Corona kurios: Wer Plasma spendet, hat bessere Jobchancen

Assam (Indien) - Bessere Chancen auf dem Wohn- und Arbeitsmarkt für alle Plasmaspender: Der indische Bundesstaat Assam beschreitet im Kampf gegen das Coronavirus neue Wege.

Angesichts steigender Corona-Fälle im nordöstlichen Bundesstaat Assam und der geringen Anzahl wichtiger Medikamente rollen die lokalen Behörden den roten Teppich für bereits geheilte Patienten aus. (Symbolbild)
Angesichts steigender Corona-Fälle im nordöstlichen Bundesstaat Assam und der geringen Anzahl wichtiger Medikamente rollen die lokalen Behörden den roten Teppich für bereits geheilte Patienten aus. (Symbolbild)  © Evgeniy/123RF

Tiefe Armut, Überschwemmungen und Corona: Indien kämpft an mehreren Fronten gegen die verschiedensten Probleme.

Auf der dringenden Suche nach Plasmaspenden hat sich die Lokalregierung von Assam nun einen besonderen Anreiz einfallen lassen.

Menschen, die eine Covid-19-Infektion überlebt haben und Plasma spenden, sollen bei der Suche nach Arbeit und einer Unterkunft bevorzugt werden.

Mit dem Plasma und den darin enthaltenen Antikörpern erhoffen sich Ärzte und Behörden, anderen Infizierten, welche noch nicht genesen sind, zu helfen.

Wie Gulf News Asia berichtet, wird derzeit nicht nur an Land, sondern auch auf dem Wasser nach potenziellen Spendern gesucht.

Auch gerettete Dorfbewohner aus Überschwemmungs-Gebieten werden darauf geprüft, ob sie eine Infektion mit dem Coronavirus erfolgreich hinter sich gebracht haben.

Aus medizinischer Perspektive mag die kuriose Aktion voreilig wirken - denn bislang ist noch nicht zweifelsfrei bewiesen, ob sich im Blutplasma tatsächlich Virus-Antikörper befinden.

Die jüngsten Überschwemmungen in Assam forderten rund 100 Menschenleben. Circa 1,5 Millionen Menschen waren in Indien bislang bereits von einer Corona-Infektion betroffen.

Die Lokalregierung von Assam geht davon aus, dass die Epidemie Mitte September ihren Höhepunkt erreichen wird. Bisher wurden in dem nordöstlichen Bundesstaat mehr als 32.000 Fälle und 79 Todesfälle gemeldet.

Titelfoto: Evgeniy/123RF

Mehr zum Thema Coronavirus:


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0