Corona in Bayern: Impfstoff-Hilfe aus Deutschland für Tschechien

München - Das Coronavirus hat Deutschland und die Welt weiterhin fest im Griff. Im TAG24-Liveticker erhaltet Ihr alle aktuellen Informationen rund um die Lage im Freistaat Bayern.

Markus Söder (54, CSU), Ministerpräsident von Bayern.
Markus Söder (54, CSU), Ministerpräsident von Bayern.  © Sven Hoppe/dpa Pool/dpa
Im Freistaat wurden bereits 435.273* Menschen positiv auf das Coronavirus getestet (Stand: 27. Februar, 0 Uhr). Davon gelten 404.310 als genesen, 12.355 Menschen sind bereits gestorben.

In München wurden 128 neue Fälle gemeldet (Stand: 27. Februar, 0 Uhr). Die Gesamtzahl der positiven Tests steigt auf 53.924* an. Enthalten in dieser Zahl sind 51.799 Personen, die inzwischen als wieder genesen gelten, sowie 1084 Todesfälle.

Die 7-Tage-Inzidenz** für die Landeshauptstadt beträgt derzeit 34,8 (RKI, Stand: 27. Februar).

Münchner können sich nach vorheriger >>> Online-Terminvereinbarung Montag bis Freitag von 8 bis 20 Uhr sowie samstags, sonn- und feiertags von 8 bis 17 Uhr auf das Virus testen lassen. Wer sich impfen lassen möchte, kann sich >>> hier beim Bayerischen Impfzentrum registrieren.

Die deutschlandweiten Entwicklungen findet Ihr im +++ Coronavirus-Liveticker +++

* Die einzelnen Tageswerte unterliegen entsprechenden Schwankungen, da sie davon abhängig sind, wann die jeweiligen Labore die positiven Testergebnisse an das Gesundheitsamt im Freistaat Bayern übermitteln.

** Die 7-Tage-Inzidenz entspricht der Anzahl der für die letzten sieben Tage neu gemeldeten Fälle pro 100.000 Einwohner und wird täglich vom RKI sowie werktäglich vom Bayerischen Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) ermittelt.

Update 27. Februar, 16.21 Uhr: Impfstoff-Hilfe aus Deutschland für Tschechien

Sachsen, Bayern und Thüringen wollen Tschechien mit Corona-Impfstoff aushelfen.

Ab Montag sei die Lieferung von insgesamt 15.000 Impfstoff-Dosen an das Nachbarland geplant, sagte Sachsens Regierungssprecher Ralph Schreiber am Sonntag.

Zuvor hatte MDR Aktuell darüber berichtet. Die tschechische Regierung werde demnach über die weitere Verteilung entscheiden. Tschechien hat gegenwärtig die höchste Infektionsrate in der ganzen EU.

Das Land mit 10,7 Millionen Einwohnern registrierte seit Beginn der Pandemie rund 1,2 Millionen Infektionen. Mehr als 20.000 Corona-Patienten starben.

Update 27. Februar, 13.55 Uhr: Bistümer gedenken der Corona-Toten

Gläubige in Bayern haben am Samstag der Opfer der Corona-Pandemie gedacht. Im Erzbistum München und Freising sowie in den Bistümern Passau und Würzburg gab es Gedenkgottesdienste. Damit beteiligten sie sich an der Initiative des Rates der europäischen Bischofskonferenzen, der zum Corona-Gedenken aufgerufen hatte.

Kardinal Reinhard Marx, Erzbischof von München und Freising, rief im Münchner Liebfrauendom zum Gebet für die Verstorbenen auf. Seine Hoffnung sei, "dass wir durch diese Krise auch merken, welche Kräfte in einer Gesellschaft sind, wenn die guten und die engagierten Menschen zusammenstehen – und dazu wollen wir als Christen gehören".

Marx sprach von einem belastenden Jahr. Die Corona-Krise sei eine Herausforderung für das gesellschaftliche und persönliche Leben. "Wir spüren, dass es jetzt immer schwerer wird, das in guter Weise miteinander auszuhalten." Es sei wichtig, "auch in einer solchen Zeit nicht oberflächlich zu werden". Er warnte vor einer Kultur der Gleichgültigkeit und rief zur Kultur der Erinnerung auf.

Bischof Franz Jung erinnerte im Würzburger Kiliansdom insbesondere auch an die Angehörigen von Kranken und an die Hinterbliebenen der Corona-Toten. Das Leid der Betroffenen bleibe oftmals unsichtbar. "Es ist kaum möglich, die Kranken in den Krankenhäusern zu besuchen. Abschied zu nehmen auf den Friedhöfen ist schwer angesichts der Restriktionen", bedauerte er.

In der Passauer Stadtpfarrkirche St. Paul gedachte Pfarrer Michael Gnan auch der Menschen, die zwar nicht an Covid-19 erkrankt sind, aber deren berufliches Leben durch die wirtschaftlichen Folgen der Corona-Krise bedroht wird.

