Corona in Bayern: Regionen mit schwacher Impfquote bekommen Sonderkontingente

München - Das Coronavirus bestimmt weiterhin das Leben in Deutschland und der ganzen Welt. Hier im TAG24-Liveticker erfahrt Ihr alle aktuellen Entwicklungen speziell für den Freistaat Bayern.

Markus Söder (54, CSU), Ministerpräsident von Bayern.
Markus Söder (54, CSU), Ministerpräsident von Bayern.  © Sven Hoppe/dpa Pool/dpa
Im Freistaat wurden bislang 645.790* Menschen positiv auf das Coronavirus getestet (Stand: 17. Juni, 8 Uhr). Davon sind inzwischen 625.310 wieder genesen, 15.149 Menschen sind gestorben.

In München wurden 19 neue Fälle gemeldet (Stand: 17. Juni, 0 Uhr). Die Gesamtzahl der positiven Tests steigt auf 73.237* an. Enthalten in dieser Zahl sind 71.454 Personen, die inzwischen wieder genesen sind sowie 1253 Todesfälle.

Die 7-Tage-Inzidenz** der Landeshauptstadt beträgt derzeit 14,4 (RKI, Stand: 17. Juni).

Münchner können sich nach vorheriger >>> Online-Terminvereinbarung Montag bis Freitag von 8 bis 20 Uhr sowie samstags, sonn- und feiertags von 8 bis 17 Uhr auf das Coronavirus testen lassen.

Ab Freitag: Hamburg lockert die Maskenpflicht weiter!
Coronavirus Ab Freitag: Hamburg lockert die Maskenpflicht weiter!

Wer sich impfen lassen möchte, kann sich >>> hier beim Bayerischen Impfzentrum registrieren.

Die deutschlandweiten Entwicklungen findet Ihr im +++ Coronavirus-Liveticker +++

*Die einzelnen Tageswerte unterliegen entsprechenden Schwankungen, da sie davon abhängig sind, wann die jeweiligen Labore die positiven Testergebnisse an das Gesundheitsamt im Freistaat Bayern übermitteln.

** Die 7-Tage-Inzidenz entspricht der Anzahl der für die letzten sieben Tage neu gemeldeten Fälle pro 100.000 Einwohner und wird täglich vom RKI sowie werktäglich vom Bayerischen Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) ermittelt.

Update 17. Juni, 16 Uhr: Holetschek bedauert Rückschlag bei Curevac-Impfstoff

Der Vorsitzende der Gesundheitsministerkonferenz, Bayerns Ressortchef Klaus Holetschek (CSU), hat den Rückschlag bei der Impfstoff-Entwicklung des deutschen Herstellers Curevac bedauert.

"Die Nachricht von der bisher nicht erwiesenen ausreichenden Wirksamkeit des Curevac-Impfstoffs ist bedauerlich für den Kampf gegen die Corona-Pandemie", sagte Holetschek am Donnerstag in München.

"Sie ist auch deshalb ein Stück weit enttäuschend, weil wir uns alle gefreut hätten, wenn ein zweiter in Deutschland entwickelter Impfstoff auf den Markt gekommen wäre." Grundsätzlich werde jeder neue Impfstoff begrüßt, der eine Zulassung bekomme, fügte er hinzu. "Denn die Pandemie wird uns noch lange begleiten."

Der Rückschlag bei Curevac ändere nichts an der Strategie und den geplanten Impfungen. "Wir richten unsere Impfstoffverteilung an den vorhandenen und verbindlich zugesagten Lieferungen aus", betonte er.

Der Impfstoff von Curevac sei bisher nicht Bestandteil der aktiven Verteilungspläne.

Update 17. Juni, 15.15 Uhr: Regionen mit schwacher Impfquote bekommen Sonderkontingente

Regionen mit schwacher Impfquote dürfen in Bayern mit zusätzlichen Impfstoff-Lieferungen rechnen.

28 Landkreise und kreisfreie Städte in Bayern erhalten Sonderkontingente an Impfstoff, um regionalen Ungleichgewichten bei der Impfquote zu begegnen, kündigte Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) am Donnerstag in München an. Insgesamt stehen demnach 100.000 zusätzliche Dosen des Impfstoffs Moderna zur Verfügung, je zur Hälfte für Erst- und Zweitimpfungen. Hinzu kämen noch 40 000 Extra-Dosen des Impfstoffes von Astrazeneca. Die zusätzlichen Lieferungen würden nicht von den Arztpraxen abgezweigt, es handele sich um eine Umverteilung des für die Impfzentren geplanten Impfstoffs.

