Corona in Bayern: Fußball-Verband hofft auf Einlenken der Politik bei Zuschauern

München - Das Coronavirus bestimmt weiterhin das Leben in Deutschland und der ganzen Welt. Hier im TAG24-Liveticker erfahrt Ihr alle aktuellen Entwicklungen speziell für den Freistaat Bayern.

Markus Söder (54, CSU), Ministerpräsident von Bayern.
Markus Söder (54, CSU), Ministerpräsident von Bayern.  © Sven Hoppe/dpa Pool/dpa
Im Freistaat wurden bislang 645.153* Menschen positiv auf das Coronavirus getestet (Stand: 14. Juni, 8 Uhr). Davon sind inzwischen 623.290 wieder genesen, 15.099 Menschen sind gestorben.

In München wurden 11 neue Fälle gemeldet (Stand: 14. Juni, 0 Uhr). Die Gesamtzahl der positiven Tests steigt auf 73.121* an. Enthalten in dieser Zahl sind 71.253 Personen, die inzwischen wieder genesen sind sowie 1251 Todesfälle.

Die 7-Tage-Inzidenz** der Landeshauptstadt beträgt derzeit 18,1 (RKI, Stand: 14. Juni).

Münchner können sich nach vorheriger >>> Online-Terminvereinbarung Montag bis Freitag von 8 bis 20 Uhr sowie samstags, sonn- und feiertags von 8 bis 17 Uhr auf das Coronavirus testen lassen.

Coronavirus in Chemnitz: Inzidenz bleibt niedrig
Coronavirus Coronavirus in Chemnitz: Inzidenz bleibt niedrig

Wer sich impfen lassen möchte, kann sich >>> hier beim Bayerischen Impfzentrum registrieren.

Die deutschlandweiten Entwicklungen findet Ihr im +++ Coronavirus-Liveticker +++

*Die einzelnen Tageswerte unterliegen entsprechenden Schwankungen, da sie davon abhängig sind, wann die jeweiligen Labore die positiven Testergebnisse an das Gesundheitsamt im Freistaat Bayern übermitteln.

** Die 7-Tage-Inzidenz entspricht der Anzahl der für die letzten sieben Tage neu gemeldeten Fälle pro 100.000 Einwohner und wird täglich vom RKI sowie werktäglich vom Bayerischen Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) ermittelt.

Update 14. Juni, 21.25 Uhr: Fußball-Verband hofft auf Einlenken der Politik

Der Bayerische Fußball-Verband hofft auf ein Entgegenkommen der Politik im Ärger um die Zulassung von Zuschauern bei Amateurspielen.

Laut des aktuellen Corona-Rahmenkonzepts dürfen maximal 500 Fans auf fest zugewiesenen Sitzplätzen die Partien der Hobbyvereine im Freistaat sehen. Die Regelung hatte BFV-Präsident Rainer Koch schon in der vorigen Woche als "absurd" kritisiert und auf größere Kapazitäten ausgerechnet bei Indoor-Events verwiesen.

Bei einem EM-Termin in der Münchner Arena sprach Koch am Montag mit Innenminister Joachim Herrmann und Gesundheitsminister Klaus Holetschek (beide CSU) über das Thema. Daraufhin gab sich der BFV in einer Mitteilung "zuversichtlich", dass die Regelung angepasst wird, etwa an die Zuschauergrenzen in Sporthallen von 1000 Personen.

Im Ministerrat soll dies schon am Dienstag passieren, hofft der Verband.

Update 14. Juni, 15.30 Uhr: Klassik am Odeonsplatz darf als Pilotprojekt starten

2000 Besucher werden sich vor der Feldherrnhalle am Münchner Odeonsplatz versammeln dürfen.
2000 Besucher werden sich vor der Feldherrnhalle am Münchner Odeonsplatz versammeln dürfen.  © Peter Kneffel/dpa

Nun ist es endlich offiziell! Die Münchner Open-Air-Konzerte "Klassik am Odeonsplatz" am 9. und 10. Juli des Jahres sind mit 2000 Besuchern pro Konzert als Pilotprojekt genehmigt worden.

"Die Sehnsucht nach Kultur ist groß und die Ermöglichung dieser besonderen Open-Air-Konzerte ist ein weiterer Schritt hin zu mehr Normalität", sagte Oberbürgermeister Dieter Reiter (63. SPD) am Montag hinsichtlich der Entscheidung.

Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek (56, CSU) kündigte allerdings an, man werde das Infektionsgeschehen bis dahin genau beobachten.

Coronavirus: Inzidenz bundesweit bei 15,5
Coronavirus Coronavirus: Inzidenz bundesweit bei 15,5

Normalerweise dürfen an kulturellen Veranstaltung in Bayern derzeit höchstens 500 Menschen teilnehmen, wenn sie feste Sitzplätze haben.

