Antisemitismus-Beauftragter warnt vor Corona-Hetze gegen Juden

Wiesbaden - Das Bundesland Hessen warnt vor einer gefährlichen Ausbreitung antisemitischer Hassbotschaften und Verschwörungstheorien angesichts der Corona-Krise

Eine israelische Fahne ist an dem Gitter einer Synagoge zu sehen.
Eine israelische Fahne ist an dem Gitter einer Synagoge zu sehen.  © Paul Zinken/dpa

In sozialen Netzwerken würden Juden und der Staat Israel immer häufiger für die Ausbreitung des Coronavirus verantwortlich gemacht, erklärte der Beauftragte der Landesregierung für jüdisches Leben und den Kampf gegen Antisemitismus, Uwe Becker, am Montag in Wiesbaden.

"In klassischen antisemitischen Bildern werden ihnen zudem in einer so skizzierten 'jüdischen Weltverschwörung' wirtschaftliche Absichten in der Verbreitung des Virus unterstellt", teilte Becker mit. 

"In Zeiten von Corona verbreitet sich auch das Virus des Antisemitismus und sorgt für ein Klima von Hass und Hetze."

Becker bat die Bevölkerung, wachsam gegenüber antisemitischer Corona-Hetze zu sein und diese zu melden.

Es gibt zudem Berichte über rassistische Attacken gegen Menschen mit asiatischem Aussehen infolge der Coronavirus-Pandemie (TAG24 berichtete).

Derartige Vorfälle ereigneten sich im Ausland. Doch auch in Deutschland warnten mehrere chinesische Organisationen vor einer Zunahme von Anfeindungen gegen Menschen mit asiatischen Wurzeln.

Titelfoto: Paul Zinken/dpa

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