Corona-Variante Lambda sorgt für Bedenken: Ausbreitung in Lateinamerika

Genf - Eine bisher vor allem in Lateinamerika auftretende Corona-Variante steht nun unter besonderer Beobachtung der Weltgesundheitsorganisation (WHO).

Peru, Callao: Mitarbeiter des Gesundheitswesens behandeln einen Patienten auf der Intensivstation für Covid-19 im Alberto Sabogal Krankenhaus.
Peru, Callao: Mitarbeiter des Gesundheitswesens behandeln einen Patienten auf der Intensivstation für Covid-19 im Alberto Sabogal Krankenhaus.  © Martin Mejia/AP/dpa

Aufgrund ihrer Mutationen könnte die Virus-Version mit dem Namen Lambda möglicherweise ansteckender sein oder vom menschlichen Immunsystem schlechter bekämpft werden, berichtete die Genfer UN-Behörde in der Nacht auf Mittwoch.

Belastbare Studien und gesicherte Erkenntnisse dazu lägen jedoch noch nicht vor.

Die Variante wurde erstmals im August 2020 in Peru identifiziert. In dem Land wurden seit April 81 Prozent aller analysierten Corona-Fälle Lambda zugeordnet. In Argentinien und Chile waren es in den vergangenen Monaten rund ein Drittel.

Coronavirus im Norden: Scholz: Kostenpflicht für Tests rechtzeitig ankündigen
Coronavirus Coronavirus im Norden: Scholz: Kostenpflicht für Tests rechtzeitig ankündigen

Corona-Varianten werden von der WHO in zwei Kategorien einteilt: Varianten unter Beobachtung ("variants of interest"), die zu gehäuften Fällen führen oder in mehreren Ländern auftreten. Dazu gehört Lambda.

Eine Stufe höher stehen die besorgniserregenden Varianten ("variants of concern").

Schweiz, Genf: Das Logo der Weltgesundheitsorganisation WHO im europäischen Hauptquartier der Vereinten Nationen.
Schweiz, Genf: Das Logo der Weltgesundheitsorganisation WHO im europäischen Hauptquartier der Vereinten Nationen.  © Peter Klaunzer/KEYSTONE/dpa

Besorgniserregende Varianten sind nachweislich ansteckender, schwerer bekämpfbar oder führen zu schwereren Erkrankungen. Darunter fällt etwa die Delta-Variante, wegen der die geplante Corona-Öffnung in Großbritannien verschoben wird.

Titelfoto: Martin Mejia/AP/dpa, Peter Klaunzer/KEYSTONE/dpa

Mehr zum Thema Coronavirus: