Grüne: Corona-Krise für Umbau der Gesellschaft und Wirtschaft richtig nutzen

München - Die Corona-Krise bietet nach Ansicht der Grünen im bayerischen Landtag die Chance für eine grundlegende Veränderung von Gesellschaft und Wirtschaft in Deutschland.

Grünen-Fraktionschef Ludwig Hartmann erklärt den Maßstab der Wirtschaftspolitik, den es im Zuge der Coronavirus-Krise anzulegen gilt.
Grünen-Fraktionschef Ludwig Hartmann erklärt den Maßstab der Wirtschaftspolitik, den es im Zuge der Coronavirus-Krise anzulegen gilt.  © Sven Hoppe/dpa

"Nicht die Wiederherstellung alter Strukturen und Spielregeln, sondern Schritte in Richtung einer ökologischen Modernisierung sind der historische Auftrag", heißt es in einem achtseitigen Positionspapier der Fraktion für mehr Klimaschutz, welches noch an diesem Mittwoch in München vorgestellt werden soll und der Deutschen Presse-Agentur entsprechend vorliegt.

"Konjunktur stützen, Klima schützen: Das muss der Maßstab für unsere Wirtschaftspolitik in und nach der Corona-Krise sein", sagte Fraktionschef Ludwig Hartmann. 

Die Coronavirus-Krise in Deutschland und der Welt könne der Umkehrpunkt sein, "das Momentum, um unserer Industrie im begonnenen Transformationsprozess einen Schub zu geben und sie nachhaltig krisenfest aufzustellen."

Konkret fordert das Papier etwa eine Mobilitätswende hin zu einem massiven Ausbau des Schienennetzes, der alleine in Bayern mit zwei Milliarden Euro pro Jahr zu Buche schlagen würde. 

Ebenfalls im Fokus sind ein massiver Ausbau des Öffentlichen Personennahverkehrs in jedem Dorf im Stundentakt, viel mehr Fahrradverkehr und in der Fahrzeugindustrie E-Auto-Förderprämien, bei denen aber die umstrittenen SUV-Modelle ausgelassen werden.

"Neue Mobilität muss alte Verkehrsideologien ersetzen, der saubere Strom der Zukunft muss alte, schmutzige Kohleenergie aus dem Markt drängen, Bayern und Deutschland müssen Vorbilder bei Klimaschutz und Klimafolgenanpassung sein und der deutsche Innovationsmotor in Forschung, Wissenschaft und Zukunftstechnik hochtourig betrieben werden", heißt es darüber hinaus im Papier.

Titelfoto: Sven Hoppe/dpa

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