Corona-Krise: Lehrer-Gewerkschaft GEW hält Schulöffnung für möglich

Frankfurt - Trotzt der aktuellen Corona-Krise hält die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) eine schrittweise Öffnung von Kitas und Schulen nach den Osterferien für möglich. 

Ein stillgelegtes Klassenzimmer in Frankfurt: Infolge der Corona-Krise wurden die Schulen in Deutschland geschlossen.
Ein stillgelegtes Klassenzimmer in Frankfurt: Infolge der Corona-Krise wurden die Schulen in Deutschland geschlossen.  © Arne Dedert/dpa

"Einen Kaltstart von null auf hundert nach den Osterferien darf es nicht geben", teilte die GEW-Vorsitzende Marlis Tepe am Freitag in Frankfurt mit. 

Es müsse "auf Sicht gefahren werden". Wie eine Öffnung erfolgen könne, hänge auch von den Gegebenheiten vor Ort ab. Der Gesundheitsschutz der Lehrkräfte und Schüler spiele dabei die zentrale Rolle.

Laut Tepe müssten Schulen und Kitas regelmäßig grundgereinigt, Toiletten teils saniert werden. Zudem würden Flüssigseife, warmes Wasser, Einmalhandtücher und Desinfektionsmittel sowie Atemmasken und von Fall zu Fall Schutzbekleidung benötigt.

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Die notwendigen Sicherheitsabstände seien zu gewährleisten. Pädagogen, die zu den Risikogruppen gehören, dürften nicht in den Einrichtungen arbeiten, machte Tepe deutlich.

Auch Lernende mit Vorerkrankungen müssen geschützt werden.

In Sachen Abschluss-Prüfungen plädierte Tepe für einen "Corona-Bonus". Im Zweifel sollte die Bewertung zugunsten des Schülers ausfallen. "Die Prüfungen jetzt auf Teufel komm raus durchzuziehen, bringt Ungerechtigkeiten mit sich und trägt dem Gesundheitsschutz und einem Gleichbehandlungsgebot der Schülerinnen und Schüler nicht Rechnung", hieß es in der Mitteilung.

"Corona-Bonus" für Abschluss-Prüfungen gefordert

Entscheidend sei, dass Schüler keine Nachteile hätten und die Schulzeit sich nicht verlängere. Notwendig sei eine Einigung der Kultusministerkonferenz auf bundesweit einheitliche Regelungen.

Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft vertritt die Interessen von Angehörigen pädagogischer, sozialpädagogischer und wissenschaftlicher Berufe. Umgangssprachlich wird sie mitunter auch als "Lehrer-Gewerkschaft" bezeichnet.

Titelfoto: Arne Dedert/dpa

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