Corona in Bayern: Testpflicht in Kitas kommt, Skifahren künftig 2G ohne "plus"

München - Das Coronavirus bestimmt weiterhin das Leben in Deutschland und der ganzen Welt. Hier im TAG24-Liveticker für Bayern erfahrt Ihr alle aktuellen Entwicklungen speziell für den Freistaat.

Markus Söder (54, CSU), Ministerpräsident von Bayern.
Markus Söder (54, CSU), Ministerpräsident von Bayern.  © Sven Hoppe/dpa Pool/dpa
In Bayern wurden bislang 1.196.984* Menschen positiv auf das Coronavirus getestet. 18.060 Menschen sind am Virus gestorben, 985.120 gelten inzwischen als genesen. (Stand: 7. Dezember)

Die Impfquote in Bayern liegt aktuell bei 67,4 Prozent. In den letzten sieben Tagen gab es im Freistaat insgesamt 957 hospitalisierte Fälle. 1066 Intensivbetten (Stand: 6. Dezember) sind derzeit durch bestätigte Covid-19-Fälle belegt. (Stand sonstige Daten: 7. Dezember)

In München wurden 303 neue Fälle gemeldet. Die Gesamtzahl der bestätigten Fälle steigt somit auf nunmehr 131.320* an. Enthalten in dieser Zahl sind 116.576 Personen, die inzwischen als genesen gelten und 1510 Todesfälle. (Stand: 7. Dezember)

Die 7-Tage-Inzidenz** der Landeshauptstadt beträgt derzeit 393,4 (RKI, Stand: 7. Dezember).

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Die deutschlandweiten Entwicklungen findet Ihr im +++ Coronavirus-Liveticker +++

*Die einzelnen Tageswerte unterliegen entsprechenden Schwankungen, da sie davon abhängig sind, wann die jeweiligen Labore die positiven Testergebnisse an das Gesundheitsamt im Freistaat Bayern übermitteln.

** Die 7-Tage-Inzidenz entspricht der Anzahl der für die letzten sieben Tage neu gemeldeten Fälle pro 100.000 Einwohner und wird täglich vom RKI sowie werktäglich vom Bayerischen Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) ermittelt.

Update 7- Dezember, 21.54 Uhr: In Teilen des Einzelhandels gilt ab Mittwoch 2G

In Teilen des bayerischen Einzelhandels dürfen ab Mittwoch nur noch Geimpfte und Genesene einkaufen. Die 2G-Regelung gilt allerdings nicht für Geschäfte des täglichen Bedarfs, was zu einer ganzen Reihe an Ausnahmen führt. Im Handel wartet man nun gespannt darauf, wie die Kunden reagieren.

Eine FAQ-Liste des Gesundheitsministeriums zu den Ausnahmen von der 2G-Regelung führt neben dem Lebensmittelhandel, Apotheken, Drogerien, Tankstellen, Baumärkten und Zeitschriftenläden unter anderem auch Optiker, Akustiker, Babyfachmärkte, Tier- und Futtermittelgeschäfte, Blumenläden, Schuhgeschäfte und Buchhandlungen. Zudem sind auch Handwerksbetriebe und Werkstätten ausgenommen und für die restlichen Betriebe ist zumindest die Abholung bestellter Ware erlaubt.

In den restlichen Geschäften wie Textilhandel, Juwelieren oder Sportgeschäften muss der 2G-Status im Eingangsbereich kontrolliert werden. Dafür sind neben dem Nachweis selbst auch Ausweispapiere nötig. Im Handel sieht man mit gemischten Gefühlen auf die Maßnahme. Einerseits befürchte man Ärger mit abgewiesenen Kunden, andererseits herrsche nun Klarheit, sagt Bernd Ohlmann vom Handelsverband.

"Unsere große Hoffnung ist, dass der weihnachtliche Knoten platzt."

Update 7. Dezember, 16.23 Uhr: München verbietet Alkoholkonsum in der Fußgängerzone

Die Stadt München hat wegen der Corona-Pandemie ein Alkoholverbot in der Fußgängerzone und am Viktualienmarkt erlassen.

Das Verbot gelte von Mittwoch an täglich zwischen 11 und 23 Uhr, teilte die Stadt am Dienstag mit.

An Silvester und Neujahr gelte das Verbot durchgehend vom 31. Dezember um 11 Uhr bis zum 1. Januar um 23 Uhr.

