Corona in Bayern: Zahlen im Freistaat sinken, Landes-Sportverband appelliert an Politik

München - Das Coronavirus bestimmt weiterhin das Leben in Deutschland und der ganzen Welt. Hier im TAG24-Liveticker erfahrt Ihr alle aktuellen Entwicklungen speziell für den Freistaat Bayern.

Markus Söder (54, CSU), Ministerpräsident von Bayern.
Markus Söder (54, CSU), Ministerpräsident von Bayern.  © Sven Hoppe/dpa Pool/dpa
Im Freistaat wurden bislang 654.446* Menschen positiv auf das Coronavirus getestet (Stand: 4. August, 8 Uhr). Davon sind inzwischen 635.670 wieder genesen, 15.344 Menschen sind gestorben.

In München wurden 75 neue Fälle gemeldet (Stand: 4. August, 0 Uhr). Die Gesamtzahl der positiven Tests steigt auf 75.007* an. Enthalten in dieser Zahl sind 72.955 Personen, die inzwischen wieder genesen sind sowie 1273 Todesfälle.

Die 7-Tage-Inzidenz** der Landeshauptstadt beträgt derzeit 22,6 (RKI, Stand: 4. August).

Münchner können sich nach vorheriger >>> Online-Terminvereinbarung Montag bis Freitag von 8 bis 20 Uhr sowie samstags, sonn- und feiertags von 8 bis 17 Uhr auf das Coronavirus testen lassen.

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Wer sich impfen lassen möchte, kann sich >>> hier beim Bayerischen Impfzentrum registrieren.

Die deutschlandweiten Entwicklungen findet Ihr im +++ Coronavirus-Liveticker +++

*Die einzelnen Tageswerte unterliegen entsprechenden Schwankungen, da sie davon abhängig sind, wann die jeweiligen Labore die positiven Testergebnisse an das Gesundheitsamt im Freistaat Bayern übermitteln.

** Die 7-Tage-Inzidenz entspricht der Anzahl der für die letzten sieben Tage neu gemeldeten Fälle pro 100.000 Einwohner und wird täglich vom RKI sowie werktäglich vom Bayerischen Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) ermittelt.

Update 4. August, 11.46 Uhr: Landes-Sportverband appelliert: Keinen neuen Lockdown im Herbst

Der Bayerische Landes-Sportverband hat an die Politik appelliert, den organisierten Sport während der Corona-Pandamie nicht noch einmal stärker einzuschränken.

"Unsere Forderung an die Politik ist, dass es keinen neuen Lockdown im Herbst geben darf. Aus unserer Sicht sind mit dem 3G-Konzept – geimpft, getestet, genesen – auch keine weiteren Einschränkungen im organisierten Sport nötig", sagte BLSV-Präsident Jörg Ammon.

Ammon wies auf die größte Herausforderung des organisierten Sports für die Zukunft hin. Man müsse "Kinder und Jugendliche wieder in Sport und Bewegung bringen". Dabei hofft der BLSV darauf, dass die Sportgroßveranstaltung European Championships im kommenden Jahr eine Sogwirkung für Bayerns Sport hat. "Wir wollen den Turbo der European Championships nutzen, um noch mehr Kinder und Jugendliche für den Vereinssport zu begeistern", sagte Geschäftsführerin Susanne Burger.

Laut Mitteilung vom Mittwoch haben die rund 12.000 Sportvereine zum 31. Juli rund 4,322 Millionen Mitglieder. Im Vergleich zur Vorjahresmitte 2020 entspricht dies einem Rückgang von 3,2 Prozent. Insbesondere bei den Kindern (-8,9 Prozent) und Jugendlichen (-2,8) mussten die Sportvereine einen deutlichen Rückgang hinnehmen. Auch wenn die Mitgliederzahlen im BLSV nach einem vollständig durch die Corona-Pandemie geprägten Jahr 2020 seit der Öffnung des Sports im Juni 2021 nun wieder ansteigen, will der BLSV vor allem Kinder und Jugendliche für mehr Sport und Bewegung begeistern.

Insgesamt sei der bayerische Sport gut durch die Pandemie gekommen. "Der Jahresabschluss des BLSV für 2020 hat erneut einen uneingeschränkten Bestätigungsvermerk der unabhängigen Wirtschaftsprüfer erhalten. Außerdem hat der Verband einen Compliance-Codex beschlossen, der nun umgesetzt wird", sagte Werner Lechner, der Vorsitzende des BLSV-Aufsichtsrats.

