Corona in Bayern: Kaum Verstöße gegen Testpflicht bei Einreise

München - Das Coronavirus bestimmt weiterhin das Leben in Deutschland und der ganzen Welt. Hier im TAG24-Liveticker erfahrt Ihr alle aktuellen Entwicklungen speziell für den Freistaat Bayern.

Markus Söder (54, CSU), Ministerpräsident von Bayern.
Markus Söder (54, CSU), Ministerpräsident von Bayern.  © Sven Hoppe/dpa Pool/dpa
Im Freistaat wurden bislang 653.951* Menschen positiv auf das Coronavirus getestet (Stand: 2. August, 8 Uhr). Davon sind inzwischen 635.150 wieder genesen, 15.337 Menschen sind gestorben.

In München wurden 23 neue Fälle gemeldet (Stand: 2. August, 0 Uhr). Die Gesamtzahl der positiven Tests steigt auf 74.901* an. Enthalten in dieser Zahl sind 72.839 Personen, die inzwischen wieder genesen sind sowie 1272 Todesfälle.

Die 7-Tage-Inzidenz** der Landeshauptstadt beträgt derzeit 27,6 (RKI, Stand: 2. August).

Münchner können sich nach vorheriger >>> Online-Terminvereinbarung Montag bis Freitag von 8 bis 20 Uhr sowie samstags, sonn- und feiertags von 8 bis 17 Uhr auf das Coronavirus testen lassen.

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Wer sich impfen lassen möchte, kann sich >>> hier beim Bayerischen Impfzentrum registrieren.

Die deutschlandweiten Entwicklungen findet Ihr im +++ Coronavirus-Liveticker +++

*Die einzelnen Tageswerte unterliegen entsprechenden Schwankungen, da sie davon abhängig sind, wann die jeweiligen Labore die positiven Testergebnisse an das Gesundheitsamt im Freistaat Bayern übermitteln.

** Die 7-Tage-Inzidenz entspricht der Anzahl der für die letzten sieben Tage neu gemeldeten Fälle pro 100.000 Einwohner und wird täglich vom RKI sowie werktäglich vom Bayerischen Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) ermittelt.

Update 3. August, 9.45 Uhr: Aschaffenburg steuert auf Inzidenzwert 50 zu

Nach dem Landkreis Berchtesgaden steuert Aschaffenburg als zweite bayerische Kommune wieder auf einen Corona-Inzidenzwert von 50 zu.

Am Dienstag lag der Wert in der unterfränkischen Stadt bei 45,1, wie aus dem Covid-Dashboard des Robert Koch-Instituts in Berlin hervorgeht. Im Berchtesgadener Land ist die Corona-Inzidenz mit 54,8 weiter die bayernweit höchste.

Liegt die Corona-Inzidenz in einem Landkreis oder einer kreisfreien Stadt drei Tage hintereinander über 50, gelten dort wieder schärfere Vorschriften, unter anderem eine Testpflicht für die Gastronomie und strengere Kontaktbeschränkungen.

Die Corona-Inzidenzen steigen seit Wochen nahezu kontinuierlich, wenn auch auf weiterhin niedriger Basis. Bayernweit lag der Wert am Dienstag bei 14, Anfang vergangener Woche war er noch unter 11 gewesen. Die Zahl der Toten stieg um 3 auf 15.340.

Update 2. August, 18.34 Uhr: Kontrollen bei Einreise: Kaum Verstöße gegen Testpflicht

Deutsche Bundespolizisten beobachten an der Grenze zu Österreich auf der Autobahn A93 den Verkehr. Die Bundespolizei hat mit Kontrollen der verschärften Testpflicht für Reiserückkehrer begonnen.
Deutsche Bundespolizisten beobachten an der Grenze zu Österreich auf der Autobahn A93 den Verkehr. Die Bundespolizei hat mit Kontrollen der verschärften Testpflicht für Reiserückkehrer begonnen.  © Matthias Balk/dpa

Schleierfahnder der Grenzpolizei in Bayern haben seit Sonntag mehr als 500 Einreisende kontrolliert und dabei nur 10 Verstöße gegen die Testpflicht festgestellt.

