Coronavirus im Norden: Niedersachsen verschiebt Lockerungen

Hamburg/Kiel/Hannover - Das Coronavirus hat das Land weiter fest im Griff. Auch im Norden steigen die Infektionszahlen wieder deutlich an. 

Reise-Rückkehrer am Flughafen Hamburg werden auf das Virus getestet.
Reise-Rückkehrer am Flughafen Hamburg werden auf das Virus getestet.  © Christian Charisius/dpa

Nachdem am 23. März ein erweitertes Kontaktverbot in Deutschland angeordnet wurde, einigten sich Bund und Länder inzwischen wieder auf schrittweise Lockerungen der Schutzmaßnahmen.

Es gilt jedoch weiterhin eine bundesweite Maskenpflicht in Geschäften und im öffentlichen Nahverkehr. Verstöße gegen das Tragen der Mund-Nasen-Bedeckung werden mit einem Bußgeld geahndet.

Alle weiteren Informationen dazu findet Ihr in unserem +++ Coronavirus-Liveticker +++.

Die aktuellen Entwicklungen zum Coronavirus Sars-CoV-2 im Norden gibt es hier:

Update, 17. August, 17.41 Uhr: Niedersachsen verschiebt Corona-Lockerungen

Stephan Weil (SPD), Ministerpräsident Niedersachsen, steht mit einem Mundschutz vor der Staatskanzlei.
Stephan Weil (SPD), Ministerpräsident Niedersachsen, steht mit einem Mundschutz vor der Staatskanzlei.  © Julian Stratenschulte/dpa

Hannover - Niedersachsen will die geplanten Lockerungen in der Coronavirus-Pandemie um mindestens zwei Wochen verschieben. "Wir sind vorsichtig und wir bleiben vorsichtig", sagte Ministerpräsident Stephan Weil am Montag. 

Zuvor hatte der SPD-Politiker dem Sender Antenne Niedersachsen gesagt, die nächste Stufe der Lockerungen habe ursprünglich zum 1. September in Kraft treten sollen: "Wir sind aber derzeit in einer labilen Situation", erklärte er. 

Die Zahl neuer Infektionen steigt in Niedersachsen seit Wochen. Gleichzeitig wächst die Nachfrage nach Virustests für Reiserückkehrer. 

Weil betonte, es werde genau beobachtet, wie sich die Infektionsrate in Niedersachsen entwickelt. Die nächste Stufe der Lockerungen werde "mindestens" bis zum 14. September verschoben - je nach Lage werde es möglicherweise auch länger dauern. 

Bei der - nun verschobenen - siebten Stufe des Lockerungsplans geht es beispielsweise um die erlaubte Zahl von Menschen bei Feiern. 

Die geltenden Regelungen der Corona-Verordnung sollen nach Angaben des Gesundheitsministeriums mindestens bis Mitte September aufrechterhalten bleiben.

Update, 17. August, 17.10 Uhr: Rückkehrer missachtet Corona-Vorgabe

Oldenburg - Ein junger Mann hat seiner Sportmannschaft im Landkreis Oldenburg mit einem Verstoß gegen die coronabedingte Quarantäne-Regelung einen Bärendienst erwiesen. Der Betroffene kam Anfang August aus einem Risikogebiet zurück und ging trotz 14-tägiger Quarantänepflicht schon nach sieben Tagen zum Training, wie der Landkreis am Montag mitteilte.

Einen Tag später habe dessen Bruder ein positives Testergebnis erhalten, worauf sich auch der junge Mann testen ließ - auch er wurde positiv getestet. Die Folge sei nun, dass die gesamte Sportmannschaft für 14 Tage in Quarantäne gesetzt worden sei. 

"Einzig der Quarantäne-Verstoß des jungen Mannes macht diese Maßnahme notwendig", hieß es in einer Mitteilung. Details über Sportart und Ort macht der Kreis bewusst nicht.

"Mir fehlt dafür jegliches Verständnis. Eine Verbreitung des Virus wird durch solch ein dummes und verantwortungsloses Handeln mindestens fahrlässig unterstützt. Ich hoffe, dass es in der Mannschaft keine weiteren Infektionen gibt", sagte Landrat Carsten Harings (parteilos).

Das Gesundheitsamt wies erneut darauf hin, dass jeder Rückkehrer aus einem Risikogebiet automatisch in 14-tägige Quarantäne gehen müsse. Erst mit Vorlage eines aktuellen negativen Testergebnisses könne diese Quarantäne vorzeitig verlassen werden.

Update, 17. August, 16.40 Uhr: Elf neue Corona-Fälle seit Mittwoch im Kreis Rotenburg

Rotenburg - Im Landkreis Rotenburg (Wümme) sind seit vergangenem Mittwoch elf neue Corona-Infektionen registriert worden, darunter neun bei Beschäftigten der Zeitarbeitsfirma Randstad. 

Die Mitarbeiter des Personaldienstleisters wurden an verschiedenen Standorten an Logistikunternehmen vermittelt, wie der Landkreis am Montag mitteilte. Die Infektionen seien nach bisherigen Erkenntnissen auf das private Umfeld zurückzuführen, sagte eine Sprecherin. 

Drei Wohnstandorte in den Gemeinden Gyhum und Sittensen seien vom Gesundheitsamt komplett unter Quarantäne gestellt worden.

Die Ermittlung der Infektionsketten durch das Gesundheitsamt erfolge in enger Kooperation mit Randstad. Zurzeit führe das Gesundheitsamt ein umfangreiches Kontaktpersonenmanagement durch und teste alle betroffenen Personen. 

Insgesamt sind den Angaben zufolge derzeit im Kreis Rotenburg 108 Menschen - Kontaktpersonen und Reiserückkehrer - in Quarantäne. Die Zahl der Infizierten im Kreis liegt insgesamt bei 22.

Update, 17. August, 16.26 Uhr: Drei weitere Corona-Neuinfektion in MV nachgewiesen

Rostock - In Mecklenburg-Vorpommern sind am Montag drei weitere Infektionen mit dem Coronavirus nachgewiesen worden. 

Damit stieg die Zahl der landesweit registrierten Infektionsfälle auf 975, wie das Landesamt für Gesundheit und Soziales (Lagus) mitteilte. In den Landkreisen Ludwigslust-Parchim, Vorpommern-Rügen und der Hansestadt Rostock wurde je ein weiterer Fall registriert. 

Die Zahl der im Nordosten bislang im Zusammenhang mit einer Covid-19-Erkrankung gestorbenen Menschen blieb bei 20.

882 der Infizierten gelten - ohne Berücksichtigung der Dunkelziffer - als genesen. Das sind den Angaben zufolge fünf mehr als noch am Vortag. 

132 Menschen mussten oder müssen landesweit in Krankenhäusern behandelt werden, 22 davon auf Intensivstationen. Diese beiden Zahlen veränderten sich gegenüber dem Vortag nicht.

Update, 17. August, 15.57 Uhr: VfB Lübeck kehrt in Trainingsbetrieb zurück

Lübeck - Fußball-Drittligist VfB Lübeck geht davon aus, dass dem SHFV-Pokal-Endspiel gegen den SV Todesfelde am Samstag (16.45 Uhr) "nach jetzigem Stand nichts im Wege" steht. Das teilten die von zwei Corona-Fällen betroffenen Lübecker am Montag mit. 

Zuvor war beim VfB-Vorstand die schriftliche Bestätigung des Lübecker Gesundheitsamtes eingetroffen, dass der "weit überwiegende Teil der Mannschaft und des Funktionsteams ab sofort in den Trainings- und Spielbetrieb zurückkehren darf", hieß es in der VfB-Mitteilung weiter.

Nur die beiden in den vergangenen zehn Tagen positiv auf SARS-CoV-2 getesteten und namentlich bisher nicht genannten Personen müssen noch in Quarantäne bleiben. "Die diesbezüglichen Vorschriften lassen auch im Fall der anschließend dreimal negativ getesteten Person keine andere Entscheidung zu", teilte das Gesundheitsamt dazu mit. 

Allen anderen Personen, die bisher unter Quarantäne standen, wurde wegen der mehrfachen negativen Tests bei allen Beteiligten unter besonderen Hygieneauflagen die Rückkehr in den beruflichen Alltag ermöglicht.

An diesem Dienstag wird der VfB-Kader damit in den Trainingsbetrieb zurückkehren. Wie bei allen anderen Trainingseinheiten in dieser Woche ist die Öffentlichkeit ausgeschlossen. 

Zudem gilt laut Mitteilung der Lübecker weiterhin, dass es "zu den Abläufen rund um die Corona-Fälle" keine Auskunft durch Spieler und Trainer geben werde.

Update, 17. August, 13.18 Uhr: Werder baut "Pandemie-Klauseln" in Verträge ein

Werder Geschäftsführer Frank Baumann geht vor dem Spiel über den Rasen.
Werder Geschäftsführer Frank Baumann geht vor dem Spiel über den Rasen.  © Carmen Jaspersen/dpa

Bremen – Als Reaktion auf die Einnahmeverluste während der Corona-Krise baut Fußball-Bundesligist Werder Bremen seit diesem Sommer sogenannte "Pandemie-Klauseln" in neu abgeschlossene Spielerverträge ein. 

Diese Klauseln sollen dafür sorgen, dass Gehaltseinbußen in bestimmten Fällen automatisch greifen, ohne dass erst ein Verzicht mit den Spielern ausgehandelt werden muss. "Wir wollen und müssen uns für die finanziellen Ausfälle absichern, die entstehen können", sagte Sport-Geschäftsführer Frank Baumann dem Internetportal "Deichstube". "Die Klausel soll gewährleisten, dass auch die Spieler ihren Teil zu der Bewältigung der finanziellen Probleme beitragen."

Nach einem Bericht des Bremer "Weser-Kurier" greift die "Pandemie-Klausel" in zwei Fällen: Sollte es erneut zu einer Unterbrechung der Bundesliga-Saison kommen und sollten die Werder-Heimspiele weiter ohne Zuschauer stattfinden. Im ersten Fall seien die Gehaltseinbußen größer als im zweiten.

Ähnliche coronabedingte Vertragsklauseln gibt es bereits im Eishockey, im Basketball und auch beim Werder-Rivalen FC Schalke 04. Trotzdem ist das Echo in der Fußball-Bundesliga vorerst geteilt. "Am Ende muss alles juristisch sauber sein", sagte der Wolfsburger Sportchef Jörg Schmadtke der "Deichstube", denn: "Kann ein Arbeitnehmer für das Ausbrechen einer Pandemie verantwortlich gemacht werden?" 

Der Mainzer Sportvorstand Rouven Schröder dagegen nennt derartige Klauseln in Spielerverträgen "absolut wünschenswert".

Update, 17. August, 13.14 Uhr: Busse öffnen ihre Fahrertür wieder

Hamburg – Nach zwei Monaten Umbauzeit sind fast alle 1500 Linienbusse der Hamburger Hochbahn und der Verkehrsbetriebe Hamburg-Holstein (VHH) mit Trennscheiben für die Busfahrer ausgerüstet worden. 

Damit könnten auch die vorderen Bustüren wieder für die Fahrgäste geöffnet werden, teilten die Verkehrsbetriebe am Montag mit. Lediglich bei einigen wenigen Fahrzeugen der Hersteller Volvo und Solaris bleibe die vordere Bustür noch verschlossen, weil ein anderes Scheibenmodell erforderlich sei.

Die Maßnahme trage zur Eindämmung des Coronavirus bei, indem sie Busfahrer und Fahrgäste vor Infektionen schütze, heißt es in der Mitteilung. Mit dem zusätzlichen Eingang verbessere sich der Fahrgastfluss deutlich und die Fahrgäste gewinnen mit den Steh- und Sitzplätzen im vorderen Fahrzeugbereich wieder mehr Raum. 

Die Fahrgäste können auch wieder beim Fahrer ein Ticket lösen und bar bezahlen. Das Öffnen aller Bustüren bei jedem Halt ermögliche außerdem eine stärkere Durchlüftung der Busse. Für die entspiegelten Trennscheiben investierten beide Unternehmen zusammen rund 1,5 Millionen Euro.

Update, 17. August, 11.46 Uhr: 14 neue Infektionen in Hamburg

Hamburg – Die Zahl der registrierten Corona-Infizierten in Hamburg ist bis Montag um 14 gestiegen. Diese Zahl sei aber nur vorläufig, sagte der Sprecher der Gesundheitsbehörde, Martin Helfrich. Wegen einer Softwareanpassung seien vermutlich noch nicht alle Fälle vom Wochenende erfasst worden.

Seit Inbetriebnahme eines Testzentrums am Flughafen werden in Hamburg mehr Menschen auf das Sars-Cov-2-Virus getestet. In der ersten Augustwoche waren es rund 8500 pro Tag. Die Behörde geht davon aus, dass es inzwischen deutlich mehr sind.

Helfrich appellierte an Reiserückkehrer, auch nach einem negativen Testergebnis freiwillig eine volle Woche in häuslicher Quarantäne zu bleiben. Das Testergebnis zeige nur eine mögliche Virenbelastung zum Zeitpunkt des Abstrichs und sei von begrenzter Aussagekraft.

Seit Beginn der Pandemie Ende Februar wurden in Hamburg 5900 Menschen positiv auf das Virus getestet. Rund 5200 davon können nach Schätzung des Robert Koch-Instituts (RKI) inzwischen als genesen angesehen werden.

In Hamburger Krankenhäusern werden nach Angaben von Freitag 15 Menschen behandelt, neun von ihnen liegen auf Intensivstationen. Diese Zahl sei ein Indikator für die Schwere der Situation, sagte der Behördensprecher. Die Hamburger Kliniken seien weit von einer nicht mehr handhabbaren Situation entfernt.

Letzten Angaben des Instituts für Rechtsmedizin am Universitätsklinikum Eppendorf zufolge starben in Hamburg bisher 231 Menschen an Covid-19. Diese Zahl ist seit Wochen unverändert.

Hamburg liegt nach wie vor deutlich unter der Grenze von 50 Neuinfektionen je 100 000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen, die neue Beschränkungen nach sich ziehen könnte. Gegenwärtig liege der Wert bei 11,8.

