Mieterbund warnt: Führt Corona-Epidemie zu Mieter-Krise in Hessen?

Wiesbaden - Die Corona-Krise hat dem Mieterbund in Hessen einen deutlichen Anstieg von Ratsuchenden beschert, die sich Sorgen über Mietrückstände machen.

Die Corona-Krise führt bei vielen Menschen zu Einkommens-Verlusten (Symbolbild).
Die Corona-Krise führt bei vielen Menschen zu Einkommens-Verlusten (Symbolbild).  © Stephanie Pilick/dpa

"Derzeit kommt bestimmt ein Drittel der Anrufe von Leuten, die nicht mehr wissen, wie sie ihre Miete zahlen sollen", sagte Verbandsdirektorin Eva-Maria Winckelmann der Deutschen Presse-Agentur.

Auch wenn diese Rückstände erst mal gestundet würden, bedeute das nicht das Ende großer Sorgen: "Das sind oft Menschen aus dem Niedriglohnsektor, die keine Rücklagen haben", sagte Winckelmann.

Der Mieterbund spreche sich daher für einen zusätzlichen Wohnfonds aus, damit das Land zumindest Zuschüsse für Menschen in solchen Notlagen zur Verfügung stellen könne.

Auch insolvenzgefährdete Vermieter könnten mit Mitteln aus einem solchen Solidarfonds vor einer wirtschaftlichen Schieflage aufgrund von Corona-bedingten finanziellen Ausfällen geschützt werden.

Der Wohnungsmarkt ist in Teilen von Hessen – insbesondere in Frankfurt und dem Rhein-Main-Gebiet – auch unabhängig von der Coronavirus-Epidemie ohnehin problematisch.

Es herrscht ein großer Mangel an preiswerten Wohnungen. Die sogenannte Wohnungsnot ist schon seit langem ein drängendes Thema (TAG24 berichtete).

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Titelfoto: Stephanie Pilick/dpa

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