Corona in Bayern: Mehr als 10.000 Neuinfektionen, München mit höchster Inzidenz

München - Das Coronavirus bestimmt weiterhin das Leben in Deutschland und der ganzen Welt. Hier im TAG24-Liveticker für Bayern erfahrt Ihr alle aktuellen Entwicklungen speziell für den Freistaat.

Markus Söder (55, CSU), Ministerpräsident von Bayern.
Markus Söder (55, CSU), Ministerpräsident von Bayern.  © Sven Hoppe/dpa Pool/dpa
In Bayern wurden 1.465.638* Menschen positiv auf das Coronavirus getestet. 20.190 Menschen sind an oder mit dem Virus gestorben, 1.319.300 gelten inzwischen als genesen. (Stand: 18. Januar)

Die Impfquote in Bayern liegt aktuell bei 71,3 Prozent. In den letzten sieben Tagen gab es im Freistaat insgesamt 394 hospitalisierte Fälle. 238 Intensivbetten sind derzeit durch bestätigte Covid-19-Fälle belegt. (Stand: 18. Januar)

In München wurden 2026 neue Fälle gemeldet. Die Gesamtzahl der bestätigten Fälle steigt somit auf nunmehr 168.860* an. Enthalten in dieser Zahl sind 144.343 Personen, die inzwischen als genesen gelten und 1664 Todesfälle. (Stand: 18. Januar)

Die 7-Tage-Inzidenz** der Landeshauptstadt beträgt derzeit 883,4 ( RKI, Stand: 18. Januar).

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Die deutschlandweiten Entwicklungen findet Ihr im +++ Coronavirus-Liveticker +++

*Die einzelnen Tageswerte unterliegen entsprechenden Schwankungen, da sie davon abhängig sind, wann die jeweiligen Labore die positiven Testergebnisse an das Gesundheitsamt im Freistaat Bayern übermitteln.

** Die 7-Tage-Inzidenz entspricht der Anzahl der für die letzten sieben Tage neu gemeldeten Fälle pro 100.000 Einwohner und wird täglich vom RKI sowie werktäglich vom Bayerischen Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) ermittelt.

Update 18. Januar, 12.07 Uhr: Rechtswissenschaftler: Bundestag hat bei Corona zu lange geschwiegen

Der Würzburger Rechtswissenschaftler Horst Dreier hat dem Deutschen Bundestag zu zögerliches Verhalten bei der Pandemiebekämpfung vorgeworfen.

"Der Bundestag hat nach Beginn der Pandemie sieben bis acht Monate vergehen lassen, bis er gehandelt hat", sagte Dreier in einem Interview des "Münchner Merkur" (Dienstagsausgabe). Bis dahin sei nur auf der Grundlage von Verordnungen gehandelt worden. "Das hat die Normenhierarchie auf den Kopf gestellt, weil Gesetze über Verordnungen stehen. Und das halte ich für verfassungswidrig", sagte Dreier, der früher dem Deutschen Ethikrat angehörte und Mitglied sowohl der Bayerischen Akademie der Wissenschaften als auch der Deutschen Akademie der Naturforscher Leopoldina ist.

"Viele Abgeordnete wollten sich vermutlich den Schuh nicht anziehen und keine Prügel von ihren Wählern beziehen", sagte Dreier. Die später erlassene "Bundesnotbremse" bezeichnete Dreier als "zentralistischen Overkill".

Die Politik der neuen Ampel-Koalition setze deutlich mehr auf das Parlament als die große Koalition vorher. "Das scheint mir deutlich besser zu sein als vorher", sagte Dreier. Den Wegfall der epidemischen Notlage hält er für richtig.

"Ich halte die Notlage nicht mehr für sinnvoll. Wir haben eine hohe Impfquote von derzeit 72,5 Prozent, Omikron-Infektionen verlaufen deutlich milder als bei Delta, und irgendwann muss mit dem Spuk ja mal Schluss sein."

Update 18. Januar, 8 Uhr: Mehr als 10.000 Corona-Neuinfektionen in Bayern

Die Zahl der Corona-Neuinfektionen in Bayern geht weiter rasant nach oben. Die Gesundheitsämter im Freistaat haben dem Robert Koch-Institut (RKI) binnen 24 Stunden 10.729 neue Corona-Fälle gemeldet, nach mehr als 8200 am Vortag.

Die Sieben-Tage-Inzidenz lag damit am Dienstag bei 576,3, am Montag hatte sie bei 551,5 gelegen, wie aus dem Zahlen hervorgeht, die das RKI am Dienstagmorgen auf seinem Dashboard veröffentlichte. Die Zahl der seit Beginn der Pandemie im Zusammenhang mit Corona gezählten Todesfälle im Freistaat stieg um 13 auf 20.190.