Die seit Sonntag verschärften Regeln zur Einreise seien "von den meisten Reiserückkehrern vorbildlich eingehalten" worden, sagte Innenminister Joachim Herrmann (CSU) am Montag. Trotzdem seien "konsequente Kontrollen" weiter wichtig.

Die Bundespolizei und die Bayerische Grenzpolizei würden sich dabei auch bezüglich möglicher Schwerpunkte absprechen, sagte Herrmann. "Dort, wo sich vermehrt Verstöße abzeichnen, werden wir auch mehr Personal einsetzen."

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Seit Sonntag müssen alle Einreisenden ab zwölf Jahren einen negativen Corona-Test vorzeigen können oder nachweisen, dass sie genesen oder vollständig geimpft sind - egal, ob sie auf dem Landweg oder mit dem Flugzeug einreisen.

Update 2. August, 11.25 Uhr: Mehr Neugründungen trotz Corona-Krise

In Bayern sind im ersten Halbjahr trotz andauernder Corona-Krise wieder mehr Unternehmen gegründet worden.

Ausnahmen sind die von den monatelangen Schließungen hart getroffenen Branchen wie Gastronomie oder Reisebüros. Das teilte das Statistische Landesamt in Fürth am Montag mit.

Demnach wurden von Anfang bis Januar 54.183 neue Unternehmen gegründet, im Jahresvergleich ein Anstieg von mehr als 16 Prozent. Doch im Gastgewerbe wurden nur 1945 neue Betriebe angemeldet, das war ein Rückgang von 12 Prozent.

Bei Kunst, Unterhaltung und in der Reisebranche fielen die Rückgänge bei den Neugründungen mit jeweils knapp unter 12 Prozent fast ebenso hoch aus.

Update 2. August, 11.10 Uhr: Corona-Verstöße bringen Kommunen Arbeit und Geld

Zu viele Leute getroffen, ohne Maske unterwegs und das auch noch nachts - Verstöße gegen die Corona-Schutzmaßnahmen gibt es viele. Tausende Anzeigen haben die Kommunen deshalb abzuarbeiten.

Hier geht es zum ganzen Artikel hinsichtlich der Corona-Verstöße und deren entsprechenden Folgen.

Update 2. August, 10.55 Uhr: Impfangebot für Jugendliche? Klaus Holetschek mit Forderung

Vor den Beratungen der Gesundheitsminister von Bund und Ländern hat sich Klaus Holetschek (56, CSU) erneut klar für ein Impfangebot an Jugendliche ausgesprochen.

Die Aussagen des Gesundheitsminister Bayerns zur Impfung von Kindern und Jugendlichen findet Ihr hier.

Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek (56, CSU) hat sich erneut klar für ein Impfangebot an Jugendliche ausgesprochen.
Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek (56, CSU) hat sich erneut klar für ein Impfangebot an Jugendliche ausgesprochen.  © Sven Hoppe/dpa

Update 1. August, 17.45 Uhr: Bayern rüstet sich für Auffrischungsimpfungen

Bayern rüstet sich dafür, im Herbst Auffrischimpfungen gegen Corona anzubieten.

"Schon allein aus präventiven Gesichtspunkten dürfte eine Auffrischungsimpfung sinnvoll sein. Daher hat Bayern bereits seine Corona-Impfstrategie auf die neuen Herausforderungen ausgerichtet. Die Organisation und Ausrichtung der Impfzentren wird angepasst", sagte Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) am Sonntag auf Anfrage. "Mit unseren mobilen Teams werden wir auch die besonders schutzbedürftigen Personen in Einrichtungen impfen können."

