Corona-Krise bedroht Gastronomen: Wie Ihr Euer Lieblings-Cafe retten könnt!

Dresden - Die Corona-Krise trifft die deutsche Wirtschaft. Egal ob Dienstleistungen oder Einzelhandel, der strikte - und notwendige - Maßnahmenplan der Bundesregierung tangiert beinahe jeden. Nun organisiert sich "das Internet" unter dem Hashtag #gutscheinestattklopapier, um unter anderem Restaurants, Cafes und Bars zu unterstützen.

Leere Tische sind neben einem Schild eines Bistros zu sehen, in dem es nur noch "To Go" Speisen gibt. Die Gastronomie hat an der Corona-Krise zu knabbern.
Leere Tische sind neben einem Schild eines Bistros zu sehen, in dem es nur noch "To Go" Speisen gibt. Die Gastronomie hat an der Corona-Krise zu knabbern.  © Angelika Warmuth/dpa

Es ist ein Phänomen, das man in schwierigen gesellschaftlichen Situationen immer wieder beobachten kann: Droht die Welt mit seinen verankert geglaubten Eckpfeilern bedenklich ins Wanken zu geraten, wird das Thema Solidarität plötzlich wieder relevant.

Sicherlich sagt nun der Eine, dass ebendiese Solidarität, oder Nächstenliebe, bei ihm nie weg sei. Doch in einer schnelllebigen und turbulenten Welt wie dieser, scheint sie doch das ein oder andere Mal in Vergessenheit zu geraten.

Erst wenn plötzlich alle betroffen sind, zeigt sich das, was eine Gesellschaft eigentlich sein sollte: ein Miteinander, der Wille und die Kraft füreinander einzustehen und sich persönlich notfalls zurück zu nehmen.

Die Weiseren unter uns reden von der Nachkriegszeit, andere von '89, wieder andere von der Jahrhundertflut 2002. Es ist auch kein rein deutsches Phänomen. Ob 9/11 oder der verheerende Tsunami in Thailand 2004 - wenn Du nichts mehr hast, oder kurz davor stehst nichts mehr zu haben, bist Du solidarischer als sonst - oder zeigst es einfach mehr.

Nicht selten sieht man dieser Tage Videos, in denen gehamstert wird. Auch wenn ich gar keine ganze Stiege körnigen Frischkäse benötige, geschweige denn jemals verbrauchen könnte - erst einmal haben, auch wenn es die letzte Palette ist. 

Nach mir die Sintflut. 

Klopapier derzeit das Thema Nummer 1, warum denn eigentlich?

Ein Bild mit Symbolcharakter. Das Coronavirus verändert unsere Einkaufswagen.
Ein Bild mit Symbolcharakter. Das Coronavirus verändert unsere Einkaufswagen.  © Tom Weller/dpa

Auch das Thema Klopapier scheint aktuell ein besonders großes zu sein. Was in Zeiten des sorglosen Konsums nur bei dem neuen iPhone vor dem Apple-Store möglich war, sieht man nun in Supermärkten. Schlangen und beinahe tumultartige Rudelbildungen für das Objekt der Begierde. Alles für das Wischpapier.

Nun versammelt man sich im Netz, um denen zu helfen, den die derzeitige Corona-Krise mit am meisten zu schaffen macht. Restaurants, Bars und Cafes bleiben bis auf Weiteres geschlossen. Wenn sie öffnen, dann nur unter strengsten Hygiene-Vorschriften. 

Für die Gastronomen fast schon der Supergau, ein Szenario, wie man es sich in den kühnsten Albträumen nicht ausmalen hätte können.

Und da ist sie wieder, diese Solidarität. Unter dem Hashtag #gutscheinestattklopapier entsteht momentan eine Bewegung, die es dem Gaststättengewerbe etwas leichter machen soll. 

Gutscheine, damit Einzelhändler ihre Fixkosten zahlen können

Leere Stühle, leere Kassen. Das muss nicht sein.  
Leere Stühle, leere Kassen. Das muss nicht sein.    © Marijan Murat/dpa

Anstatt sich den Vorratsschrank mit dem "Dreilagigen" vollzuzimmern, appellieren zahlreiche Social-Media-User dazu, ihr Geld lieber in Gutscheine von Restaurants oder Cafes zu investieren.

Kurzfristig hilft es den Gastronomen, trotz geschlossener Türen, zumindest einen Teil der Fixkosten decken zu können. Langfristig hat der Kunde die Möglichkeit, diesen Gutschein "in besseren Zeiten" einzulösen.

Dies gilt freilich auch für sämtliche andere Einzelhandels-Geschäfte. Egal ob Klamotten-Store, Tattoowierer oder Spielzeug-Laden.

Auch wenn der Vergleich zwischen #gutscheinestattklopapier und 9/11 oder der Nachkriegszeit hinkt. Was zählt, ist die Hilfe. Und es sind ja bekanntlich die kleinen Dinge.

Also, Telefon in die Hand oder schnell eine E-Mail verfassen und schauen, ob Euer Stamm-Italiener mitmacht. Er wird es Euch danken.

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Menschenleer ist eine spanische Tapasbar am frühen Abend in Dresden. Im Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus sollen von Donnerstag (19. März) Restaurants von 6.00 Uhr bis 18.00 Uhr geöffnet bleiben, es gelten aber besondere Hygienevorschriften.
Menschenleer ist eine spanische Tapasbar am frühen Abend in Dresden. Im Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus sollen von Donnerstag (19. März) Restaurants von 6.00 Uhr bis 18.00 Uhr geöffnet bleiben, es gelten aber besondere Hygienevorschriften.  © Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa

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