Corona in Bayern: Impf-Aufruf in den Sommerferien, noch drei Regionen bei Null-Inzidenz

München - Das Coronavirus bestimmt weiterhin das Leben in Deutschland und der ganzen Welt. Hier im TAG24-Liveticker erfahrt Ihr alle aktuellen Entwicklungen speziell für den Freistaat Bayern.

Markus Söder (54, CSU), Ministerpräsident von Bayern.
Markus Söder (54, CSU), Ministerpräsident von Bayern.  © Sven Hoppe/dpa Pool/dpa
Im Freistaat wurden bislang 651.688* Menschen positiv auf das Coronavirus getestet (Stand: 25. Juli, 8 Uhr). Davon sind inzwischen 633.410 wieder genesen, 15.319 Menschen sind gestorben.

In München wurden 72 neue Fälle gemeldet (Stand: 23. Juli, 0 Uhr). Die Gesamtzahl der positiven Tests steigt auf 74.354* an. Enthalten in dieser Zahl sind 72.501 Personen, die inzwischen wieder genesen sind sowie 1267 Todesfälle.

Die 7-Tage-Inzidenz** der Landeshauptstadt beträgt derzeit 21,4 (RKI, Stand: 23. Juli).

Münchner können sich nach vorheriger >>> Online-Terminvereinbarung Montag bis Freitag von 8 bis 20 Uhr sowie samstags, sonn- und feiertags von 8 bis 17 Uhr auf das Coronavirus testen lassen.

Coronavirus in Hamburg: Impfungen ab Montag ohne Termin möglich
Coronavirus Coronavirus in Hamburg: Impfungen ab Montag ohne Termin möglich

Wer sich impfen lassen möchte, kann sich >>> hier beim Bayerischen Impfzentrum registrieren.

Die deutschlandweiten Entwicklungen findet Ihr im +++ Coronavirus-Liveticker +++

*Die einzelnen Tageswerte unterliegen entsprechenden Schwankungen, da sie davon abhängig sind, wann die jeweiligen Labore die positiven Testergebnisse an das Gesundheitsamt im Freistaat Bayern übermitteln.

** Die 7-Tage-Inzidenz entspricht der Anzahl der für die letzten sieben Tage neu gemeldeten Fälle pro 100.000 Einwohner und wird täglich vom RKI sowie werktäglich vom Bayerischen Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) ermittelt.

Update 25. Juli, 15.57 Uhr: Söder will mit Unionsländern über Schüler-Impfprogramm sprechen

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder will eine neue Grundlage für mögliche Corona-Maßnahmen erzielen.
Bayerns Ministerpräsident Markus Söder will eine neue Grundlage für mögliche Corona-Maßnahmen erzielen.  © John Macdougall/AFP/POOL/dpa

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (54) will mit den unionsgeführten Ländern rasch über seine Pläne für ein Schüler-Impfprogramm gegen das Coronavirus sprechen.

"Deshalb habe ich die Ministerpräsidenten der B-Länder vorsorglich für diesen Dienstag zu einer Schalte eingeladen", sagte der CSU-Chef der "Augsburger Allgemeine" für die Montagsausgabe.

Ob diese Schalte tatsächlich stattfindet, stand nach Angaben eines Regierungssprechers am Sonntag noch nicht fest.

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"Außerdem brauchen wir dringend eine verbindliche Formel aus Inzidenzwert, Impfquote und belegten Krankenhausbetten, um zu wissen, ab wann Maßnahmen ergriffen werden müssen - und welche Rechte sich für Geimpfte daraus ergeben", sagte Söder weiter.

Am Freitag hatte er bereits nach einer Klausur des Parteivorstands in Gmund am Tegernsee gesagt, dass er seine Bereitschaft für eine vorgezogene Bund-Länder-Konferenz an Bedingungen wie den Beschluss eines Schüler-Impfprogramms knüpft.

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hatte am Donnerstag in Aussicht gestellt, die nächste, eigentlich erst für Ende August vorgesehene Ministerpräsidentenkonferenz zur Corona-Pandemie vorzuziehen.

Zu den Bedingungen gehöre zudem eine Einreiseverordnung ab dem 1. August, sagte Söder. Den Plan des Bundes, eine Einreiseverordnung erst ab dem 11. September einzuführen, bezeichnete Söder als sinnlos, da dann die Sommerferien schon wieder vorbei seien.

Gerade der Reiseverkehr in den Sommerferien werde aber vermutlich wieder ein Treiber bei den Corona-Infektionszahlen sein. Zudem müsse die Verordnung eine Testpflicht für alle Rückkehrer vorsehen, unabhängig vom Land, aus dem eingereist werde.

Der CSU-Chef stellte zudem die kostenlosen Tests für Ungeimpfte zur Debatte. "Klar muss sein: Wer ein Impfangebot hatte und dies bewusst ausschlägt, kann auf Dauer nicht mehr kostenlos getestet werden", bekräftigte Söder.

Update 25. Juli, 15.49 Uhr: Inzidenz unter 25 - Keine Maskenpflicht an Schulen im Kreis Bamberg

Wegen der gesunkenen Inzidenz wird die Maskenpflicht für Schülerinnen und Schüler im Landkreis Bamberg nach einer Woche wieder aufgehoben.

Der Sieben-Tage-Inzidenzwert lag an fünf aufeinanderfolgenden Tagen für den Landkreis unter 25, teilte das Landratsamt Bamberg am Sonntag mit.

Ab kommenden Dienstag entfalle daher die Maskenpflicht am Platz in den Schulen ab der fünften Jahrgangsstufe. Dennoch wird empfohlen, weiterhin freiwillig eine Maske zu tragen. Im Falle einer Infektion müsse sonst die ganze Klasse für zwei Wochen in Quarantäne.

In der Woche zuvor hatten die Stadt Bamberg mit 31 und der Landkreis Bamberg mit 28,5 nach Amberg die höchste Inzidenz in Bayern verzeichnet. Das Landratsamt Bamberg hatte daher die Pflicht zum Tragen einer medizinischen Maske am Platz eingeführt.

Die Stadt Bamberg hatte am Sonntag eine Inzidenz von 27,1, wie aus den Zahlen hervorgeht, die den Stand des RKI-Dashboards von 14.50 Uhr wiedergeben.

Update 25. Juli, 15.40 Uhr: Impfbus für Fußballfans

Fußball live im Stadion schauen und sich nebenbei gegen das Coronavirus impfen lassen - das konnten Fußballfans am Sonntag in Nürnberg.

In einem Impfbus sollten sich alle Impfwilligen vor, während und nach der Zweitliga-Partie des 1. FC Nürnberg gegen Erzgebirge Aue das Vakzin des Herstellers Johnson & Johnson spritzen lassen können.

Den vollständigen Beitrag findest du >>>hier.

Update 25. Juli, 10.08 Uhr: Zehn Corona-Neuinfektionen in Bayern - drei Regionen mit Inzidenz 0

Die Stadt Straubing hält neben Schwabach und dem Landkreis Neumarkt in der Oberpfalz eine Inzidenz von Null.
Die Stadt Straubing hält neben Schwabach und dem Landkreis Neumarkt in der Oberpfalz eine Inzidenz von Null.  © Schimpfhauser/privat

In Bayern haben sich nur in drei Regionen in den vergangenen sieben Tagen keine Menschen nachweislich mit dem Coronavirus angesteckt.

Das Robert Koch-Institut (RKI) meldete am Sonntag für die Städte Straubing und Schwabach und den Landkreis Neumarkt in der Oberpfalz keine Neuinfizierten für diesen Zeitraum.

Die sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz lag im Landkreis Berchtesgadener Land mit 35,9 bayernweit am höchsten. Dahinter folgen die Stadt Bamberg mit einem Wert von 27,1 und die Stadt Amberg mit 26,1 je 100.000 Einwohner binnen einer Woche.

Insgesamt meldeten die Gesundheitsämter in Bayern dem RKI binnen eines Tages 10 Corona-Neuinfektionen nach 220 am Samstag.

Die Daten gaben den Stand des RKI-Dashboards von 3.13 Uhr wieder, nachträgliche Änderungen oder Ergänzungen sind möglich. Bayernweit liegt die Sieben-Tage-Inzidenz der Corona-Infektionen bei 10,9, im Bundesdurchschnitt bei 13,8.

Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie in Bayern 651.688 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden.

Die Zahl der Menschen, die an oder im Zusammenhang mit einer nachgewiesenen Infektion mit dem Virus gestorben sind, liegt im Freistaat bei 15.319.

Update 25. Juli, 9.59 Uhr: Holetschek ruft zu Impfungen in den Sommerferien auf

Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek (56) ermutigt die Bürger, die Sommerferien auch zur Impfung zu nutzen.
Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek (56) ermutigt die Bürger, die Sommerferien auch zur Impfung zu nutzen.  © Sven Hoppe/dpa

Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek (56, CSU) hat die Menschen in Bayern dazu aufgerufen, sich trotz der anstehenden Sommerferien gegen Corona impfen zu lassen.

"Es war noch nie so leicht wie jetzt, eine Corona-Impfung zu bekommen", sagte der CSU-Politiker in einer am Sonntag verbreiteten Mitteilung. "Corona macht keine Ferien, und auch unsere Impfangebote sind in den Ferien weiter für alle Impfwilligen offen. Dieser Sommer ist ein Impf-Sommer."

Wer seinen Termin zur Zweitimpfung in den Sommerferien habe, solle diesen auch wahrnehmen, betonte Holetschek. Nur so sei ein voller Immunschutz gegen eine schwere Covid-Erkrankung möglich.

"Das ist gerade mit Blick auf den Vormarsch der Delta-Variante und die seit gut zwei Wochen wieder steigenden Infektionszahlen immens wichtig."

Die Pandemie sei noch nicht bezwungen, sagte Holetschek. Reisende sollten sich daher testen lassen und an die Quarantäne-Regeln halten.

"Wir dürfen in Deutschland die Fehler des Sommers 2020 nicht wiederholen, der Reiseverkehr darf nicht wieder ein Treiber der Pandemie werden."

Update 24. Juli, 12.12 Uhr: Berufsverband lehnt Impfpflicht für Pflegende ab - moralische Pflicht

Die Vereinigung der Pflegenden in Bayern hat eine Impfpflicht für Pflegekräfte erneut abgelehnt.

"Ich glaube allerdings sehr wohl, dass es eine moralische Pflicht gibt, sich impfen zu lassen, gerade für alle Menschen, die im Gesundheitswesen arbeiten", sagte Verbandspräsident Georg Sigl-Lehner der "Augsburger Allgemeinen" (Samstag). "Aber diese moralische Pflicht gilt auch für die Gesamtbevölkerung."

Zum einen könne man so andere Menschen schützen. "Ich trage das Virus oft ohne, dass ich es merke, in ein Altenheim, eine Klinik, eine Einrichtung für behinderte Menschen hinein." Zum anderen sei der Selbstschutz ein wichtiges Argument, sich impfen zu lassen. "Diese moralische Pflicht, sich impfen zu lassen, habe ich meines Erachtens aber auch, weil ich ja selbst Kinder habe, einen Partner, eine Familie, für die ich Verantwortung trage."

Sigl-Lehner sagte aber auch, das Grundrecht, sich nicht impfen zu lassen, müsse respektiert werden. "Wir müssen meines Erachtens auch stärker verdeutlichen, welche persönlichen Freiheiten eine Impfung bedeutet und welch hohen Schutz für die eigene Familie." Und Mitarbeitern im Gesundheitsbereich sollte klar gemacht werden, dass sie eine ganz besondere Verantwortung trügen.

In Frankreich und Griechenland wird derzeit eine Impfpflicht für Gesundheitspersonal heftig diskutiert.

Update 24. Juli, 9.51 Uhr: 220 Corona-Neuinfektionen in Bayern - zwei Regionen mit Inzidenz 0

In Bayern steigt die Zahl der Coronavirus-Infizierten weiter - und nur noch in zwei Regionen haben sich in den vergangenen sieben Tagen keine Menschen mit dem Erreger der Krankheit Covid-19 angesteckt.

Das Robert Koch-Institut (RKI) meldete am Samstag für die Stadt Straubing und den Landkreis Neumarkt in der Oberpfalz keine Neuinfizierten für diesen Zeitraum.

Die sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz lag im Landkreis Berchtesgadener Land mit 37,8 bayernweit am höchsten. Dahinter folgen die Stadt Bamberg mit einem Wert von 33,6 und der Landkreis Dillingen an der Donau mit 30,0.

