Lehrer-Gewerkschaft in Sorge um neues Schuljahr: "Müssen Vorkehrungen treffen!"

Von Christine Schultze

Frankfurt am Main - Die Lehrer-Gewerkschaft GEW fürchtet angesichts der anhaltenden Corona-Pandemie Beeinträchtigungen des Unterrichts auch im kommenden Schuljahr.

Die GEW fordert beispielsweise mehr Luftfilter für die Klassenräume, um Ansteckungsrisiken einzudämmen.
Die GEW fordert beispielsweise mehr Luftfilter für die Klassenräume, um Ansteckungsrisiken einzudämmen.  © dpa/Sven Hoppe

Es sei unseriös, das jetzt öffentlich auszuschließen, wie es etwa die Kultusministerkonferenz getan habe, erklärte Roman George, Referent Bildungspolitik der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft Hessen, auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur.

"Anstatt sich auf reines Wunschdenken zurückzuziehen, gilt es jetzt vielmehr, entsprechende Vorkehrungen zu treffen, damit die Schulen möglichst gut vorbereitet in das dritte Schuljahr unter Pandemie-Bedingungen starten", so George.

Am kommenden Montag will Hessens Kultusminister Alexander Lorz (55, CDU) in einer Pressekonferenz Eckpunkte für einen sicheren Schulbetrieb nach den Sommerferien vorstellen.

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Die GEW fordert beispielsweise mehr Luftfilter für die Klassenräume, um Ansteckungsrisiken einzudämmen. "Perspektivisch sind Filteranlagen für alle Klassenräume wünschenswert, da sie zusätzliche Sicherheit ermöglichen.

Auch unabhängig von der Corona-Pandemie können sie zu einem dauerhaft verbesserten Gesundheitsschutz an den Schulen beitragen", so George.

"Schulen sind nach wie vor Teil des Infektionsgeschehens sind - nicht mehr und nicht weniger"

Gehören diese Bilder von Schülern mit Masken der Vergangenheit an? Die GEW hält Beeinträchtigungen im Unterricht durch die Corona-Pandemie auch im kommenden Schuljahr für möglich.
Gehören diese Bilder von Schülern mit Masken der Vergangenheit an? Die GEW hält Beeinträchtigungen im Unterricht durch die Corona-Pandemie auch im kommenden Schuljahr für möglich.  © dpa/Gregor Fischer

Abgesehen von chronisch Erkrankten sei der Großteil der Jugendlichen bisher von Corona-Impfungen ausgeschlossen und für Kinder unter zwölf Jahren gebe es bisher überhaupt keinen zugelassenen Impfstoff.

Die seit den Osterferien vorgesehenen regelmäßigen Testungen hätten zwar dazu beigetragen, den Schulbetrieb sicherer zu machen.

Das jüngste Infektionsgeschehen an einer Frankfurter Grundschule im Zusammenhang mit der Delta-Variante mache aber deutlich, "dass Schulen nach wie vor Teil des Infektionsgeschehens sind - nicht mehr und nicht weniger", so George.

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Die Impfkampagne müsse jetzt vor allem in sozial benachteiligten Stadtteilen forciert werden, in welchen bislang aus unterschiedlichen Gründen besonders wenige Menschen Zugang zu Impfangeboten gehabt hätten.

Regelmäßige Corona-Tests sollten zunächst verbindlich fortgeführt werden, aber die Teststrategie sollte angepasst werden, so der GEW-Referent.

Nach wie vor mangele es an einem Stufenplan, der für alle Beteiligten klar und nachvollziehbar regele, wann gegebenenfalls verstärkte Schutzmaßnahmen wie zum Beispiel eine Rückkehr zur Maskenpflicht im Unterricht umzusetzen seien.

Titelfoto: dpa/Gregor Fischer

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