Update, 17. August, 9.38 Uhr: Keine Strafen für Lehrer bei Corona-Verstößen

Hannover - Lehrer in Niedersachsen müssen kein Bußgeld bei Verstößen gegen Corona-Auflagen befürchten. 

Es werde keinen Bußgeldkatalog der Landesregierung "unter Aufnahme des Schulbereiches" geben, schrieb Kultus-Staatssekretärin Gaby Willamowius in einem Brief an die Lehrer im Land. 

"Wir wissen, dass Sie Ihre Aufgaben äußerst verantwortungsvoll wahrnehmen – das hat sich gerade in dieser schwierigen Zeit gezeigt", schrieb sie. 

Die Landesregierung setze darauf, dass die Lehrer ihrer "Verantwortung zur Durchsetzung der notwendigen Maßnahmen gegen die Verbreitung des Coronavirus auch weiterhin gerecht werden".

Update, 17. August, 8.15 Uhr: Polizei löst Geburtstagsparty mit 250 Gästen auf

Schwerin - Die Polizei hat in Schwerin eine illegale Geburtstagsparty mit rund 250 Gästen beendet. Wie ein Polizeisprecher am Montag mitteilte, wollten die Teilnehmer am Wochenende auf einem ehemaligen Bundeswehrgelände im Waldgebiet Göhrener Tannen den 18. Geburtstag einer jungen Frau feiern. 

Als die Beamten anrückten, lief Musik, es lagen Getränkelisten aus und Sonnensegel waren gespannt. Der 25-jährige Veranstalter sei darauf hingewiesen worden, dass solche Veranstaltungen ohne Anmeldung grundsätzlich illegal sind. 

Zudem sei dies ein Verstoß gegen die Corona-Schutzmaßnahmen.

Update, 17. August, 8.13 Uhr: Acht neue Infektionen in Schleswig-Holstein

Kiel - In Schleswig-Holstein ist die Zahl der Corona-Infizierten innerhalb eines Tages um acht gestiegen. 

Wie die Landesregierung auf ihren Internetseiten mitteilte, wurden bisher - Stand Sonntagabend - insgesamt 3790 Corona-Fälle im nördlichsten Bundesland registriert. 

Im Zusammenhang mit dem Coronavirus starben 158 Menschen, diese Zahl hat sich nicht erhöht. Im Krankenhaus werden 19 Corona-Patienten behandelt. 

Rund 3300 der seit Beginn der Pandemie in Schleswig-Holstein nachweislich mit Sars-CoV-2 Infizierten gelten laut Landesregierung inzwischen als genesen.

Update, 17. August, 6.26 Uhr: Apfelernte im Zeichen der Corona-Krise

Hannover/Jork - Die Apfelernte in Niedersachsen wird in diesem Jahr spürbar von der Auswirkungen der Corona-Pandemie geprägt sein. 

"Es ist eine angespannte, ungewohnte Situation", sagte Obstbauer Ulrich Buchterkirch der Deutschen Presse-Agentur. 

Natürlich gebe es die Angst vor einem Infektionsfall und den daraus folgenden Konsequenzen, sagte der Vorsitzende der Fachgruppe Obstbau beim niedersächsischen Landvolk. Trotz Viruskrise rechnet Buchterkirch mit einer durchschnittlichen Ernte.

Niedersachsens bekanntestes Obstbaugebiet ist das Alte Land an der Niederelbe. Es gilt als das größte zusammenhängende Obstanbaugebiet in Deutschland. 

Update, 16. August, 19.14 Uhr: Behörden verweisen Badegäste als illegale Tagestouristen des Landes

Gadebusch - Bei einem Polizeieinsatz an einem Badesee in Dutzow bei Gadebusch (Nordwestmecklenburg) ist eine größere Gruppe illegaler Tagestouristen aus Schleswig-Holstein und Hamburg des Landes verwiesen worden. 

Wie eine Polizeisprecherin sagte, hatten Einheimische am Sonntag bei Temperaturen um 30 Grad insgesamt 36 Fahrzeuge mit auswärtigen Kennzeichen am See gemeldet. An der Badestelle am Dutzower See, wenige Meter von der Landesgrenze entfernt, seien rund 100 Menschen gewesen. Wegen der Corona-Beschränkungen, die Tagestouristen die Einreise nach MV weiterhin untersagt, wurden Polizei und Ordnungsbehörden alarmiert.

Die Badegäste aus dem Nachbarland wurden zur Abreise aufgefordert, zudem wird eine Strafe wegen einer Ordnungswidrigkeit geprüft. In Mecklenburg-Vorpommern gibt es mit 973 Fällen die bundesweit wenigsten nachgewiesenen Corona-Infektionen. 

In den vergangenen sieben Tagen wurden landesweit 34 Neuinfektionen gemeldet. Trotz unterschiedlichster Lockerungen dürfen Tagestouristen aus anderen Bundesländern nicht einreisen.

Update, 16. August, 16.53 Uhr: Hunderte Menschen demonstrieren in Kiel gegen Corona-Auflagen

Kiel - Mehrere Hundert Menschen haben am Sonntag in Kiel gegen Corona-Auflagen und Maskenpflicht demonstriert. Unter dem Motto "Freiheit und Selbstbestimmung" fanden sich nach Polizeiangaben rund 400 bis 500 Menschen auf der Reventlou-Wiese ein. 

Die Kundgebung von "Querdenken Kiel 22" sei friedlich verlaufen. Allerdings sei es insgesamt sehr voll gewesen, da sich dort am Wasser auch viele andere Menschen aufgehalten hätten, sagte der Polizeisprecher. Die Abstandsregeln seien insgesamt jedoch eingehalten worden. An der Kiellinie fanden sich unter dem Motto "Solidarität im Umgang mit Corona" auch Gegendemonstranten ein.

Unter den Gegnern von Maskenpflicht und Corona-Auflagen befand sich auch der rechtsextreme Aktivist Nikolai Nerling, bekannt als Videoblogger "Der Volkslehrer". Nerling unterrichtete bis 2018 an einer Grundschule in Berlin-Gesundbrunnen. 

Da er nebenbei über seinen YouTube-Kanal Verschwörungstheorien sowie antisemitisches, rassistisches und völkisches Denken verbreitete, wurde er zunächst vom Schuldienst suspendiert und später ganz entlassen.

Update, 16. August, 15.42 Uhr: Ein neuer Corona-Fall in Mecklenburg-Vorpommern bestätigt

Rostock - In Mecklenburg-Vorpommern ist am Sonntag eine weitere Corona-Infektion registriert worden. Damit ist die Zahl der landesweit nachgewiesenen Fälle auf 973 gestiegen, wie das Landesamt für Gesundheit und Soziales mitteilte. 

Die Zahl der Menschen, die im Nordosten im Zusammenhang mit einer Covid-19-Erkrankung gestorben sind, blieb bei 20. Als genesen gelten schätzungsweise 877 der Infizierten. 

In den vergangenen sieben Tagen wurden landesweit 34 Neuinfektionen gemeldet.

Update, 16. August, 15.06 Uhr: Keine weiteren Corona-Fälle an Schweriner Schule

Schwerin – Entwarnung an der Werner-von-Siemens-Schule in Schwerin: Nach dem Corona-Fall bei einem Siebtklässler seien alle 42 am Samstag absolvierten Tests bei Mitschülern und Lehrern negativ ausgefallen. 

"Der Schulbetrieb kann am Montag wie geplant stattfinden", sagte Oberbürgermeister Rico Badenschier (SPD) am Sonntag. Die Tests seien reibungslos verlaufen. "Die Kontaktpersonen bleiben aber in Quarantäne und werden täglich vom Gesundheitsamt kontaktiert und nach Symptomen befragt." Kommende Woche erfolge dann ein zweiter Test, um eine Ansteckung auszuschließen.

Der Siebtklässlers hatte sich bei einem Familienfest angesteckt. Als ein anderer Festteilnehmer später erfuhr, dass er infiziert ist und die Schweriner Familie informierte, habe diese sich sofort selbst in Isolation begeben und sich testen lassen. Bei dem Jungen und seiner Mutter sei der Test positiv ausgefallen. 

Die Familie des Schülers habe sich damit vorbildlich verhalten und damit eine größere Ausbreitung verhindert, hatte Badenschier, der selbst Arzt ist, die Familie gelobt.

Update, 16. August, 13.39 Uhr: Lange Schlangen bei Corona-Testzentrum am Flughafen

Eine Reisende lässt am Flughafen von einem Mitarbeiter des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) einen Corona-Test machen.
Eine Reisende lässt am Flughafen von einem Mitarbeiter des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) einen Corona-Test machen.  © Daniel Bockwoldt/dpa

Hamburg – Nach der Einstufung von Spanien als Risikoland ist das Corona-Testzentrum am Hamburger Flughafen stark ausgelastet. 

Nach der Landung von Maschinen aus Spanien gebe es eine große Nachfrage nach Corona-Tests und längere Schlangen vor den fünf Teststraßen im "Terminal Tango" außerhalb des eigentlichen Flughafengebäudes, sagte eine Sprecherin des Airports am Sonntag. Allein am Sonntag sollten im Laufe des Tage sieben Maschinen aus Palma de Mallorca in Hamburg landen, dazu einige weitere vom spanischen Festland, aus der Türkei und aus Balkan-Ländern.

Die Hamburger Gesundheitsbehörde hat das Corona-Testzentrum eingerichtet, das vom Deutschen Roten Kreuz betrieben wird. Die Kapazität wird mit rund 2000 Tests pro Tag angegeben, was rechnerisch ausreichend wäre. Wegen der ungleichmäßigen Auslastung über den Tag sind dennoch Engpässe zu erwarten, wenn mehrere Maschinen in kurzen Abständen landen.

Die Passagiere aus Risikogebieten sind zu einem Corona-Test verpflichet, sie müssen aber nicht das Testzentrum am Flughafen nutzen. Ebenso ist es möglich, den Test innerhalb von drei Tagen beim Hausarzt oder einem anderen Testzentrum nachzuholen. Nur mit einem negativen Test dürfen die Reisenden die vorgeschriebene Quarantäne vorzeitig verlassen.

Update, 16. August, 13.37 Uhr: Neun neue Corona-Infektionen in Hamburg

Hamburg – Die Zahl der registrierten Corona-Infizierten in Hamburg ist bis Sonntag um nur neun gestiegen. 

Am Tag zuvor waren es noch 28, wie die Gesundheitsbehörde mitteilte. Seit Beginn der Pandemie wurden damit 5886 Menschen in Hamburg positiv auf das Virus getestet. Rund 5100 davon können nach Schätzung des Robert Koch-Instituts (RKI) inzwischen als genesen angesehen werden.

In Hamburger Krankenhäusern werden demnach unverändert 15 Menschen behandelt, neun von ihnen liegen ebenfalls unverändert auf Intensivstationen. Letzten Angaben des Instituts für Rechtsmedizin am Universitätsklinikum Eppendorf zufolge starben in Hamburg bisher 231 Menschen an Covid-19. Diese Zahl ist seit Wochen unverändert.

Hamburg liegt damit nach wie vor deutlich unter der Grenze von 50 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen, die neue Beschränkungen nach sich ziehen könnte. Gegenwärtig liege der Wert bei 11,8 - nach 12,1 am Vortag.

Update, 16. August, 7.30 Uhr: Zwei neue Corona-Fälle in Mecklenburg-Vorpommern

Rostock – In Mecklenburg-Vorpommern sind am Samstag zwei weitere Corona-Infektionen registriert worden. 

Damit ist die Zahl der landesweit nachgewiesenen Fälle auf 972 gestiegen, wie das Landesamt für Gesundheit und Soziales mitteilte. Die neuen Fälle traten im Landkreis Vorpommern-Greifswald und in Rostock auf.

Die Zahl der Menschen, die im Nordosten im Zusammenhang mit einer Covid-19-Erkrankung gestorben sind, blieb bei 20. Als genesen gelten schätzungsweise 863 der Infizierten. In den vergangenen sieben Tagen wurden landesweit 35 Neuinfektionen gemeldet.

Update, 16. August, 7.20 Uhr: Günther sieht trotz voller Strände keine große Corona-Gefahr

Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) sieht keine erhöhte Gefahr für Schleswig-Holstein.
Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) sieht keine erhöhte Gefahr für Schleswig-Holstein.  © Carsten Rehder/dpa

Kiel – Trotz der vollen Strände an Nord- und Ostsee sieht Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) keine erhöhte Corona-Gefahr für das Bundesland. 

"Seit Wochen haben wir viele Tausend Touristen in Schleswig-Holstein. Das hat nicht zu steigenden Infektionszahlen geführt", sagte er der "Bild am Sonntag". 

Die Gemeinden und Städte hätten gute Konzepte wie Kontrollen an den Stränden mit Ampeln, so dass diese nie überfüllt seien. "Es läuft insgesamt sehr gesittet ab", sagte der Regierungs-Chef.

Auch die Kontrolle von Reiserückkehrern laufe reibungslos. Man habe bis Mitte der vergangenen Woche an den eingerichteten festen Teststationen im Land, wie denen an den Häfen, bereits mehr als 10.000 Reiserückkehrer getestet, von denen 17 positiv worden waren.

Update, 16. August, 7.19 Uhr: 14 neue Corona-Infektionen in Schleswig-Holstein

Kiel – In Schleswig-Holstein ist die Zahl der Corona-Infizierten innerhalb eines Tages um 14 gestiegen. 

Wie die Landesregierung am Samstag mitteilte, wurden bisher - Stand Samstagabend - insgesamt 3782 Corona-Fälle im nördlichsten Bundesland registriert. Im Zusammenhang mit dem Coronavirus starben 158 Menschen, diese Zahl hat sich nicht erhöht. Im Krankenhaus werden 19 Corona-Patienten behandelt. 

Rund 3300 der seit Beginn der Pandemie in Schleswig-Holstein nachweislich mit Sars-CoV-2 Infizierten gelten laut Landesregierung inzwischen als genesen.