Es wäre unverständlich, den Christkindlmarkt abzusagen, aber zugleich Alkoholkonsum auf stark frequentierten Flächen in der Innenstadt weiter zuzulassen, sagte Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD).

Alkohol im Freien wird weniger: München verhängt ein Verbot in der Fußgängerzone und am Viktualienmarkt. (Symbolbild)
Alkohol im Freien wird weniger: München verhängt ein Verbot in der Fußgängerzone und am Viktualienmarkt. (Symbolbild)  © 123RF/melnyk58

Update 7. Dezember, 15.28 Uhr: Aktuelle Zahlen aus München

Update 7. Dezember, 14.32 Uhr: Nach Protesten: Staatsregierung erlaubt Skifahren ohne Test

Nach massiven Protesten aus der Tourismusbranche entschärft die Staatsregierung die Corona-Vorschriften für das Skifahren im Freistaat.

Geimpfte und Genesene sollen Gondeln und Lifte ohne zusätzlichen Corona-Test benutzen dürfen. Das kündigten Staatskanzleichef Florian Herrmann (CSU) und Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (Freie Wähler) am Dienstag nach der Kabinettssitzung an.

Ursprünglich hatte die Staatsregierung für das Skifahren "2G plus" vorschreiben wollen, jeder Skifahrer in Bayern hätte sich damit vor dem Kauf eines Tickets auch noch zusätzlich testen lassen müssen. Nun gilt wie in Österreich 2G ohne "plus", allerdings dürfen Gondeln nur zu einem Viertel besetzt werden.

Update 7. Dezember, 14.30 Uhr: Corona-Tests nach den Weihnachtsferien auch in Kitas Pflicht

Auch Kleinkinder unterliegen beim Besuch von Kindertagesstätten im neuen Jahr einer Corona-Testnachweispflicht.

Das beschloss das bayerische Kabinett am Dienstag. Kinder, die älter als ein Jahr sind, dürften nach den Weihnachtsferien nur noch die Kita besuchen, wenn sie drei Mal wöchentlich getestet werden. Akzeptiert werde ein Test, der in der Einrichtung vorgenommen werde, oder auch die glaubhafte Versicherung eines selbst vorgenommenen Schnelltests. Auch PCR-Pooltests seien möglich, sofern die Träger dies anböten, sagte Staatskanzleichef Florian Herrmann (CSU).

Der Entwurf des Sozialministeriums werde noch weiter ausgearbeitet. Vonseiten der Eltern hatte es Kritik gegeben, unter anderem weil die Laborkapazitäten für die Tests unter Umständen nicht ausreichen könnten.

Update 7. Dezember, 11.09 Uhr: Corona bremst Würzburger Faschingszug erneut aus

Kaum hat die fünfte Jahreszeit begonnen - schon steht sie in Würzburg vor einem jähen Ende.

In der Mainstadt wird es wie im Vorjahr kein stundenlanges Schunkeln und Klatschen beim traditionellen Faschingsumzug am Sonntag vor Rosenmontag geben: Der größte Faschingsumzug in Süddeutschland "rechts des Rheins", so die Eigenwerbung, fällt auch 2022 aus. Das sagte der 1. Gesellschaftspräsident der 1. Karnevalsgesellschaft Elferrat Würzburg, Georg Göbel, am Dienstag. Auch die Große Gala-Prunksitzung und der Prinzenball fänden nicht statt.

Zuvor hatte die "Main-Post" über das coronabedingte Aus der beliebten Veranstaltungen berichtet. Normalerweise schauen bis zu 100.000 Menschen dem närrischen Treiben beim Faschingsumzug zu. 2020 waren 150 Gruppen und Musikkapellen mit 3000 Teilnehmern durch die Innenstadt von Würzburg gezogen. Ob der Kinderfasching am Faschingssamstag auch Corona zum Opfer fällt, steht laut Göbel noch nicht fest.

Franken gilt als ausgewiesene Narrenregion in Bayern. In Nicht-Corona-Jahren kommen hunderttausende Zuschauer zu den Faschingsumzügen etwa in Nürnberg, Bayreuth und Bamberg. In Bayreuth ist nach Angaben der Marketing & Tourismus GmbH noch nicht entschieden, ob die geplanten Veranstaltungen ausfallen.