Update 4. August, 8.25 Uhr: Corona-Zahlen in Bayern leicht gesunken

Die Entwicklung der Corona-Neuinfektionen in Bayern gestaltet sich weiterhin günstiger als im Bundesdurchschnitt.

In Bayern fiel die Sieben-Tage-Inzidenz am Mittwoch leicht auf 13,4 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner, nach 14 am Dienstag, wie aus den vom Robert Koch-Institut veröffentlichten Zahlen hervorgeht. Bundesweit lag die Sieben-Tage-Inzidenz am Mittwoch bei 18,5.

Der Landkreis Berchtesgadener Land, in den zurückliegenden Tagen mit einer Inzidenz von über 50 im kritischen Bereich, lag am Mittwoch mit 47,2 wieder unter der Schwelle von 50. Wird diese Zahl drei Tage in Folge überschritten, werden Eindämmungsmaßnahmen in der Region eingeleitet, etwa eine Testpflicht bei Gaststätten-Besuchen. Auch in der Stadt Aschaffenburg, die am Dienstag noch auf die 50er-Grenze zusteuerte, ging es wieder leicht nach unten, auf 40,5.

Mit der kreisfreien Stadt Schwabach und dem benachbarten mittelfränkischen Kreis Weißenburg-Gunzenhausen weisen zwei Regionen in Bayern weiterhin eine Null-Inzidenz auf. Insgesamt zählte das Robert Koch-Institut am Mittwoch in Bayern 368 neue Corona-Infektionen binnen 24 Stunden und 4 Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus.

Update 4. August, 6.09 Uhr: Holetschek für Ende kostenloser Corona-Tests - aber Zeitpunkt offen

Markus Söder (r), Ministerpräsident von Bayern, unterhält sich vor der Plenarsitzung im bayerischen Landtag mit Klaus Holetschek (beide CSU), Gesundheitsminister von Bayern.
Markus Söder (r), Ministerpräsident von Bayern, unterhält sich vor der Plenarsitzung im bayerischen Landtag mit Klaus Holetschek (beide CSU), Gesundheitsminister von Bayern.  © Matthias Balk/dpa

Der Vorsitzende der Gesundheitsminister-Konferenz, Bayerns Ressortchef Klaus Holetschek (CSU), befürwortet ein Ende der kostenlosen Corona-Schnelltests - will dafür aber noch keinen konkreten Zeitpunkt nennen.

"Ich unterstütze den Vorschlag des Bundes-Gesundheitsministeriums, Corona-Schnelltests zum gegebenen Zeitpunkt für eine bestimmte Zielgruppe kostenpflichtig zu machen", sagte Holetschek der Deutschen Presse-Agentur in München. Er betonte aber: "Über den genauen Zeitpunkt wird noch auf Bund-Länder-Ebene in der Gesundheitsministerkonferenz zu beraten sein."

Das Bundesgesundheitsministerium schlägt ein Ende der kostenlosen Corona-Schnelltests für alle Bürger für Mitte Oktober vor - etwa zum 11. oder zum 18. Oktober. Da mittlerweile allen Bürgern ein unmittelbares Impfangebot gemacht werden könne, sei eine dauerhafte Kostenübernahme durch den Steuerzahler nicht angezeigt, heißt es in einem Ministeriumsbericht, der den Ländern und dem Bundestag zugesandt wurde und der der Deutschen Presse-Agentur vorliegt.

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Nur für Personen, die nicht geimpft werden können oder für die keine allgemeine Impfempfehlung vorliegt, wie Schwangere oder Unter-18-Jährige, soll es demnach weiterhin kostenlose Tests geben.

Holetschek unterstützt dieses Vorgehen. "Wenn Bürgerinnen und Bürger absehbar die Chance hatten, ein Impfangebot zu bekommen oder ein Angebot sogar selbst ausgeschlagen haben, sollten sie sich nicht weiter auf Kosten der Solidargemeinschaft freitesten können", sagte er.

Es solle aber weiterhin niemand für einen Test zahlen müssen, der sich aus medizinischen Gründen nicht impfen lassen könne oder bei dem ein akuter Corona-Verdacht bestehe. Niemand dürfe unverschuldet auf Kosten sitzen bleiben. "Testen ist kein Luxus, wenn es notwendig ist. Gratis-Tests für Impfverweigerer oder Impfmuffel sollte es aber nicht dauerhaft geben", argumentierte er. "Es kann und darf nicht sein, dass die Freiheit des Einzelnen, sich nicht impfen zu lassen, von allen Mitgliedern der Solidargemeinschaft finanziert wird."