Die höchste Inzidenz wurde für die Stadt München berechnet. Sie lag in der Landeshauptstadt bei 883,4. Dahinter folgten die Landkreise Ebersberg (864,7) und Miesbach (844,5). Den niedrigsten Inzidenzwert in Bayern verzeichnete am Dienstag der Landkreis Coburg mit 172,1, gefolgt von den Kreisen Wunsiedel (225,1) und Kronach (245,6).

Auf den Intensivstationen sank die Zahl der Corona-Patienten noch einmal leicht. Das Divi-Intensivregister meldete am Montag (Stand 7.15 Uhr) 399 Corona-Patienten auf Intensivstationen im Freistaat, das sind 6 weniger als noch am Montag. 238 von ihnen mussten invasiv beatmet werden.

Update 17. Januar, 22.39 Uhr: Zehntausende protestieren erneut gegen Corona-Politik

"Wir sind die rote Linie" steht auf einem Banner von Teilnehmern des Demozugs in Nürnberg.
"Wir sind die rote Linie" steht auf einem Banner von Teilnehmern des Demozugs in Nürnberg.  © DPA

Erneut sind in Bayern zahlreiche Menschen gegen die aktuelle Corona-Politik auf die Straße gegangen.

Zehntausende Menschen protestierten bei weit mehr als hundert Versammlungen im Freistaat, wie eine Umfrage der Deutschen Presse-Agentur am Montagabend bei den Polizeipräsidien ergab. Größere Zwischenfälle gab es demnach nicht.

Beim Demozug in Nürnberg waren laut Polizei in der Spitze bis zu 5500 Teilnehmer unterwegs.

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In Augsburg protestierten demnach bis zu 2000 Menschen, in Bamberg waren es rund 1860, in Bayreuth und Penzberg 1500, in Regensburg 1050, in Amberg 1100 sowie in Landshut und Neustadt an der Aisch 1000.

Einige der Versammlungen im Freistaat waren erneut nicht angemeldet worden. Vereinzelt gab es vergleichsweise kleineren Gegenprotest, etwa in Nürnberg, Bayreuth, Regensburg und Amberg.

Update 17. Januar, 15 Uhr: Inzidenz bei Kindern und Jugendlichen verdoppelt

Die Corona-Inzidenzen bei bayerischen Kindern und Jugendlichen sind in der Woche seit Ende der Weihnachtsferien in die Höhe geschossen.

In der Altersgruppe der Sechs- bis Elfjährigen ist der Wert binnen sieben Tagen um mehr als 164 Prozent gestiegen, wie aus Daten des Landesamts für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit vom Montag hervorgeht. Vor einer Woche hatte das LGL für die Gruppe noch 372 Fälle pro Woche und 100.000 Einwohnern gemeldet, jetzt sind es 985.

Noch höher fiel die Inzidenz bei den 16- bis 19-Jährigen aus: 1305 ist der höchsten Wert, den das LGL je für eine Altersgruppe ermittelt hat. Der relative Anstieg fiel mit 79 Prozent allerdings etwas geringer aus.

Die dritthöchste Inzidenz wird mit 982 für die 12- bis 15-Jährigen ausgewiesen. Auch hier gab es mehr als eine Verdoppelung binnen sieben Tagen. Dahinter folgen die 20- bis 34-Jährigen mit 882 - hier fällt der Anstieg wie auch bei anderen älteren Gruppen allerdings deutlich geringer aus. Stark angezogen hat auch die Inzidenz bei Kindern bis fünf Jahren.

Hier gab es mehr als eine Verdoppelung - von 177, die vergangenen Montag gemeldet wurden, auf 376. Zum starken Anstieg dürfte dabei auch die Testpflicht für Kindergartenkinder beigetragen haben.

Wie in den Schulen sorgen die verpflichtenden Tests dafür, dass Infektionen häufiger entdeckt werden.

Update 17. Januar, 12 Uhr: Kabinett vertagt Corona-Entscheidungen zu Hotspots und Lockerungen

Das bayerische Kabinett hat die angekündigten Entscheidungen über neue Hotspot-Regelungen, aber auch über gewisse Erleichterungen vertagt.

Man habe aktuell weder Verschärfungen noch Lockerungen beschlossen, sagte Staatskanzleichef Florian Herrmann (CSU) am Montag nach einer Kabinettssitzung in München.

Er stellte entsprechende Beschlüsse nun für kommende Woche in Aussicht.

