Coronavirus in Köln: Zahlen explodieren, Stadt kurz vor Einstufung zum Risikogebiet

Köln - Die Stadt Köln liegt nur noch ganz knapp unter der wichtigen Warnstufe von 50 Corona-Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen. 

Die Stadt Köln liegt nur noch ganz knapp unter der wichtigen Warnstufe von 50 Corona-Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen.
Die Stadt Köln liegt nur noch ganz knapp unter der wichtigen Warnstufe von 50 Corona-Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen.  © Oliver Berg/dpa

Das nordrhein-westfälische Landeszentrum Gesundheit gab den Wert für Köln am Freitag mit 49,8 an (plus 4,4 im Vergleich zum Vortag).

Bei 50 Fällen pro 100.000 Einwohner wird die Stadt zum Risikogebiet erklärt.

Auch in Essen ist mit 48,4 (plus 5,0) ein starker Anstieg zu verzeichnen. 

Landesweit steckten sich 28,6 Menschen pro 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen mit dem Coronavirus an, ein Plus von 1,6 im Vergleich zum Vortag. 

Nordrhein-Westfalen hat seit Tagen die höchsten Ansteckungsraten aller deutschen Flächenländer.

Die nordrhein-westfälische Corona-Schutzverordnung schreibt vor, dass Kreise und kreisfreie Städte mit mehr als 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in einer Woche zwingend Einschränkungen für das öffentliche Leben erlassen müssen. 

So bestimmt die Landesregierung unter anderem, dass Feiern außer Haus dann nur noch aus besonderem Anlass und mit höchsten 25 Teilnehmern erlaubt sind.

Update, 16.51 Uhr: Neue Fallzahlen für Köln

Mit Stand Freitag, 9. Oktober 2020, gibt es auf dem Gebiet der Stadt Köln den insgesamt 5726. (Vortag 5.592) bestätigten Coronavirus-Fall. Die Inzidenzzahl liegt in Köln aktuell bei 49,8.


84 Personen befinden sich derzeit im Krankenhaus in stationärer Quarantäne, davon 28 auf der Intensivstation, teilte die Stadt Köln am Freitag mit. 

Aktuell seien 684 Kölner aktiv mit dem Corona-Virus infiziert.

Update, 16.30 Uhr: Strenge Corona-Regeln für Köln ergriffen

Angesichts steigender Infektionszahlen verschärft Köln von Samstag an die Corona-Einschränkungen für die Bevölkerung.

Künftig sollen sich höchstens fünf Personen aus verschiedenen Haushalten in der Öffentlichkeit treffen dürfen - bisher waren es zehn, wie Oberbürgermeisterin Henriette Reker (parteilos) am Freitag sagte.

Im öffentlichen Raum soll zudem abends ab 22.00 Uhr der Konsum von Alkohol verboten sein, an den Wochenenden darf an Hotspots kein Alkohol mehr verkauft werden.

Eine Sperrstunde werde zunächst aber nicht eingeführt, sagte Reker. In Fußgängerzonen gebe es nun eine Maskenpflicht. >>> Alle Infos.

Titelfoto: Oliver Berg/dpa

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