Neuer Trick: Betrüger nutzen Corona-Krise, die Polizei warnt

Kassel - Die Corona-Krise hat weite Teile des öffentlichen Lebens in Deutschland lahmgelegt. Doch einige Trick-Betrüger haben sich offensichtlich schnell an die neue Lage infolge der Corona-Epidemie angepasst.

Es geht um einen Betrug beim Online-Banking (Symbolbild).
Es geht um einen Betrug beim Online-Banking (Symbolbild).  © Monika Skolimowska/ZB/dpa

Die Polizei in Nordhessen veröffentlichte am Mittwochmorgen eine Warnung.

Betrüger versuchen demnach, die Verwirrung einiger Menschen durch die rigiden Maßnahmen zur Eindämmung des Virus für ihre Zwecke zu missbrauchen. Es geht dabei um einen Betrug beim Online-Banking.

Wie es in der Warnung heißt, hätte sich ein Unbekannter telefonisch bei einem Mann im nordhessischen Landkreis Waldeck-Frankenberg gemeldet und sich als Bankmitarbeiter ausgegeben. 

Im Display des Telefons wäre tatsächlich auch die Telefonnummer der Bank des Angerufenen erschienen.

"Der Mann überzeugt den Angerufenen davon, dass seine Gültigkeit des Online-Bankings Ende März auslaufe und das Zertifikat erneuert werden müsse. Eigentlich müsse man dazu die Filiale aufsuchen, aber aufgrund der Corona-Pandemie würde man dies zurzeit telefonisch erledigen", schilderte ein Polizeisprecher den Inhalt des Telefonats.

Der Betrüger brachte sein Opfer demnach dazu, eine TAN (Transaktionsnummer) für dessen Online-Konto bei der Bank preiszugeben.

Zum Glück loggte sich der Angerufene noch am selben Abend online in seinem Bank-Account ein, um eine Überweisung zu tätigen. Dabei sah er zu seinem Schreck, dass für den Folgetag eine Überweisung in Höhe von fast 14.000 Euro angewiesen war, die er nicht veranlasst hatte!

Das Geld sollte ins Ausland überwiesen werden

Sofort ließ der Mann sein Online-Banking-Konto sperren. "Polizeiliche Ermittlungen haben ergeben, dass die Überweisung ins Ausland geflossen wäre", sagte der Sprecher weiter.

Die Polizei warnt ausdrücklich: Derartige Betrugsversuche könnten sich wiederholen. Banken würden niemals vertrauliche Daten wie zum Beispiel eine TAN oder ein Passwort per Telefon, E-Mail oder Post abfragen.

"Wenn Sie sich unsicher sind, halten Sie in jedem Fall Rücksprache mit Ihrer Bank", unterstrich der Polizeisprecher.

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Titelfoto: Monika Skolimowska/ZB/dpa

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