Corona-Krise sorgt für hohe Spenden-Bereitschaft in Mitteldeutschland: Rekord-Ergebnis bei Diakonie

Halle (Saale) - Bei der Diakonie Mitteldeutschland zeichnet sich für 2020 nach Angaben der Organisation ein Rekord-Spenden-Ergebnis ab. "Die aktuellen Zahlen deuten darauf hin, dass bis Ende des Jahres mehr als 1,7 Millionen Euro eingegangen sein werden", teilte die Diakonie am Mittwoch in Halle mit. Das wären den Angaben zufolge die höchsten Einnahmen seit dem Hochwasser-Jahr 2013.

Die Spendenbereitschaft in Mitteldeutschland war in diesem Jahr besonders groß. (Symbolbild)
Die Spendenbereitschaft in Mitteldeutschland war in diesem Jahr besonders groß. (Symbolbild)  © Friso Gentsch/dpa

"Diese Spendenbereitschaft ist nicht ungewöhnlich", erklärte Oberkirchenrat Christoph Stolte, Vorstandsvorsitzender der Diakonie Mitteldeutschland.

"Große Krisen lösen oft beides aus: Egoismus und Selbstbezogenheit einerseits, überwältigende Hilfsbereitschaft und Solidarität auf der anderen Seite. In der Corona-Pandemie erleben wir genau dieses Muster."

Außerdem werde vielen Menschen bewusst, wie gut es ihnen eigentlich gehe. Einige würden sich schon dadurch privilegiert sehen, dass ihr Einkommen Monat für Monat trotz Corona ungekürzt weiterläuft. Das würden Spender in Telefonaten und E-Mails angeben.

"Diese Menschen wollen von ihrem Wohlstand abgeben - sowohl für Notlagen in der unmittelbaren Nachbarschaft als auch für soziale Projekte in den Ländern des Südens."

Die Diakonie Mitteldeutschland ist die Wohlfahrtsorganisation der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland und der Evangelischen Landeskirche Anhalts.

Sie umfasst nach eigenen Angaben damit weitgehend die Bundesländer Thüringen und Sachsen-Anhalt sowie Teile Brandenburgs und Sachsens.

Titelfoto: Friso Gentsch/dpa

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