Wichtig seien ihm "klare und unbürokratische Vorgaben", welche Gruppe als erstes eine Impfung zur Auffrischung des bisherigen Impfschutzes bekommt. "Ich habe bereits frühzeitig betont, dass wir dringend belastbare Aussagen des Bundes und der Ständigen Impfkommission dazu brauchen." Er werde diesen Aspekt am Montag in der Gesundheitsministerkonferenz ansprechen.

Bei der Video-Tagung am Montag dürfte es vor allem um die Impfung von Jugendlichen gehen. Nach einem Vorschlag des Bundesgesundheitsministeriums sollen 12- bis 17-Jährige in allen Bundesländern Corona-Impfangebote bekommen. Das geht aus einem Entwurf für einen Beschluss der Gesundheitsministerkonferenz an diesem Montag hervor, der der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. Zuvor hatte die "Bild am Sonntag" darüber berichtet.

"Eine entsprechende ärztliche Aufklärung sowie eine ggf. notwendige Zustimmung der Sorgeberechtigten werden dabei sichergestellt", heißt es in dem Entwurf.

Holetschek sagte dazu: "Dass alle Jugendliche ein Impfangebot mit entsprechender ärztlicher Aufklärung bekommen sollen, haben wir in Bayern bereits im Kabinett beschlossen. Es gibt zahlreiche Sonderimpfaktionen, die sich gerade auch an Schüler und Studenten richten."

Update 1. August, 12.22 Uhr: Einreise-Testpflicht: Schleierfahnder überprüfen Urlauber

Schleierfahnder werden in bayerischen Grenzregionen die Einreise-Regeln im Blick behalten. Das kündigte Innenminister Joachim Herrmann an. (Archiv)
Schleierfahnder werden in bayerischen Grenzregionen die Einreise-Regeln im Blick behalten. Das kündigte Innenminister Joachim Herrmann an. (Archiv)  © Lino Mirgeler/dpa

Schleierfahnder überprüfen in den bayerischen Grenzregionen, ob die Menschen sich an die neuen Einreise-Regeln halten.

"Die Bayerische Grenzpolizei wird in enger Zusammenarbeit mit der Bundespolizei Reiserückkehrer aus dem Ausland im Rahmen der stichprobenartigen Schleierfahndung kontrollieren, um die Einhaltung der verschärften Regeln zu überprüfen", kündigte Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (64, CSU) am Sonntag an.

Dabei werde auch die bayerische Bereitschaftspolizei die Beamten an der Grenze unterstützen.

Von Sonntag an müssen Reiserückkehrer nachweisen, dass sie geimpft, genesen oder getestet sind.

Damit will die Bundesregierung eine weitere Corona-Ausbreitung eindämmen.

Update 1. August, 11.42 Uhr: Mehr als 270 Corona-Neuinfektionen in Bayern

In Bayern steigt die Zahl der Corona-Neuinfektionen. Die Gesundheitsämter meldeten dem Robert Koch-Institut (RKI) binnen eines Tages 276 neu infizierte Menschen.

Vor einer Woche waren es noch 10. Die Inzidenz für den Freistaat, die angibt, wie viele Menschen pro 100.000 Einwohner sich in den vergangenen sieben Tagen infiziert haben, liegt nach RKI-Angaben bei 14,4. Vor einer Woche hatte das RKI noch eine Inzidenz von 10,9 errechnet.

Die höchste Inzidenz weist nach wie vor der Landkreis Berchtesgadener Land mit 55,7 auf. Hier greifen von Montag (2. August) an wieder strengere Regeln. Dahinter folgen die Stadt Aschaffenburg (38,0) und der Landkreis Miltenberg in Unterfranken mit 28,7.

Keine Neu-Infektionen mit Sars-CoV-2 wurden in den vergangenen sieben Tagen im Landkreis Kronach sowie in den Städten Memmingen und Schwabach gemeldet.

Die Daten gaben den Stand des RKI-Dashboards von 3.13 Uhr wieder, nachträgliche Änderungen oder Ergänzungen sind möglich.

