Corona-Testpflicht im Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge

Dresden - In der Zeit vom zweiten Weihnachtsfeiertag (Samstag) bis zum 28. Dezember müssen alle Einreisende aus Corona-Risikogebieten im Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge getestet werden.

Alle aktuellen Nachrichten zum Coronavirus in Dresden findet Ihr in unserem >>>> Liveticker.

Update, 25. Dezember, 7.13 Uhr: Testpflicht für Einreisende aus ausländischen Risikogebieten

Einreisende, die aus Corona-Risikogebieten im Ausland kommen, müssen sich von Samstag an im Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge testen lassen. Das sieht eine neue Allgemeinverfügung vor, die der Landkreis am Donnerstag veröffentlicht hat.

Sie gilt demnach vom zweiten Weihnachtsfeiertag (Samstag) bis zum 28. Dezember. Laut Mitteilung des Landkreises müssen sich die Betroffenen nach ihrer Einreise beim Gesundheitsamt melden und umgehend ein negatives Corona-Testergebnis vorlegen. Dieser Test darf höchstens 48 Stunden vor der Einreise durchgeführt worden sein.

Außerdem werden sie über die Verfügung verpflichtet, sich fünf Tage nach ihrer Einreise einem weiteren Test zu unterziehen. Zuvor waren ähnliche Regeln bereits in Bayern und in Nordrhein-Westfalen eingeführt worden.

Pirna: Blick auf den Markt mit dem Rathaus und der Marienkirche in der Altstadt.
Pirna: Blick auf den Markt mit dem Rathaus und der Marienkirche in der Altstadt.  © Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa

Update, 24. Dezember, 13.40 Uhr: Nur geringer Anstieg der Fallzahlen

In den vergangenen 24 Stunden meldete die Stadt Dresden 189 neue Corona-Infektionen, der Anstieg fällt deutlich geringer aus als am Mittwoch. Die Gesamtzahl aller registrierten Fälle liegt damit bei 13.831.

Von den Infizierten gelten inzwischen 9329 (+515) als genesen. Die Zahl der Verstorbenen steigt um 3 auf 2136 an. Die Intensivbetten sind derzeit zu 90 Prozent (+7 Prozentpunkte) ausgelastet.

Die 7-Tage-Inzidenz steht laut Angaben der Stadt bei 371,4 (Vortag: 388,7) und laut dem RKI bei 329,2 (Vortag: 310,4).

Update, 23. Dezember, 22.14 Uhr: Christvesper findet erstmals in der Frauenkirche statt

Zum ersten Mal nach 28 Jahren muss die Christvesper in und nicht vor der Frauenkirche stattfinden. Die weihnachtliche Vesper wurde live im MDR übertragen. Auch Ministerpräsident Michael Kretschmer (45, CDU) hielt eine Ansprache.

Die Musiker des Blechbläserensembles Ludwig Güttler sitzen während der Live-Übertragung der Weihnachtlichen Vesper in der Frauenkirche auf ihren Plätzen.
Die Musiker des Blechbläserensembles Ludwig Güttler sitzen während der Live-Übertragung der Weihnachtlichen Vesper in der Frauenkirche auf ihren Plätzen.  © Sebastian Kahnert/dpa-Zentralbild/dpa

Update, 23. Dezember, 19.43 Uhr: Eislöwe bei U20-Auswahl positiv auf Corona getestet

Positiver Befund! Der Dresdner Eislöwe Lucas Flade (19) hat sich bei der deutschen U20-Auswahl mit dem Coronavirus infiziert.

Mehr dazu lest ihr in unserem aktuellen Artikel.

Update, 23. Dezember, 18.33 Uhr: Tote werden ohne Kühlung in Scheune gelagert

Angesichts zu vieler Corona-Todesfälle in Sachsen kommen die Bestatter offenbar nicht mehr mit der Einäscherung und Beerdigung der Toten hinterher.

In Zittau hat das dramatische Folgen: Dort wurden in einer leerstehenden, verfallenen Scheune ungekühlte Särge entdeckt. Außerdem funktioniere im Krematorium angeblich nur ein Ofen - von ursprünglich zwei.

Die Särge stehen ungekühlt in einer maroden Halle in Zittau, sie sollen eingeäschert werden.
Die Särge stehen ungekühlt in einer maroden Halle in Zittau, sie sollen eingeäschert werden.

Update, 23. Dezember, 18.22 Uhr: Staatsminister Günther positiv auf Covid-19 getestet

Staatsminister Wolfram Günther ist am Mittwoch (23. Dezember) im Rahmen eines Schnelltests positiv auf Covid-19 getestet worden.

Wie es ihm geht, erfahrt ihr >>> hier.

Wolfram Günther (47, Bündnis 90/Die Grünen), Umweltminister von Sachsen.
Wolfram Günther (47, Bündnis 90/Die Grünen), Umweltminister von Sachsen.  © Sebastian Kahnert/dpa

Update, 23. Dezember, 17.50 Uhr: Sachsen verschärft Corona-Maßnahmen an Weihnachten

Wegen der hohen Zahl an Corona-Infektionen müssen die Menschen in Sachsen das Weihnachtsfest mit deutlichen Einschränkungen feiern.

