Corona in Südafrika: Präsident kündigt nächtliche Ausgangssperre an

Deutschland/Welt - Die Lage rund um das Coronavirus in Deutschland hat sich in den zurückliegenden Wochen weiter entspannt. Grund zur Entwarnung gibt es laut Bundesregierung und RKI jedoch nicht.

Zwei Personen mit Masken stehen vor einem Geschäft in der Innenstadt von Palma.
Zwei Personen mit Masken stehen vor einem Geschäft in der Innenstadt von Palma.  © dpa/Clara Margais

Viele Politiker sprechen sich weiterhin für das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung aus. Auch Abstandhalten ist nach wie vor eine wichtige und effektive Maßnahme, um eine Infektion mit dem neuartigen Virus zu vermeiden.

In Deutschland summiert sich die Fallzahl mittlerweile auf 199.919 bestätigte Infektionen. 9071 Corona-Patienten starben an der Infektion, 185.100 gelten mittlerweile als genesen (Stand 13. Juli, 7.30 Uhr).

Weiterhin haben die USA weltweit die meisten Fälle registriert - über 3,3 Millionen Infizierte wurden erfasst. 135.205 Personen sind dort bereits gestorben (Stand 13. Juli, 7.30 Uhr).

Weltweit gibt es nun insgesamt über 12,91 Millionen bestätigte Infektionen und 569.128 Todesfälle (Stand 12. Juli, 22.30 Uhr).

Die aktuellen Entwicklungen zum Coronavirus Sars-CoV-2 gibt es hier im Ticker.

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Update, 12. Juli, 21.01 Uhr: Corona in Südafrika: Präsident kündigt nächtliche Ausgangssperre an

Südafrikas Präsident Cyril Ramaphosa (67) hat angesichts steigender Infektionszahlen in der Öffentlichkeit eine erneute Verschärfung der Corona-Restriktionen angekündigt. Neben einer ab Montag geltenden Ausgangssperre zwischen 21 und 4 Uhr sehen sie eine Maskenpflicht in der Öffentlichkeit sowie die erneute Einführung eines Alkoholbanns vor.  

Der nationale Ausnahmezustand wird bis zum 12. August verlängert. "Wir verzeichnen nun weit über 12.000 Fälle pro Tag", sagte er am Sonntagabend in einer Ansprache an die Nation. 

Viele Südafrikaner würden nun aber dank der bisherigen Lockerungen nachlässig in ihrem Verhalten. In Südafrika sind nach seinen Angaben 276.242 Covid-19-Fälle bestätigt worden.

Südafrikas Präsident Cyril Ramaphosa (67).
Südafrikas Präsident Cyril Ramaphosa (67).  © dpa/XinHua/South Africa Presidency/-

Update, 12. Juli, 20.20 Uhr: Neuer Rekord bei Neuinfektionen - WHO zählt 230.000 neu Corona-Fälle

Die Zahl der täglichen Neuinfektionen mit dem Coronavirus ist laut Weltgesundheitsorganisation (WHO) auf ein neues Rekordniveau gestiegen. Die WHO zählte nach Angaben vom Sonntag binnen 24 Stunden mehr als 230.000 neue Fälle. Damit liegt die Zahl der weltweit je Infizierten bei 12,5 Millionen. 562.000 Patienten sind mit oder an Covid-19 gestorben.

Für die USA wurden 66.000 neue Fälle verzeichnet, in Brasilien wurden 45.000 Menschen mit dem Virus infiziert. In Indien stieg die Zahl der Infizierten um 28 000. In Europa weisen Russland, die Türkei, aber auch Länder wie Portugal, Großbritannien und Rumänien viele neue Fälle auf.

Unterdessen hat die WHO zwei Experten nach China geschickt, die gemeinsam mit chinesischen Fachleuten eine von der WHO geführte Untersuchung vorbereiten sollen, um den Ursprung der Pandemie genau zu identifizieren.

Tedros Adhanom Ghebreyesus, Generaldirektor der Weltgesundheitsorganisation (WHO).
Tedros Adhanom Ghebreyesus, Generaldirektor der Weltgesundheitsorganisation (WHO).  © Salvatore Di Nolfi/KEYSTONE/dpa

Update, 12. Juli, 19.12 Uhr: Erstmals wieder Ausgangsbeschränkung in Spanien wegen Corona-Fällen

In Spanien ist erstmals seit Lockerung der Corona-Maßnahmen im Juni wieder eine Ausgangsbeschränkung angeordnet worden. 

