Corona-Mutation mutiert: Variante E484K breitet sich aus und ist unempfindlicher!

Köln/Deutschland - Die Mutation einer Corona-Mutation breitet sich in Deutschland aus! Wie das Kölner Gesundheitsamt mitteilte, wurden bereits zwölf Fälle von E484K der bereits mutierten britischen Coronavirus-Variante B.1.1.7 nachgewiesen (Stand Karsamstag).

Seit über einem Jahr grassiert das Coronavirus und breitet sich aus.
Seit über einem Jahr grassiert das Coronavirus und breitet sich aus.  © Uncredited/NIAID-RML/AP/dpa

Das Robert-Koch-Institut stuft die mutierte Corona-Mutation E484K (Stand 1. April) wie alle anderen Varianten des Coronavirus aufgrund ihres Ansteckungsrisikos und der Gefährlichkeit als "besorgniserregend" ein.

Zur Erklärung informiert das RKI als Experten-Institut des Bundesministeriums für Gesundheit auf seiner Webseite: "Bei E484K handelt es sich um eine Sonderform der Variante, die mehrfach in Großbritannien nachgewiesen wurde, derzeit aber noch als selten gilt."

Besorgniserregend sei ein Detail im Virus: "Es weist im S-Protein eine zusätzliche Mutation auf (E484K), die auch in den Varianten B.1.351 und P.1 auftritt und das Virus unempfindlicher gegen bereits gebildete neutralisierende Antikörper macht." Der Virologe Alexander Kekulé (62) hatte die Gefahr im Februar wie folgt verständlicher angedeutet: "Das Virus entkommt dem Immunsystem einfacher."

Es werde aktuell vermutet, dass die momentan erhältlichen Impfstoffe gegen diese Variante eine geringere Wirksamkeit aufweisen könnten, so das RKI. Erste Studien belegen die geringere Wirksamkeit. Aktuell bleibt offen, wie schnell sich diese mutierte Virusmutation ausbreiten kann. Es könnte ein Wettrennen gegen die noch nicht verabreichten Impfungen werden.

Denn rückblickend trat auch die britische Corona-Mutante B.1.1.7, die seit September 2020 in Großbritannien bekannt war, nur vereinzelt auf. Seitdem hat sich B.1.1.7 rasch verbreitet und ist inzwischen die dominierende Coronavirus-Variante in Deutschland.

Mutierte Corona-Mutation E484K breitet sich aus

Wenn sich Mutanten-Mutation E484K schneller verbreitet, als Deutschland und die Welt mit aktuell wirksamen Impfstoffen spritzen, könnte ein großer Schritt im Kampf gegen die Pandemie eingebüßt werden.

Wie global weitreichend die Pandemie mit ihren Corona-Mutationen ist, zeigt ein Eingriff Tirols in die Reisefreiheit. Dort finden vorerst bis zum 14. April stichprobenartige Proben bei der Ausreise statt.

Seit Mittwoch muss jeder, der das österreichische Bundesland sowie den Bezirk Kufstein in angrenzende Bundesländer, Richtung Bayern oder Italien verlassen will, einen negativen Corona-Test vorweisen.

Grund ist ein ebenfalls verstärktes Auftreten der britischen mutierten Virusmutation E484K.

Titelfoto: Uncredited/NIAID-RML/AP/dpa

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