Mehr hier zu der >>> Verschiebung den geplanten Änderungen und möglichen Lockerungen.

Update 17. Januar, 7.55 Uhr: Mehr als 8200 Corona-Neuinfektionen in Bayern

Die Neuinfektionen in Bayern steigen weiter an, doch es gibt auch gute Nachrichten: Die Zahl der Patienten auf Intensivstationen sinkt weiter. (Symbolbild)
Die Neuinfektionen in Bayern steigen weiter an, doch es gibt auch gute Nachrichten: Die Zahl der Patienten auf Intensivstationen sinkt weiter. (Symbolbild)  © Marijan Murat/dpa

Die Gesundheitsämter in Bayern haben dem Robert Koch-Institut (RKI) binnen eines Tages mehr als 8200 Corona-Neuinfektionen gemeldet.

Die Inzidenz im Freistaat lag damit am Montag bei 551,5 nach 527,4 am Sonntag. Damit haben sich in den vergangenen sieben Tagen etwa 551 Menschen je 100.000 Einwohner mit dem Coronavirus angesteckt. Das teilte das RKI am Montag auf seinem Dashboard mit (Stand: 3.19 Uhr).

Die Zahl der seit Beginn der Pandemie im Zusammenhang mit Corona gezählten Todesfälle im Freistaat stieg um 7 auf 20.177.

Montags sind die Zahlen in der Regel niedriger, weil über das Wochenende weniger getestet und gemeldet wird.

Die meisten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner wurden in den zurückliegenden sieben Tagen in Ingolstadt gemeldet: Die Inzidenz erreichte dort am Montag den Wert von 866.

Es folgen die Stadt München (859,7) und der Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen (828,3). Am niedrigsten waren die Inzidenzen in den Landkreisen Neumarkt in der Oberpfalz (175,3) und Coburg (180,2).

Auf den Intensivstationen sank die Zahl der Corona-Patienten dagegen weiter.

Das Divi-Intensivregister meldete am Montag (Stand 7.05 Uhr) 405 Corona-Patienten auf Intensivstationen im Freistaat, das sind 3 weniger als noch am Sonntag. 245 von ihnen mussten invasiv beatmet werden.

Update 16. Januar, 13.52 Uhr: Platzverweise auf dem Münchner Stachus

Etwa 150 junge Menschen feierten am Samstagabend am Karlsplatz (Stachus).

Da von den Feierenden am Stachus in der Vergangenheit wiederholt Straftaten ausgegangen und keine Corona-Regeln eingehalten worden seien, stellten die Beamten Platzverweise aus.

Einzelne Gruppen seien der Aufforderung, den Platz zu verlassen, nur zögerlich nachgekommen.

Ein 22-Jähriger wurde in Gewahrsam genommen, er konnte die Wache am Abend wieder verlassen, wie es weiter hieß.

Update 16. Januar, 13.43 Uhr: Polizei löst Partys wegen Verstößen gegen Corona-Regeln auf

In mehreren Städten in Bayern musste die Polizei wegen Partys ausrücken, auf denen gegen die Corona-Regeln verstoßen wurde. (Symbolbild)
In mehreren Städten in Bayern musste die Polizei wegen Partys ausrücken, auf denen gegen die Corona-Regeln verstoßen wurde. (Symbolbild)  © Carsten Rehder/dpa

Die Polizei hat am Wochenende wegen Verstößen gegen die Corona-Regeln mehrere private Feiern aufgelöst.

Im oberbayerischen Landkreis Neuburg-Schrobenhausen beendeten die Beamten eine Party von 30 Jugendlichen, wie die Polizei am Sonntag mitteilte.

Private Treffen seien derzeit für Geimpfte und Genesene auf maximal zehn Menschen begrenzt. Beim Eintreffen eines Streifenwagens in Gachenbach seien in der Nacht zum Samstag einige der Feiernden geflüchtet.

Von 20 Menschen nahm die Polizei die Personalien auf. Laut den Beamten müssen die Gäste mit einer Anzeige nach dem Infektionsschutzgesetz rechnen.

In Weiden in der Oberpfalz lösten die Beamten eine Party in einer Wohnung auf. Von den 14 Teilnehmern seien keinerlei Coronavorschriften eingehalten worden, teilte die Polizei mit. Auch sie erwarteten Anzeigen nach dem Infektionsschutzgesetz.

In München feierten in der Nacht zum Sonntag Jugendliche mit lauter Musik, bevor die Polizei die Party beendete.