War bisher geplant, dass sich über die Weihnachtsfeiertage zehn Menschen treffen konnten, dürfen nun vom 24. bis zum 26. Dezember lediglich vier weitere Personen aus dem engsten Familien- oder Freundeskreis zum eigenen Haushalt hinzukommen. Kinder unter 14 Jahren werden nicht mitgezählt. Mehr dazu lest Ihr >>> hier.

Update, 23. Dezember, 17.21 Uhr: "Festkonzert aus der Semperoper" abgesagt. ZDF zeigt Ersatzprogramm

Das diesjährige Festkonzert in der Dresdner Semperoper wurde abgesagt. Dieses sollte ohne Publikum am 30. Dezember stattfinden und im ZDF übertragen werden.

Das Konzert sei nicht mit der aktuellen Corona-Schutz-Verordnung des Freistaates Sachsen vereinbar, hieß es in einer Pressemitteilung am Mittwochnachmittag. Ursprünglich hatte die Staatskapelle Dresden und die Semperoper geplant, am 30. Dezember für eine Fernsehaufzeichnung in Dresdens berühmten Wahrzeichen zu spielen. Mehr dazu lest Ihr >>> hier.

Aus der Dresdner Semperoper werden am 30. Dezember keine musikalischen Klänge zu hören sein.
Aus der Dresdner Semperoper werden am 30. Dezember keine musikalischen Klänge zu hören sein.  © Jan Woitas/dpa-Zentralbild/dpa

Update, 23. Dezember, 17.18 Uhr: Aktuelle Fallzahlen in Sachsen laut RKI

In der folgenden Grafik könnt Ihr die aktuellen Inzidenz-Werte der einzelnen Landkreise in Sachsen ablesen.

Die Zahlen stammen vom Robert Koch-Institut und sind auf dem Stand vom 23. Dezember, null Uhr. Einzelne Städte oder Landkreise können deshalb inzwischen schon wieder abweichende Werte melden. Die RKI-Zahlen sind aber letztlich entscheidend, wenn es um Corona-Beschränkungen und -Regeln geht.

Laut den Angaben des RKI ist der Landkreis Bautzen aktuell am schlimmsten vom Coronavirus getroffen.
Laut den Angaben des RKI ist der Landkreis Bautzen aktuell am schlimmsten vom Coronavirus getroffen.  © Grafik: TAG24

Update, 23. Dezember, 15.53 Uhr: Weniger Neuinfektionen in Sachsen, Freistaat aber weiter Hotspot

In Sachsen geht die Zahl der Corona-Neuinfektionen im Vergleich zur Vorwoche zurück - der Freistaat bleibt aber gemessen an der Inzidenzzahl der Corona-Hotspot in Deutschland.

Das Robert Koch-Institut (RKI) meldete am Mittwoch 2728 Neuinfektionen innerhalb eines Tages. Vergangenen Mittwoch (16. Dezember) waren 5603 Neuinfektionen verzeichnet worden. Mehr dazu lest Ihr >>> hier.

Petra Köpping (62, SPD), Gesundheitsministerin von Sachsen.
Petra Köpping (62, SPD), Gesundheitsministerin von Sachsen.  © Sebastian Kahnert/dpa

Update, 23. Dezember, 13.40 Uhr: Prominente motivieren mit Videoclips zur Einhaltung der Corona-Regeln

Prominente aus Sachsen wollen mit kurzen Videoclips die Menschen im Freistaat zur Einhaltung der Corona-Regeln an den Festtagen motivieren. Die Kampagne laufe unter dem Motto "So geht Weihnachten 2020. So geht zusammenhalten. So geht sächsisch" und sei bis Neujahr auf den Social-Media-Kanälen von "So geht sächsisch" zu sehen, teilte die Staatskanzlei am Mittwoch mit.

"Viele der angefragten sächsischen Prominenten waren sofort mit Feuer und Flamme dabei. Nur deshalb konnten wir die Kampagne innerhalb von so kurzer Zeit umsetzen", erläuterte Regierungssprecher Ralph Schreiber.

In den kurzen Videobotschaften erzählen die Promis, wie sie selbst Weihnachten und Silvester verbringen und rufen dazu auf, die kommenden Feiertage zu Hause im kleinen Kreis zu verbringen. Mit dabei sind unter anderen die Weltklassesportler Eric Frenzel (Nordische Kombination), Julia Taubitz (Rodeln), Francesco Friedrich (Bobfahren), die Volksmusiker De Randfichten sowie Model und Bachelor-Gewinnerin Katja Kühne.

Update, 23. Dezember, 12.10 Uhr: Inzidenzen in Dresden steigen leicht an

In den vergangenen 24 Stunden meldete die Stadt Dresden 464 neue Corona-Infektionen. Die Gesamtzahl aller registrierten Fälle liegt damit bei 13.642.

Von den Infizierten gelten inzwischen 8814 (+377) als genesen. Die Zahl der Verstorbenen steigt um 8 auf 213 an. Die Intensivbetten sind derzeit zu 83 Prozent (-10 Prozentpunkte) ausgelastet.

