Corona in Bayern: Regierung will Pool-Tests "so lange wie möglich" halten

München - Das Coronavirus bestimmt weiterhin das Leben in Deutschland und der ganzen Welt. Hier im TAG24-Liveticker für Bayern erfahrt Ihr alle aktuellen Entwicklungen speziell für den Freistaat.

Markus Söder (55, CSU), Ministerpräsident von Bayern.
Markus Söder (55, CSU), Ministerpräsident von Bayern.  © Sven Hoppe/dpa Pool/dpa
In Bayern wurden 1.668.411* Menschen positiv auf das Coronavirus getestet. 20.389 Menschen sind an oder mit dem Virus gestorben, 1.366.060 gelten inzwischen als genesen. (Stand: 27. Januar)

Die Impfquote in Bayern liegt aktuell bei 72,6 Prozent. In den letzten sieben Tagen gab es im Freistaat insgesamt 640 hospitalisierte Fälle. 315 Intensivbetten sind derzeit durch bestätigte Covid-19-Fälle belegt. (Stand: 27. Januar)

In München wurden 4722 neue Fälle gemeldet. Die Gesamtzahl der bestätigten Fälle steigt somit auf nunmehr 200.319* an. Enthalten in dieser Zahl sind 155.616 Personen, die inzwischen als genesen gelten und 1684 Todesfälle. (Stand: 26. Januar)

Die 7-Tage-Inzidenz** der Landeshauptstadt beträgt derzeit 1830,1 (RKI, Stand: 27. Januar).

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Die deutschlandweiten Entwicklungen findet Ihr im +++ Coronavirus-Liveticker +++

*Die einzelnen Tageswerte unterliegen entsprechenden Schwankungen, da sie davon abhängig sind, wann die jeweiligen Labore die positiven Testergebnisse an das Gesundheitsamt im Freistaat Bayern übermitteln.

** Die 7-Tage-Inzidenz entspricht der Anzahl der für die letzten sieben Tage neu gemeldeten Fälle pro 100.000 Einwohner und wird täglich vom RKI sowie werktäglich vom Bayerischen Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) ermittelt.

Update 27. Januar, 14.50 Uhr: Corona-Inzidenz in Bayern steigt weiter stark

Die Corona-Inzidenz in Bayern steigt weiter stark an. Mit 1159 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche lag sie am Donnerstagmorgen um 91 über dem Wert des Vortages, wie das Robert Koch-Institut mitteilte.

Treiber des Anstiegs waren 34.193 weitere gemeldete Infektionen seit Mittwoch. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit Corona seit Beginn der Pandemie stieg um 29 auf 20.389.

Die höchste Inzidenz in Bayern gibt es derzeit mit 2112 in Dachau. Es ist der erste Landkreis, der die Marke von 2000 überspringt. Dahinter folgen die Städte Rosenheim mit 1835,2 und München mit 1830,1. Die niedrigsten Inzidenzen gibt es in den Landkreisen Coburg mit 429,7 und Hof mit 489,8. Es sind auch die einzigen Landkreise in Bayern, in denen die Inzidenz noch unter 500 liegt.

Auch in den Krankenhäusern kommt die neue Corona-Welle inzwischen an. Am Donnerstag meldete das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit 640 Krankenhauseinweisungen binnen sieben Tagen - das sind 43,5 Prozent mehr als vor einer Woche. Die Zahl der belegten Intensivbetten stagniert seit einigen Tagen - nachdem sie seit Anfang Dezember gefallen war. Mit laut bundesweitem Intensivregister 334 Betten (Stand Donnerstag: 07.05 Uhr) ist sie aber nicht einmal bei einem Drittel des Höchststandes in der Delta-Welle.

Typischerweise gibt es allerdings eine Zeitverschiebung zwischen dem Verlauf der Inzidenzen und dem der Krankenhaus- und Intensiveinweisungen.

Update 27. Januar, 12.39 Uhr: Regierung will Pool-Tests "so lange wie möglich" halten

Ungeachtet erster Engpässe bei den Laborkapazitäten will Bayern sein System von Pool-Tests auf das Coronavirus bei Grund- und Förderschulkindern "so lange wie möglich" aufrechterhalten.

Das sagte eine Sprecherin des Gesundheitsministeriums auf eine entsprechende Anfrage der Deutschen Presse-Agentur. In den vergangenen Tagen hatten einzelne Eltern die Pool-Tests ihrer Kinder als "im Labor nicht auswertbar" ohne Ergebnis zurückerhalten.