Die Impfstoffe von AstraZeneca stehen im Impfzentrum Apolda für die Corona-Schutzimpfung bereit.
Die Impfstoffe von AstraZeneca stehen im Impfzentrum Apolda für die Corona-Schutzimpfung bereit.  © Michael Reichel/dpa-Zentralbild/dpa

Update 27. Februar, 14.25 Uhr: 128 neue Corona-Fälle in München

Update 27. Februar, 11.30 Uhr: Aiwanger will Handel bis Mitte März und Tourismus bis Ostern öffnen

Hubert Aiwanger (50), Vorsitzender der Freien Wähler und bayerischer Wirtschaftsminister dringt auf Öffnung im Handel und im Tourismus.
Hubert Aiwanger (50), Vorsitzender der Freien Wähler und bayerischer Wirtschaftsminister dringt auf Öffnung im Handel und im Tourismus.  © Karl-Josef Hildenbrand/dpa

Vor den neuen Bund-Länder-Gesprächen zu den Corona-Maßnahmen dringt Bayerns Vize-Ministerpräsident Hubert Aiwanger auf eine rasche Öffnung von Einzelhandel und auch Tourismus.

"Wenn es das Infektionsgeschehen irgendwo zulässt - und die jetzigen Zahlen lassen das in meinen Augen zu -, dann müssen wir in den nächsten Wochen bis spätestens Mitte März den Handel wieder öffnen", sagte der Freie-Wähler-Chef am Samstag auf einem Online-Sonder-Bundesparteitag.

Zudem müsse man "bis zu den Osterferien den Tourismus wieder flott machen". Gegebenenfalls mit Corona-Schnelltests müssten die Menschen dann wieder in Hotels, in Ferienwohnungen, in Biergärten im Freien gehen dürfen. "Wir müssen dafür sorgen, dass die Wirtschaft wieder in Gang kommt. Und deshalb lehnen wir auch eine weitere Verschärfung oder eine weitere blinde Fortführung des Lockdowns ab", betonte er.

Zudem forderte Aiwanger eine Lockerung der strikten Kontaktregeln. Der Mensch sei ein soziales Wesen, er dränge ins Freie, wolle sich mit anderen Menschen treffen - und das sei auch gut so. "Wir dürfen und wir sollen die Menschen nicht mehr länger in den Keller sperren, sondern wir müssen jetzt geordnete Öffnungsschritte wagen."

Er forderte eine Perspektive für die Wirtschaft und eine Perspektive für die Gesellschaft. "Und die heißt nicht Dauer-Lockdown", sagte Aiwanger. Das bedeute, das "Merkel & Co." nun nicht einfach wieder vier Wochen hinten dranhängen dürften.

Der Bund und die Länder beraten an diesem Mittwoch über mögliche Öffnungsschritte in der Pandemie.

Update 27. Februar, 7.30 Uhr: Söder: Mit Schnelltests in den Zoo

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) sieht Spielraum für vorsichtige Lockdown-Öffnungen.

"Wo der Inzidenzwert niedrig ist, sind mehr Kontakte verantwortbar - zum Beispiel, dass sich bei einem Wert unter 35 wieder zwei Haushalte treffen können», sagte der CSU-Chef der Mediengruppe "Straubinger Tagblatt"/"Landshuter Zeitung" und der "Münchner Abendzeitung" (Samstag).

Für Einzelhandel, Gastronomie und Kultur solle es Perspektiven geben, meinte Söder im Gespräch mit den Zeitungen. Mit Schnelltests seien weitere Lockerungen möglich. Die Tests sollen vor allem an Schulen und Kitas zum Einsatz kommen.

"Zudem könnten Pilotprojekte in den Kommunen für einzelne Öffnungen starten, zum Beispiel ein Schnelltest-Zentrum der Stadt vor dem Zoo, um diesen schneller öffnen zu können", sagte Söder.

Am nächsten Mittwoch (3. März) will die Ministerpräsidentenkonferenz (MPK) mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU) über das weitere Vorgehen in der Pandemie beraten.

Update 26. Februar, 17.45 Uhr: Ab Dienstag werden Bayerns Polizisten gegen Corona geimpft

Bayerns Polizei wird ab kommendem Dienstag gegen das Coronavirus geimpft.

Zum Auftakt stehen zunächst 10.000 Impfdosen des Herstellers Astrazeneca zur Verfügung, teilte das Innenministerium am Freitag in München mit.

"Vor allem unsere Polizistinnen und Polizisten im Streifendienst und in den Einsatzeinheiten sind einem erhöhten Infektionsrisiko ausgesetzt und müssen bestmöglich geschützt werden. Aus Fürsorge wollen wir daher möglichst schnell alle zur Verfügung stehenden Impfdosen verimpfen", sagte Innenminister Joachim Herrmann (CSU).

Update 26. Februar, 17.35 Uhr: Alle bayerischen Gesundheitsämter nutzen Corona-Software

Alle Gesundheitsämter in Bayern nutzen nun die Corona-Software "Sormas".