Update, 15. August, 11.24 Uhr: 28 Corona-Neuinfektionen in Hamburg

Hamburg – Die Zahl der registrierten Corona-Infizierten in Hamburg ist bis Samstag um 28 gestiegen. Am Tag zuvor waren es 29, wie die Gesundheitsbehörde mitteilte. 

Seit Beginn der Pandemie wurden damit 5877 Menschen in Hamburg positiv auf das Virus getestet. Rund 5100 davon können nach Schätzung des Robert Koch-Instituts (RKI) inzwischen als genesen angesehen werden.

In Hamburger Krankenhäusern werden demnach 15 Menschen behandelt, sechs weniger als am Vortag. Neun von ihnen liegen auf Intensivstationen, das ist einer mehr. Letzten Angaben des Instituts für Rechtsmedizin am Universitätsklinikum Eppendorf zufolge starben in Hamburg bisher 231 Menschen an Covid-19. Diese Zahl ist seit Wochen unverändert.

Hamburg liegt damit nach wie vor deutlich unter der Grenze von 50 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen, die neue Beschränkungen nach sich ziehen könnte. Gegenwärtig liege der Wert bei 12,1 - nach 13,5 am Vortag.

Update, 15. August, 8.28 Uhr: Rettungsschwimmer müssen Abstand halten

Travemünde/Warnemünde – Die Rettungsschwimmer an der Ostsee stecken in diesem Sommer in einem Dilemma. 

Die Abstandsregeln wegen der Corona-Pandemie erschwerten die Rettungseinsätze, sagte Hans-Jörg Andonovic-Wagner von der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) in Lübeck-Travemünde. Außerdem seien viele der Wachstationen nicht mit der vollen Personalstärke besetzt, da eine Reihe von ehrenamtlichen Rettern aus Angst vor einer Infektion ihren Einsatz abgesagt hätten. Probleme bei Rettungseinsätzen habe es aber trotz der vollen Strände der vergangenen Tage nicht gegeben, sagte Andonovic-Wagner.

Auch am Strand von Warnemünde in Mecklenburg-Vorpommern achten die Rettungsschwimmer der DRK-Wasserwacht bei ihren Einsätzen auf Abstand. Wenn sich enger Patientenkontakt nicht vermeiden lasse, gebe es Masken, Handschuhe und Schutzkittel für die Helfer, sagte deren Chef Lukas Knaup. Sorgen bereitet der Wasserwacht dagegen die Aggression gegenüber den Rettungsschwimmern. Das gehe bis zur Androhung von Schlägen, sagte der Chef der DRK-Wasserwacht in Mecklenburg-Vorpommern, Thomas Powasserat.

Insgesamt ist die Zahl der Badetoten nach Angaben der DLRG wegen des kühlen Wetters im Frühjahr und zu Beginn des Sommers im Vergleich zum Vorjahr zurückgegangen. Nach Angaben von Pressesprecher Achim Wiese ertranken in den ersten sieben Monaten dieses Jahres sieben Menschen in der Ostsee, bundesweit gab es 192 Badetote.

Update, 15. August, 8.25 Uhr: Dänemark lockert Regeln für Einreisende

Autos fahren zum deutsch-dänischen Grenzübergang in Richtung Norden.
Autos fahren zum deutsch-dänischen Grenzübergang in Richtung Norden.  © Carsten Rehder/dpa

Kopenhagen – Touristen müssen bei der Einreise nach Dänemark künftig nicht mehr nachweisen, dass sie mindestens sechs Übernachtungen im Land gebucht haben. Die Regierung und die Parlamentsparteien einigten sich am Freitag nach stundenlangen Verhandlungen darauf, die umstrittene Sechs-Tages-Regel abzuschaffen.

Wie aus einer am späten Abend veröffentlichten Vereinbarung hervorgeht, wird die maximale Teilnehmerzahl für Versammlungen weiter bei 100 belassen. Über eine mögliche Lockerung soll demnach im September neu diskutiert werden. Restaurants, Kneipen und Cafés dürfen statt bis Mitternacht jetzt bis 2 Uhr öffnen, Nachtclubs und Diskotheken bleiben bis Ende Oktober weiter dicht.

Dänemark hatte im März zu Beginn der Corona-Krise strikte Maßnahmen ergriffen und die Ausbreitung des Coronavirus damit vergleichsweise schnell unter Kontrolle bekommen. Seit einigen Wochen mehren sich die Infektionsfälle aber wieder, unter anderem durch lokale Ausbrüche in der zweitgrößten Stadt Aarhus sowie bei einem Schlachtbetrieb in Ringsted.

Deutsche Touristen dürfen seit Mitte Juni wieder nach Dänemark einreisen. Sie und Reisende aus mehreren anderen europäischen Ländern mussten bislang jedoch sechs Übernachtungen etwa in einem Hotel oder auf einem Campingplatz vorweisen, um ins Land gelassen zu werden. Einwohner Schleswig-Holsteins waren von dieser Regel ausgenommen.

Update, 14. August, 19.11 Uhr: 24 neue Corona-Infektionen in Schleswig-Holstein

Kiel - In Schleswig-Holstein ist die Zahl der Corona-Infizierten innerhalb eines Tages um 24 gestiegen. Wie die Landesregierung am Freitag mitteilte, wurden bisher - Stand Freitagabend - insgesamt 3768 Corona-Fälle im nördlichsten Bundesland registriert. 

Im Zusammenhang mit dem Coronavirus starben 158 Menschen, diese Zahl hat sich nicht erhöht. Im Krankenhaus werden 24 Corona-Patienten behandelt - vier mehr als einen Tag zuvor. 

Rund 3300 der seit Beginn der Pandemie in Schleswig-Holstein nachweislich mit Sars-CoV-2 Infizierten gelten laut Landesregierung inzwischen als genesen.

Update, 14. August, 19.11 Uhr: Elf neue Corona-Fälle in Mecklenburg-Vorpommern bestätigt

Rostock - In Mecklenburg-Vorpommern sind am Freitag elf weitere Corona-Infektionen registriert worden. Damit ist die Zahl der landesweit nachgewiesenen Fälle auf 970 gestiegen, wie das Landesamt für Gesundheit und Soziales mitteilte. 

Die neuen Fälle traten in den Landkreisen Nordwestmecklenburg (5), Mecklenburgische Seenplatte (2), Rostock (1) und Vorpommern-Rügen (1) sowie in der Landeshauptstadt Schwerin (2) auf.

Die Zahl der Menschen, die im Nordosten im Zusammenhang mit einer Covid-19-Erkrankung gestorben sind, blieb bei 20. Als genesen gelten schätzungsweise 857 der Infizierten. 

In den vergangenen sieben Tagen wurden landesweit 40 Neuinfektionen gemeldet.

Update, 14. August, 17.37 Uhr: Zahl der neuen Corona-Fälle an Hamburgs Schulen weiter niedrig

Hamburg - Die Zahl der neuen Corona-Fälle an Hamburgs Schulen ist weiterhin auf einem niedrigen Niveau. Insgesamt seien am Freitag sieben neue Fälle gemeldet worden, teilte eine Sprecherin der Schulbehörde auf Nachfrage mit. Betroffen seien sechs der 471 staatlichen und privaten Schulen der Hansestadt Schulen.

Lediglich in einem Fall - bei der Stadtteilschule Altona - müssen den Angaben zufolge zwei Klassen und die Klassenlehrerin in Quarantäne. In allen anderen Fällen gibt es entweder keine größeren Auswirkungen auf den Schulbetrieb oder noch keine Rückmeldungen über Maßnahmen des Gesundheitsamts. 

Insgesamt besuchen derzeit 256.890 Kinder und Jugendliche in Hamburg eine Schule.

Update, 14. August, 17.25 Uhr: 17-jähriger Maskenverweigerer schlägt Frau in Aufzug

Hamburg - Weil er in einem Aufzug trotz Aufforderung keine Maske tragen wollte, hat ein Pizzalieferant eine 54-Jährige in Hamburg angegriffen. Der 17-Jährige war danach zunächst geflüchtet, aber später von der Polizei identifiziert worden, wie ein Polizeisprecher am Freitag mitteilte. 

Der Mann hatte ohne Gesichtsmaske den Aufzug in einem Hochhaus im Stadtteil Harvestehude betreten, während die Frau sich darin befand. Sie forderte ihn auf, eine Maske aufzusetzen, er weigerte sich. 

Als sie ihm drohte, sich bei seinem Vorgesetzten zu beschweren und daraufhin ihr Handy zückte, um ihn zu fotografieren, schlug er ihr demnach mit der flachen Hand ins Gesicht. Zudem versuchte er, ihr das Handy aus der Hand zu schlagen. Anschließend habe er bei der Tat Anfang August weitere Male auf sie eingeschlagen, hieß es.

Die Beamten konnten den Jugendlichen schließlich über den Pizzalieferdienst identifizieren. Gegen ihn sei in der Vergangenheit schon mehrfach wegen Körperverletzung ermittelt worden, sagte der Sprecher.

Update, 14. August, 15.59 Uhr: Corona-Fall in Kita in Uetersen

Uetersen - Wegen eines corona-infizierten Kindes in einer Kita in Uetersen (Kreis Pinneberg) sind mehr als 40 Kinder und vier Erzieherinnen vorsorglich in häuslicher Quarantäne. Es sind eine Elementargruppe und weitere Kinder einer anderen Gruppe betroffen, die gemeinsam im Freien gespielt hatten, wie die Kreisverwaltung Pinneberg am Freitag mitteilte. Die restlichen Gruppen könnten - teilweise mit erhöhten Hygiene-Auflagen - weiterlaufen. Die Krippengruppe bleibt geöffnet.

Die Familie des infizierten Kindes war den Angaben zufolge aus dem Urlaub in einer nicht vom Robert Koch-Institut als Risikogebiet benannten Region im Balkan nach Deutschland zurückgekehrt. "Es bestand also keine Quarantäne- oder Testpflicht", hieß es. Dem Kind gehe es gut. Die Testergebnisse aller anderen Familienmitglieder seien negativ. Die Kita-Leitung hatte die Familie - alle ohne Symptome - vorsichtshalber zur Testung geschickt.

Eine Übersicht, wie viele Kitas in Schleswig-Holstein von Corona-Fällen betroffen sind, gibt es nicht. "Wir erfassen das nicht, das ist Angelegenheit der Regionen", sagte ein Ministeriumssprecher am Freitag auf Nachfrage der Deutschen Presse-Agentur.

Update, 14. August, 15.27 Uhr: Corona-Fall an Schule in Schönberg bei Lübeck

Schönberg/Lübeck - An der Regionalen Schule in Schönberg (Landkreis Nordwestmecklenburg) nahe Lübeck gibt es einen Corona-Fall. Ein zwölfjähriges Kind sei positiv getestet worden, teilte der Landkreis am Freitag mit. Kurz zuvor war eine Infektion an einer Schule in Schwerin bekannt geworden.

Die fünften und sechsten Klassen der Regionalen Schule in Schönberg vor den Toren Lübecks - zusammen 110 Kinder - sowie sechs Lehrer und ein Betreuer müssen nun vorsorglich zu Hause bleiben, wie es hieß. Alle betroffenen Lehrer und Schüler sollen am Montag getestet werden. Die zweiwöchige Quarantäne soll aber auch dann bestehen bleiben, wenn alle diese Tests negativ ausfallen.

Das Kind hat sich nach bisherigen Erkenntnissen wahrscheinlich im Familienkreis mit dem Coronavirus angesteckt. Landrätin Kerstin Weiss (SPD) appellierte an die Bevölkerung, weiterhin Abstand zu halten und Mund-Nasen-Bedeckungen zu tragen, wo es angeordnet ist. 

"Ein infizierter Fall, über 100 Menschen in Quarantäne: Das zeigt, wie schnell es gehen kann", sagte sie.

Update, 14. August, 14.02 Uhr: Datenschützer kritisiert Umgang mit Kontaktformularen

Hamburg - Hamburgs Datenschutzbeauftragter Johannes Caspar beklagt einen weiter zu laxen Umgang mit Corona-Kontaktformularen in Gaststätten. 

Bei einer Kontrolle im Juni seien bei einem Drittel der 100 kontrollierten Gewerbe- und Gaststättenbetriebe frei zugängliche Listen gefunden worden. Und eine nun erfolgte Nachschau habe gezeigt, dass etwa ein Siebtel der Betriebe die Kontaktdatenerfassung auch nach behördlicher Ansprache immer noch fehlerhaft durchführt, erklärte Caspar am Freitag.

Woran die datenschutzkonforme Umsetzung gescheitert sei, hätten die betroffenen Gaststättenbetreiber nicht plausibel darlegen können. "Bedauerlicherweise haben sich die Betriebe auch in der Nachkontrolle nicht einsichtig gezeigt." Gegen sie würden nun Bußgeldverfahren eingeleitet.

Den Datenschutzbeauftragten erreichten nahezu täglich Beschwerden von Bürgerinnen und Bürgern über Restaurants mit offenen Kontaktlisten. Teilweise werde auch vom Missbrauch der Telefonnummern für Flirt-Nachrichten oder ähnliche private Zwecke berichtet. 

Caspar appellierte daher an alle Gaststättenbetreiber: "Bitte behandeln Sie die Kontaktdaten vertraulich." Die Regeln zum Datenschutz seien keine unverbindlichen Empfehlungen.

Update, 14. August, 13.14 Uhr: Schweriner Schule bleibt nach Corona-Fall geöffnet

An der Werner-von-Siemens-Schule in Schwerin ist ein Schüler mit Corona infiziert. (Symbolbild)
An der Werner-von-Siemens-Schule in Schwerin ist ein Schüler mit Corona infiziert. (Symbolbild)  © Jens Büttner/dpa-Zentralbild/dpa

Schwerin - Ein Schüler der Werner-von-Siemens-Schule in Schwerin ist positiv auf das Coronavirus getestet worden. 

Der Siebtklässler sowie 42 Mitschüler und Lehrer, die mit ihm Kontakt hatten, seien in Quarantäne geschickt worden, teilte die Stadtverwaltung am Freitag mit. Die Schule bleibe geöffnet.

