Corona-Krise werden nicht alle Friseure überstehen

Stuttgart - Von Montag an heißt es in rund 11.500 Friseursalons im Südwesten wieder Waschen, Schneiden, Legen. 

Sieben Wochen waren die Friseure nun geschlossen. (Symbolbild)
Sieben Wochen waren die Friseure nun geschlossen. (Symbolbild)  © Klaus-Dietmar Gabbert/dpa-Zentralbild/ZB

Nach siebenwöchiger Abstinenz wegen der Corona-Krise gibt es einen Andrang auf die Haarkünstler, die sich vor Terminwünschen kaum retten können. Doch manch ein Betrieb wird wegen der hohen Einnahmeausfälle nicht überleben. 

Der Fachverband Friseur und Kosmetik sieht eine "Marktbereinigung" voraus. Landesgeschäftsführer Matthias Moser sagte: "Von Insolvenz sind insbesondere Betrieb ohne Rücklagen bedroht." Vor fünf Jahren waren es noch 10.800 Friseurläden.

Die Kleinunternehmer sind aber nicht nur durch fehlende Einnahmen gebeutelt. 

Auch die neuen Regeln zum Schutz vor Ansteckung mit dem Coronavirus schlagen heftig zu Buche: Weil der Abstand zwischen den Arbeitsplätzen mindestens 1,5 Meter voneinander entfernt sein muss, werden Kapazitäten verringert. 

Kostentreiber sind Desinfektionsmittel, Einmalumhänge und ein Reservoir von Schutzmasken für Mitarbeiter und Kunden, die ihren Mund-Nasen-Schutz vergessen haben. Für die Kunden wird sich der Mehraufwand im Geldbeutel wohl bemerkbar machen.

Titelfoto: Klaus-Dietmar Gabbert/dpa-Zentralbild/ZB

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