Die Menschen in der Stadt Lleida und sieben umliegenden Gemeinden dürfen ab Montag das Haus daher nur noch zur Arbeit, zum Einkaufen oder wegen dringender Angelegenheiten wie etwa Arztbesuche verlassen, berichtete die Zeitung "La Vanguardia" am Sonntag unter Berufung auf die Regionalregierung von Katalonien.

Damit wurden Maßnahmen in der im Westen Kataloniens gelegenen Region weiter verschärft, die schon seit einer Woche für mehr als 200.000 Menschen gelten. So war das Gebiet, in dem es einen Anstieg der Infektionszahlen gibt, bereits weitgehend von der Außenwelt abgeriegelt worden. Seither kontrolliert die Polizei die Zufahrtsstraßen.

In den Krankenhäusern im Bereich von Lleida würden inzwischen schon mehr als 100 Covid-19-Patienten behandelt, berichtete "La Vanguardia". 

In ganz Katalonien, wo es auch in der Stadt L'Hospitalet de Llobregat unmittelbar südlich von Barcelona vermehrt neue Corona-Fälle gibt, wurden binnen 24 Stunden am Sonntag 816 neue Infektionen mit dem Sars-CoV-2-Virus registriert. Das waren mehr als doppelt so viele wie noch am Samstag, als 361 Fälle gemeldet wurden.

Update, 12. Juli, 19.10 Uhr: Ramelow besorgt über hohe Corona-Schulden ohne Reform-Ansatz

Der Thüringer Ministerpräsident Bodo Ramelow (64) hat Bedenken gegen zu hohe Ausgaben für Corona-Hilfen geäußert. "Ich wünsche mir, dass wir die Krise nutzen, um mutiger an Reformen zu gehen, statt nur riesige Summen über dem Land auszuschütten", sagte der Linken-Politiker der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" (Montag). 

Es wundere ihn sehr, dass viele seiner Kollegen in den Ländern, die bisher Verfechter der schwarzen Null gewesen seien, nun "die Zauberkünstler im Geldausgeben" seien. "Einige haben eine Art Wettbewerb ausgerufen, wer die höchsten Kreditlinien beschließt."

Seiner Meinung nach müsste es jetzt erst einmal einen Kassensturz geben. Viele Hilfsgelder würden gar nicht abgerufen. Zugleich müsse sich die Politik zurzeit auch von geliebten Projekten verabschieden, sagte Ramelow. 

In Thüringen etwa werde es das von seiner Partei geplante beitragsfreie dritte Kindergartenjahr vorerst nicht geben. "Dinge, für die wir jetzt kein Geld haben, müssen hinten angestellt werden."

Als ein Reformbeispiel verwies der Linken-Politiker auf den einmaligen Bonus in Höhe von 1500 Euro für Pflegekräfte. "So sehr ich das jedem Pfleger gönne, ist dadurch doch die Situation dieser Menschen nicht dauerhaft verbessert, denn sie kriegen nur einmal Geld", sagte Ramelow. "Viel besser wäre ein Bekenntnis zu einem Tarifvertrag für Pflegekräfte in Deutschland gewesen."

Der Thüringer Ministerpräsident Bodo Ramelow (64).
Der Thüringer Ministerpräsident Bodo Ramelow (64).  © Martin Schutt/dpa-Zentralbild/dpa

Update, 12. Juli, 18.27 Uhr: Zu wenig Abstand trotz Corona - Ärger über Konzert in Nizza

Empörung in Frankreich über ein Konzert inmitten der Corona-Krise: Knapp 5000 Menschen versammelten sich am Samstagabend auf der berühmten Promenade des Anglais in der Hafenstadt Nizza - dort legte etwa der bekannte französische DJ The Avener auf. 

Medienberichten zufolge wurden die Schutzmaßnahmen gegen Corona nicht eingehalten - die Menschen hielten keinen Abstand und trugen keine Masken. Auf Fotos und Videos war eine zum Teil dicht gedrängte Menge zu sehen.