"Die übrigen Schüler und Lehrer, die nicht vom Gesundheitsamt informiert worden sind, gelten auch nicht als Kontaktperson ersten Grades und müssen nicht in Quarantäne", erklärte Oberbürgermeister Rico Badenschier (SPD). 

Die Familie des Schülers habe sich nach Bekanntwerden eines Corona-Falles im privaten Umfeld vorbildlich verhalten und damit eine größere Ausbreitung verhindert.

Update, 14. August, 12.53 Uhr: Urlauber können Corona-Test selbst buchen

Hannover - Reiserückkehrer können in Niedersachsen ab Freitagnachmittag selbst einen Corona-Test buchen. Das gab die Kassenärztliche Vereinigung Niedersachsen (KVN) bekannt. 

"Das heißt, wenn man als Reiserückkehrer auf einen Test zurückgreifen möchte, kann man sich online bei der KVN in das entsprechende Testzentrum einbuchen", sagte der Sprecher des Gesundheitsministeriums, Oliver Grimm, in Hannover. Zuvor lief das über die Hausärzte.

"Die Termine werden in einem Zeitrahmen von 72 Stunden vergeben - danach verfällt ohnehin der Anspruch für Rückkehrer aus dem Ausland auf einen kostenlosen Test", so die KVN. Auch für mehrere Personen, etwa eine ganze Familie, können Termine gebucht werden.

Wie bereits am Flughafen in Hannover erhielten die Betroffenen dann entweder direkt beim Test oder später per E-Mail einen Zugangscode zur jeweiligen Webseite des Labors, erklärte Grimm.

Mit diesem Zugangscode könnten die getesteten Personen ihr Ergebnis herunterladen und als PDF ausdrucken. Grundsätzlich stehe auch immer der Weg zum Hausarzt offen, um dort einen Test zu beantragen, sagte Grimm.

Update, 14. August, 12.06 Uhr: Zahl der Corona-Neuinfektionen in Hamburg um 29 gestiegen

Hamburg - Die Zahl der registrierten Corona-Infizierten in Hamburg ist am Freitag um 29 gestiegen. Am Tag zuvor waren es 47, wie die Gesundheitsbehörde mitteilte. 

Seit Beginn der Pandemie wurden damit 5849 Menschen in Hamburg positiv auf das Virus getestet. Rund 5100 davon können nach Schätzung des Robert Koch-Instituts (RKI) inzwischen als genesen angesehen werden. 

In Hamburger Krankenhäusern werden demnach unverändert 21 Menschen behandelt. Ebenfalls wie bisher liegen acht von ihnen auf Intensivstationen. Letzten Angaben des Instituts für Rechtsmedizin am Universitätsklinikum Eppendorf zufolge starben in Hamburg bisher 231 Menschen an Covid-19. 

Hamburg liegt damit nach wie vor deutlich unter der Grenze von 50 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen, die neue Beschränkungen nach sich ziehen könnte. Gegenwärtig liege der Wert bei 13,5 - nach 16,3 am Vortag.

Update, 14. August, 8.41 Uhr: Mehr als 200 Verfahren wegen Corona-Betrugs

Schleswig - Die Staatsanwaltschaften in Schleswig-Holstein gehen mittlerweile in weit mehr als 200 Fällen dem Verdacht des Betrugs bei Corona-Hilfen für Betriebe und Selbstständige nach. 

Zum Stand 3. August waren insgesamt 241 Verfahren anhängig, wie die Generalstaatsanwaltschaft der Deutschen Presse-Agentur auf Anfrage mitteilte. 

Demnach entfielen 112 Verfahren auf die Staatsanwaltschaft Kiel, 68 auf Lübeck, 50 auf Itzehoe und elf auf Flensburg.

Die Zahlen sind zu messen an rund 72.000 Hilfsanträgen von Betrieben und Soloselbstständigen im ersten Halbjahr. Laut Investitionsbank wird jeder Antrag gründlich auf Plausibilität überprüft. 

In der Regel beträfen die Fälle eher kleinere Betriebe und Soloselbstständige. Eine Ausnahme ist ein Verfahren bei der Staatsanwaltschaft in Lübeck. 

Diese ermittelt gegen einen 36-Jährigen aus dem Kreis Pinneberg, der unberechtigt Kurzarbeitergeld und Corona-Soforthilfe in Millionenhöhe beantragt haben soll und jetzt in Untersuchungshaft sitzt. 

Update, 14. August, 8.27 Uhr: Chöre und Blasmusiker schlagen Alarm

Kiel - Die Chöre und Blasmusiker in Schleswig-Holstein sorgen sich wegen der Corona-Krise um ihre Existenz. 

"Die Gesamtstruktur ist in Gefahr – gerade in der Fläche, wo ansonsten das kulturelle Angebot begrenzt ist. Man darf den Menschen die Grundrechte auf Bewegung im Sport und auf seelische Erbauung im Singen und Musizieren nicht verweigern", sagte Volker Mader, Präsident des Landesmusikrats, den Kieler Nachrichten.

Nach der aktuellen Corona-Verordnung des Landes ist das Singen und das Musizieren mit Blasinstrumenten in Innenräumen verboten. Um dies zu ändern, hat sich ein Bündnis aus Musikern und Theatermachern zusammengefunden. 

Ziel sei, der Landesregierung ein Hygienekonzept vorzulegen, nach dem "sicher" geprobt werden könne.

Update, 13. August, 21.32 Uhr: Fünf neue Corona-Fälle in Mecklenburg-Vorpommern

Rostock – In Mecklenburg-Vorpommern sind am Donnerstag fünf weitere Corona-Infektionen registriert worden. 

Damit ist die Zahl der landesweit nachgewiesenen Fälle auf 959 gestiegen, wie das Landesamt für Gesundheit und Soziales mitteilte. Die neuen Fälle traten in den Kreisen Nordwestmecklenburg (3) und jeweils einer im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte und in Rostock auf. 

Die Zahl der Menschen, die im Nordosten im Zusammenhang mit einer Covid-19-Erkrankung gestorben sind, blieb bei 20. Als genesen gelten schätzungsweise 855 der Infizierten. In den vergangenen sieben Tagen wurden landesweit 49 Neuinfektionen gemeldet.

Update, 13. August, 21.10 Uhr: Hamburger Tennisturnier soll stattfinden

Die European Open fanden zuletzt im vergangenen Jahr in Hamburg statt.
Die European Open fanden zuletzt im vergangenen Jahr in Hamburg statt.  © Daniel Bockwoldt/dpa

Hamburg – Für die Hamburg European Open 2020 ist doch noch ein neuer Termin gefunden worden. 

Das traditionsreichste Tennisturnier Deutschlands soll in diesem Jahr vom 19. bis 27. September am Rothenbaum stattfinden. "Wir haben die ATP informiert, dass wir in der Woche vor den French Open unser Turnier veranstalten wollen. 

Und wir erwarten die Bestätigung im ATP-Turnierkalender, der an diesem Freitag verkündet wird", sagte Turnierdirektorin Sandra Reichel am Donnerstag. "Ich bin sehr happy für die Hamburger Tennisfans. Unser Ziel war es immer, dass unser modernisiertes Rothenbaum-Stadion in diesem Jahr noch in einem würdigen Rahmen eingeweiht werden kann."

Corona-bedingt hatte die Herren-Profiorganisation ATP-500er-Turnier Mitte Juli abgesagt. "Die Verhandlungen mit unseren Partnern, der ATP, der Freien und Hansestadt Hamburg und dem Deutschen Tennis Bund waren zeitintensiv, da für die Covid-19-konforme Organisation einer Großveranstaltung natürlich viel Klärungsbedarf besteht und ein solches Event für uns als Veranstalter auch ein finanzielles Risiko birgt", sagte Sandra Reichel.

Alle Informationen dazu findet Ihr >>>hier<<<.

Update, 13. August, 20.53 Uhr: 30 neue Corona-Infektionen in Schleswig-Holstein

Kiel – In Schleswig-Holstein ist die Zahl der Corona-Infizierten innerhalb eines Tages um 30 gestiegen. 

Wie die Landesregierung am Donnerstagabend mitteilte, wurden bisher - Stand Mittwochabend - insgesamt 3744 Corona-Fälle im nördlichsten Bundesland registriert. Im Zusammenhang mit dem Coronavirus starben 158 Menschen, diese Zahl hat sich nicht erhöht. 

Im Krankenhaus werden 20 Corona-Patienten behandelt. Rund 3300 der seit Beginn der Pandemie in Schleswig-Holstein nachweislich mit Sars-CoV-2 Infizierten gelten laut Landesregierung inzwischen als genesen.

Update, 13. August, 16.39 Uhr: Tui Cruises verlangt negativen Corona-Test von Passagieren

Das Kreuzfahrtschiff "Mein Schiff 3" der Reederei TUI Cruises liegt an einem Kai im Hafen.
Das Kreuzfahrtschiff "Mein Schiff 3" der Reederei TUI Cruises liegt an einem Kai im Hafen.  © Hauke-Christian Dittrich/dpa

Hamburg – Passagiere der Kreuzfahrtreederei Tui Cruises dürfen ab September nur noch mit einem negativen Corona-Test an Bord. 

Die Regelung betreffe alle Abfahrten der Mein-Schiff-Flotte, wie das Unternehmen am Donnerstag mitteilte. Die Kosten für den Test seien bereits im Reisepreis inbegriffen. "Über weitere Einzelheiten werden alle Gäste automatisch und rechtzeitig vor Reisebeginn informiert", hieß es weiter.

Nach monatelanger Zwangspause bietet Tui Cruises seit Juli wieder Kreuzfahrten von deutschen Häfen an. Der Neustart begann zunächst mit einem dreitägigen Rundtrip auf der Nordsee und ohne Landgang. 

Ab September will die Reederei nach eigenen Angaben ihr Angebot erweitern. Demnach sollen dann siebentägige Kreuzfahrten mit der "Mein Schiff 6" ab und bis zur griechischen Insel Kreta mit Landausflügen möglich sein.

"Damit die hohen Hygiene- und Sicherheitsstandards auch hier eingehalten werden, erfolgen die Landgänge von Piräus, Kreta und Korfu aus bis auf weiteres ausschließlich durch, von TUI Cruises vermittelte, organisierte Landausflüge", heißt es aus dem Unternehmen. 

Update, 13. August, 14.30 Uhr: Corona-Infektionen in drei Kieler Schulen

Kiel - In drei Kieler Schulen sind nach einzelnen Corona-Fällen jeweils eine Jahrgangsstufe vorerst geschlossen worden. 

Die Kinder der Jahrgangsstufen seien in häuslicher Quarantäne, bis alle ihre Corona-Testergebnisse vorlägen, teilte eine Sprecherin des Bildungsministeriums am Donnerstag mit. 

In den drei Schulen sei jeweils ein Kind positiv auf Corona getestet worden, woraufhin als Schutzmaßnahme die Jahrgangsstufen nach Hause geschickt worden seien.

Am Donnerstag musste rund 130 Schüler des 9. Jahrgangs einer Gemeinschaftsschule in häusliche Quarantäne sowie die Lehrkräfte. 

Update, 13. August, 12.23 Uhr: Wieder deutlicher Anstieg der Neuinfektionen in Hamburg

Hamburg - Die Zahl der registrierten Corona-Infizierten in Hamburg ist am Donnerstag wieder deutlich um 47 gestiegen. Am Tag zuvor waren es noch 28, wie die Gesundheitsbehörde mitteilte. 

Seit Beginn der Pandemie wurden damit 5820 Menschen in Hamburg positiv auf das Virus getestet. Rund 5100 davon können nach Schätzung des Robert Koch-Instituts (RKI) inzwischen als genesen angesehen werden.

In Hamburger Krankenhäusern werden demnach 21 Menschen mit dem Coronavirus behandelt, zwei mehr als am Vortag. Unverändert liegen acht von ihnen auf Intensivstationen. 

Letzten Angaben des Instituts für Rechtsmedizin am Universitätsklinikum Eppendorf zufolge starben in Hamburg bisher 231 Menschen an Covid-19.

Update, 13. August, 10.23 Uhr: Wesermarsch-Landrat positiv auf Corona-Virus getestet

Brake - Der Landrat des Wesermarsch-Kreises, Thomas Brückmann, hat sich mit dem Corona-Virus infiziert. Das teilte der Landkreis am Donnerstag mit. Der parteilose Politiker befindet sich bereits seit einer Woche in häuslicher Quarantäne. 

Ein erstes Testergebnis sei am vorigen Samstag negativ ausgefallen. Dann habe Brückmann am Sonntag erste Symptome in Form hohen Fiebers gezeigt. Ein zweiter Test habe dann ein positives Ergebnis ergeben. Seit Mittwoch sei der Landrat fieberfrei.

"Gesundheitliche Einschränkungen liegen nicht vor. Landrat Thomas Brückmann befindet sich im Home-Office und leitet die Amtsgeschäfte von zuhause aus", hieß es in einer Mitteilung. 

Abhängig von einer weiteren Testung kommende Woche dauere die Quarantäneanordnung bis etwa Ende der nächsten Woche an.

Update, 13. August, 9 Uhr: Tui macht Milliardenverlust

Hannover - Wegen der Corona-Pandemie musste der weltgrößte Tourismuskonzern Tui fast alle Reisen stoppen und absagen. 

Daher verlor das Unternehmen rund 1,4 Milliarden Euro

Update, 13. August, 8.09 Uhr: Krankenhäuser müssen Tests für Mitarbeiter selbst zahlen

Eine Biologielaborantin bringt Proben auf das SARS-CoV-2-Virus zu einem Analysegerät.
Eine Biologielaborantin bringt Proben auf das SARS-CoV-2-Virus zu einem Analysegerät.  © Daniel Bockwoldt/dpa

Hamburg - Die Hamburger Krankenhäuser müssen die regelmässigen Corona-Tests für ihre Beschäftigten bislang selbst bezahlen. Das sei unfair gegenüber den Krankenhäusern, sagte Claudia Brase, die Geschäftsführerin der Hamburgischen Krankenhausgesellschaft, am Donnerstag der Deutschen Presse-Agentur. 