"Der gleichmäßige Impffortschritt in den bayerischen Regionen ist mir sehr wichtig. Möglichst viele Menschen in ganz Bayern sollen ein Impfangebot erhalten", sagte der Minister. Die Ungleichgewichte entstehen etwa, wenn Regionen eine niedrigere Dichte bei niedergelassenen Ärzten aufweisen und somit weniger Impfungen in den Praxen möglich sind als anderswo. Im über die Apotheken abgewickelten Impfstoff-Bestellsystem des Bundes werde dieser Faktor nicht berücksichtigt.

Ein Angebot an zusätzlichem Impfstoff erhielten alle Impfzentren, in deren Sprengel die Impfquote um mindestens ein Prozent vom Landesdurchschnitt abweiche. Die Menge des zusätzlichen Impfstoffs ist dann vom Grad der Abweichung abhängig. Das Verteilverfahren sei in Zusammenarbeit mit Landkreistag und Städtetag entwickelt worden.

"Die bei der sogenannten Arztimpfquote deutlich unter dem bayernweiten Schnitt liegenden Landkreise und Städte können daher über die Impfzentren ein Stück weit aufholen", sagte der Präsident des Landkreistages, Christian Bernreiter.

Update 17. Juni, 15 Uhr: Inzidenz sinkt auf 14,4 in München

Update 17. Juni, 13.02 Uhr: Corona lässt Einkommen in mehreren Branchen drastisch schrumpfen

Die Corona-Krise und die damit verbundene Kurzarbeit haben die Durchschnittseinkommen in mehreren Branchen der bayerischen Wirtschaft drastisch schrumpfen lassen.

Am härtesten getroffen waren die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in der ohnehin für eher niedrige Gehälter bekannten Hotellerie. Der Bruttoverdienst im ersten Quartal 2021 schrumpfte im Vergleich zum Vorjahr um mehr als die Hälfte, wie das Statistische Landesamt im Fürth am Donnerstag mitteilte. In der Gastronomie sank das Bruttoeinkommen demnach um knapp 30 Prozent, das Durchschnittseinkommen im Gastgewerbe belief sich damit insgesamt auf nur noch 1565 Euro.

Ursache der Einkommensverluste war die nahezu flächendeckende Kurzarbeit, in die die Betriebe ihrer Mitarbeiter wegen des mittlerweile beendeten Lockdowns schickten. Auch in mehreren anderen Wirtschaftszweigen mussten die Arbeitnehmer wegen Kurzarbeit mit sehr viel weniger Geld auskommen. Dazu zählte die Luftfahrt mit einem Minus von 38,4 Prozent ebenso wie Reisebüros und Reiseveranstalter mit Gehaltseinbuße von 28,9 Prozent.

Obwohl viele Branchen im ersten Quartal von der Pandemie kaum oder gar nicht mehr betroffen waren, war der Kurzarbeitseffekt so ausgeprägt, dass sogar das bayerische Durchschnittseinkommen über alle Branchen hinweg leicht sank. Demnach belief sich der Bruttoverdienst für eine Vollzeitstelle noch auf 4224 Euro - 1,2 Prozent weniger als ein Jahr zuvor.

Der Schmitt verbirgt aber große Einkommensunterschiede: Am besten bezahlt war die Arbeit in den Bereichen Information und Kommunikation mit 5770 Euro brutto im Monat sowie bei Banken, Versicherern und Finanzdienstleistern mit 5768 Euro.

Die Auswertung beruht auf einer repräsentativen Stichprobe unter 5000 bayerischen Betrieben. Nicht einbezogen waren Land- und Forstwirtschaft.

Update 17. Juni, 8.34 Uhr: Straubing und Bayreuth bei Inzidenz Null

In zwei bayerischen Städten ist die Corona-Inzidenz auf Null gesunken.

Sowohl in Bayreuth als auch in Straubing gab es in den vergangenen sieben Tagen keine neuen Infektionen mehr, wie das Robert Koch-Institut am Donnerstagmorgen auf seinem Covid19-Dashboard meldete.

Die bayernweite Inzidenz liegt nun mit 13,5 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner etwas über dem Bundesdurchschnitt von 11,6.

Doch gibt es derzeit unter den 96 bayerischen Landkreisen und kreisfreien Städten nur noch eine Kommune mit einer Inzidenz von über 50: Schweinfurt in Unterfranken.

Update 17. Juni, 8.29 Uhr: Corona-Arzt Wendtner: Strukturen für Post-Covid-Patienten schaffen

Zur Versorgung von Patienten mit Corona-Spätfolgen müssen nach Ansicht des Infektiologen Clemens Wendtner neue Strukturen geschaffen werden.

"Die Patienten sind glücklicherweise meist nicht mehr so krank, dass sie eine stationäre Behandlung in der Klinik benötigen", schilderte der Chefarzt der München Klinik Schwabing, der Anfang 2020 die ersten Corona-Patienten in Deutschland betreut hatte.

