Coronavirus und Bundesliga: Eintracht-Vorstand rechnet mit "heftigen Einschnitten"

Frankfurt am Main - Eintracht Frankfurts Sportvorstand Fredi Bobic rechnet in der Corona-Krise mit "heftigen Einschnitten" beim hessischen Fußball-Bundesligisten.

Das Foto aus dem Oktober 2019 zeigt Eintracht Frankfurts Sport-Vorstand Fredi Bobic (48).
Das Foto aus dem Oktober 2019 zeigt Eintracht Frankfurts Sport-Vorstand Fredi Bobic (48).

 "Wir sind zwar in der glücklichen Lage, dass wir in den vergangenen vier Jahren etwas auf die Seite legen und unser Eigenkapital steigern konnten. Trotzdem wird es uns treffen", sagte der frühere Nationalstürmer in einem Interview der Tageszeitung Die Welt (Donnerstag).

"Denn wir sprechen nicht nur von dieser Saison, auch von der kommenden. Und es ist möglicherweise so, dass wir lange Zeit keine Zuschauer in den Stadien sehen werden."

Mit Bezug auf die ganze Liga sagte Bobic: "Wenn der Kuchen groß ist, wird er dementsprechend groß verteilt. Aber wir müssen uns alle den neuen Gegebenheiten anpassen und einsehen, dass der Kuchen künftig wohl nicht mehr so üppig sein wird." 

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Alle stünden vor einem ungewissen Sommer. "Es wird überall Abstriche geben. Der Fußball war aber immer erfinderisch – und ich bin mir sicher, dass es auch dieses Mal wieder Lösungen geben wird", prophezeite der 48-Jährige.

"Trotzdem wird die Krise sehr, sehr anspruchsvoll. Ich bin mir sicher, dass sie wirtschaftlich viel verändern wird."

Streit um Geld-Verteilung in 1. und 2. Fußball-Bundesliga

Die Forderung von Oke Göttlich, dem Präsidenten des Zweitligisten FC St. Pauli, nach einer "Gleichverteilung von Einnahmeströmen für diese Liga" sieht Bobic kritisch. "Es ist sein gutes Recht, das zu fordern. Ob es in der Realität jedoch umsetzbar ist, weiß ich nicht. Denn so funktioniert die freie Marktwirtschaft nicht", sagte der Sportvorstand von Eintracht Frankfurt.

Wegen der Coronavirus-Pandemie hatte das neunköpfige Präsidium der Deutschen Fußball Liga (DFL) mit Geschäftsführer Christian Seifert an der Spitze am Dienstag eine Pause bis mindestens zum 30. April empfohlen.

Die Zustimmung der 36 Profivereine zu diesem Schritt auf der Mitgliederversammlung am kommenden Dienstag gilt als sicher.

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Titelfoto: Uwe Anspach/dpa

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