Corona sorgt für Rückgang an Unfällen und Verkehrstoten

Dresden - Offenbar hat die Pandemie auch einige gute Seiten: Im Jahr 2020 sank die Zahl der Verkehrsunfälle erheblich, auch verloren weniger Sachsen bei Verkehrsunfällen das Leben. Allerdings stieg die Zahl der Drogen-Unfälle.

Landespolizeipräsident Horst Kretzschmar (61) stellte am Donnerstag die erste Unfallstatistik der Pandemie vor.
Landespolizeipräsident Horst Kretzschmar (61) stellte am Donnerstag die erste Unfallstatistik der Pandemie vor.  © Thomas Türpe

"Die Corona-Lage hat offensichtlich auch einen Einfluss auf die Verkehrsunfallzahlen im Jahr 2020", so Landespolizeipräsident Horst Kretzschmar (61).

"Lockdown-Phasen mit unterschiedlicher Intensität, Homeoffice-Angebote und reduzierte Urlaubsmöglichkeiten haben die Mobilität der Menschen eingeschränkt. Weniger Menschen auf Sachsens Straßen bedeuten auch weniger Unfälle."

Tatsächlich krachte es auf Sachsens Straßen im vergangenen Jahr 93.442 mal, 14.059 mal weniger als im Jahr zuvor.

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Leicht sank auch die Zahl der Verkehrstoten von 160 auf 150 Verstorbene. Fast Dreiviertel aller Unfälle findet dabei innerhalb geschlossener Ortschaften statt.

Im Gegensatz zu dieser Bilanz stieg dien Zahl der Drogen-Crashs deutlich: 298 mal stand ein Unfallfahrer unter Rauschmitteln. 2019 waren es nur 222.

Bei einem Unfall am 30. Juli auf der Moritzburger Landstraße in Dresden starb die Beifahrerin (†77) im Polo.
Bei einem Unfall am 30. Juli auf der Moritzburger Landstraße in Dresden starb die Beifahrerin (†77) im Polo.  © Roland Halkasch
Vollgepumpt mit Amphetaminen setzte ein Opelfahrer (27) im Februar sein Fahrzeug in Kleinzschachwitz gegen eine Mauer, erlitt dabei leichte Verletzungen.
Vollgepumpt mit Amphetaminen setzte ein Opelfahrer (27) im Februar sein Fahrzeug in Kleinzschachwitz gegen eine Mauer, erlitt dabei leichte Verletzungen.  © Roland Halkasch
Die Anzahl betrunkener Fahrer ging ebenfalls zurück, liegt mit 1619 Unfällen aber nach wie vor auf hohem Niveau.

Titelfoto: Roland Halkasch/Thomas Türpe

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