Die aktuellen Corona-Regeln in NRW im Überblick

Düsseldorf/NRW - Die Bundesländer wie Nordrhein-Westfalen können im Kampf gegen die Corona-Pandemie weitgehend in eigener Verantwortung über Einschränkungen oder aber die Lockerung von Auflagen entscheiden. Hier der aktuelle Stand in NRW zu den momentan geltenden Corona-Regeln (Stand 3. Oktober 2020). 

Menschen mit Schutzmasken in der Kölner Schildergasse.
Menschen mit Schutzmasken in der Kölner Schildergasse.  © Marius Becker/dpa

Wichtig vorweg: Die Regelungen erfolgen unter Auflagen wie Abstands- und Hygienebestimmungen. 

Zudem gilt weiterhin die bundesweite Maskenpflicht in Handel und Nahverkehr.

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Ministerpräsidenten der Bundesländer hatten sich am vergangenen Dienstag allerdings erneut über ein möglichst einheitliches Vorgehen in der Pandemie-Bekämpfung abgestimmt.

  • Bußgeld bei Missachtung der Corona-Regeln

Wer etwa in Supermärkten keine Maske trägt, muss ein Bußgeld von 50 Euro zahlen. Im öffentlichen Nahverkehr sind sogar 150 Euro fällig - ohne zusätzliche Aufforderung. 

Seit Donnerstag wird ein Bußgeld von 250 Euro fällig, wenn man im Restaurant einen falschen Namen angibt. 

Zwar müssten auch die Wirte die Angaben auf Plausibilität überprüfen, sie würden aber nicht bestraft.

Corona-Regeln bei Öffentliche Veranstaltungen

Karl-Josef Laumann (CDU), Minister für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen, mit Nasen- und Mundschutz.
Karl-Josef Laumann (CDU), Minister für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen, mit Nasen- und Mundschutz.  © Federico Gambarini/dpa

Veranstaltungen mit mehr als 1000 Gästen müssen mit dem Land NRW abgestimmt werden - die Kommunen dürfen darüber nicht mehr alleine entscheiden. 

Für Veranstaltungen mit mehr als 500 teilnehmenden Personen gelten verschärfte Vorgaben. Zu Sportveranstaltungen dürfen unter bestimmten Bedingungen auch wieder mehr als 300 Zuschauer kommen. 

Bei großen Events mit mehr als 1000 Sport-Fans darf nur ein Drittel der Plätze belegt werden. Sonderregelungen gelten etwa in der Fußball-Bundesliga: dort dürfen gemäß einer Vereinbarung der Bundesländer nur 20 Prozent der Plätze belegt werden. 

Die Entscheidung über die Genehmigung von Zuschauern bei Fußballspielen soll künftig spätestens am Tag vorher entsprechend dem Infektionsgeschehen fallen. 

Ab dem Wert von 35 Neuinfizierten pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen wären Zuschauer damit verboten. In mehreren NRW-Städten wurden die Regeln zudem verschärft, weil auch dort der 7 Tage-Wert über 35 liegt.

Private Feiern mit Besucherlimit ab 35 Neuinfizierten pro 100.000 Einwohner

Ein Zettel für die Kontaktdaten von Gästen liegt in einem Restaurant in Dortmund.
Ein Zettel für die Kontaktdaten von Gästen liegt in einem Restaurant in Dortmund.  © Fabian Strauch/dpa

Für private Feiern zuhause gibt es keine Teilnehmerbegrenzung. 

Wer Hochzeiten, Taufen oder Geburtstage außer Haus feiern will, darf das mit höchstens 150 Teilnehmern. Die gleiche Teilnehmerzahl gilt für Beerdigungen. 

Feiern außerhalb der Wohnung müssen mindestens drei Werktage vorher mitsamt einer verantwortliche Person beim Ordnungsamt angemeldet werden. Es muss eine Gästeliste geführt werden. 

Ab einem Wert von 35 Infizierten pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen sind Feiern im öffentlichen Raum nur noch bis 50 Teilnehmern erlaubt. Bei einer Zahl von 50 Infizierten pro 100.000 Einwohner sind es nur noch 25 Gäste.

Corona-Regeln in Schulen und Kitas

An den Schulen gilt Maskenpflicht, während des Unterrichts dürften die Schüler die Masken allerdings wieder abnehmen. Kita-Kinder werden wieder regulär betreut. 

In den Schulen in Hamm und Remscheid gilt auch während des Unterrichts wieder Maskenpflicht, weil die Zahl der Neuansteckungen dort zuletzt sehr hoch war.

Kontaktbestimmungen in NRW

Gruppen mit bis zu 10 Personen dürfen sich im Freien treffen. Sind es Personen aus zwei Haushalten, dürfen es auch mehr sein. 

In mehreren NRW-Städten gelten striktere Vorgaben, weil die Zahl der Neuansteckungen dort zuletzt sehr hoch war.

Titelfoto: Federico Gambarini/dpa

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