Sowohl die Beschäftigten an Schulen als auch die Rückkehrer aus Risikogebieten müssten für die Tests nicht selbst aufkommen, auch hätten andere Bundesländer für die Krankenhäuser bereits Regelungen geschaffen. 

"Unsere Mitarbeiter fühlen sich dadurch nicht wertgeschätzt von der Politik", sagte Brase. Die Krankenhäuser würden finanziell zusätzlich belastet. Ein Test kostet 60 bis 90 Euro.

Hintergrund ist eine Verwaltungsregelung, die in Hamburg noch nicht umgesetzt wurde. Danach müssen die Krankenhäuser bei den Gesundheitsämtern einen Plan für die regelmäßigen und die anlassbezogenen Tests in ihren verschiedenen Abteilungen vorlegen und genehmigen lassen. 

Dann können die Krankenkassen die Kosten erstatten. Das haben die Hamburger Gesundheitsämter, die der Gesundheitsbehörde unterstehen, noch nicht getan. "Vermutlich liegt es an einem Bürokratie-Versagen", sagte Brase. Die Sozialbehörde hat sich dazu noch nicht geäußert.

Ein ähnliches Problem beklagen die niedergelassenen Ärzte für ihre Arzthelferinnen und Sprechstundenhilfen. Sie müssten in einigen Bundesländern Corona-Tests aus ihrer eigenen Tasche bezahlen, um ihren Beruf ausüben zu können. 

"Das ist zutiefst beschämend und widerspricht dem gesunden Gerechtigkeitsempfinden", sagte die Augenärztin Frauke Wulf-Homilius, Vorsitzende der Landesgruppe Niedersachsen/Bremen der Ärztevereinigung Virchowbund.

Update, 13. August, 7.49 Uhr: Nur rund 300 Hamburger Lehrer haben Attest aus Sorge vor Corona

Hamburg - In Hamburg haben sich lediglich 1,65 Prozent der Lehrerinnen und Lehrer aus Sorge vor einer Corona-Infektion vom Präsenzunterricht befreien lassen. 

Nach Angaben der Schulbehörde vom Donnerstag legten 301 der 20.037 Lehrkräfte ein ärztliches Attest vor. 

Die Zahlen der Behörde basieren auf einer Abfrage von 370 Schulen.

Update, 13. August, 7.30 Uhr: Tausende besorgte Anrufer beim Hamburger Arztruf

Tausende Menschen rufen täglich beim Hamburger Arztruf an. (Symbolbild)
Tausende Menschen rufen täglich beim Hamburger Arztruf an. (Symbolbild)  © picture alliance / Marc Müller/dpa

Hamburg - Bis zu 4000 Anrufe am Tag verzeichnet der Hamburger Arztruf 116 117 nach dem Ende der Schulferien. "Viele Anrufer sind keine Notfälle, sie haben keine Symptome. Das ist unschön", sagte Sprecher Jochen Kriens von der Kassenärztlichen Vereinigung Hamburg (KVH) der Deutschen Presse-Agentur. 

Der Notruf sollte nur in medizinisch begründeten Fällen kontaktiert werden. Viele Menschen wollten sich auch einfach zum Thema Corona informieren, sagte Kriens, doch dafür sei die Hotline der Stadt (040 428 284 000) zuständig. Reisende ohne Corona-Symptome sollten sich in den Zentren in Farmsen und Altona testen lassen, ein weiteres beim Hamburger Hauptbahnhof werde demnächst eröffnet.

Positiv zu beobachten sei eine Abschwächung saisonaler Krankheiten durch die Maskenpflicht. "Wir haben weniger Erkältungen, wenige grippale Infekte", berichtete Kriens.

Zehn bis 15 Plätze im Callcenter der KVH seien derzeit mit medizinischem Fachpersonal besetzt, in Corona-Hochzeiten im Frühjahr waren es 30. Zwischen 2000 und 2500 Anrufe gingen durchschnittlich täglich ein, manche Personen riefen mehrmals an. "Am Sonntag und Montag hatten wir sogar 4000, die Belastung im Callcenter ist groß. Das ist aber noch weit entfernt von den 20 000 im Frühjahr", erklärte Kriens.

Reisende aus Risikogebieten im Aus- und Inland sind zu dem Corona-Test verpflichtet; für alle anderen Rückkehrer ist er freiwillig und kostenlos. Der Aufenthalt im Ausland muss durch ein Ticket, eine Hotelrechnung oder einen ähnlichen Beleg nachgewiesen werden. 

Ebenfalls kostenlos ist der Test für Schulangehörige, wenn die Corona-App anschlägt oder wenn eine Behörde den Test anordnet. Andere Hamburger ohne Symptome müssen den Test selbst bezahlen.

Update, 13. August, 6 Uhr: Seit Donnerstag höhere Bußgelder bei Corona-Verstößen in MV

Wer keine Maske trägt, muss in Mecklenburg-Vorpommern mehr Strafe zahlen. (Symbolbild)
Wer keine Maske trägt, muss in Mecklenburg-Vorpommern mehr Strafe zahlen. (Symbolbild)  © Oliver Berg/dpa

Schwerin - In Mecklenburg-Vorpommern gilt seit Donnerstag ein neuer Bußgeldkatalog für Verstöße gegen die Corona-Regeln. Die Strafgelder sind deutlich gestiegen. 

Wer zum Beispiel keine Maske im Öffentlichen Nahverkehr trägt, muss mit 150 Euro Bußgeld rechnen, wenn er erwischt wird. Bisher waren es 25 Euro. Auch Verstöße gegen eine vom Gesundheitsamt verhängte Quarantäne werden teurer. Das Mindest-Bußgeld beträgt jetzt 500 Euro statt wie bisher 100 Euro. Die Obergrenze bleibt bei 2000 Euro.

Hintergrund ist die Sorge, dass durch Reiserückkehrer und wachsenden Leichtsinn die Zahl der Corona-Fälle wieder steigt. Bundesweit liegen die täglichen Infektionszahlen aktuell wieder über 1000. In Mecklenburg-Vorpommern sind sie weiter vergleichsweise niedrig. Es gab zuletzt aber auch Tage mit mehr als 20 registrierten Neuinfektionen.

Die höheren Bußgelder bei Quarantäne-Verstößen gelten als Reaktion auf vermehrt aufgetretene Infektionsfälle nach Auslandsreisen. Wer aus einem Risikogebiet nach Mecklenburg-Vorpommern kommt, muss zwei Wochen in Quarantäne gehen, es sei denn, er oder sie legt nach einem negativen Test beim Eintreffen ein zweites Negativ-Attest nach einer Woche vor. Allerdings ist unklar, ob sich alle Rückkehrer aus Risikogebieten beim Gesundheitsamt melden.

Auch wer nah mit einem positiv getesteten Menschen tun hatte, muss in Quarantäne. Derzeit sind das in Mecklenburg-Vorpommern einige hundert Menschen. In Ludwigslust führte das zu Protesten, weil 16 Schüler des dortigen Goethe-Gymnasiums nicht wie geplant ihre Jugendweihe am Samstag (15. August) feiern können. Für sie ist nach dem positiven Testergebnis bei drei Lehrern Quarantäne bis zum 16. August angeordnet worden - selbst wenn ihr zweiter Test wieder ein negatives Ergebnis erbringen sollte. Die Ergebnisse werden am Freitag erwartet.

Auch nach zwei negativen Tests bestehe bei sogenannten Erstkontakten ein Restrisiko, erklärte die Leiterin des Gesundheitsamtes des Landkreises Ludwigslust-Parchim, Ute Siering. 

Deshalb müsse darauf bestanden werden, dass die Quarantänezeit, die hier schon auf zehn Tage verringert worden sei, eingehalten wird. Bei Reiserückkehrern werde das anders eingeschätzt, weshalb dort etwas andere Regeln gälten.

Update, 12. August, 23.09 Uhr: 39 neue Corona-Infektionen in Schleswig-Holstein

Kiel - Bis zum Mittwochabend (Stand: 19.19 Uhr) wurden nach Angaben der Landesregierung in Schleswig-Holstein 39 neue Infektionen gemeldet. 

Damit ist die Zahl der bestätigten Corona-Fälle auf 3714 gestiegen. Im Zusammenhang mit dem Coronavirus werden weiterhin 158 Menschen gezählt. 

Rund 3300 der seit Beginn der Pandemie in Schleswig-Holstein nachweislich mit Sars-CoV-2 Infizierten gelten laut Landesregierung inzwischen als genesen.

Update, 12. August, 18.26 Uhr: Jugendweihe fällt für Schüler erneut aus

Ludwigslust – Für 16 Schüler des Gymnasiums in Ludwigslust fällt die Jugendweihe wegen der Corona-Krise zum zweiten Mal aus. 

Zum Nachholtermin am 15. August sind die Mädchen und Jungen in Folge einer Corona-Infektion an der Schule noch in Quarantäne, wie der Landkreis Ludwigslust-Parchim am Mittwoch mitteilte. Sie müssten bis einschließlich 16. August in häuslicher Isolierung bleiben und könnten nicht wie geplant Jugendweihe feiern.

Das stößt bei den Jugendlichen und deren Eltern auf Unverständnis. Sie verweisen darauf, dass der erste Corona-Test der Betroffenen negativ ausgefallen ist - und dass bei ebenfalls negativem zweiten Testergebnis am Freitag eine Teilnahme an der Jugendweihe doch erlaubt sein müsse. In diesem Zusammenhang verweisen die Eltern auf Regelungen für Reiserückkehrer aus Risikogebieten, deren Quarantäne nach dem zweiten negativen Testergebnis endet.

Der Unterschied besteht nach Angaben der Leiterin des Kreis-Gesundheitsamtes, Ute Siering, darin, dass die Schüler Erstkontakte einer coronainfizierten Lehrerin waren. "Auch nach zwei negativen Tests besteht ein Restrisiko", sagte sie. Deswegen müsse die gesamte Zeitspanne der Quarantäne, die in diesem Fall auf das Mindestmaß von zehn Tagen reduziert wurde, abgewartet werden. 

Reiserückkehrer aus Risikogebieten seien nicht automatisch Erstkontakte einer infizierten Person. Landrat Stefan Sternberg (SPD) bat um Verständnis, dass sich der Landkreis nicht über geltendes Recht und die Regeln des Infektionsschutzes hinwegsetzen könne.

Update, 12. August, 18.24 Uhr: Zwei neue Corona-Fälle in Mecklenburg-Vorpommern

Rostock – In Mecklenburg-Vorpommern sind am Mittwoch zwei weitere Corona-Infektionen registriert worden. 

Damit ist die Zahl der landesweit nachgewiesenen Fälle auf 954 gestiegen, wie das Landesamt für Gesundheit und Soziales (Lagus) mitteilte. Die beiden neuen Fälle traten in den Kreisen Nordwestmecklenburg und Vorpommern-Greifswald auf. Die Zahl der im Nordosten bislang im Zusammenhang mit einer Covid-19-Erkrankung gestorbenen Menschen blieb bei 20. 

Als genesen gelten schätzungsweise 848 der Infizierten. In den vergangenen sieben Tagen wurden 47 Neuinfektionen gemeldet.

Update, 12. August, 17.52 Uhr: Besucher-Ampel lenkt Gäste in St. Peter-Ording

St. Peter-Ording – Eine Besucher-Ampel soll künftig die Gäste in St. Peter-Ording lenken. An sechs Hotspots im Ort sei Sensortechnik installiert worden, um die Zahl der Menschen zu erfassen, sagte Tourismus-Direktorin Constanze Höfinghoff am Mittwoch. Das soll helfen, Menschen-Ansammlungen während der Corona-Epidemie zu vermeiden.

Es seien zum Teil Frequenzmesser aufgestellt worden, mit denen man die Bewegung der Menschen erfassen kann. An anderen Stellen machen Kameras im Minutentakt Fotos, auf denen eine Software automatisiert und anonymisiert die Zahl der Menschen zählt. "Die Bilder werden nicht gespeichert, sondern nach der Datenerfassung sofort gelöscht."

Die Daten werden ausgewertet und erscheinen als "Ampel" auf der Internetseite von St. Peter-Ording. Dabei wird für die Hotspots angezeigt, ob sie wenig, mäßig oder stark besucht sind.

"Wir haben das System zehn Tage getestet. Es wurde am Dienstag offiziell freigeschaltet", sagte Höfinghoff. St. Peter-Ording ist laut Höfinghoff "die erste touristische Destination in Deutschland, die Sensortechnik einsetzt und damit eine digitale Besucherlenkung ermöglicht". 

Der NDR berichtete zuvor darüber.

Update, 12. August, 13.20 Uhr: Infektion in Wittenburger Kita

Wittenburg - Nach der Corona-Infektion eines Kita-Kindes in Wittenburg (Landkreis Ludwigslust-Parchim) sind 25 Mädchen und Jungen der Kita, zwei Erzieher sowie Familienangehörige des infizierten Kindes in Quarantäne geschickt worden. 

Sie sollten am Mittwoch getestet werden, wie ein Sprecher des Landkreises sagte. Insgesamt handele es sich um rund 30 Personen. Die Kita werde nicht geschlossen, da sich der Corona-Fall auf eine einzelne Gruppe beziehe.

In Mecklenburg-Vorpommern läuft der Kita-Betrieb seit Anfang August wieder ohne Einschränkungen. Auch Kinder mit leichtem Husten, Halsschmerzen oder erhöhter Temperatur werden betreut. 

Sie dürften nicht mit Verweis auf die Covid-19-Pandemie nach Hause geschickt werden, hatte das Sozialministerium klargestellt.

Update, 12. August, 13.16 Uhr: 28 Corona-Neuinfektionen in Hamburg

Hamburg - Die Zahl der registrierten Corona-Infizierten in Hamburg ist am Mittwoch um 28 gestiegen. Das ist deutlich weniger als am Tag zuvor, als 58 neue Fälle festgestellt wurden, wie die Gesundheitsbehörde mitteilte.

