Corona in Bayern: Berchtesgaden impft auf Bergstation

München - Das Coronavirus bestimmt weiterhin das Leben in Deutschland und der ganzen Welt. Hier im TAG24-Liveticker erfahrt Ihr alle aktuellen Entwicklungen speziell für den Freistaat Bayern.

Markus Söder (54, CSU), Ministerpräsident von Bayern.
Markus Söder (54, CSU), Ministerpräsident von Bayern.  © Sven Hoppe/dpa Pool/dpa
Im Freistaat wurden bislang 653.514* Menschen positiv auf das Coronavirus getestet (Stand: 31. Juli, 8 Uhr). Davon sind inzwischen 634.760 wieder genesen, 15.338 Menschen sind gestorben.

In München wurden 63 neue Fälle gemeldet (Stand: 29. Juli, 0 Uhr). Die Gesamtzahl der positiven Tests steigt auf 74.681* an. Enthalten in dieser Zahl sind 72.705 Personen, die inzwischen wieder genesen sind sowie 1270 Todesfälle.

Die 7-Tage-Inzidenz** der Landeshauptstadt beträgt derzeit 25,1 (RKI, Stand: 29. Juli).

Münchner können sich nach vorheriger >>> Online-Terminvereinbarung Montag bis Freitag von 8 bis 20 Uhr sowie samstags, sonn- und feiertags von 8 bis 17 Uhr auf das Coronavirus testen lassen.

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Wer sich impfen lassen möchte, kann sich >>> hier beim Bayerischen Impfzentrum registrieren.

Die deutschlandweiten Entwicklungen findet Ihr im +++ Coronavirus-Liveticker +++

*Die einzelnen Tageswerte unterliegen entsprechenden Schwankungen, da sie davon abhängig sind, wann die jeweiligen Labore die positiven Testergebnisse an das Gesundheitsamt im Freistaat Bayern übermitteln.

** Die 7-Tage-Inzidenz entspricht der Anzahl der für die letzten sieben Tage neu gemeldeten Fälle pro 100.000 Einwohner und wird täglich vom RKI sowie werktäglich vom Bayerischen Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) ermittelt.

Update 31. Juli, 8 Uhr: Berchtesgaden impft in der Höhe

Spritzen mit dem Corona-Impfstoff liegen in einem Impfzentrum bereit.
Spritzen mit dem Corona-Impfstoff liegen in einem Impfzentrum bereit.  © Fabian Sommer/dpa

Der eine versucht es mit Impfen beim Fußball, andere bei Festivals oder beim Grillen. In einer von Bayerns bekanntesten Urlaubsregionen geht es im Kampf gegen die Impfmüdigkeit nun sogar hoch auf den Berg.

Besonders hoch hinaus will das Berchtesgadener Land beim Impfen: In der oberbayerischen Urlaubsregion können sich Ausflügler am Samstag auf 1800 Metern an der Bergstation des Jenner die Anti-Corona-Spritze setzen lassen. Von 10.00 bis 17.00 Uhr ist ein mobiles Impfteam im Innenbereich der Gondelstation im Einsatz. "Es ist gut möglich, dass wir die höchste Impfstation Deutschlands haben, aber garantieren kann ich das nicht", sagte Alexandra Rothenbuchner, Sprecherin des Landratsamtes.

Mit dem ungewöhnlichen Angebot will man mehr Menschen zum Impfen bewegen. Eine Anmeldung ist nicht nötig - jeder, der will, kann kommen. Von Biontech/Pfizer stehen 120 Dosen bereit, von Johnsen&Johnson 25.

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Doch ein Alpenüberquerung nach der Impfung ist auch wegen möglicher Nebenwirkungen danach nicht drin: "Für die Impfung ist es eine Empfehlung, wenn nicht eine Voraussetzung, dass man sich danach nicht weiter anstrengt - man sollte also definitiv danach nicht wandern", betonte Rothenbuchner. Das Angebot ist damit für Menschen, die nach oben kommen, sich impfen lassen und dann mit der Seilbahn nach unten nach Schönau am Königssee fahren.

Das Berchtesgadener Land hat derzeit eine Sieben-Tage-Inzidenz von 64,2 (Stand Freitag/Quelle Landratsamt). Rund 42 Prozent der Bewohner sind voll geimpft.