Die Stadt versicherte, dass die Obergrenze von 5000 Menschen, die bei öffentlichen Veranstaltungen gilt, eingehalten worden sei. Eigentlich würde auf der Promenade Platz für 36.000 Menschen sein. 

Er wisse, dass es an einigen Stellen eng war, aber das Publikum sei in einer offenen Umgebung herumgelaufen, verteidigte Remi Recio von der zuständigen Präfektur im Sender BFMTV die Veranstaltung.

Nizzas Bürgermeister Christian Estrosi bedauerte, dass die Anweisungen nicht ausreichend beachtet worden seien - es habe Schilder und Lautsprecherdurchsagen gegeben. 

In Nizza soll das Tragen von Schutzmasken nun bei allen Großveranstaltungen unter freiem Himmel verpflichtend sein. Estrosi rief die Regierung in Paris auf, eine solche Maßnahme landesweit durchzusetzen. Sicherheit und wirtschaftliche sowie kulturelle Erholung müssten in Einklang miteinander gebracht werden.

Knapp 5000 Menschen versammeln sich am Samstagabend auf der berühmten Promenade des Anglais während eines Konzertes in der Hafenstadt. Dort legte auch der bekannte französische DJ The Avener auf.
Knapp 5000 Menschen versammeln sich am Samstagabend auf der berühmten Promenade des Anglais während eines Konzertes in der Hafenstadt. Dort legte auch der bekannte französische DJ The Avener auf.  © Yann Coatsaliou/AFP/dpa

Update, 12. Juli, 18.23 Uhr: Lindner: Videokonferenz nicht dasselbe wie Gespräch unter Menschen

FDP-Partei- und Fraktionschef Christian Lindner (41, FDP) hat in der Corona-Krise den mitmenschlichen Kontakt noch mehr zu schätzen gelernt. 

Im Sommerinterview der ARD sagte er am Sonntag auf die Frage, ob es wegen der Corona-Pandemie Dinge gebe, die er in seinem Leben verändern wolle: "Ich glaube, wir haben einen anderen Blick auf Reisen. Und auf der anderen Seite auch erlebt, wie wichtig der mitmenschliche Kontakt ist."

Er habe "auch die vielen Videokonferenzen gemacht, aber das ist nicht dasselbe, wie ein Gespräch unter Menschen, wo man auch ganz andere Signale und Botschaften wahrnimmt als nur vor einem Bildschirm zu sitzen." 

In der FDP-Parlamentsfraktion setze man jetzt zwar einerseits mehr auf Onlineformate, aber es habe auch der persönliche Austausch eine neue Bedeutung bekommen.

Christian Lindner (FDP), Parteivorsitzender, und Moderatorin Tina von Hassel blicken vor Beginn des ARD-Sommerinterviews in die Kamera.
Christian Lindner (FDP), Parteivorsitzender, und Moderatorin Tina von Hassel blicken vor Beginn des ARD-Sommerinterviews in die Kamera.  © Jörg Carstensen/dpa

Update, 12. Juli, 17.50 Uhr: UN-Bericht zur Welternährung 2020 - Corona könnte Trend verschärfen

Die Vereinten Nationen legen am Montag (16.00 Uhr) ihren neuen Bericht zur Welternährung mit den Zahlen zu Hunger und Unterernährung vor. 

In der Studie dürften auch die Auswirkungen der Corona-Krise eine Rolle spielen. Verschiedene UN-Organisationen haben in den vergangenen Wochen bereits davor gewarnt, dass die Covid-19-Krankheit die Ernährungslage in vielen Regionen verschärft. 

Für den neuen Jahresbericht 2020 haben unter anderem die Welternährungsorganisation FAO in Rom, das Kinderhilfswerk Unicef und die UN-Gesundheitsorganisation WHO ihre Daten zusammengetragen.

In den vergangenen Jahren hatte die FAO eine wachsende Zahl der unterernährten Menschen beklagt. Das weltweite Ziel, den Hunger bis 2030 zu stoppen, war damit in weite Ferne geraten.

