 2,5 Millionen Dosen des russischen Impfstoffs Sputnik V für sein Bundesland bestellt habe, habe ihn "überrascht", sagte Bouffier der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung". "Bisher hatten wir eine Verständigung: Der Bund beschafft den Impfstoff und verteilt ihn nach der Einwohnerzahl an die Länder."

Falls Bayerns Beispiel Schule mache, müsse man über die Verteilung reden, meinte Bouffier. "Ich kann doch niemandem in Hessen klarmachen, dass jetzt ein Land Millionen Impfdosen mehr hat, aber bundesweit immer noch das Gleiche bekommt."

Hessen sei stolz darauf, "in Rekordzeit" ein neues Biontech-Werk in Marburg genehmigt zu haben. "Wenn Alleingänge Schule machen, müsste ich jetzt darauf dringen, dass Biontech nicht mehr an alle zugleich liefert, sondern zuerst an uns. Was würden denn die anderen dann sagen?"

Update 10. April, 7.50 Uhr: Mobiles Testzentrum für ländliche Region

Ein Schnelltest in einem Fitnessstudio, Wirtshaus oder im Rathaus: Auch wer nicht mobil ist, soll sich in Oberfranken unkompliziert testen lassen können.

Im Landkreis Wunsiedel im Fichtelgebirge reist ein Team regelmäßig von Ort zu Ort, um möglichst viele auf eine Infektion mit dem Coronavirus zu testen. "So können sich beispielsweise Senioren testen lassen, die selbst nicht mehr so mobil sind", erklärte eine Sprecherin des Landratsamtes.

Ein fünfköpfiges Team der Firma 21Dx GmbH mache nach einem festen Plan in den Orten Wunsiedel, Marktredwitz, Tröstau, Höchstädt und Arzberg Station - mindestens ein Mal pro Woche für mehrere Stunden. "Sie bauen ihr Equipment in bestehenden Gebäuden auf, die in der Pandemie gerade nicht genutzt werden", sagte die Sprecherin. Beispielsweise in einem Veranstaltungsraum, Fitnessstudio oder auch im Rathaus.

Wer dort einen Antigen-Schnelltest machen wolle, könne ohne Anmeldung vorbeikommen, erklärte die Sprecherin. Im Internet sollen sich die Personen digital mit ihren Daten registrieren und erhalten das Ergebnis per E-Mail. Aber auch wenn kein Internetzugang zur Verfügung stehe, könne vor Ort ein Test durchgeführt werden. "Die Betroffenen warten einfach eine Viertelstunde und erfahren ihr Ergebnis persönlich."

Mit dem Angebot sollen Öffnungen in der Region schneller möglich werden. Der Landkreis überlege bereits, eine zweite mobile Schnellteststrecke einzusetzen, sagte die Sprecherin.

Wunsiedel im Fichtelgebirge ist ein Flächenlandkreis mit vielen Bewohnern im hohen Alter und grenzt direkt an den bundesweiten Corona-Hotspot Hof. Im Landkreis selbst sind die Infektionszahlen zuletzt aber deutlich gesunken.

Update 9. April, 19.50 Uhr: Immer mehr Corona-Impfungen ohne Priorisierung für über 60-Jährige

Drei vorbereitete Spritzen mit dem Corona-Impfstoff Astrazeneca liegen in einer Hausarztpraxis bereit.
Drei vorbereitete Spritzen mit dem Corona-Impfstoff Astrazeneca liegen in einer Hausarztpraxis bereit.  © Jens Büttner/dpa-Zentralbild/dpa

Aufgrund der guten Versorgungslage mit Impfstoff des Herstellers Astrazeneca ermöglichen immer mehr Kommunen in Bayern allen Bürgern ab 60 Jahren eine Impfung.

So bietet das Impfzentrum Berchtesgadener Land vom Sonntag dieser Woche bis Ende der kommenden Woche eine "Sonderaktion" an, bei der sich die mindestens 60 Jahre alten Einwohner ohne Vorliegen einer Priorisierungsstufe impfen lassen können.

Dafür stünden 3650 Dosen von Astrazeneca zur Verfügung, teilte das Landratsamt am Freitag im oberbayerischen Bad Reichenhall mit. Eine vorherige Anmeldung sei aber nötig.

Die Menschen im Kreis Bayreuth können sich bei einer entsprechenden Aktion am 17. und 18. April impfen lassen. Dort gebe es dafür 1520 Astrazeneca-Dosen, berichtete die Kreisbehörde. Der oberfränkische Landkreis Wunsiedel hatte bereits am Donnerstag solch eine Impfaktion angekündigt. In der Oberpfalz erklärten die Stadt Weiden und der Landkreis Neustadt an der Waldnaab, dass es in der kommenden Woche an drei Tagen Impfangebote für alle Senioren geben würde.

Nach Berichten über Nebenwirkungen waren in der Vergangenheit die Altersempfehlungen für Astrazeneca geändert worden. Zuletzt hatte die Ständige Impfkommission empfohlen, in Deutschland das Präparat nur noch Menschen ab 60 Jahren zu spritzen.

Nach dem Einstieg der Hausarztpraxen in die Impfkampagne hat sich bundesweit die Zahl der Corona-Impfungen inzwischen stark erhöht. Allein in Bayern seien seit 31. März mehr als 140 000 Patienten in Praxen geimpft worden, berichtete das bayerische Gesundheitsministerium am Freitag.