Seit Beginn der Pandemie wurden damit 5773 Menschen in Hamburg positiv auf das Virus getestet. Rund 5100 davon können nach Schätzung des Robert Koch-Instituts (RKI) inzwischen als genesen angesehen werden.

In Hamburger Krankenhäusern werden demnach unverändert noch 19 Menschen mit dem Coronavirus behandelt. Ebenfalls unverändert liegen acht von ihnen auf Intensivstationen. Letzten Angaben des Instituts für Rechtsmedizin am Universitätsklinikum Eppendorf zufolge starben in Hamburg bisher 231 Menschen an Covid-19.

Hamburg liegt damit nach wie vor deutlich unter der Grenze von 50 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen, die neue Beschränkungen nach sich ziehen könnte. Gegenwärtig liege der Wert bei 16,2 - nach 16,0 am Vortag.

Update, 12. August, 13.10 Uhr: Bundeswehr unterstützt bei der Suche nach Infizierten

Hamburg - Die Bundeswehr unterstützt Hamburgs Gesundheitsbehörde ab sofort bei der Rückverfolgung möglicher Corona-Infektionsketten. Seit Mittwoch seien nach einer Bitte um Amtshilfe am Flughafen 16 Soldatinnen und Soldaten im Einsatz, teilte die Bundeswehr mit. 

Sie werden den Angaben zufolge nun an sieben Tagen die Woche von 6 bis 23 Uhr alle Aussteigekarten von Reiserückkehrern aus Risikogebieten sichten, sortieren und an die zuständigen Gesundheitsämter weiterleiten. 

An den Corona-Tests selbst seien die Soldaten vom Aufklärungsbataillon 6 in Eutin und vom Versorgungsbataillon 142 in Hagenow nicht beteiligt.

Update, 12. August, 12.09 Uhr: Keine weiteren Corona-Infektionen in Brunsbütteler Klinik

Brunsbüttel - Nach dem positiven Test eines Krankenhausmitarbeiters auf das Cornavirus in Brunsbüttel sind in der dortigen Klinik keine weiteren Infektionen mit dem Sars-CoV-2-Erreger festgestellt worden. 

Insgesamt wurden seit Sonntagabend bei 260 Mitarbeitern und 75 Patienten Abstrichproben genommen und ausgewertet, wie das Westküstenklinikum am Mittwoch mitteilte. 

Nähere Angaben zu dem positiv getesteten Mitarbeiter machte die Einrichtung aus Datenschutzgründen nicht.

Update, 12. August, 7.15 Uhr: Anstieg bei Infektionen in Schleswig-Holstein

Kiel - Die Zahl der in Schleswig-Holstein erfassten Corona-Neuinfektionen hat sich zuletzt innerhalb eines Tages um 55 Fälle auf 3675 erhöht. Wie die Landesregierung auf ihrer Homepage mit Stand Dienstagabend berichtete, blieb die Zahl der im Zusammenhang mit dem Virus Gestorbenen unverändert bei 158.

Rund 3200 der seit Beginn der Pandemie in Schleswig-Holstein nachweislich mit Sars-CoV-2 Infizierten gelten laut Landesregierung inzwischen als genesen.

Tagesaktuelle Zahlen der Kreise fließen am Folgetag in die von der Landesregierung veröffentlichte Statistik mit ein.

Update, 12. August, 3.30 Uhr: Erstklässler starten unter Corona-Bedingungen ins Schulleben

Erstklässler haben nach der Einschulung Schultüten bekommen. (Archivbild)
Erstklässler haben nach der Einschulung Schultüten bekommen. (Archivbild)  © Bernd Wüstneck/dpa

Kiel - Für die meisten Erstklässler in Schleswig-Holstein beginnt am Mittwoch der Start ins Schulleben. Angesicht der Corona-Pandemie werden die Einschulungsfeiern dieses Jahr vielerorts anders gestaltet als üblich. 

So wurde die Zahl der Menschen, die die ABC-Schützen an ihrem ersten Tag in die Schule begleiten dürfen, an vielen Schulen begrenzt. 

Namen sowie Adressen der Eltern werden erfasst. Auch gibt es zum Teil mehrere Einschulungsfeiern pro Schule, um die Abstandsregeln einhalten zu können. 

Die älteren Schüler haben bereits seit Montag wieder Unterricht in der Schule.

Die Zahl der Erstklässler ist in diesem Schuljahr um knapp 1,7 Prozent auf rund 23.000 gestiegen. 

Insgesamt sank die Zahl der Schüler an Schleswig-Holsteins Schulen im neuen Schuljahr um 0,2 Prozent auf 363.150. Im Norden gibt es 792 öffentliche allgemeinbildende und berufsbildende Schulen.

Update, 11. August, 18.09 Uhr: Corona-Fälle haben kaum Auswirkung auf Hamburger Schulalltag

Hamburg - Die Corona-Pandemie hat auf den Neustart an Hamburgs Schulen im Regelbetrieb und mit allen Kindern und Jugendlichen an Bord bislang kaum Auswirkungen. 

Insgesamt gebe es unter den 256 890 Kindern nur 21 Infizierte, sagte Behördensprecher Peter Albrecht am Dienstag. Das sei ein Fall mehr als am Montag. Hinzu kämen drei Beschäftigte. Insgesamt seien 22 der 471 staatlichen und privaten Schulen der Hansestadt betroffen.

Auswirkungen auf den Schulbetrieb selbst gebe es aber kaum. Nach Angaben der Schulbehörde bleibt lediglich eine 4. Klasse der Grundschule Rönnkamp wegen eines bestätigt infizierten Kindes vorerst zuhause. 

An der Schule Ahrensburger Weg sei eine Lehrkraft infiziert, weshalb Kontakt-Lehrkräfte umfangreich getestet und aktuell nicht in der Schule eingesetzt würden.

In Mecklenburg-Vorpommern waren am vergangenen Freitag wegen eines Corona-Falls das Gymnasium in Ludwigslust und die Ostsee-Grundschule in Graal-Müritz (Landkreis Rostock) geschlossen worden - was für den Virologen Jonas Schmidt-Chanasit vom Bernhard-Nocht-Institut für Tropenmedizin in Hamburg die schlechteste aller Lösungen ist. 

Schulschließungen dürften nur der allerletzte Schritt sein, sagte er am Dienstag dem NDR. "Dann ist aber sehr viel schiefgegangen auf der Präventionsebene". Offene Schulen und Kitas hätten absolute Priorität.

Update, 11. August, 16.52 Uhr: Jahrgangsstufen einer Schule in Ratekau vorerst zu Hause

Kiel/Ratekau - Eine zweite Schule in Schleswig-Holstein ist indirekt durch die Corona-Pandemie getroffen. 

In Ratekau (Kreis Ostholstein) sind, nachdem ein Geschwisterkind eines Schülers positiv getestet wurde, die Jahrgangsstufen 11 und 12 einer Gemeinschaftsschule am Dienstag nach Hause geschickt worden, wie ein Ministeriumssprecher in Kiel mitteilte. 

Die beiden Jahrgangsstufen bildeten eine Kohorte, also eine feste Lerngruppe. Die Schließung der Jahrgangsstufen dauere an, bis das Ergebnis des Corona-Tests für den Schüler vorliege - möglicherweise könne dies am Mittwoch der Fall sein.

Update, 11. August, 13.37 Uhr: MV verschärft Bußgelder bei Verstößen gegen Corona-Vorschriften

Schwerin - In Mecklenburg-Vorpommern gelten künftig höhere Bußgelder bei Verstößen gegen die Corona-Vorschriften. Wer die Maskenpflicht insbesondere im Öffentlichen Nahverkehr ignoriert, dem drohen künftig 150 Euro statt wie bisher 25 Euro Bußgeld, wie Innenminister Lorenz Caffier (CDU) am Dienstag nach einer Kabinettssitzung in Schwerin bekanntgab. Bei Verstößen gegen Quarantäne-Anordnungen steigt das Mindest-Bußgeld demnach von 100 auf 500 Euro.

Außerdem sollen in Mecklenburg-Vorpommern all jene in Quarantäne gehen, die aus einem Risikogebiet einreisen, auch wenn das Land am Tag der Rückreise nicht mehr als Risikogebiet eingestuft ist. Entscheidend sei, ob das Land in den letzten 14 Tagen Risikogebiet gewesen ist, sagte Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD). 

Der Regierung sei klar, dass es schwer sei, in Quarantäne zu gehen. Es gebe aber keine Alternative, gerade auch um den Betrieb der Schulen und Kitas zu schützen.

Update, 11. August, 11.49 Uhr: 58 Corona-Neuinfektionen in Hamburg

Hamburg - Die Zahl der offiziell registrierten Corona-Infizierten in Hamburg ist am Dienstag deutlich um 58 gestiegen. Tags zuvor waren es nur 13 neue Fälle gewesen, wie die Gesundheitsbehörde mitteilte.

Seit Beginn der Pandemie wurden damit 5747 Menschen in Hamburg positiv auf das Virus getestet. Eigentlich wären es sogar 5748. Da aber ein Fall vom 14. Juli gestrichen worden sei, bleibe es bei 5747. Rund 5100 davon können nach Schätzung des Robert Koch-Instituts (RKI) inzwischen als genesen angesehen werden.

In Hamburger Krankenhäusern werden demnach unverändert noch 19 Menschen mit dem Coronavirus behandelt. Acht von ihnen liegen auf Intensivstationen, am Vortag waren es noch zehn. Letzten Angaben des Instituts für Rechtsmedizin am Universitätsklinikum Eppendorf zufolge starben in Hamburg bisher 231 Menschen an Covid-19.

Hamburg liegt damit nach wie vor deutlich unter der Grenze von 50 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner, die neue Beschränkungen nach sich ziehen könnte. Gegenwärtig liege der Wert bei 16, nach 13,7 am Vortag.

Update, 11. August, 11.19 Uhr: Corona-Infektion bei Klinik-Mitarbeiter in Brunsbüttel

Brunsbüttel - Ein Mitarbeiter des Westküstenklinikums (WKK) in Brunsbüttel ist positiv auf das Coronavirus getestet worden. "Der Test wurde veranlasst, als die Person am Sonntag während der Schicht Symptome bekam", sagte WKK-Sprecher Sebastian Kimstädt am Dienstag. 

Nach dem Vorliegen des Ergebnisses seien die aktuell in der Brunsbütteler Klinik stationierten rund 64 Patienten sowie insgesamt 120 Mitarbeiter ebenfalls getestet worden. Insgesamt arbeiten an dem Standort knapp 320 Mitarbeiter. "Erste Ergebnisse liegen bereits vor. Sie sind alle negativ ausgefallen", sagte Kimstädt.

Die letzten Ergebnisse sollen spätestens am Mittwoch vorliegen. Der Betrieb des Krankenhauses sowie der Betrieb der Notaufnahme seien nicht beeinträchtigt. 

Nähere Angaben zu dem Mitarbeiter machte die Klinik aus Datenschutzgründen nicht. Zuvor berichteten verschiedene Medien.

Update, 11. August, 8.54 Uhr: Grundschule Rantrum öffnet am Mittwoch wieder

Rantrum/Kiel - Die wegen der Corona-Infektion einer Lehrerin geschlossene Grundschule in Rantrum bei Husum öffnet am Mittwoch wieder für die Jahrgänge zwei, drei und vier. Dabei sollen Vertretungslehrkräfte zusammen mit den Klassenlehrern, die im Homeoffice sind, den Unterricht übernehmen, wie ein Sprecher des Bildungsministeriums am Dienstag sagte. Die erste Klasse werde am Mittwoch kommende Woche eingeschult. Zuvor hatten andere Medien darüber berichtet.

Bei einer Lehrerin war eine Infektion mit dem Coronavirus nachgewiesen worden. Die Frau hatte an einer Dienstbesprechung teilgenommen und dabei Kontakt mit anderen Mitarbeitern der Schule gehabt. Die Grundschule sollte deshalb ursprünglich in der ersten Schulwoche nach den Sommerferien komplett geschlossen bleiben. Nach Angaben des Kreises handelte es sich dabei um eine reine Vorsichtsmaßnahme.

"Ich freue mich, dass am Mittwoch die Schule in Rantrum startet", sagte Bildungsministerin Karin Prien (CDU). Die ersten Testergebnisse hätten am Montag vorgelegen und seien alle negativ gewesen. "In dieser besonderen Situation haben wir mit dem Gesundheitsamt vor Ort vereinbart, dass die Lehrkräfte der Schule am Donnerstag noch ein zweites Mal getestet werden und für den Rest der Woche Vertretungslehrkräfte den Unterricht an dieser Schule übernehmen."

Prien appellierte erneut an Schüler, Lehrkräfte und anders an Schulen Tätige: "Wenn Sie auf das Ergebnis eines Coronatests warten, kommen Sie in der Zwischenzeit nicht in die Schule, sondern kontaktieren Sie die Schulleitung telefonisch."

Im neuen Schuljahr in Schleswig-Holstein soll es trotz Corona-Krise so viel Präsenzunterricht wie möglich geben.

Update, 11. August, 8 Uhr: Internationaler Alsterlauf wird auf sechs Tage entzerrt

Hamburg - Aufgrund der Corona-Pandemie findet der traditionelle Alsterlauf in Hamburg in einem alternativen Format statt. 

Statt wie geplant am 6. September zu starten, können die angemeldeten Teilnehmer vom 1. bis 6. September jederzeit von den vorgegebenen Startpunkten an der Schönen Aussicht und in der Alten Rabenstraße aus im Uhrzeigersinn loslaufen, heißt es dazu auf der Webseite des Veranstalters. 

Die individuelle Zeitmessung für das 10-Kilometer-Rennen erfolgt anhand der installierten Messstationen an der Strecke.

Update, 11. August, 7.25 Uhr: 32 neue Corona-Infektionen in Schleswig-Holstein

Viele Badegästen waren am Wochenende in Schleswig-Holstein wie hier am Timmendorfer Strand.
Viele Badegästen waren am Wochenende in Schleswig-Holstein wie hier am Timmendorfer Strand.  © Bodo Marks/dpa

Kiel - Die Zahl der in Schleswig-Holstein erfassten Corona-Neuinfektionen hat sich zuletzt innerhalb eines Tages um 32 Fälle auf 3620 erhöht. 