Holetschek argumentierte zudem, viele Menschen hätten bisher einfach nicht den Anlass gesehen, sich mit den Risiken und Chancen einer Impfung gegen das Coronavirus auseinanderzusetzen - "da sie sich einfach kostenlos testen lassen konnten, um einen entsprechenden Testnachweis zu erhalten". "Eine Kostenpflichtigkeit würde viele veranlassen, sich mit dieser Frage auseinanderzusetzen."

Update 3. August, 16.36 Uhr: Aktuelle Zahlen für München

Update 3. August, 16.30 Uhr: Holetschek: Impftermine für über 12-Jährige auch via Online-Portal

Kinder und Jugendliche ab zwölf Jahren bekommen in Bayern seit Kurzem auch Corona-Impftermine in den Impfzentren.

"Das Online-Impfportal BayIMCO wurde auch für Kinder und Jugendliche so programmiert, dass diese automatisch zu einem Impftermin eingeladen werden können", sagte Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) am Dienstag.

"Die Weichen sind also gestellt, um unverzüglich Impftermine zu vereinbaren." Es gebe aktuell genügend Impfstoff, und die Impfzentren seien über das weitere Vorgehen informiert worden.

Grundsätzlich können Kinder und Jugendliche ab zwölf schon seit einiger Zeit geimpft werden, bei Kinderärzten, aber auch im Rahmen von Sonderaktionen.

Die Impfungen seien in den vergangenen Wochen schon erfolgreich angelaufen, etwa durch Familienimpftage, sagte Holetschek. Inzwischen hätten mehr als 21 Prozent von ihnen mindestens eine Impfung erhalten, rund 10 Prozent schon die zweite.

Die Gesundheitsminister von Bund und Ländern hatten am Montagabend beschlossen, in allen Ländern Impfungen für 12- bis 17-Jährige auch in regionalen Impfzentren anzubieten - so wie es in Arztpraxen bereits möglich ist. Bayern hatte dies schon vorher angekündigt.

Update 3. August, 13.45 Uhr: Hälfte der Menschen in Bayern vollständig geimpft

Ein Mann wird gegen das Coronavirus geimpft. In Bayern hat sich die Hälfte der Bevölkerung bisher impfen lassen.
Ein Mann wird gegen das Coronavirus geimpft. In Bayern hat sich die Hälfte der Bevölkerung bisher impfen lassen.  © Frank Rumpenhorst/dpa

Die Hälfte der Menschen in Bayern ist inzwischen vollständig gegen das Coronavirus geimpft.

"Das ist eine wichtige Wegmarke sieben Monate nach Beginn der Impfungen und ein großer Erfolg", sagte Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) am Dienstag in München. Aber es sei ein Etappenziel, noch nicht die Ziellinie.

Nach Zahlen des Robert Koch-Instituts wurden in Bayern bislang gut 7,8 Millionen Erstimpfungen (59,6 Prozent der Gesamtbevölkerung) und mehr als 6,6 Millionen Zweitimpfungen (50,7 Prozent der Gesamtbevölkerung) verabreicht - insgesamt also schon mehr als 14 Millionen Impfdosen. "Wenn man sich nur die Volljährigen im Freistaat anschaut, haben sogar mehr als zwei Drittel mindestens eine Impfung erhalten, und rund 60 Prozent der Volljährigen haben schon den vollen Impfschutz gegen das Coronavirus", fügte der Minister hinzu.

Auch bei den 12- bis 17-Jährigen gebe es Fortschritte. "Inzwischen haben mehr als 21 Prozent von ihnen mindestens eine Impfung erhalten, rund 10 Prozent haben den vollen Schutz", berichtete Holetschek.

Holetschek warb erneut vehement für die Impfung. "Ich rufe die bisher noch ungeimpften Menschen auf, sich aktiv für die Impfung zu entscheiden", sagte er. "Nutzen Sie die vielen Impfaktionen vor Ort: vom Impfbus auf dem Marktplatz, beim Sportverein bis hin zum Familienimpftag. Die Impfungen kommen zu den Menschen – es war noch nie so leicht und unkompliziert, an eine Impfung zu kommen."

Eine Impfung diene nicht nur dem eigenen Schutz, sondern schütze auch diejenigen mit, die sich nicht impfen lassen können, sagte der Minister.