Am Vortag wurde im Freistaat mit insgesamt knapp 115.000 Impfungen ein neuer Tagesrekord aufgestellt. Bundesweit gab es nach Angaben des Bundesgesundheitsministerium am Donnerstag 719.000 Impfungen - ebenfalls ein Tagesrekord.

Update 9. April, 16.33 Uhr: Bundesweiter Corona-Hotspot Hof zieht Konsequenzen

Als bundesweiter Corona-Hotspot verschärfen Stadt und Landkreis Hof die Maßnahmen im Kampf gegen die Pandemie.

Die Schulen in der Region würden vorerst komplett geschlossen, kündigte Landrat Oliver Bär (CSU) am Freitag in einer Pressekonferenz an. Eltern sollen die Notbetreuung nur im Notfall in Anspruch nehmen.

Die Stadt Hof verlegt die nächtliche Ausgangsbeschränkung von 22 Uhr auf 20.30 Uhr vor. Außerdem dürfen dort keine Präsenzgottesdienste mehr stattfinden, alle Sportanlagen und Bolzplätze würden gesperrt, erklärte Oberbürgermeisterin Eva Döhla (SPD).

Die Region Hof hat seit Tagen die höchsten Corona-Infektionszahlen in ganz Deutschland. Das Robert Koch-Institut (RKI) meldete für die Stadt Hof am Freitag 571,7 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tage. Der Landkreis Hof folgt mit einem Wert von 451,5. In Bayern lag der Wert laut RKI bei 129, bundesweit bei 110,4.

Update 9. April, 11.15 Uhr: Münchner Filmfest plant Kino unter freiem Himmel

Die Macher des Münchner Filmfests hoffen auf lange Kinoabende unter freiem Himmel.

Ende Juni sollen vor allem in Open-Air-Kinos nationale und internationale Filmproduktionen zu sehen sein. "Wir wollen ein starkes Signal für das kulturelle Miteinander senden", teilte Festivalchefin Diana Iljine am Freitag mit. Der vergangene Sommer habe tragfähige Lösungen aufgezeigt - auch unter Pandemie-Bedingungen. Man plane "mit manchen Fragezeichen und viel Flexibilität".

Iljine und ihr Team rechnen mit mindestens sechs Open-Air-Kinos, die vom 24. Juni an bis zum 3. Juli bespielt werden, darunter etwa das Kino am Olympiasee. Und: Es sollen Festival-Stätten an verschiedenen Orten der Landeshauptstadt aufgebaut werden - etwa im Innenhof des Bayerischen Rundfunks. Natürlich werde überall ein Hygiene- und Sicherheitskonzept umgesetzt, versprechen die Organisatoren.

Zudem unterstütze das Filmfest einen Vorstoß Münchner Kulturveranstalter für ein Testkonzept, das den Menschen wieder gemeinsamen Kulturgenuss ermöglichen solle.

Update 9. April, 11 Uhr: Grenzstädte Ulm und Neu-Ulm fordern einheitliche Corona-Regeln

Die Grenzstädte Ulm und Neu-Ulm haben einheitliche Corona-Regeln angemahnt.

Die Umsetzung der Regelungen aus zwei unterschiedlichen Landesverordnungen stelle beide Städte regelmäßig vor immense Herausforderungen, teilten die Oberbürgermeisterin von Neu-Ulm, Katrin Albsteiger (CSU), und ihr baden-württembergischer Kollege Gunter Czisch (CDU) am Freitag mit.

Mit Briefen haben sich die beiden jeweils an die Gesundheitsminister ihrer Länder gewandt. Sie fordern Manne Lucha (Grüne) und Klaus Holetschek (CSU) auf, die Regeln auf beiden Seiten der Donau zu vereinheitlichen.

"Für unsere Bürgerinnen und Bürger sind die unterschiedlichen Vorgaben schlicht nicht nachvollziehbar", so Ulms OB Gunter Czisch. Für eine Akzeptanz der Maßnahmen müssten diese einheitlicher und nachvollziehbarer sein. So sprechen sich die Stadtoberhäupter etwa für eine Maskenpflicht in den Fußgängerzonen sowie eine generelle Ausgangssperre in den nächsten Wochen aus, "um dem nächtlichen Treiben wirksam zu begegnen".

Die Länder Bayern und Baden-Württemberg sollten sich deshalb abstimmen, um gemeinsame Regeln in den beiden Städten schaffen zu können, fordern die beiden Politiker.

Update 9. April, 9.50 Uhr: Bundesweit höchste Corona-Inzidenz weiter in Region Hof

Die Region Hof hat weiter die höchsten Corona-Infektionszahlen in ganz Deutschland.

Das Robert Koch-Institut (RKI) meldete für die Stadt Hof am Freitag 571,7 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tage. Der Landkreis Hof folgt mit einem Wert von 451,5, bayernweit lag der Wert laut RKI bei 129.

Stadt und Landkreis Hof erhalten nun zusätzlich 4000 Dosen des Impfstoffs Astrazeneca. Dafür können sich von Freitag an alle Impfwilligen ab 18 Jahre unabhängig von Vorerkrankungen oder Beruf anmelden.

Fast 20 Prozent der Menschen in Stadt und Landkreis Hof seien schon mindestens ein Mal gegen das Coronavirus geimpft worden, hatten Landrat Oliver Bär (CSU) und Oberbürgermeisterin Eva Döhla (SPD) am Donnerstag mitgeteilt.

Titelfoto: Peter Kneffel/dpa

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