Dennoch würden sie von einer interdisziplinären Versorgung durch verschiedene Fachleute profitieren.

Den vollständigen Beitrag findest du >>>hier.

Update 16. Juni, 19 Uhr: Holetschek will Post-Covid-Patienten mit Aktionsplan helfen

Eine medizinische Fachkraft legt im Nürnberger Impfzentrum auf dem Messegelände eine aufbereitete Impfspritze mit dem Pfizer-BioNTech-COVID-19-Impfstoff in eine Schale.
Eine medizinische Fachkraft legt im Nürnberger Impfzentrum auf dem Messegelände eine aufbereitete Impfspritze mit dem Pfizer-BioNTech-COVID-19-Impfstoff in eine Schale.  © Daniel Karmann/dpa

Für Patienten mit Corona-Spätfolgen sollen in Bayern spezielle Versorgungsstrukturen aufgebaut werden.

"Wir wollen möglichst schnell den Menschen helfen", sagte Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) am Mittwochabend in München.

Derzeit werde ein Aktionsplan erarbeitet, der praktische Projekte wie Beratungsstellen, aber auch medizinische Therapieansätze, die Möglichkeiten der Telemedizin oder die Verzahnung von stationärer und ambulanter Behandlung zusammenführen soll.

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"Wir werden in verschiedenen Bereichen Geld in die Hand nehmen", kündigte Holetschek an. Auch der Bund kümmere sich verstärkt um die Problematik von Spät- und Langzeitfolgen einer Corona-Infektion.

"Aber wir werden in Bayern auch selber etwas machen, weil wir glauben, der Bedarf ist da, wir müssen den Menschen helfen, wir dürfen sie nicht alleine lassen."

Update 16. Juni, 17.15 Uhr: Holetschek und Reiter fordern mehr Masken-Kontrollen im Stadion

ans der deutschen Mannschaft feiern vor Anpfiff vor dem Münchner Stadion.
ans der deutschen Mannschaft feiern vor Anpfiff vor dem Münchner Stadion.  © Matthias Balk/dpa

Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) und Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) fordern bei den nächsten EM-Spielen in München mehr Maskenkontrollen im Stadion.

Beim Spiel Frankreich gegen Deutschland am Dienstagabend "haben sich zu viele Stadionbesucher leider nicht korrekt an die Regeln zum Tragen von Schutzmasken gehalten", sagte Holetschek am Mittwoch in München.

Deshalb habe die Stadt in Abstimmung mit dem Gesundheitsministerium den DFB darauf hingewiesen, dass bei dem Spiel Deutschland gegen Portugal am Samstag "verstärkte Kontrollen erforderlich sind".

Für Stadionbesucher gilt bei den EM-Spielen in München auch am eigenen Platz Maskenpflicht. Es sei aufgefallen, dass diese Regel nicht von allen eingehalten worden sei, sagte Oberbürgermeister Reiter am Mittwoch, "im Besonderen auch auf den Sitzplätzen". Die Stadt München habe den DFB deshalb gebeten, bei künftigen Spielen "noch umfassender auf die Maskenpflicht hinzuweisen, zum Beispiel mit mehr Lautsprecherdurchsagen", sagte Reiter.

Andere Regeln, etwa zu Alkoholverbot und zum Einlass und Verlassen des Stadions hätten sich dagegen bewährt, sagte Gesundheitsminister Holetschek. "Ich hoffe sehr, dass beim nächsten Spiel auch bezüglich der Masken alle mitspielen", betonte Oberbürgermeister Reiter.

Update 16. Juni, 15 Uhr: 50 neue Infektionen in München

Update 15. Juni, 14.30 Uhr: Aktuelle Zahlen für München

Update 15. Juni, 14.28 Uhr: Impfungen von Abschlussklassen frühestens Ende Juni?

Voraussichtlich Ende Juni oder Anfang Juli sollen in Bayern die Schüler der Abschlussklassen Angebote für Corona-Impfungen erhalten.

Derzeit liefen noch die Planungen für die Umsetzung, sagte Gesundheitsminister Klaus Holetschek (56, CSU) am Dienstag nach einer Sitzung des Kabinetts in München mit Blick auf die kommenden Wochen. "Wir planen jetzt mal so in Richtung Ende Juni Anfang Juli, das dann zeitlich natürlich nicht auf einmal, aber immer wieder durchzuführen und hoffen, dass uns der Impfstoff auch zur Verfügung steht, den wir dazu natürlich brauchen."

Mitte Mai hatte Ministerpräsident Markus Söder (54, CSU) erklärt, dass noch im Juni in Schulen die Abschlussklassen geimpft werden und "vielleicht noch vor den Sommerferien Schülerinnen und Schüler ab zwölf Jahren, sobald die Impfstoffe zugelassen sind".

Titelfoto: Daniel Karmann/dpa

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