Insgesamt ist das Ministerium mit dem Verfahren der Pool-Tests zufrieden. "Bayern ist bei der erfolgreichen Umsetzung von PCR-Pool-Testungen bundesweit an der Spitze", betonte die Sprecherin. In der vergangenen Woche seien die Ergebnisse von mehr als 50.000 PCR-Pool-Tests und mehr als 45.000 Einzel-PCR-Tests mit einer Quote von 95 Prozent vor Unterrichtsbeginn des Folgetages an Schulen und Eltern übermittelt worden.

Die Kapazitäten für PCR-Tests sollen aber weiter gesteigert werden. Bereits in den vergangenen Wochen sei es gelungen, die Zahl der wöchentlichen PCR-Tests von rund 360.000 auf 486.000 zu erhöhen. "Weitere Steigerungen sind zu erwarten", sagte die Sprecherin.

Update 26. Januar, 22.15 Uhr: Tausende Menschen demonstrieren gegen Corona-Regeln in München

Mehrere Tausend Menschen haben in München gegen die staatlichen Corona-Maßnahmen demonstriert.

Bis zu 3000 Menschen seien allein auf dem Königsplatz zusammengekommen, berichtete die Polizei am Abend. Während der angemeldeten Versammlung war der Platz demnach für den Verkehr gesperrt. Eine kleinere Versammlung gegen die Corona-Regeln gab es laut Polizei auf dem Wittelsbacherplatz mit neun Personen. Auf dem Odeonsplatz versammelten sich indes rund 100 Menschen, die Impfungen unterstützten.

Alle Versammlungen seien störungsfrei verlaufen, teilte die Polizei mit. Allerdings hätten die Beamten am Königsplatz Menschen auf den notwendigen Sicherheitsabstand sowie die Pflicht zum Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes hinweisen müssen. Einzelne Personen seien wegen Verstößen nach dem Versammlungsgesetz angezeigt worden.

In der Münchner Innenstadt im Bereich der Fußgängerzone seien zudem rund 100 Menschen in kleineren Gruppen unterwegs gewesen, die zum Teil von der Versammlung am Königsplatz kamen.

Eine Person wurde den Angaben zufolge wegen Sachbeschädigung angezeigt.

Update 26. Januar, 15 Uhr: Nachfrage nach Impfungen in Bayern bleibt nach Ferienende verhalten

Nicht genug Menschen vertrauen in Bayern auf Impfungen. (Symbolbild)
Nicht genug Menschen vertrauen in Bayern auf Impfungen. (Symbolbild)  © Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/dpa

Die Impfkampagne in Bayern hat auch nach den Weihnachtsferien im Januar kaum an Fahrt aufgenommen.

In der vergangenen Woche seien im Freistaat rund 539.000 Menschen gegen das Coronavirus geimpft worden - etwa 5000 weniger als in der letzten Woche der Weihnachtsferien Anfang Januar, teilte das Gesundheitsministerium in München am Mittwoch mit.

Zum Vergleich: Mitte Dezember 2021 war die Zahl wöchentlicher Corona-Impfungen im Freistaat auf mehr als 1,1 Millionen gestiegen. Die Zahl der Erstimpfungen lag damals bei mehr als 100.000, in der vergangenen Woche nur bei knapp 49.000.

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Die Impfkampagne für Kinder zwischen fünf und elf Jahren kommt in Bayern unterdessen weiter voran. Seit dem offiziellen Beginn Mitte Dezember seien in dieser Altersgruppe rund 211.000 Impfungen verabreicht worden, sagte eine Ministeriumssprecherin.

Damit seien im Freistaat rund 16,9 Prozent der Fünf- bis Elfjährigen erstgeimpft und etwa 8,7 Prozent grundimmunisiert.

Update 26. Januar, 09.16 Uhr: Corona-Inzidenz in Bayern über 1000

Die Sieben-Tage-Inzidenz der gemeldeten Covid-19-Fälle liegt in Bayern erstmals im vierstelligen Bereich.
Die Sieben-Tage-Inzidenz der gemeldeten Covid-19-Fälle liegt in Bayern erstmals im vierstelligen Bereich.  © Frank Rumpenhorst/dpa (Symbolbild)

Die Corona-Infektionszahlen in Bayern haben einen neuen Höchststand erreicht: Die Sieben-Tage-Inzidenz kletterte dem Robert Koch-Institut (RKI) zufolge mit der aktuellen Welle erstmals im Freistaat über den Wert von 1000.

Die Inzidenz lag dem RKI-Dashboard zufolge am Mittwoch bei 1068,0 nach 984,1 am Vortag. Die Sieben-Tage-Inzidenz gibt die gemeldeten Covid-19-Fälle pro 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen an.

