Corona-Rebellen in NRW: Rechtsextremisten rufen vermehrt zu Demos auf

Düsseldorf/NRW - Die Zahl an Corona-Rebellen steigt laut Bundesinnenministerium an. Sie seien oft rechtsextremistisch, organisierten sich in Telegramm-Gruppen und riefen zu Demonstrationen auf.

Corona-Demonstration in Köln im März 2020.
Corona-Demonstration in Köln im März 2020.  © Marius Becker/dpa

Über die Gegner der neuen Corona-Gesetze berichtet die Düsseldorfer "Rheinische Post" am Mittwoch (3. Juni). Das Bundesinnenministerium gab auf eine Linken-Anfrage hin an, dass es innerhalb des Bundeslandes schon 29 Untergruppen beim Telegramm-Messenger gibt.

Das Gefährliche: Hier tummeln sich laut Bundesinnenministerium auch sogenannte Reichsbürger und Rechtsextremisten. Diese fühlen sich in ihren Grundrechten eingeschränkt und rufen zu bundesweiten Demonstrationen auf.

Sie behaupten laut Bundesinnenministerium, "eine jüdische Elite habe die Pandemie bewusst hervorgerufen". 

Der Linken-Abgeordnete Andrej Hunko sagt der "Rheinischen Post" hierzu: "Es ist nachvollziehbar, dass Menschen wegen der Corona-Maßnahmen um ihre Grundrechte besorgt sind und auf die Straße gehen."

Gleichzeitig appelliert er: "Wir müssen uns aber zusammen dagegen wehren, dass diese Proteste von Rechtsextremen vereinnahmt werden."

Titelfoto: Marius Becker/dpa

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