Einige Feiernde seien bei der Ankunft der Polizei geflüchtet. Von etwa 30 Jugendlichen seien die Personalien aufgenommen worden. Auch hier geht es um das Infektionsschutzgesetz.

Update 16. Januar, 13.33 Uhr: Österreich will Corona-Impfpflicht wie geplant im Februar einführen

Die in Österreich startende Impfpflicht soll für Personen ab 18 und nicht wie bislang geplant ab 14 Jahren greifen. (Symbolbild)
Die in Österreich startende Impfpflicht soll für Personen ab 18 und nicht wie bislang geplant ab 14 Jahren greifen. (Symbolbild)  © Christophe Gateau/dpa

In Österreich soll die Impfpflicht gegen das Coronavirus wie geplant Anfang Februar in Kraft treten.

So steht es in dem Gesetzentwurf, den die Regierung am Sonntag vorstellte. Die Impfpflicht soll für Personen ab 18 und nicht wie bislang geplant ab 14 Jahren gelten. Kontrollen sollen Mitte März beginnen, darunter im Straßenverkehr, wie Gesundheitsminister Wolfgang Mückstein (Grüne) sagte.

Für Impfverweigerer gilt ein Strafrahmen von 600 und 3600 Euro, wenn sie einer Impfaufforderung nicht nachkommen und einen gesetzten Impftermin verstreichen lassen.

Das Gesetz gilt für alle Menschen mit Wohnsitz in Österreich. Ausnahmen sind für Schwangere und Menschen vorgesehen, die sich aus medizinischen Gründen nicht impfen lassen können. Genesene sollten für 180 Tage ausgenommen sein.

Das Parlament soll das Gesetz am Donnerstag (20. Januar) beschließen. Das gilt als Formsache, weil die Regierungskoalition aus der konservativen ÖVP und den Grünen über die nötige einfache Mehrheit verfügt.

Von den Oppositionsparteien lehnt nur die von 2017 bis 2019 mitregierende rechte FPÖ eine Impfpflicht kategorisch ab. Gegner des Gesetzes kritisieren unter anderem, dass Impfungen vorgeschrieben werden, die die Weitergabe des Virus nur unzureichend verhindern.

"Es geht nicht um einen Kampf Geimpfte gegen Ungeimpfte", sagte Bundeskanzler Karl Nehammer. Vielmehr gehe es darum, dass die ganze Gesellschaft wieder in Freiheit leben könne.

Er wurde im Januar selbst positiv getestet. Er habe aber dank seiner Impfung immer die Zuversicht gehabt, nicht ins Krankenhaus zu müssen, sagte er. Nehammer erholte sich nach eigenen Angaben schnell.

Update 16. Januar, 9.50 Uhr: Wieder mehr als 10.000 Corona-Neuinfektionen in Bayern

Auch wenn die Infektionszahlen steigen: Auf den Intensivstationen sank die Zahl der Corona-Patienten dagegen weiter.
Auch wenn die Infektionszahlen steigen: Auf den Intensivstationen sank die Zahl der Corona-Patienten dagegen weiter.  © Frank Rumpenhorst/dpa

Die Gesundheitsämter in Bayern haben am Samstag und Sonntag jeweils mehr als 10.000 Corona-Neuinfektionen registriert.

Die Inzidenz im Freistaat liegt nun bei 527,4 nach 500,8 am Samstag. Damit haben sich in den vergangenen sieben Tagen etwa 527 Menschen je 100.000 Einwohner mit dem Coronavirus angesteckt.

Das teilte das Robert Koch-Institut (RKI) am Sonntag auf seinem Dashboard mit (Stand: 3.22 Uhr).

Die Zahl der seit Beginn der Pandemie im Zusammenhang mit Corona gezählten Todesfälle im Freistaat stieg um 4 auf 20.170.

Die meisten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner wurden in den zurückliegenden sieben Tagen in München gemeldet: Die Inzidenz erreichte dort am Sonntag den Wert von 829,4.

Es folgen die Stadt Ingolstadt (820,7) und der Landkreis Lindau (796,7). Am niedrigsten war der Wert in den Landkreisen Neumarkt in der Oberpfalz (159,7) und Coburg (173,3).

Auf den Intensivstationen sank die Zahl der Corona-Patienten dagegen weiter. Das Divi-Intensivregister meldete am Sonntag (Stand 9.05 Uhr) 408 Corona-Patienten auf Intensivstationen im Freistaat, das sind 19 weniger als noch am Samstag.

246 von ihnen mussten invasiv beatmet werden.

Titelfoto: Bildmontage: Peter Kneffel/dpa, wetzkaz/123RF

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