Corona-Intensivpatienten aus Sachsen ausgeflogen!

Schwerin/Rostock - Einige Kliniken in Sachsen sind an ihrer Kapazitätsgrenze angelangt. Um sie zu entlasten, hat Mecklenburg-Vorpommern mehrere Corona-Intensivpatienten aufgenommen.

Ein Corona-Intensivpatient aus Sachsen wurde per Hubschrauber nach Rostock geflogen.
Ein Corona-Intensivpatient aus Sachsen wurde per Hubschrauber nach Rostock geflogen.  © Bernd Wüstneck/dpa-Zentralbild/dpa

Die Unimedizin Rostock übernehme vorerst zwei schwer an Covid-19 Erkrankte, teilte das Gesundheitsministerium am Dienstag in Schwerin mit.

"Die Lage vor allem in Ostsachsen ist ernst. Aktuell haben wir noch ausreichend Kapazitäten, um den sächsischen Kollegen und Patienten zu helfen", sagte der ärztliche Vorstand der Unimedizin, Christian Schmidt.

In den kommenden Tagen werden in Mecklenburg-Vorpommern laut Ministerium bis zu zehn Patienten aus Sachsen erwartet.

Die genaue Zuordnung werde anhand der Schwere der Erkrankung und der Kapazitäten in den Krankenhäusern gesteuert.

Die Universitätsmedizin Greifswald werde ebenfalls Menschen aufnehmen, wenn es notwendig werden sollte.

Zudem sind laut Gesundheitsminister Harry Glawe (67, CDU) Betten im Südstadtklinikum in Rostock vorgesehen.

Ein gerade in Rostock angekommener Corona-Patient wird in einen Rettungswagen geschoben.
Ein gerade in Rostock angekommener Corona-Patient wird in einen Rettungswagen geschoben.  © Bernd Wüstneck/dpa-Zentralbild/dpa

Sachsen hat bundesweit sehr hohen Inzidenzwert

Der Sieben-Tage-Inzidenzwert in Sachsen, also die Zahl der Corona-Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche, liegt nach Angaben des Robert Koch-Instituts (Stand: Dienstag, 0 Uhr) bei 426,8 - im bundesweiten Vergleich der mit Abstand höchste Wert.

In Mecklenburg-Vorpommern liegt dieser Wert laut Landesamt für Gesundheit und Soziales (Lagus) derzeit bei 97,4.

Titelfoto: Bernd Wüstneck/dpa-Zentralbild/dpa

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