Wie die Landesregierung auf ihrer Homepage mit Stand Montagabend berichtete, blieb die Zahl der im Zusammenhang mit dem Virus Gestorbenen unverändert bei 158.

Rund 3200 der seit Beginn der Pandemie in Schleswig-Holstein nachweislich mit Sars-CoV-2 Infizierten gelten laut Landesregierung inzwischen als genesen. 

In Krankenhäusern wurden zuletzt 16 Erkrankte behandelt.

Tagesaktuelle Zahlen der Kreise fließen am Folgetag in die von der Landesregierung veröffentlichte Statistik mit ein.

Update, 10. August, 19.04 Uhr: Alkohol-Verkaufseinschränkungen bleiben bestehen

Hamburg - Das nächtliche Außer-Haus-Verkaufsverbot von Alkohol in Hamburgs beliebtesten Ausgehvierteln bleibt auch am kommenden Wochenende bestehen. 

Die Bezirksämter Altona, Hamburg-Mitte und Eimsbüttel werden entsprechende Allgemeinverfügungen zur Eindämmung der Corona-Pandemie verlängern, wie die Bezirke und die für die Bezirke zuständige Wissenschaftsbehörde am Montag mitteilten.

Der Verkauf und die Abgabe alkoholischer Getränke unter anderem durch Kioske, Tankstellen, Einzelhandel sowie Bars und Gaststätten seien dann am Freitag und Samstag jeweils von 20 Uhr bis 6 Uhr untersagt. Hiervon ausgenommen sei der Ausschank alkoholischer Getränke in der Außengastronomie.

Mit dem Verbot sollen Verstöße gegen die Corona-Regeln an den Party-Hotspots der Stadt eingedämmt werden. Betroffen sind St. Pauli, das Schanzenviertel sowie Teile Ottensens und Eimsbüttels. Es wäre inzwischen das dritte Wochenende in Folge, an dem der Alkoholverkauf eingeschränkt ist.

Am vergangenen Wochenende waren nach Polizeiangaben im Vergleich zu vorangegangenen Wochenenden weniger Menschen in den betroffenen Vergnügungsvierteln unterwegs. Kontrollen der Bezirksämter hätten ergeben, dass die Verfügung überall eingehalten worden sei. 

Bei acht von 43 kontrollierten Betrieben habe es jedoch Überschreitungen bei der genehmigten Außengastronomie gegeben.

Update, 10. August, 17.04 Uhr: Fünf neue Fälle in Mecklenburg-Vorpommern gemeldet

Rostock - In Mecklenburg-Vorpommern sind am Montag fünf weitere Corona-Fälle registriert worden. 

Damit ist die Zahl der landesweit nachgewiesenen Infektionen auf 944 gestiegen, wie das Landesamt für Gesundheit und Soziales (Lagus) mitteilte. Alle fünf Fälle wurden in Rostock registriert. 

Darunter waren auch die vier Kinder einer Familie, die sich offenbar bei einem Auslandsaufenthalt mit Sars-CoV-2 infiziert haben. Bei dem fünften Fall handelt es sich nach Angaben der Stadt um einen Rückkehrer aus der Ukraine, er sei nun ebenfalls in Quarantäne.

Die Zahl der im Nordosten bislang im Zusammenhang mit einer Covid-19-Erkrankung gestorbenen Menschen blieb bei 20. 

Update, 10. August, 14.35 Uhr: Spieler vom VfB Lübeck positiv getestet

Lübeck - Fußball-Drittligist VfB Lübeck beklagt einen positiven Corona-Test. Bei einer Testung außerhalb der üblichen Testreihen von Mannschaft und Funktionsteam sei "am Wochenende eine Person aus dem Drittliga-Team positiv auf SARS-CoV-2 getestet worden", teilten die Schleswig-Holsteiner am Montag mit.

Die Person befinde sich in Quarantäne und werde vom Verein versorgt. Zu weiteren Details bezüglich der Identität und des Gesundheitszustands nehme der Club aus Gründen des Persönlichkeitsschutzes keine Stellung, hieß es.

Alle Spieler und Trainer, die am Montag das Training wieder aufnahmen, hätten keinen Kontakt zur positiv getesteten Person gehabt, teilten die Lübecker weiter mit.

Der Verein habe "alle notwendigen Maßnahmen im Einklang mit den Vorschriften getroffen" und stimme das weitere Vorgehen mit den zuständigen Gesundheitsämtern ab.

Update, 10. August, 13.27 Uhr: 13 Corona-Neuinfektionen in Hamburg

Hamburg - Am Montag sind in Hamburg 13 neue Infektionen mit dem Coronavirus gemeldet geworden. Dies geht aus der täglichen Statistik der Gesundheitsbehörde hervor. Tags zuvor wurden 14 neue Fälle registriert.

In Hamburger Krankenhäusern werden demnach unverändert noch 19 Menschen mit dem Coronavirus behandelt. Zehn von ihnen liegen auf Intensivstationen. Seit Beginn der Pandemie wurden damit 5690 Menschen in Hamburg positiv auf das Virus getestet. 

Rund 5100 davon können nach Schätzung des Robert Koch-Instituts (RKI) inzwischen als genesen angesehen werden. Letzten Angaben des Instituts für Rechtsmedizin am Universitätsklinikum Eppendorf zufolge starben in Hamburg bisher 231 Menschen an Covid-19.

Hamburg liegt damit nach wie vor deutlich unter der Grenze von 50 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner, die neue Beschränkungen nach sich ziehen könnte. Gegenwärtig liege der Wert bei 13,7. Im Vergleich der Bundesländer liegt Hamburg mit Nordrhein-Westfalen an der Spitze. Um in den kritischen Bereich zu kommen, müssten sich innerhalb von sieben Tagen 900 Menschen neu infizieren; es sind bislang 247.

Bei der Werft Blohm+Voss prüfen die Behörden weiter die möglichen Infektionswege. Dort hatten sich 78 Arbeiter überwiegend von Fremdfirmen mit dem Coronavirus infiziert. Ergebnisse sind nach Auskunft eines Behördensprechers vermutlich am Dienstag zu erwarten.

Update, 10. August, 13.02 Uhr: Rostocker Schüler positiv auf Corona getestet

Rostock - Nach den positiven Coronavirus-Tests bei vier schulpflichtigen Kindern einer Rostocker Familie ist die Quarantäne auf den Hort einer Grundschule ausgeweitet worden. 

Nach der Rückkehr von einem Auslandsaufenthalt am vergangenen Dienstag waren zwei Schüler der 7. und 9. Klasse an der Borwin-Schule positiv auf das Sars-CoV-2-Virus getestet worden. Daraufhin wurden insgesamt 67 Mitschüler und Lehrer am Sonntag in Quarantäne geschickt.

Eines der beiden jüngeren Kinder sei noch gar nicht in der Schule gewesen, sagte ein Stadtsprecher am Montag. Das zweite sei am Freitag nur bei einem Sportfest gewesen, dann allerdings noch in den Hort der Grundschule gegangen. Deshalb sei die Quarantäne auf vier weitere Hortschüler und eine Erzieherin ausgeweitet worden.

Wie der Sprecher weiter sagte, seien die zwei älteren Kinder nur zwei Tage in der Schule gewesen. Aufgrund der geringen Zeit und der baulichen Besonderheiten der Schule hätten die Kontakte sehr genau nachvollzogen und eingeschränkt werden können.

Update, 10. August, 12.33 Uhr: Strafe für Masken-Muffel in Hamburger Bussen und Bahnen

Hamburg - Verstärkte Kontrollen der Hamburger Verkehrsunternehmen nach den Sommerferien haben ergeben, dass die Maskendisziplin im Öffentlichen Nahverkehr stark abgenommen hat. Bei Zivilkontrollen am zurückliegenden Wochenende waren demnach in U-Bahnen knapp 15 Prozent Nicht-Maskenträger unterwegs.

Die Hamburger Verkehrsunternehmen haben sich nun eine Strafe von 40 Euro beschlossen. Sie wird künftig erhoben, wenn die Maske nicht ordnungsgemäß über Mund und Nase in Bussen und Bahnen sowie im fahrscheinpflichtigen Bereich des HVV getragen wird. 

Diese Vertragsstrafe wird jetzt schnellstmöglich umgesetzt und kann direkt vor Ort von den HVV-Kontrolleuren erhoben werden. Sie soll dann im gesamten HVV-Verbund gelten.

Update, 10. August, 9.02 Uhr: Zwei neue Corona-Infektionen in Schleswig-Holstein

Kiel - Die Zahl der in Schleswig-Holstein erfassten Corona-Neuinfektionen hat sich zuletzt innerhalb eines Tages um zwei Fälle auf 3588 erhöht. Wie die Landesregierung auf ihrer Homepage mit Stand Sonntagabend berichtete, blieb die Zahl der im Zusammenhang mit dem Virus Gestorbenen unverändert bei 158.

Rund 3200 der seit Beginn der Pandemie in Schleswig-Holstein nachweislich mit Sars-CoV-2 Infizierten gelten laut Landesregierung inzwischen als genesen. In Krankenhäusern wurden zuletzt 19 Erkrankte behandelt.

Tagesaktuelle Zahlen der Kreise fließen am Folgetag in die von der Landesregierung veröffentlichte Statistik mit ein.

Update, 10. August, 7.10 Uhr: Schuljahr startet ohne Maskenpflicht

Kiel - Für rund 363.000 Schüler beginnt am Montag das neue Schuljahr in Schleswig-Holstein. 

Sie werden gebeten, zum Schutz vor Corona Masken zu tragen, es gibt aber keine Pflicht dazu. 

Update, 10. August, 6.30 Uhr: Mehr Anfragen bei Hamburger Verbraucherzentrale wegen Corona

Hamburg - Ratlose Kunden haben in der Corona-Pandemie deutlich öfter die Verbraucherzentrale Hamburg kontaktiert. 

Besonders viel Unmut erzeuge vor allem die schlechte Erreichbarkeit von Reiseunternehmen, Fluggesellschaften und Telefonanbietern, sagte die Pressesprecherin der Hamburger Verbraucherzentrale, Susanne Lehmann, der Deutschen Presse-Agentur. Auch Mitarbeiter von Banken waren den Kundenanfragen zufolge nicht immer gut erreichbar.

Im Zentrum vieler Beschwerden stehen aktuell vermehrt Inkassounternehmen, die laut Lehmann Mahnungen verschicken ohne dann telefonisch erreichbar zu sein. Zusätzlich fehle den Geldeintreibern in einzelnen Fällen der Zugriff auf die entsprechenden Akten, weil im Homeoffice gearbeitet werde.

Viele Firmen haben in Zeiten von Corona ihren Kundenservice zurückgefahren, was sich schließlich bei den Verbraucherschützern bemerkbar gemacht hat - wenn auch nicht übermäßig, wie Lehmann ergänzte. 

"Viele Menschen suchten unseren Rat, weil die Situation einfach besonders war und sich aus den Umständen bestimmte Probleme ergaben", so Lehmann.

Update, 10. August, 5 Uhr: Weitere Corona-Tests an Ludwigsluster Gymnasium

Das Goethe-Gymnasium in Ludwigslust wurde wegen einer mit Corona infizierten Lehrerin geschlossen.
Das Goethe-Gymnasium in Ludwigslust wurde wegen einer mit Corona infizierten Lehrerin geschlossen.  © Iris Leithold/dpa

Ludwigslust/Rostock - In Ludwigslust, wo am Freitag das Gymnasium wegen der Corona-Infektion einer Lehrerin geschlossen worden war, gehen am Montag die Tests weiter. 

Nach Angaben von Landrat Stefan Sternberg (SPD) wird das 55-köpfige Schulpersonal nochmals auf den Erreger getestet. Ein erster Test hatte am Samstag zutage gefördert, dass zwei weitere Pädagogen Träger des Coronavirus sind und die Infektion doch größere Ausmaße hat als zunächst angenommen.

Die zuerst positiv getestete Lehrerin hatte zwar seit dem Schulstart vor einer Woche noch keinen Unterricht erteilt, allerdings an einer Fortbildung teilgenommen und dabei das Virus möglicherweise weitergegeben.

Auch von den 205 Schülern, die seit dem Schulstart vor einer Woche Kontakt zu den beiden neu infizierten Lehrern hatten, sollen Abstriche genommen werden. 

Sie wurden inzwischen von der zuständigen Behörde in Quarantäne geschickt. Die Testergebnisse werden für Dienstag erwartet. Danach werde entschieden, wann die Schule wieder öffne, sagte Landrat Sternberg. Vorerst ist der Präsenzunterricht für alle 800 Schüler bis einschließlich Mittwoch ausgesetzt. Sie sollen vorerst zu Hause via Internet unterrichtet werden.

Unterdessen wurde bekannt, dass auch bei vier schulpflichtigen Kindern einer Rostocker Familie Corona-Infektionen festgestellt wurden, nachdem sie von einem Auslandsaufenthalt zurückkamen. Für die gesamte Familien sei eine zweiwöchige Quarantäne angeordnet worden, die auch auf Mitschüler der Kinder und Lehrer an der Rostocker Borwinschule ausgedehnt wurde. 

Insgesamt seien 67 Personen betroffen. Für Donnerstag angesetzte Tests sollen Erkenntnisse über mögliche weitere Ansteckungen liefern.

Neben dem Gymnasium in Ludwigslust war am Freitag vorsorglich auch die Ostsee-Grundschule in Graal-Müritz (Landkreis Rostock) geschlossen worden. Dort war bei einem Schüler eine Corona-Infektion festgestellt worden. Die Schule bleibt für zwei Wochen zu, wie der Landkreis mitteilte. Alle Kinder, Lehrer und sonstigen Schulmitarbeiter wurden in Quarantäne geschickt. Die Tests dort hatten bislang keine weitere Infektion offenbart.

In Mecklenburg-Vorpommern hatte sich die Gesamtzahl der registrierten Corona-Infektionen über das Wochenende um 9 auf nun 939 erhöht. Der Anstieg fiel damit deutlich geringer aus als am Freitag, als mit 21 Neuinfektionen der höchste tägliche Zuwachs seit Anfang April verzeichnet worden war. 