Update 1. August, 10.22 Uhr: Testpflicht für Reise-Rückkehrer - Stichproben an den Grenzen geplant

Die Rückkehr aus dem Urlaub wird komplizierter: Auch in Bayern greift die verschärfte Testpflicht für Reiserückkehrer von Sonntag an. Über den Freistaat dürften am Sonntag viele Menschen aus ihren Urlaubsdomizilen wie Italien, Österreich oder Kroatien zurückkehren.

In einigen Bundesländern enden bereits jetzt die Sommerferien - während sie in Bayern gerade begonnen haben. Komplette Kontrollen an den Grenzen soll es nach Angaben der Bundesregierung aber nicht geben, sondern vielmehr nur Stichproben.

Alle ab zwölf Jahren müssen künftig bei der Einreise belegen können, dass bei ihnen das Übertragungsrisiko verringert ist: mit dem Nachweis einer Impfung, einem Nachweis als Genesener oder einem negativen Testergebnis. Diese Vorgabe gab es schon für alle Flugpassagiere, nun gilt sie auch für Einreisen per Auto, Bahn oder Schiff. Damit reagiert die Bundesregierung auf die auch in Deutschland stetig steigenden Infektionszahlen.

Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) in Bayern hält die Testpflicht für Einreisende für "kaum und wenn überhaupt nur stichprobenartig kontrollierbar". Die Überwachung könne "in der Gesamtheit so in der Praxis schlichtweg nicht geleistet werden", hatte GdP-Landesvorsitzender Peter Pytlik am Freitag gesagt. "Wir als Polizei ersticken eh schon in unseren vielfältigen täglichen Aufgaben und sind personell schon seit Jahren am Limit."

Die Beurteilung der Notwendigkeit oder Sinnhaftigkeit der Kontrollen obliege aber "der Wissenschaft, Virologen und letztendlich der Politik", so Pytlik.

Update 31. Juli, 8 Uhr: Berchtesgaden impft in der Höhe

Spritzen mit dem Corona-Impfstoff liegen in einem Impfzentrum bereit.
Spritzen mit dem Corona-Impfstoff liegen in einem Impfzentrum bereit.  © Fabian Sommer/dpa

Der eine versucht es mit Impfen beim Fußball, andere bei Festivals oder beim Grillen. In einer von Bayerns bekanntesten Urlaubsregionen geht es im Kampf gegen die Impfmüdigkeit nun sogar hoch auf den Berg.

Besonders hoch hinaus will das Berchtesgadener Land beim Impfen: In der oberbayerischen Urlaubsregion können sich Ausflügler am Samstag auf 1800 Metern an der Bergstation des Jenner die Anti-Corona-Spritze setzen lassen. Von 10.00 bis 17.00 Uhr ist ein mobiles Impfteam im Innenbereich der Gondelstation im Einsatz. "Es ist gut möglich, dass wir die höchste Impfstation Deutschlands haben, aber garantieren kann ich das nicht", sagte Alexandra Rothenbuchner, Sprecherin des Landratsamtes.

Mit dem ungewöhnlichen Angebot will man mehr Menschen zum Impfen bewegen. Eine Anmeldung ist nicht nötig - jeder, der will, kann kommen. Von Biontech/Pfizer stehen 120 Dosen bereit, von Johnsen&Johnson 25.

Doch ein Alpenüberquerung nach der Impfung ist auch wegen möglicher Nebenwirkungen danach nicht drin: "Für die Impfung ist es eine Empfehlung, wenn nicht eine Voraussetzung, dass man sich danach nicht weiter anstrengt - man sollte also definitiv danach nicht wandern", betonte Rothenbuchner. Das Angebot ist damit für Menschen, die nach oben kommen, sich impfen lassen und dann mit der Seilbahn nach unten nach Schönau am Königssee fahren.

Das Berchtesgadener Land hat derzeit eine Sieben-Tage-Inzidenz von 64,2 (Stand Freitag/Quelle Landratsamt). Rund 42 Prozent der Bewohner sind voll geimpft.

Titelfoto: Matthias Balk/dpa

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