Update 29. Juli, 17.58 Uhr: Aktuelle Zahlen für die Stadt München

Update 29. Juli, 13.50 Uhr: Corona-Arzt Clemens Wendtner kritisiert Stiko-Haltung zu Kindern

Der Corona-Experte Clemens Wendtner hat die Zurückhaltung der Ständigen Impfkommission (Stiko) im Fall der Impfung von Jugendlichen kritisiert.

Kinder seien bislang nicht ausreichend geschützt, sagte der Münchner Mediziner der Augsburger Allgemeinen. "Daher ist es aus meiner Sicht so wichtig, zumindest die Jugendlichen ab zwölf Jahren zu impfen - ich persönlich kann es schwer nachvollziehen, dass sich die Stiko in dieser Pandemie in dieser Fragestellung so abwartend verhält."

Hier findet Ihr den ganzen Artikel zu der Kritik von Clemens Wendtner an der Stiko.

Update 29. Juli, 9.20 Uhr: Markus Söder dringt auf Corona-Testpflicht für Reiserückkehrer

Der bayerische Ministerpräsident Markus Söder (54, CSU) macht weiter Druck für eine Corona-Testpflicht bei Urlaubsrückkehrern. Er dränge sehr darauf, dass man es jetzt mache, sagte Söder am Mittwochabend in der ZDF-Sendung "Markus Lanz". Die Delta-Variante breite sich weiter aus, man müsse sich auf den Herbst vorbereiten.

Die Aussagen von Markus Söder zu den Coronavirus-Entwicklungen in Deutschland findet Ihr hier.

Der bayerische Ministerpräsident Markus Söder (54, CSU, r.) macht weiter Druck für eine Corona-Testpflicht bei Urlaubsrückkehrern.
Der bayerische Ministerpräsident Markus Söder (54, CSU, r.) macht weiter Druck für eine Corona-Testpflicht bei Urlaubsrückkehrern.  © Peter Kneffel/dpa

Update 28. Juli, 14.35 Uhr: Neue Zahlen für München

Update 28. Juli, 11.40 Uhr: Mehr Babys nach Corona-Lockdown geboren

Neun Monate nach Beginn des ersten Corona-Lockdowns sind in Bayern mehr Babys zur Welt gekommen.

Darauf wies das Bayerische Landesamt für Statistik am Mittwoch in Fürth hin. Im Zeitraum von Dezember 2020 bis Februar 2021 seien insgesamt rund 31.000 Kinder im Freistaat geboren worden, dies seien 4,4 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum.

"Noch deutlicher fiel der Geburtenzuwachs neun Monate nach den Lockerungen der Kontakt- und Ausgangsbeschränkungen im Sommer 2020 aus", berichtete die Behörde. Für den März 2021 sei mit rund 11.200 Geburten ein Plus von 7,8 Prozent festgestellt worden. Das Amt will sich allerdings auf die Ursache des Zuwachses nicht festlegen und sieht nicht zwingend einen Zusammenhang mit der Pandemie.

Es könne sich auch "um eine Fortsetzung des allgemeinen Trends zu steigenden Geburtenzahlen" handeln.

Update 28. Juli, 11.40 Uhr: Bayern spendet Corona-Schutzausrüstung an Tunesien

Bayern spendet unter anderem FFP2- und OP-Masken, Schutzhandschuhe und Corona-Antigentests an Tunesien. (Symbolbild)
Bayern spendet unter anderem FFP2- und OP-Masken, Schutzhandschuhe und Corona-Antigentests an Tunesien. (Symbolbild)

Für den Kampf gegen das Coronavirus hat Bayern medizinisches Schutzmaterial im Wert von 880.000 Euro an Tunesien gespendet.

"Bayern und Tunesien verbindet eine langjährige Partnerschaft. Aufgrund der aktuell kritischen Entwicklung der Corona-Pandemie in Tunesien besteht ein akuter Bedarf an medizinischer Ausstattung", sagte Bayerns Staatsministerin für Europaangelegenheiten und Internationales, Melanie Huml (CSU), am Mittwoch in München. Die Spende enthalte vor allem FFP2- und OP-Masken, Schutzhandschuhe, Corona-Antigentests und fünf Beatmungsgeräte.