Mit dem Programm sollen die Behörden Kontakte von Infizierten besser identifizieren und nachverfolgen können. Bei Bedarf können die Daten auch bundesweit ausgetauscht werden. "So vermeiden wir künftig über die Landesgrenzen hinweg doppelte Arbeit bei der Erfassung von Kontaktpersonen", erklärte Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) am Freitag.

In den kommenden Wochen soll der Einsatz von "Sormas" (Surveillance Outbreak Response Management and Analysis System) ausgebaut werden, kündigte das Ministerium an. So sollen die Schnittstellen zu anderen Programmen der Gesundheitsämter zur Verfügung gestellt werden.

Bund und Länder hatten die deutschlandweite Einführung der neuen Software in allen Gesundheitsämtern bis Ende Februar beschlossen. Doch dieses Ziel wird voraussichtlich nicht in allen Bundesländern erreicht werden können.

Update 26. Februar, 17.30 Uhr: Regensburgs Trainer Selimbegovic positiv auf Coronavirus getestet

Der SSV Jahn Regensburg muss am heutigen Freitagabend (18.30 Uhr) im Heimspiel gegen den SC Paderborn kurzfristig auf Trainer Mersad Selimbegovic verzichten. Wie der Zweitligist aus der Oberpfalz kurz vor dem Spiel mitteilte, wurde Selimbegovic "bei der turnusmäßigen PCR-Regeltestung positiv auf das Coronavirus getestet".

Der 38-Jährige sei symptomlos und befinde sich bereits in häuslicher Isolation. Die Partie ist dem Jahn zufolge nach Absprache mit der zuständigen Gesundheitsbehörde und der DFL nicht gefährdet.

"Alle weiteren Mitglieder von Trainer- und Betreuerstab sowie alle Spieler des Mannschaftskaders sind negativ getestet worden", hieß es bei den Regensburgern. Nur Selimbegovic habe sich entsprechend isolieren müssen.

Update 26. Februar, 15.15 Uhr: Pfandbriefbank meldet coronabedingten Gewinneinbruch

Der Immobilienfinanzierer Deutsche Pfandbriefbank (pbb) meldet einen coronabedingten Gewinneinbruch.

Der Vorsteuergewinn im vergangenen Jahr lag nach vorläufigen Zahlen bei 154 Millionen Euro, mehr als ein Viertel weniger als die 216 Millionen des Vorjahres, wie die pbb am Freitag mitteilte. Hauptursache war die Risikovorsorge für mögliche Kreditausfälle. Der Vorstand legte dafür 126 Millionen Euro zurück, 2019 waren es 49 Millionen Euro.

Die Pfandbriefbank ist auf die Finanzierung gewerblicher Immobilien spezialisiert, zweites Standbein sind öffentliche Finanzierungen. Vorstandschef Andreas Arndt hatte zu Beginn der Corona-Pandemie für 2020 zunächst noch 180 bis 200 Millionen Euro Vorsteuergewinn angepeilt, dieses Ziel jedoch zurückgenommen, als die Dimension der weltweiten Krise erkennbar wurde.

Update 26. Februar, 14.30 Uhr: 40 Prozent der untersuchten Fälle in München sind Mutationen

Update 26. Februar, 13.38 Uhr: Liftbetreiber scheitert mit Antrag auf Öffnung

Ein Skiliftbetreiber im bayerischen Allgäu ist mit seinem Eilantrag auf eine stundenweise Vermietung nun auch vor dem Bayerischen Verwaltungsgerichtshof gescheitert.

Wie das Gericht am Freitag bestätigte, wies das Gericht die Beschwerde des Liftbetreibers aus Buchenberg (Landkreis Oberallgäu) gegen einen ablehnenden Beschluss des Verwaltungsgerichts Augsburg als unbegründet zurück (Az. 20 CE 21.415).

Nach Angaben des Verwaltungsgerichtshofs hatte der Liftbetreiber in seiner Beschwerde unter anderem argumentiert, dass sein Schlepplift keine Seilbahn im Sinne der Infektionsschutzmaßnahmenverordnung sei. Deren Betrieb als Freizeitangebot ist in Bayern derzeit auch zur stundenweisen Vermietung an Familien verboten, in Baden-Württemberg aber erlaubt - was beim Liftbetreiber in unmittelbarer Grenznähe Unverständnis ausgelöst hatte.

Da der Betreiber für seinen Schlepplift eine seilbahnrechtliche Erlaubnis erhalten habe, habe das Gericht aber "keinen Zweifel", dass die Anlage die Kriterien einer Seilbahn erfülle, heißt es im Beschluss des Verwaltungsgerichtshofs. Der Betreiber des Skilifts, Rudi Holzberger, reagierte am Freitag verständnislos.

Der Unterschied zwischen geschlossenen Gondeln und einem Schlepplift werde darin "schlichtweg missachtet, das Wort oder die fragwürdige Definition obsiegt über jedes Argument".

Titelfoto: Michael Reichel/dpa-Zentralbild/dpa

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