Corona-Testkonzept an den Schulen: Das fordern viele Eltern jetzt!

Hannover - Der Ablauf der Corona-Selbsttests an den niedersächsischen Schulen stößt auch bei vielen Eltern auf Kritik. Die Durchführung der Tests gehöre nicht in die Schulen, sondern in die häusliche Umgebung, teilte die Arbeitsgemeinschaft der Elternräte am späten Montagabend mit.

Zwei Lehrkräfte überprüfen die Ergebnisse der Corona-Selbsttests der Schüler. Das Testkonzept stößt bei vielen Eltern auf Kritik.
Zwei Lehrkräfte überprüfen die Ergebnisse der Corona-Selbsttests der Schüler. Das Testkonzept stößt bei vielen Eltern auf Kritik.  © Holger John/dpa-Zentralbild/dpa

Die Schulen sollten den Schülerinnen und Schülern die Testkits dafür zur Verfügung stellen. Alternativ müsse an den Schulen medizinisches Personal eingesetzt werden, um Ansteckungen und Verletzungen zu verhindern. Die Testergebnisse dürften dann jedoch keinesfalls an die Schulöffentlichkeit dringen.

Bisher finden die Corona-Selbsttests in den meisten Fällen in den Schulräumen unter Aufsicht der Lehrer statt - nur bei Grundschülern wird schon zu Hause getestet.

Von Schulleitern und Gewerkschaften gab es dagegen bereits Widerstand. Die Ansteckungsgefahr sei deutlich höher, wenn erst in der Schule getestet werde, so die Befürchtung.

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Kultusminister Grant Hendrik Tonne (SPD) hatte erklärt, die Hinweise zur ersten Testwoche vor den Osterferien sollten gewissenhaft ausgewertet werden.

"Ich bin da sehr offen für die beste Lösung. Das gilt auch für die Frage, ob in der Schule oder zu Hause zu testen der bessere Weg ist", sagte der SPD-Politiker am Montag.

Nach Ostern sollen die Tests dann regelmäßig und flächendeckend stattfinden.

Titelfoto: Holger John/dpa-Zentralbild/dpa

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