Die Länderpartnerschaft zwischen Bayern und Tunesien besteht bereits seit 2012. Das tunesische Gesundheitssystem gerate derzeit an seine Belastungsgrenze. Angesichts der Verschärfung der Pandemielage in Tunesien habe der Ministerrat am 20. Juli beschlossen, aktuell nicht benötigte medizinische Ausstattung aus dem Bestand des Freistaats Bayern an Tunesien abzugeben.

Huml: "Die Pandemie werden wir weltweit bekämpfen müssen. Sie ist eine gemeinsame Herausforderung der internationalen Gemeinschaft. Bayern steht seinen Partnern in der Welt bei und unterstützt, wo dies möglich ist."

Update 27. Juli, 15.39 Uhr: Trauergruppen-Netzwerk für Angehörige von Corona-Toten gegründet

Zwei Angehörige von an Covid-19 gestorbenen Menschen haben in Weiden ein bayernweites Selbsthilfe-Netzwerk für Hinterbliebene von Corona-Toten gegründet.

Das Netzwerk richtet sich an Angehörige von Corona-Toten, die eine Selbsthilfegruppe gründen möchten oder an Gesprächen teilnehmen wollen.

Eine Online-Selbsthilfegruppe gibt es den Angaben nach seit dem Frühsommer 2021. Zwei Selbsthilfegruppen in Weiden und München sollen in Kürze ihre Arbeit aufnehmen.

Den Link zur Homepage findest du >>>hier.

Update 27. Juli, 14.40 Uhr: Maskenpflicht für Bedienungen im Freien bleibt

Bedienungen müssen auch weiterhin mit Maske ihrer Arbeit nachgehen. (Archiv)
Bedienungen müssen auch weiterhin mit Maske ihrer Arbeit nachgehen. (Archiv)

In Bayerns Gastronomie bleibt es bei der Maskenpflicht für Bedienungen auch im Freien.

Geregelt wird dies ab sofort wieder in der bayerischen Corona-Verordnung selbst und nicht mehr nur in Rahmenkonzepten.

Das hat das bayerische Kabinett am Dienstag entschieden. Damit soll ausgeschlossen werden, dass es in Einzelfällen Hygienekonzepte geben könnte, in denen keine Maskenpflicht für das Personal im Außenbereich gilt.

Das Kabinett reagiert damit auf einen Beschluss des Bayerischen Verwaltungsgerichtshofs.

Das Gericht hatte eine Normenkontrollklage gegen die Maskenpflicht für Bedienungen im Freien nicht zugelassen und dies damit begründet, dass dies nicht Teil der Infektionsschutzmaßnahmenverordnung sei, sondern nur Teil eines Rahmenkonzeptes, auf das in der Verordnung verwiesen werde.

Dessen Inhalt sei bei der Erstellung der Hygienekonzepte durch die Gastronomen aber nicht zwingend.

Update 27. Juli, 14.36 Uhr: Söder: Brauchen im Corona-Kampf klare Linien für den Herbst

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (54) spricht sich für die komplette Rückgabe der Freiheitsrechte Geimpfter aus. (Archiv)
Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (54) spricht sich für die komplette Rückgabe der Freiheitsrechte Geimpfter aus. (Archiv)

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hat die Politik in Bund und Ländern aufgefordert, mit einer klaren Strategie gegen eine vierte Corona-Welle in den Herbst zu gehen.

Mitte August werde es eine Ministerpräsidentenkonferenz geben, sagte Söder am Dienstag nach einer Kabinettssitzung in München.

"Dafür brauchen wir klare Linien", sagte er. Es dürfe in der Pandemiebekämpfung kein Zögern geben und die Hoffnung, "in die Bundestagswahl zu stolpern", sagte Söder.

Söder sprach sich dafür aus, geimpften Menschen ihre Freiheitsrechte zurückzugeben, Ungeimpften dagegen nicht ohne weiteres.

Es gehe nicht um die Benachteiligung Ungeimpfter oder um einen Impfdruck durch die Hintertür. Jedoch sei das Vorenthalten von Grundrechten für Geimpfte nicht zu rechtfertigen.

Er sprach sich dafür aus, das Impfen für Minderjährige deutlich voranzubringen. Ziel müsse es sein, bei den Schülerinnen und Schülern im neuen Schuljahr die Quarantänezeiten so weit wie möglich zu reduzieren, sagte Söder.

Titelfoto: Fabian Sommer/dpa

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