Die 7-Tage-Inzidenz steht laut Angaben der Stadt bei 388,7 (Vortag: 380,2) und laut dem RKI bei 310,4 (Vortag: 304,1).

Der Verlauf der Coronavirus-Infizierten-Fälle und die aktuell vom RKI berechnete Inzidenz.
Der Verlauf der Coronavirus-Infizierten-Fälle und die aktuell vom RKI berechnete Inzidenz.  © Screenshot/Stadtverwaltung Dresden

Update, 23. Dezember, 11.30 Uhr: Landtagspräsident ruft in Corona-Pandemie zu Zuversicht auf

Der sächsische Landtagspräsident Matthias Rößler hat trotz hoher Corona-Infektionszahlen im Freistaat zu Zuversicht in einer "entbehrungsreichen Zeit" aufgerufen. "Es liegt jetzt an uns, wie wir damit umgehen: Beklagen wir das, was gerade nicht möglich ist? Oder sprechen wir all jenen Mut zu, die es am nötigsten haben?", sagte Rößler am Mittwoch in einer Videobotschaft zum Weihnachtsfest.

Der Landtagspräsident dankte im Namen der Abgeordneten all denen, die auch über die Feiertage ihren Dienst tun: "Ein leuchtendes Vorbild sind für mich all diejenigen, die täglich, und nicht nur jetzt an den Feiertagen, unser Land am Laufen halten. Die unter größtem Verzicht und mit hohem persönlichen Einsatz von Leib und Leben Patienten pflegen, Sicherheit und Ordnung bewahren, für all das sorgen, was wir für selbstverständlich halten."

Update, 23. Dezember, 11.10 Uhr: Krematorien an der Grenze des Machbaren

Die Krematorien in Sachsen sind nach Einschätzung der Bestatterinnung wegen der Corona-Pandemie mit vielen Todesopfern an der "Grenze des Machbaren" angelangt. "Da sind Kapazitätsgrenzen erreicht", sagte Innungsobermeister Tobias Wenzel am Mittwoch der Deutschen Presse-Agentur.

Einige Krematorien würden auch über die Feiertage arbeiten, regional gebe es aber Unterschiede. Letztlich müssten die Leiter der Krematorien das entscheiden. "Ich habe gerade mit Chemnitz telefoniert. Die Leiterin des dortigen Krematoriums sagte, dass ihre Leute die Wochenenden durchgearbeitet hätten und jetzt dringend ein paar freie Tage brauchten."

Am Dienstagabend hatte eine Nachricht aus Zittau für Unruhe gesorgt. Die Stadt gab bekannt, Leichen außerhalb des Krematoriums lagern zu müssen, weil die Kapazitäten nicht mehr ausreichen.

"Das große Problem sind nun die Feiertage, davor haben alle Angst", fasste Wenzel die Stimmung in der Bestatterbranche zusammen. Grundsätzlich seien auch Erdbestattungen möglich: "Es gibt keine Empfehlung des Robert Koch-Institutes, dass infektiöse Tote eingeäschert werden müssen." In Sachsen sei der hohe Anteil von Einäscherungen aber historisch gewachsen. 80 bis 90 Prozent der Toten würden im Freistaat eingeäschert.

Wenzel zufolge gibt es in Sachsen zehn Krematorien mit rund 1700 Kühlplätzen. Die seien im Moment gut ausgelastet. Normalerweise brauche man von der Einlieferung ins Krematoriums bis zur Einäscherung fünf Tage, derzeit seien es zehn. Das Verbringen der Toten zur Feuerbestattung nach Tschechien oder in andere Bundesländern sei keine Option.

Das Tor zum Krematorium der Städtischen Dienstleistungs-GmbH Zittau Bestattungswesen auf dem Friedhof ist verschlossen.
Das Tor zum Krematorium der Städtischen Dienstleistungs-GmbH Zittau Bestattungswesen auf dem Friedhof ist verschlossen.  © dpa/ZB/Sebastian Kahnert

Update, 23. Dezember, 10.55 Uhr: Inzidenzzahl sinkt in Sachsen

In Sachsen geht die Zahl der Neuinfektionen im Vergleich zur Vorwoche zurück - der Freistaat bleibt aber gemessen an der Inzidenzzahl der Corona-Hotspot in Deutschland. Das Robert Koch-Institut (RKI) meldete am Mittwoch 2728 Neuinfektionen innerhalb eines Tages. Vergangenen Mittwoch (16. Dezember) waren 5603 Neuinfektionen verzeichnet worden.

Die Zahl der binnen sieben Tagen gemeldeten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner (Sieben-Tage-Inzidenz) sank laut RKI in Sachsen auf 414, am Vortag betrug sie 426,8. Bundesweit liegt die Sieben-Tage-Inzidenz bei 195.

Die Spitzenwerte unter den Landkreisen in Sachsen hatten laut RKI am Mittwochmorgen die Landkreise Bautzen (602,2) und Zwickau (581). Es folgten Sächsische Schweiz Osterzgebirge (567,2), der Erzgebirgskreis mit 515,6 und der Landkreis Görlitz (491).

Titelfoto: Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa

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