Corona-Testpflicht für Reiserückkehrer, Freiheiten für Geimpfte: Söder spricht Klartext

München/Berlin - Der bayerische Ministerpräsident Markus Söder (54, CSU) macht weiter Druck für eine Corona-Testpflicht bei Urlaubsrückkehrern.

Der bayerische Ministerpräsident Markus Söder (54, CSU, r.) macht weiter Druck für eine Corona-Testpflicht bei Urlaubsrückkehrern.
Der bayerische Ministerpräsident Markus Söder (54, CSU, r.) macht weiter Druck für eine Corona-Testpflicht bei Urlaubsrückkehrern.  © Peter Kneffel/dpa

Er dränge sehr darauf, dass man es jetzt mache, sagte Söder am Mittwochabend in der ZDF-Sendung "Markus Lanz". Die Delta-Variante breite sich aus, man müsse sich auf Herbst vorbereiten.

Söder hatte am Dienstagabend mit Blick auf eine erweiterte Testpflicht den 1. August des Jahres als Datum genannt und sich auf eine Zusicherung des Bundes berufen. Die Bundesregierung ließ am Mittwoch aber den Starttermin noch offen.

Söder mahnte auch eine massive Erhöhung des Impftempos an. Vollgeimpfte sollten - auch aus verfassungsrechtlichen Gründen - maximale Freiheiten erhalten, so könnten Anreize zum Impfen gesetzt werden. Andererseits müssten jene, die sich nicht impfen lassen wollten, Tests auf das Coronavirus auf Dauer auch selbst bezahlen.

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Es handele sich nicht um eine Impfpflicht durch die Hintertür, sondern um Eigenverantwortung.

"Wer partout nicht will, und das respektiere ich, aber der muss dann auch die Konsequenz und die Verantwortung dafür übernehmen", sagte der CSU-Chef. Eine Entscheidung, ab wann und wie, sollte vor der Bundestagswahl getroffen werden.

Das hänge auch damit zusammen, wann man definitiv sagen könne, jeder habe die Chance gehabt, ein Impfangebot zu bekommen. Auf die Frage, ab wann das Bezahlen gelten könnte, antwortete Söder: "Ab Oktober auf jeden Fall."

Coronavirus-Impfungen gehen in Bayern nur zäh voran

Söder sprach für Bayern von einem "Strömungsabriss" beim Impfen. Es gehe nur noch zäh voran. Ihn ärgere, dass genug Impfstoff da sei, um in 80 bis 90 Tagen alle ab 12 Jahren zu impfen. Dann wäre man damit im Herbst durch.

Mit Blick auf die Debatte über die Bedeutung des Inzidenzwertes für Corona-Maßnahmen sagte Bayerns Ministerpräsident, die Inzidenz werde man sicher weiter brauchen. Wichtig sei aber auch die Frage, wann eine Überlastung des Gesundheitssystems drohe, wenn mehr als die Hälfte der Bevölkerung geimpft sei.

Titelfoto: Peter Kneffel/dpa

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