Lage in Bayern spitzt sich zu! Söder fürchtet Überlastung des Gesundheitssystems

München - Die Lage im Freistaat spitzt sich immer weiter zu: Bayerns Gesundheitssystem steht nach Ansicht von Ministerpräsident Markus Söder (54, CSU) wegen der Wucht der vierten Coronavirus-Welle vor einem Kollaps.

Kampf gegen das Coronavirus: Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (54, CSU) ist aufgrund der Entwicklung im Freistaat äußerst besorgt.
Kampf gegen das Coronavirus: Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (54, CSU) ist aufgrund der Entwicklung im Freistaat äußerst besorgt.  © Peter Kneffel/dpa

"Obwohl Bayern mit das beste Gesundheitssystem Deutschlands und der Welt hat, droht die komplette Überlastung", sagte Söder am Dienstag in seiner Regierungserklärung im Landtag in München.

Die große Zahl an Patienten, die auf den Intensivstationen versorgt werden müsse, sorge für bislang unbekannte Konkurrenzsituationen auf den Stationen. Es bestehe daher die Gefahr, dass sich die gesamte medizinische Versorgung für alle verschlechtern könne, führte der CSU-Chef aus.

Hauptursache sei die niedrige Impfquote in Bayern, die sich auch bei anderen Impfungen in der Vergangenheit immer wieder offenbart hätte, sagte Söder. Dies sei aber kein rein bayerisches Phänomen, vielmehr zeige es sich in ganz Süddeutschland, im gesamten Alpenraum.

Verpflichtende Tests für Kita-Kinder? Familienminister Stamp hat deutliche Meinung
Coronavirus Verpflichtende Tests für Kita-Kinder? Familienminister Stamp hat deutliche Meinung

Um die Patienten bestmöglich auf die jeweiligen Kliniken verteilen zu können, habe der Freistaat bereits den Katastrophenfall ausgerufen.

Auch das sogenannte Kleeblattsystem, welches die Verteilung in Kliniken in anderen Bundesländern vorsehe, müsse aktiviert werden.

Titelfoto: Peter Kneffel/dpa

Mehr zum Thema Coronavirus: