Schadsoftware und Daten-Diebstahl: Cyberkriminelle missbrauchen Corona-Angst

Wiesbaden - Die Corona-Krise löst bei vielen Menschen Angst und Verunsicherung aus. Kriminelle machen sich dies zunutze, die Polizei warnt!

Cyberkriminelle nutzen Computer und das Internet für ihre Verbrechen (Symbolbild).
Cyberkriminelle nutzen Computer und das Internet für ihre Verbrechen (Symbolbild).  © Silas Stein/dpa

Das Landeskriminalamt in Hessen wandte sich am Mittwoch mit einer eindringlichen Warnung an die Öffentlichkeit.

Es geht dabei um sogenannte "Cyberkriminelle", also um Betrüger, die es nicht unbedingt nur auf das Geld ihrer Opfer abgesehen haben, sondern auch auf Daten wie die Adresse, Klarnamen, Kontonummern, Telefonnummern oder Passwörter.

Cyberkriminelle verbreiten zudem Schadsoftware wie Trojaner oder Viren, um dann mitunter hinterher die Besitzer der betroffenen Rechner zu erpressen. Erst im Dezember wurde die Stadtverwaltung von Frankfurt am Main Opfer eines solchen Hacker-Angriffs (TAG24 berichtete).

Wie das Landeskriminalamt von Hessen am Mittwoch mitteilte, haben die Ermittler in letzter Zeit verstärkt derartige Cyber-Betrugsversuche sowie Versuche, Schadsoftware zu verbreiten, beobachtet, wobei die Kriminellen oft einen Bezug zur Coronavirus-Epidemie hergestellt hätten, um ihre Opfer zu täuschen.

"Cyberkriminelle versuchen, sich die derzeitige Notlage der Bevölkerung und Wirtschaftsunternehmen zunutze zu machen: Firmen und Privatpersonen erhalten aktuell in großem Umfang E-Mails, die auf staatliche Corona-Soforthilfen abzielen", sagte ein Sprecher.

Pishing und Hacker-Angriffe: Kriminelle nutzen Coroan-Krise

Die Polizei warnt die Bevölkerung ausdrücklich (Symbolbild).
Die Polizei warnt die Bevölkerung ausdrücklich (Symbolbild).  © DPA/Arne Dedert

Bei diesen Betrugsversuchen würden die Opfer dazu gebracht, Formulare mit Daten auszufüllen, wobei die Ermittler stark davon ausgehen, dass diese Daten missbraucht werden sollen (sogenanntes "Phishing").

Auch seien viele E-Mails im Umlauf, die "stark nachgefragte sowie schwer erhältliche Waren wie Schutzmasken, Desinfektionsmittel und Corona-Schnelltests bewerben". Diese seien in vielen Fällen nicht seriös: "Die Opfer werden betrogen oder mit Schadsoftware angegriffen!"

Ein anderer Betrüger-Trick, der mit der Unsicherheit in der Corona-Krise arbeitet, wurde Ende März bekannt. Dabei ging es um einen Betrug beim Online-Banking (TAG24 berichtete).

Die Polizei warnt daher die Bevölkerung:
  • Öffnen Sie keine Links in unverlangt zugesandten E-Mails
  • Bestellen Sie keine Waren in Internetshops, die Sie nicht kennen
  • Folgen Sie bitte keinen Links, die auf angeblich aktuelle, ortsbezogene Listen oder Karten mit Corona-Infizierten verweisen
  • Überprüfen Sie vor dem Aufruf von Links diese mit Hilfe von Suchmaschinen
  • Nutzen Sie für die Anträge auf Soforthilfe ausschließlich die Internetseiten von offiziellen Landesstellen (Ministerien und Landesförderbanken).

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Titelfoto: Silas Stein/dpa

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