Vor der Coronavirus-Pandemie konnten im Freistaat bei Konzerten an der Feldherrnhalle jeweils bis zu 8000 Besucher kommen.

Update 14. Juni, 14.35 Uhr: Markus Söder gegen vorschnelle Lockerung bei Maskenpflicht

Der Freistaat Bayern will die Maskenpflicht im Kampf gegen die Coronavirus-Pandemie auch angesichts weiter sinkender Inzidenzen vorerst nicht aussetzen.

Warum Ministerpräsident Markus Söder (54, CSU) zur Zurückhaltung bei der Lockerung der Maskenpflicht in Bayern mahnt, erfahrt Ihr hier.

Update 14. Juni, 14.10 Uhr: Neue Zahlen für München

Die Sonne lockt viele Menschen in München ins Freie.
Die Sonne lockt viele Menschen in München ins Freie.  © Sven Hoppe/dpa

Update 13. Juni, 14.30 Uhr: Schweinfurt mit höchster Inzidenz - Lindau folgt

Schweinfurt und der Landkreis Lindau haben in Deutschland laut Robert Koch-Institut (RKI) derzeit die höchste Corona-Inzidenz.

Am Sonntag führte die Stadt Schweinfurt mit einer Sieben-Tage-Inzidenz von 86 Infektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen. Lindau folgte mit 73.

In Schweinfurt gingen die Corona-Infektionen auf Ausbrüche in zwei Großfamilien zurück, teilte die Stadt mit. Die Familien stünden nicht miteinander im Zusammenhang, auch habe es vorher keine großen Feierlichkeiten gegeben. Die Familien seien sehr kooperativ und in Quarantäne.

Auch Lindau am Bodensee hatte mitgeteilt, dass es kein "diffuses" Infektionsgeschehen gebe. "Es beschränkt sich auf wenige bekannte Ausbruchsherde in Familienverbänden und (sieben) Asylbewerberunterkünfte", hatte es in einer Mitteilung geheißen. Auch an Schulen habe es Infektionen gegeben - "hierbei handelt es sich aber um Einzelfälle, die frühzeitig isoliert werden konnten".

Somit gebe es quasi "kaum ein Ausbruchsgeschehen" an Schulen.

Update 13. Juni, 7.40 Uhr: Ganz Österreich ab Sonntag kein Corona-Risikogebiet mehr

Die Liste der von der Bundesregierung ausgewiesenen Corona-Risikogebiete wird am Sonntag deutlich kürzer.

Wegen sinkender Corona-Infektionszahlen entfallen unter anderem auch die letzten zwei österreichischen Bundesländer Tirol und Vorarlberg sowie Teile Griechenlands, Kroatiens und der Schweiz.

Wer aus diesen Gebieten auf dem Landweg nach Deutschland kommt, muss künftig keinerlei Einreisebeschränkungen wegen Corona mehr beachten. Nur Flugpassagiere müssen noch einen negativen Test vorweisen.

In einer Woche beginnen in den ersten Bundesländern die Sommerferien, in Bayern erst Ende Juli.

Vor allem in den kalten Monaten musste man an der Grenze zu Österreich Wartezeiten einplanen. (Archiv)
Vor allem in den kalten Monaten musste man an der Grenze zu Österreich Wartezeiten einplanen. (Archiv)  © Tobias C. Köhler/dpa

Update 12. Juni, 17.01 Uhr: Landkreis will Ende der Maskenpflicht in Grundschulen - untersagt

Der Landkreis Rhön-Grabenfeld in Unterfranken hat ein Ende der Maskenpflicht für Grundschüler am Platz und auf dem Außengelände beantragt.

Jedoch habe die Regierung von Unterfranken dies nicht genehmigt, teilte der Landkreis am Samstag mit. Damit gelte die Maskenpflicht ab Montag weiter, sagte eine Sprecherin.

Die Forderung von Landrat Thomas Habermann (CSU) für die Aufhebung basiert auf dem stabilen, niedrigen Inzidenzwert des Landkreises und auf den regelmäßigen Coronatest von Schülern. Steigende Temperaturen würden die Kinder mit Maske außerdem belasten, hieß es. Der Inzidenzwert lag am Samstag laut Robert Koch-Institut bei 8,8.

Wegen der stark sinkenden Zahlen hatte Bayerns Kultusminister Michael Piazolo (Freie Wähler) Lockerungen bei der Maskenpflicht an Schulen gefordert. Auch Parteichef Hubert Aiwanger unterstrich dies am Samstag.

Der Koalitionspartner der Freien Wähler, die CSU, hatte bislang jedoch nicht erkennen lassen, die Maskenpflicht lockern zu wollen.