"Den bislang ungeimpften Bürgerinnen und Bürgern rufe ich zu: Es reicht nicht, sich zurückzulehnen. Die Pandemie mit all ihren Einschränkungen werden wir nur besiegen, wenn auch Sie sich impfen lassen."

Update 3. August, 9.45 Uhr: Aschaffenburg steuert auf Inzidenzwert 50 zu

Nach dem Landkreis Berchtesgaden steuert Aschaffenburg als zweite bayerische Kommune wieder auf einen Corona-Inzidenzwert von 50 zu.

Am Dienstag lag der Wert in der unterfränkischen Stadt bei 45,1, wie aus dem Covid-Dashboard des Robert Koch-Instituts in Berlin hervorgeht. Im Berchtesgadener Land ist die Corona-Inzidenz mit 54,8 weiter die bayernweit höchste.

Liegt die Corona-Inzidenz in einem Landkreis oder einer kreisfreien Stadt drei Tage hintereinander über 50, gelten dort wieder schärfere Vorschriften, unter anderem eine Testpflicht für die Gastronomie und strengere Kontaktbeschränkungen.

Die Corona-Inzidenzen steigen seit Wochen nahezu kontinuierlich, wenn auch auf weiterhin niedriger Basis. Bayernweit lag der Wert am Dienstag bei 14, Anfang vergangener Woche war er noch unter 11 gewesen. Die Zahl der Toten stieg um 3 auf 15.340.

Update 2. August, 18.34 Uhr: Kontrollen bei Einreise: Kaum Verstöße gegen Testpflicht

Deutsche Bundespolizisten beobachten an der Grenze zu Österreich auf der Autobahn A93 den Verkehr. Die Bundespolizei hat mit Kontrollen der verschärften Testpflicht für Reiserückkehrer begonnen.
Deutsche Bundespolizisten beobachten an der Grenze zu Österreich auf der Autobahn A93 den Verkehr. Die Bundespolizei hat mit Kontrollen der verschärften Testpflicht für Reiserückkehrer begonnen.  © Matthias Balk/dpa

Schleierfahnder der Grenzpolizei in Bayern haben seit Sonntag mehr als 500 Einreisende kontrolliert und dabei nur 10 Verstöße gegen die Testpflicht festgestellt.

Die seit Sonntag verschärften Regeln zur Einreise seien "von den meisten Reiserückkehrern vorbildlich eingehalten" worden, sagte Innenminister Joachim Herrmann (CSU) am Montag. Trotzdem seien "konsequente Kontrollen" weiter wichtig.

Die Bundespolizei und die Bayerische Grenzpolizei würden sich dabei auch bezüglich möglicher Schwerpunkte absprechen, sagte Herrmann. "Dort, wo sich vermehrt Verstöße abzeichnen, werden wir auch mehr Personal einsetzen."

Seit Sonntag müssen alle Einreisenden ab zwölf Jahren einen negativen Corona-Test vorzeigen können oder nachweisen, dass sie genesen oder vollständig geimpft sind - egal, ob sie auf dem Landweg oder mit dem Flugzeug einreisen.

Update 2. August, 11.25 Uhr: Mehr Neugründungen trotz Corona-Krise

In Bayern sind im ersten Halbjahr trotz andauernder Corona-Krise wieder mehr Unternehmen gegründet worden.

Ausnahmen sind die von den monatelangen Schließungen hart getroffenen Branchen wie Gastronomie oder Reisebüros. Das teilte das Statistische Landesamt in Fürth am Montag mit.

Demnach wurden von Anfang bis Januar 54.183 neue Unternehmen gegründet, im Jahresvergleich ein Anstieg von mehr als 16 Prozent. Doch im Gastgewerbe wurden nur 1945 neue Betriebe angemeldet, das war ein Rückgang von 12 Prozent.

Bei Kunst, Unterhaltung und in der Reisebranche fielen die Rückgänge bei den Neugründungen mit jeweils knapp unter 12 Prozent fast ebenso hoch aus.

Update 2. August, 11.10 Uhr: Corona-Verstöße bringen Kommunen Arbeit und Geld

Zu viele Leute getroffen, ohne Maske unterwegs und das auch noch nachts - Verstöße gegen die Corona-Schutzmaßnahmen gibt es viele. Tausende Anzeigen haben die Kommunen deshalb abzuarbeiten.

Hier geht es zum ganzen Artikel hinsichtlich der Corona-Verstöße und deren entsprechenden Folgen.

Titelfoto: Matthias Balk/dpa

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