Blutkonserven in Hessen werden knapp! Spenden-Appell an die Bevölkerung

Wiesbaden - Wegen steigender Nachfrage nach Blutkonserven in Hessen drohen Engpässe. Das Hessischen Sozialministerium veröffentlichte deswegen am Mittwoch einen Aufruf, Blut zu spenden. 

Das Archivbild zeigt Blutkonserven in einem Kühlraum des Blutspendedienstes des Deutschen Roten Kreuzes.
Das Archivbild zeigt Blutkonserven in einem Kühlraum des Blutspendedienstes des Deutschen Roten Kreuzes.  © picture alliance / Maja Hitij/dpa

"Jede Woche werden in Hessen zur Patientenversorgung mehrere tausend Blutspenden benötigt – jeder kann, zum Beispiel als Unfallopfer, auf Blutspenden angewiesen sein", appellierte Minister Kai Klose (Grüne).

Zur hohen Nachfrage kommt es derzeit, weil die Zahl der vom Coronavirus betroffenen Patienten abnimmt und sich die Krankenhäuser wieder auf den Regelbetrieb vorbereiten.

Klose betonte: "Blut zu spenden rettet Leben. Deshalb ist es auch unter den aktuellen Einschränkungen von Veranstaltungen erlaubt, Blut spenden zu gehen. Blutprodukte sind auch in Krisenzeiten notwendig, um Schwerkranken und Unfallopfern helfen zu können."

Der Blutspendedienst des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) in Baden-Württemberg und Hessen schlägt aufgrund der Entwicklung bereits Alarm. In beiden Bundesländern kann das DRK nicht einmal den Bedarf eines durchschnittlichen Tages abdecken, wie aus einem Bericht des ARD-Hauptstadtstudios hervorgeht.

Wer Blut spenden möchte, sollte Termin vereinbaren

Konkret reiche der Bestand für 0,9 Tage. "Das ist der niedrigste Stand, den ich in meinem Berufsleben erlebt habe", sagte Eberhard Weck vom Blutspendedienst dem Bericht zufolge. Der Blutspendedienst versorgt über 90 Prozent der Patienten in den hessischen Kliniken mit Blut- und Blutbestandteilkonserven.

Erstspender können bis zum vollendeten 65. Lebensjahr Blut spenden. Das maximale Spenderalter für Blutspender ist das vollendete 73. Lebensjahr.

Blut spenden darf aktuell nicht, wer in den letzten vier Wochen aus dem Ausland zurückgekehrt ist, so das Ministerium. Personen, die Blut spenden möchten, sollten online einen Termin vereinbaren, um den Schutzmaßnahmen gerecht werden zu können.

Titelfoto: picture alliance / Maja Hitij/dpa

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