Update 12. Juni, 15 Uhr: Lindau mit höchster Inzidenz - Infektionen in Flüchtlingsheimen

Der Landkreis Lindau bereitet Sorgen: Laut Robert Koch-Institut (RKI) war er deutschlandweit der Ort mit der höchsten Sieben-Tage-Inzidenz. Am Samstag lag der Wert bei 75,6 Fällen pro 100.000 Einwohnern innerhalb von sieben Tagen.

Der Landkreis am Bodensee hatte mitgeteilt, dass es kein "diffuses" Infektionsgeschehen gebe. "Es beschränkt sich auf wenige bekannte Ausbruchsherde in Familienverbänden und (sieben) Asylbewerberunterkünfte", hieß es am Freitag in einer Mitteilung. Auch an Schulen habe es Infektionen gegeben - "hierbei handelt es sich aber um Einzelfälle, die frühzeitig isoliert werden konnten".

Somit gebe es quasi "kaum ein Ausbruchsgeschehen" an Schulen. Auch der zweite deutschlandweite "Hotspot" liegt mit der Stadt Schweinfurt derzeit in Bayern.

Update 11. Juni, 14.16 Uhr: Hausärzteverband sauer aufgrund der Corona-Politik

Bayerns Hausärzte haben ihrem Ärger über die Corona-Politik in einem Brief an Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (41, CDU) Luft gemacht.

"Politische Entscheidungen zur Pandemiebekämpfung werden, wenn überhaupt, nur unzulänglich mit uns Ärztinnen und Ärzten abgestimmt und vorbereitet und dann letztlich auf dem Rücken der Praxen ausgetragen", schrieb Markus Beier, der Landesvorsitzende des Bayerischen Hausärzteverbandes.

In dem am Freitag veröffentlichten Brief wird gefordert, Hausärzte stärker bei den Planungen zur Bekämpfung der Pandemie zu berücksichtigen. Zudem wird ein Bonus für die Medizinischen Fachangestellten verlangt. Obwohl dem Brief zufolge neun von zehn Corona-Patienten ambulant über die Praxen versorgt werden, habe es im Gegensatz zum Fachpersonal in den Krankenhäusern keinen staatlichen Corona-Bonus gegeben. "Und sie sind es, die den zunehmenden Frust vieler Impfwilliger über die mangelnde Versorgung mit Impfstoff abbekommen", sagte Beier laut Pressemitteilung.

Kritisiert wird außerdem die Vergütung des zusätzlichen Aufwandes durch Planung, Beratung, Impfung, Nachbetreuung, höhere Personal- und Sachkosten in den Hausarztpraxen. "Im Verhältnis zu anderen Pandemieleistungen wird der Impfaufwand in den Praxen mit 20 Euro völlig inadäquat vergütet", schreibt Beier. "Schnelltestcenter konnten zum Beispiel bislang 18 Euro pro Test abrechnen, das reine Ausstellen einer digital lesbaren Impfbescheinigung soll ebenfalls mit 18 Euro honoriert werden."

Update 11. Juni, 14.05 Uhr: Markus Söder warnt vor Delta-Variante - US-Hersteller an Zusagen erinnert

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (54, CSU) hat im Kampf gegen die Corona-Pandemie vor der Ausbreitung der zunächst in Indien aufgetretenen Delta-Variante gewarnt. Obwohl Großbritannien eine vergleichsweise hohe Impfquote aufweise, breite sich die Variante dort stark aus und führe zu steigenden Inzidenzen, sagte Söder am Freitag bei einem deutsch-türkischen Impftag in Nürnberg.

Umso wichtiger sei es, in Deutschland weiter mit ungehindertem Tempo zu impfen. "Impfen ist die einzige echte Langzeitstrategie gegen Corona", sagte Söder. Laut Studien ist die Wirksamkeit der derzeit zugelassenen Impfstoffe gegen die Delta-Variante im Vergleich zu anderen Virus-Varianten zwar leicht abgeschwächt, aber immer noch sehr hoch.

"Wir sind ein Stück weit im Wettlauf mit Mutationen", sagte Söder. Deshalb sei es notwendig, noch schneller zu impfen, auch in der Breite. Söder forderte die US-Hersteller von Impfstoffen auf, ihren Lieferverpflichtungen Deutschland und Europa gegenüber nachzukommen. "Ich bin sehr dafür, dass wir überall in der Welt Impfstoffe weitergeben", sagte Söder mit Blick auf Berichte aus den USA, die eine halbe Milliarde Impfdosen an andere Länder abgeben wollen.

Aber im Moment sei es so, dass nicht alle Zusagen eingehalten würden.

Titelfoto: Peter Kneffel/dpa

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