Insgesamt meldeten die Gesundheitsämter in Bayern dem RKI binnen eines Tages 220 Corona-Neuinfektionen und 2 Todesfälle in Zusammenhang mit dem Erreger.

Die Daten geben den Stand des RKI-Dashboards von 3.13 Uhr wieder, nachträgliche Änderungen oder Ergänzungen sind möglich. Bayernweit liegt die Sieben-Tage-Inzidenz der Corona-Infektionen mittlerweile bei 12,2, im Bundesdurchschnitt bei 13,6.

Update 23. Juli, 16.48 Uhr: Kultusminister: Pooltests zum Einüben in Grundschulen

Bayerns Kultusminister Michael Piazolo (Freie Wähler) setzt im kommenden Schuljahr auf Präsenzunterricht - doch wie der konkret aussieht, ist weiter unklar.

Es sei "das Ziel und der Wille", Präsenzunterricht sei eine "Verpflichtung gegenüber den Schülerinnen und Schülern", sagte Piazolo am Freitag in München.

Es solle eine Übergangsphase mit Pooltests im kommenden Schuljahr geben. Die sogenannten Spucktests und Lollitests sollen vor allem am Anfang des Schuljahres in Grundschulen zum "Einüben" eingesetzt werden, sagte Piazolo. Er sei der Auffassung, dass niemand so intensiv getestet wurde, wie die Schüler in Bayern.

Bei Pooltests werden Proben von allen Kindern entnommen und zu einer Probe zusammengeführt. Im Labor wird dann geprüft, ob unter den Kindern ein infiziertes ist. In diesem Fall müssen alle Kinder noch einmal getestet werden.

In dem Pressegespräch zum Ende des Schuljahres 2020/2021 sprach der Kultusminister trotz Kritik am Krisenmanagement von einem insgesamt "erfolgreichen Schuljahr". Vor allem im Hinblick auf den bislang besten Abiturschnitt (2,14) in Bayern, sei "hervorragende Arbeit geleistet worden".

Update 23. Juli, 16.09 Uhr: Söder kündigt nach Urteil neue Auflagen für Bars und Kneipen an

Auch nach dem Urteil des Bayerischen Verwaltungsgerichtshofs lehnt Ministerpräsident Markus Södereine generelle Öffnung von Bars und Kneipen ab.

"Aus unserer Sicht wird es eine reine Freigabe von Bars und diesen Einrichtungen jetzt nicht geben", sagte der CSU-Chef am Freitag nach einer Klausur des Parteivorstands in Gmund am Tegernsee. Er kündigte an, dass das Kabinett am Dienstag das weitere Vorgehen festlegen werde.

Söder betonte, das Urteil halte zwar eine generelle Schließung nicht mehr für verhältnismäßig, Einschränkungen wie eine Koppelung an die Inzidenzwerte oder andere Auflagen seien aber ausdrücklich zulässig. Denkbar seien etwa spezielle Regelungen zur Sperrstunde, zum Alkoholausschank oder zu einer Sitzplatzpflicht.

Ziel sei es, ein neues Konzept zu erstellen, welches den Sommer über trage, sagte Söder. Für die klassische Nachtgastronomie habe dies aber zunächst keine Auswirkungen.

Der Verwaltungsgerichtshof hatte am Freitag entschieden, dass reine Kneipen und Bars im Freistaat ab sofort auch innen wieder öffnen dürfen. Er kippte damit die Regelung zur Schließung von Innenräumen reiner Schankwirtschaften. Für Bars und Kneipen ohne Essensangebot gelten damit ab sofort die gleichen Regeln wie für Restaurants. Discos und Clubs sind von der Entscheidung nicht betroffen.

Update 23. Juli, 14.11 Uhr: Bars und Kneipen in Bayern dürfen auch innen öffnen

Reine Kneipen und Bars im Freistaat dürfen ab sofort auch innen wieder öffnen.

Der Bayerische Verwaltungsgerichtshof kippte die Regelung zur Schließung von Innenräumen reiner Schankwirtschaften, wie das Gericht am Freitag mitteilte. Für Bars und Kneipen ohne Essensangebot gelten damit ab sofort die gleichen Regeln wie für Restaurants.

Discos und Clubs sind von der Entscheidung nicht betroffen.

Titelfoto: Sven Hoppe/dpa

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