Fußballer in Corona-Krise: Diese Kicker schuften auf einer Baustelle!

Donaustauf/Leipzig - Der bayerische Fünftligist SV Donaustauf hat während der Corona-Krise eine ungewöhnliche Aufhilfsbeschäftigung für einige seiner Fußballer in Leipzig gefunden. 

Die drei Profifußballer Sasha Diakiese, Kevin Rääbis und Abulai Dabo (v.l.n.r.) stehen aufgrund der Corona-Krise auf einer Baustelle.
Die drei Profifußballer Sasha Diakiese, Kevin Rääbis und Abulai Dabo (v.l.n.r.) stehen aufgrund der Corona-Krise auf einer Baustelle.  © Jan Woitas/dpa-Zentralbild/dpa

Drei Kicker des Klubs aus der Nähe von Regensburg reißen bereits seit Anfang des Monats April auf einer entsprechenden Baustelle in Sachsen Wände ein oder bringen Schutt in einen Container. 

"Irgendwann fällt einem buchstäblich die Decke auf den Kopf, und dann war es meine Idee zu sagen: Wenn ihr raus wollt, könnt ihr arbeiten und euch was in der Zeit dazuverdienen", erzählte der Sportdirektor des Vereins aus Bayern, Matthias Klemens (48), der Deutschen Presse-Agentur.

Der 48-Jährige besitzt eine Firma für Sanierung sowie Denkmalschutz und hat auf seinen Baustellen genug Bedarf an Arbeitskräften. 

Sasha Diakiese (22), Kevin Rääbis (26) und Abulai Dabo (25) haben das nicht alltägliche Angebot des SV Donaustauf angenommen. 

"Das ist mal was Neues im Leben", sagte der Österreicher Diakiese, der auch schon mit einem Presslufthammer Wände zerstört hat, und führte weiter aus: "Das ist Training pur." Diakiese und seine beiden Teamkollegen aus Estland und Guinea-Bissau teilen sich ein Apartment in Leipzig.

SV Donaustauf hat trotz der weiterhin unterbrochenen Saison Gehälter für März noch überwiesen

Der SV Donaustauf hat angesichts der unterbrochenen Fußball-Saison die Gehälter für März noch überwiesen. Seit April sind die sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in Kurzarbeit.

Diakiese, Rääbis und Dabo bekommen als Bauhelfer den Mindestlohn von 12,55 Euro pro Stunde. Spätestens sobald das erste Training des SV Donaustauf wieder ansteht, verlässt das Trio die Baustelle.

Titelfoto: Jan Woitas/dpa-Zentralbild/dpa

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