In Nürnberg organisiert der Förderverein Nürnberger Fastnachtszug alljährlich den großen Faschingszug - geplant im nächsten Jahr für den 27. Februar. Laut Homepage soll der Gaudiwurm an diesem Tag um 13 Uhr beginnen.

Update 6. Dezember, 16.54 Uhr: Drei weitere Kommunen heben Corona-Hotspot-Beschränkungen auf

In drei weiteren bayerischen Kommunen werden an diesem Dienstag die verschärften Corona-Hotspot-Beschränkungen enden. Stadt und Landkreis Rosenheim sowie der Kreis Mühldorf am Inn gaben am Montag bekannt, dass die regionalen Hotspot-Regelungen aufgehoben werden. Wobei die Stadt Rosenheim mit der Aufhebung einen Tag länger wartet als nötig gewesen wäre.

Gaststätten, Kultur-, Freizeit- und Sporteinrichtungen dürfen somit am Dienstag wieder öffnen, Ungeimpfte haben aber weiterhin keinen Zutritt. Hotels dürfen zudem nun auch wieder Touristen beherbergen. Die schärferen Beschränkungen werden in Bayern aufgehoben, wenn in den Landkreisen oder kreisfreien Städten fünf Tage in Folge die Sieben-Tages-Inzidenz unter 1000 liegt.

Die Stadt Rosenheim hätte bereits am Sonntag die Aufhebung bekannt geben können, dann hätten dort die Unternehmen bereits am Montag öffnen können. Ein Sprecher der Stadt erklärte, die Menschen müssten solch eine Maßnahme aber erfahren und die Betriebe darauf regieren.

Update 6. Dezember, 15.59 Uhr: Derzeit knapp 1200 Soldaten in Bayern im Corona-Einsatz

Um das Coronavirus zu bekämpfen sind in Bayern zurzeit 1187 Soldaten der Bundeswehr im Einsatz. 767 Soldaten seien auf insgesamt 73 Kontaktnachverfolgungsstellen verteilt, teilte ein Sprecher der Bundeswehr am Montag auf Anfrage in München mit.

Ein weiterer Teil entfällt auf Kliniken: In 19 Einrichtungen sind nach Angaben der Bundeswehr 341 Soldaten beschäftigt. 49 weitere leisten Ihren Dienst derzeit in insgesamt zehn Impfzentren. Zudem verteilen sich weitere 30 auf eine Pflegeeinrichtung und 2 Landratsämter.

"Die Soldaten erhalten vor Ort ihren Auftrag durch eine Einweisung der jeweiligen Einrichtung", hieß es von Seiten der Bundeswehr. Kurz nach Beginn der Pandemie waren im Freistaat etwa 200 Soldaten im Corona-Einsatz.

Update 6. Dezember, 14.14 Uhr: Tournee-Skispringen in Deutschland ohne Fans im Stadion

Die Coronavirus-Lage hat auch Auswirkungen auf die 70. Vierschanzentournee!

Die beiden Wettkämpfe an den deutschen Skisprung-Standorten Oberstdorf (29. Dezember) und Garmisch-Partenkirchen (1. Januar 2022) müssen wegen der angespannten Situation nun doch ohne Zuschauer stattfinden.

>>> Mehr Informationen zur neuen Tournee-Entwicklung in der Corona-Pandemie findet Ihr hier.

In Oberstdorf geht es am 29. Dezember im Rahmen der Vierschanzentournee zur Sache. Fans werden nicht dabei sein.
In Oberstdorf geht es am 29. Dezember im Rahmen der Vierschanzentournee zur Sache. Fans werden nicht dabei sein.  © Daniel Karmann/dpa

Update 5. Dezember, 17.15 Uhr: Mehr Teilnehmer als angemeldet bei Demo in Ansbach

Bei einer Demonstration gegen die derzeitigen Corona-Maßnahmen sind in Ansbach statt angemeldet 250 Teilnehmern rund 1500 Menschen gekommen.

Wie ein Pressesprecher der Polizei am Sonntag sagte, musste die Zahl der Ordner kurzfristig erhöht werden und deswegen eine Zwischenkundgebung am Karlsplatz in Ansbach stattfinden. In der Spitze sollen bis zu 1800 Menschen am Samstag an der Demonstration teilgenommen haben.

Zwischenfälle oder Verstöße gegen die Auflagen seien dem Pressesprecher der Polizei nicht bekannt.

Titelfoto: dpa/Jens Kalaene

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