Binnen 24 Stunden verzeichneten Bayerns Gesundheitsämter den Angaben nach 31.797 Neuinfektionen im Vergleich zu 20.681 am Dienstag. Die Zahl der seit Beginn der Pandemie im Zusammenhang mit Corona gezählten Todesfälle im Freistaat stieg um 21 auf 20.362.

Auch die Zahl der Corona-Patienten auf Intensivstationen in Bayern stieg wieder leicht. Das Divi-Intensivregister meldete am Mittwoch (Stand 7.15 Uhr) 340 Corona-Patienten auf Intensivstationen im Freistaat, das sind 4 mehr als am Dienstag um diese Zeit.

Allerdings waren vor einer Woche noch rund 400 Corona-Intensivpatienten in Behandlung.

Update 25. Januar, 17.26 Uhr: BR schickt Chor und Orchester in Corona-Pause

Der Chor und das Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks (BRSO) sowie das Münchner Rundfunkorchester legen bis zum 16. Februar eine Corona-Pause ein. Grund sei das rasant zunehmende Omikron-Infektionsgeschehen, teilte der BR am Dienstag in München mit.

Die Entscheidung sei allen nicht leichtgefallen. Im Vordergrund stehe aber die Gesundheit der Ensemblemitglieder sowie des technischen Personals, das nicht nur an Konzertproduktionen und Übertragungen beteiligt sei, sondern auch unerlässlich für die aktuelle Berichterstattung sei. "Es geht bei dieser Entscheidung vor allem darum, die Sendefähigkeit des BR zu gewährleisten", warb die ARD-Anstalt um Verständnis.

Für ausgefallene Konzerte sind Ersatztermine geplant, gekaufte Karten sollen zurückerstattet werden.

Nicht betroffen von der Corona-Pause sind dagegen einige Veranstaltungen in kleiner Besetzung: Die Kammerkonzert-Abende am kommenden Wochenende in München und in der Evangelischen Akademie sollen stattfinden, ebenso wie eine musikalisch-literarische Matinee für Kinder am 12. und 13. Februar.

Update 25. Januar, 17.23 Uhr: Corona-Ausbruch in Bamberger Schlachthof

Wegen eines Corona-Ausbruchs im Schlachthof Bamberg werden dort vorübergehend keine Rinder mehr geschlachtet.

Leider seien derzeit 30 Personen positiv getestet worden, teilte die Schlachthof Bamberg GmbH am Dienstag mit.

Der Schlachthof ist in städtischer Hand. Die Rinderschlachtung werde zunächst bis 31. Januar eingestellt. Die Schweineschlachtung könne man aufrechterhalten.

Der Schlachthof betonte, sämtliche Hygienestandards würden eingehalten und laufend überwacht. Es habe zwei Impfaktionen für die Mitarbeiter gegeben.

Update 25. Januar, 17.20 Uhr: Neue Zahlen für München

Update 25. Januar, 15.47 Uhr: Nächste coronabedingte Spielabsage für Straubing Tigers

Die Straubing Tigers müssen in der Deutschen Eishockey Liga (DEL) coronabedingt weiter zuschauen.

Wie der Verein am Dienstag mitteilte, fallen nun auch die beiden Auswärtspartien gegen die Iserlohn Roosters aus.

Die Straubinger hätten zu einem Doppelpack an diesem Freitag und Samstag dort antreten sollen. Die beiden von Corona-Fällen beeinträchtigten Vereine sind den Angaben zufolge im Austausch mit den DEL-Verantwortlichen wegen einer Neuansetzung.

Die Straubinger haben ihr letztes Ligaspiel am 19. Januar gegen die Adler Mannheim (2:1) bestritten.

Update 25. Januar, 15.47 Uhr: BR schickt Chor und Orchester in Corona-Pause

Der Chor und das Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks (BRSO) sowie das Münchner Rundfunkorchester legen bis zum 16. Februar eine Corona-Pause ein.

Grund sei das rasant zunehmende Omikron-Infektionsgeschehen, teilte der BR am Dienstag in München mit.

Die Entscheidung sei allen nicht leichtgefallen. Im Vordergrund stehe aber die Gesundheit der Ensemblemitglieder sowie des technischen Personals, das nicht nur an Konzertproduktionen und Übertragungen beteiligt sei, sondern auch unerlässlich für die aktuelle Berichterstattung sei.

Nicht betroffen von der Corona-Pause sind dagegen einige Veranstaltungen in kleiner Besetzung: Die Kammerkonzert-Abende am kommenden Wochenende in München und in der Evangelischen Akademie sollen stattfinden.

Titelfoto: Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/dpa

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