Obdachlose und die Corona-Krise: Die Linke in Hessen fordert kurzfristige Maßnahmen

Wiesbaden - Die gesundheitspolitische Sprecherin der Fraktion Die Linke im Hessischen Landtag, Christiane Böhm, hat angesichts der Coronavirus-Pandemie kurzfristige Maßnahmen für wohnungs- und obdachlose Menschen gefordert. 

Ein Obdachloser liegt in einem Hauseingang (Symbolbild).
Ein Obdachloser liegt in einem Hauseingang (Symbolbild).  © Paul Zinken/dpa

So müssten Notfallambulanzen und Notunterkünfte mit ausreichenden Schutzausrüstungen versorgt werden, sagte sie am Mittwoch in Wiesbaden.

"Wir müssen eine angemessene und sichere Unterbringung sowie den Zugang zu Hygieneprodukten und dem Gesundheitswesen für alle Menschen sofort ermöglichen", sagte sie. 

Zudem sei ein zügiger Ausbau der Notunterkünfte notwendig, um Einzelunterbringungen zu ermöglichen und die Ausbreitung des Coronavirus und der durch ihn verursachten Krankheit Cocid-19 zu verlangsamen.

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Angesichts der finanziellen Folgen von Kurzarbeit insbesondere bei Menschen mit niedrigen Einkommen müsse neue Wohnungslosigkeit mit allen Mitteln verhindert werden, sagte Böhm.

"Wohnungslosigkeit ist keine frei gewählte Lebensform", betonte Stefan Gillich, Leiter des Arbeitskreises Armut und soziale Integration.

Auch Mieterbund in Sorge wegen Corona-Krise

"Statt Ausgrenzung zu erfahren, bedürfen diese Menschen unseres besonderen Schutzes."

Auch der Mieterbund in Hessen ist wegen der Corona-Krise besorgt. "Derzeit kommt bestimmt ein Drittel der Anrufe von Leuten, die nicht mehr wissen, wie sie ihre Miete zahlen sollen", sagte Verbandsdirektorin Eva-Maria Winckelmann (TAG24 berichtete).

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Titelfoto: Paul Zinken/dpa

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