Update, 12. Juli, 17.47 Uhr: Vor EU-Sondergipfel: Merkel trifft Italiens Premier Conte

Wenige Tage vor dem EU-Sondergipfel sucht Kanzlerin Angela Merkel (65, CDU) am Montag mit dem italienischen Premier Giuseppe Conte (55) nach einem Ausweg aus dem Streit über den EU-Wiederaufbaupakt in der Corona-Krise. 

Merkel empfängt Conte am Nachmittag (16.00 Uhr) in Meseberg nördlich von Berlin im Gästehaus der Bundesregierung. Danach (17.30 Uhr) wollen sie gemeinsam die Medien unterrichten. Am Dienstag empfängt Merkel den spanischen Premier Pedro Sánchez (48) im Kanzleramt in Berlin.

2019 dachte niemand an Corona: Kanzlerin Angela Merkel (65, CDU) mit dem italienischen Premier Giuseppe Conte (55) (Archivbild).
2019 dachte niemand an Corona: Kanzlerin Angela Merkel (65, CDU) mit dem italienischen Premier Giuseppe Conte (55) (Archivbild).  © Thierry Roge/BELGA/dpa

Update, 12. Juli, 17.43 Uhr: Spahn äußert sich zu Corona-Lage in der Urlaubszeit

In den Sommerferien reisen Millionen Bundesbürger ins In- und Ausland - was bedeutet das für die weitere Eindämmung des Coronavirus? Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (40, CDU) will am Montag (10.00) in Berlin zur Situation in Urlaubszeiten Stellung nehmen. 

Auch der Präsident des Robert-Koch-Instituts (RKI), Lothar Wieler, gibt dazu Einschätzungen ab. Die Bundesregierung hat bereits deutlich gemacht, dass größere Reisebewegungen auch das Krisenmanagement vor neue Aufgaben stellen. Spahn will sich außerdem zu Corona-Aspekten der gerade gestarteten deutschen EU-Ratspräsidentschaft äußern.

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (40, CDU).
Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (40, CDU).  © Hannibal Hanschke/Reuters Pool/dpa

Update, 12. Juli, 17.35 Uhr: Corona-Test am Flughafen für Reisende aus Risikogebiet in Frankreich

Frankreich will Reisende aus Risikogebieten künftig am Flughafen auf Corona testen. Die Maßnahme werde in den kommenden Tagen umgesetzt, kündigte Regierungssprecher Gabriel Attal am Sonntag an. 

Diejenigen, die bereits einen Corona-Test gemacht haben, müssten einen Nachweis darüber erbringen können, so Attal. Dann sei kein erneuerter Test in Frankreich notwendig. Gesundheitsminister Olivier Véran hatte Ende vergangener Woche noch von einer freiwilligen Maßnahme gesprochen.

"In Ländern, in denen das Virus nicht mehr zirkuliert als in Frankreich, gibt es keinen Grund, zusätzliche Maßnahmen zu ergreifen", erklärte Attal weiter. Reisende aus Deutschland dürften von den Tests nicht betroffen sein.

Führende Wissenschaftler in Frankreich hatten am Wochenende eine Maskenpflicht in öffentlichen geschlossenen Räumen gefordert, um ein Wiederaufflammen der Epidemie zu verhindern. In Frankreich gilt in öffentlichen Verkehrsmitteln Maskenpflicht. 

Viele Läden, Sehenswürdigkeiten oder andere Einrichtungen schreiben aber das Tragen einer Maske vor. Frankreich ist von der Corona-Pandemie hart getroffen und zählt mehr als 30.000 Tote.

Gesundheitsminister Olivier Véran.
Gesundheitsminister Olivier Véran.  © Christophe Archambault/AFP/dpa

Update, 12. Juli, 16.43 Uhr: US-Fußball: Spiel wegen positiver Corona-Tests verschoben

Wegen weiterer Corona-Fälle ist beim Turnier der Major League Soccer das Fußballspiel zwischend dem FC Toronto und DC United kurz vor dem geplanten Beginn Sonntagfrüh verschoben worden. 

Wie die MLS mitteilte, gab es bei den vorgeschriebenen Tests am Samstag einen unbestätigten positiven Corona-Fall und einen nicht schlüssigen Test für einen anderen Spieler. Betroffen sein sollen nach Medienberichten beide Teams. 

Titelfoto: dpa/XinHua/South Africa Presidency/-

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