Die vier Fälle in Rostock waren in der Statistik noch nicht enthalten.

Update, 9. August, 21.24 Uhr: Rostocker Schüler positiv auf Coronavirus getestet

Rostock - Bei vier schulpflichtigen Kindern einer Rostocker Familie ist eine Corona-Infektion festgestellt worden. Wie das Gesundheitsamt der Hansestadt am Sonntagabend mitteilte, haben sich die vier offenbar bei einem Auslandsaufenthalt mit Sars-CoV-2 infiziert. 

Nachdem Tests bei der Einreise nach Deutschland zunächst negative Befunde geliefert hätten, seien bei Nachkontrollen wegen der Infektion eines erwachsenen Familienmitglieds dann doch Ansteckungen mit dem Virus zutage getreten.

Für die gesamte Familie sei eine zweiwöchige Quarantäne angeordnet worden, die auch auf Mitschüler der Kinder und Lehrer an der Rostocker Borwinschule ausgedehnt wurde. Insgesamt seien 67 Personen betroffen. Für Donnerstag angesetzte Tests sollen Erkenntnisse über mögliche weitere Ansteckungen liefern.

"Nach derzeitigen wissenschaftlichen Erkenntnissen ist es höchst unwahrscheinlich, dass sich die Infektion am Donnerstag und Freitag ausgebreitet hat, da die Schülerinnen und Schüler symptomfrei sind", erklärte Sozialsenator Steffen Bockhahn (Linke). 

Um aber das Risiko einzugrenzen, habe das Gesundheitsamt "höchst vorsichtig, aber nicht mit Panik" reagiert. Der Unterricht an der Borwinschule beginne am Montag aus organisatorischen Gründen erst zur dritten Stunde.

Update, 9. August, 16.20 Uhr: Schüler und Lehrer sollen bei Symptomen zu Hause bleiben

Kiel - Zum Beginn des neuen Schuljahres hat Schleswig-Holsteins Bildungsministerin Karin Prien an Schüler und Lehrer appelliert, wegen der Corona-Ansteckungsgefahr mit Krankheitssymptomen zu Hause zu bleiben. 

"Lehrkräfte, Schülerinnen und Schüler, aber auch Schulbegleitungen, die Schulsozialarbeit und natürlich vor allem die Eltern haben eine große Verantwortung zum Schulstart", wird die CDU-Politikerin in einer Mitteilung am Sonntag zitiert.

"Wir haben gemeinsam mit dem Gesundheitsministerium ein hilfreiches Schema entwickelt, das Eltern bei der Frage unterstützt, wann ein Kind in die Schule darf", erklärte Prien einen Tag vor Schulstart. 

Zusammen mit dem neusten, am Freitag vom Kabinett verabschiedeten, Reaktionsplan für Schulen, solle dieses Schema klare Handlungsleitlinien bieten. "Für uns ist weiterhin das Ziel, dass Schulschließungen nur die Ultima Ratio sein können", sagte Prien.

Zuvor war bekanntgeworden, dass wegen einer Corona-Infektion die Grundschule in Rantrum bei Husum nach den Sommerferien vorerst eine Woche geschlossen bleibt.

Update, 9. August, 13.39 Uhr: 14 Corona-Neuinfektionen in Hamburg

Hamburg - 14 Corona-Neuinfektionen sind in Hamburg gemeldet worden. Dies geht aus der am Sonntag von der Gesundheitsbehörde veröffentlichten Statistik hervor. Tags zuvor wurden 54 neue Fälle registriert.

In Hamburger Krankenhäusern werden - Stand Freitag - den Angaben zufolge noch 19 Menschen mit dem Coronavirus behandelt. Zehn von ihnen liegen auf Intensivstationen. 

Seit Beginn der Pandemie wurden damit 5677 Menschen in Hamburg positiv auf das Virus getestet. 

Update, 9. August, 11.24 Uhr: Acht neue Corona-Infektionen in Schleswig-Holstein

Kiel - Nach einem starken Zuwachs in der Woche ist die Zahl der in Schleswig-Holstein erfassten Corona-Neuinfektionen am Wochenende wieder schwacher angewachsen. 

So vermeldete die Landesregierung auf ihrer Homepage mit Stand Samstagabend acht neue Fälle, tags zuvor waren landesweit neun Neuinfektionen registriert worden. Damit hat sich die Zahl der offiziell bekanntgewordenen Infektionen im Land auf 3586 erhöht. Die Zahl der im Zusammenhang mit dem Virus Gestorbenen blieb unverändert bei 158.

Rund 3200 der seit Beginn der Pandemie in Schleswig-Holstein nachweislich mit Sars-CoV-2 Infizierten gelten laut Landesregierung inzwischen als genesen. 

In Krankenhäusern wurden zuletzt noch 16 Erkrankte behandelt, die Zahl ist um eine Person angestiegen.

Update, 9. August, 9 Uhr: Vorerst kein Unterricht an Schule in Rantrum

Rantrum - Wegen einer Corona-Infektion bleibt die Grundschule in Rantrum bei Husum nach den Sommerferien vorerst geschlossen. 

Bei einer Mitarbeiterin der Schule sei eine Infektion mit dem Coronavirus nachgewiesen worden, wie der Kreis Nordfriesland am Samstagabend mitteilte. Demnach habe die Frau vor Kurzem an einer Dienstbesprechung teilgenommen und dabei Kontakt mit anderen Mitarbeitern der Schule gehabt. 

Die Grundschule soll deshalb in der ersten Schulwoche nach den Sommerferien, die in Schleswig-Holstein an diesem Montag beginnt, zunächst geschlossen bleiben.

Update, 8. August, 15.20 Uhr: Reisende sollen Kosten für Corona-Tests selbst tragen

Reisende verlassen den Sicherheitsbereich des Hamburger Flughafens.
Reisende verlassen den Sicherheitsbereich des Hamburger Flughafens.  © Axel Heimken/dpa

Hamburg - Die Kosten für die verpflichtenden Corona-Tests sollten nach Ansicht von Hamburgs Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD) von Rückkehrern aus Risikogebieten selbst getragen werden. 

"Ich halte es für vertretbar, dass wir außer der Testpflicht auch zu einer Kostenübernahme durch die Personen kommen, die reisen", sagte Tschentscher in einem Interview der Welt am Sonntag. 

Bislang seien die Tests kostenlos, damit das freiwillige Testangebot auch angenommen werde. "Letztlich ist es aber denkbar, dass man die Kosten nicht der Allgemeinheit, sondern denjenigen auferlegt, die ganz bewusst in Risikoländer reisen", sagte der Bürgermeister. 

"Wenn sie am Flughafen ein- und ausreisen, sind sie ja auch mit den Kosten des Fluges und allen anderen Reisekosten konfrontiert."

Update, 8. August, 15 Uhr: Weitere Lehrer in Ludwigslust infiziert

Ludwigslust/Schwerin - Die Corona-Infektion einer Gymnasiallehrerin in Ludwigslust hat Folgen. 

Wie ein Sprecher des Landkreises Ludwigslust-Parchim am Samstag sagte, wurden bei Tests im gesamten Kollegium zwei weitere Pädagogen positiv auf das neuartige Coronavirus getestet. 

Diese hätten seit dem Schulstart am Montag Kontakt zu 205 Schülern gehabt, die nun zu Hause in Quarantäne bleiben müssten. Für die restlichen 600 Schüler ruht der Präsenzunterricht zunächst bis einschließlich Mittwoch kommender Woche.

Neben dem Gymnasium in Ludwigslust war am Freitag vorsorglich auch die Ostsee-Grundschule in Graal-Müritz (Landkreis Rostock) geschlossen worden. 

Update, 8. August, 13.23 Uhr: Zuwachs an Neuinfektionen in Hamburg abgeschwächt

Hamburg - In Hamburg hat sich der Anstieg der nachgewiesenen Corona-Neuinfektionen erstmals seit fünf Tagen wieder abgeschwächt. 

Wie aus der am Samstag von der Gesundheitsbehörde veröffentlichten Statistik hervorgeht, wurden seit Freitag 54 neue Fälle registriert. 

Tags zuvor hatten Tests noch 80 Neuinfektionen in der Hansestadt zutage gefördert, der größte Tageszuwachs seit vier Monaten. Als Hauptgrund gelten zahlreiche Infektionen in der Belegschaft der Hamburger Werft Blohm+Voss. 

Zudem seien auch Reiserückkehrer unter den neuen Fällen, hieß es von der Gesundheitsbehörde.

Update, 8. August, 11.20 Uhr: Neun Infektionen in Schleswig-Holstein

Kiel - Nach einem starken Zuwachs am Vortag ist die Zahl der in Schleswig-Holstein erfassten Corona-Neuinfektionen am Freitag wieder verhaltener angewachsen. So vermeldete die Landesregierung auf ihrer Homepage mit Stand Freitagabend neun neue Fälle. 

Tags zuvor waren landesweit 35 Neuinfektionen registriert worden. Damit hat sich die Zahl der offiziell bekanntgewordenen Infektionen im Land auf 3578 erhöht. Die Zahl der im Zusammenhang mit dem Virus Gestorbenen blieb unverändert bei 158.

Rund 3200 der seit Beginn der Pandemie in Schleswig-Holstein nachweislich mit Sars-CoV-2 Infizierten gelten laut Landesregierung inzwischen als genesen. In Krankenhäusern wurden zuletzt noch 15 Erkrankte behandelt.

Tagesaktuelle Zahlen der Kreise fließen am Folgetag in die von der Landesregierung veröffentlichte Statistik mit ein.

Update, 8. August, 8.20 Uhr: Testpflicht für Rückkehrer aus Risikogebieten startet

Hamburg - Rückkehrer aus Risikogebieten müssen sich bei ihrer Rückkehr nach Hamburg von Samstag an verpflichtend einem Corona-Test unterziehen, sofern sie keinen gültigen Test vorlegen. 

Weiterhin gelte: Wer von Reisen in Risikoländer zurückkehre, müsse sich verpflichtend 14 Tage in Quarantäne begeben und sich beim Gesundheitsamt melden, teilte die Sozialbehörde mit. Von der Quarantäne könne nur mit einem anerkannten, negativen Testergebnis abgesehen werden.

Wer etwa per Bus, Schiff oder Flugzeug einreist, erfüllt den Angaben zufolge die Meldepflicht, indem eine Aussteigekarte ausgefüllt wird, die an das Gesundheitsamt weitergegeben wird. Melden müsse sich auch, wer Covid-19-Symptome zeige und in den vergangenen 14 Tagen aus einem Risikogebiet zurückgekehrt sei.

In Hamburg landende Flugreisende können den Test noch am Airport machen. Für alle anderen Personen habe die Kassenärztliche Vereinigung Hamburg zwei Corona-Testzentren eingerichtet. Eine Anmeldung sei nicht erforderlich, aber ein Nachweis über die zurückliegende Reise müsse vorgewiesen werden. Außerdem muss das Testergebnis 14 Tage aufbewahrt werden.

Maßgebend für die Einstufung als Risikogebiet ist die beim Zeitpunkt der Einreise gültige Definition gemäß Veröffentlichung durch das Robert Koch-Institut (RKI). 

Dazu zähle derzeit trotz der zum Teil aufgehobenen Reisewarnung des Auswärtigen Amts auch die ganze Türkei.

Update, 7. August, 16.29 Uhr: Elternteil von Kita-Kind infiziert

Hamburg - Weil ein Elternteil eines Kita-Kindes eine Corona-Infektion hat, sind die Kinder und Erzieher der Einrichtung in Hamburg-Eppendorf am Freitag vorsorglich getestet worden. 

Das berichtete ein Sprecher der Gesundheitsbehörde. Das Kind war ohnehin wegen der anstehenden Einschulung am 31. Juli zum letzten Mal in der Kita gewesen, hieß es. Kurze Zeit später habe der Elternteil sein Ergebnis erhalten. 

Die bereits erfolgten Tests des Kindes und einer Erzieherin, die mit ihm in Kontakt war, seien negativ ausgefallen. 

In der kommenden Woche werde entschieden, ob der Betrieb wie bislang ganz normal fortgeführt werden könne, sagte der Sprecher weiter.

Update, 7. August, 15.07 Uhr: Neun neue Corona-Fälle am Freitag in Ludwigslust-Parchim

Parchim - Nach einer muslimischen Trauerfeier am vergangenen Wochenende in Parchim ist die Zahl der nachweislich mit dem Coronavirus infizierten Teilnehmer und Kontaktpersonen auf elf gestiegen. 

Am Freitag wurden acht positive Testergebnisse bekannt, wie der Landkreis Ludwigslust-Parchim nach Tests bei 300 Personen mitteilte.

Ein neunter Fall am Freitag betreffe eine Lehrerin des Goethe-Gymnasiums in Ludwigslust. Die Schule wurde daraufhin bis einschließlich Mittwoch kommender Woche geschlossen. 

Von allen 55 Lehrern des Gymnasiums seien noch am Freitag Corona-Tests genommen worden. Die Ergebnisse sollen am Samstag vorliegen.

Update, 7. August, 14.44 Uhr: 80 neue Infektionen in Hamburg gemeldet

Ein Schild am Eingang der Kita Jenfelder Au in Hamburg weist auf die Hygieneregeln hin.
Ein Schild am Eingang der Kita Jenfelder Au in Hamburg weist auf die Hygieneregeln hin.  © Ulrich Perrey/dpa

Hamburg - In Hamburg ist die Zahl der nachgewiesenen Corona-Infektionen noch einmal deutlich gestiegen. 

Sie kletterte seit Donnerstag um 80 Fälle. Das sagte ein Sprecher der Gesundheitsbehörde am Freitag. Bei der Hamburger Werft Blohm+Voss waren bei Tests für die gesamte Belegschaft 78 Beschäftigte positiv auf das Coronavirus getestet worden. 

42 von ihnen haben nach Angaben der Gesundheitsbehörde einen Hamburger Wohnsitz und fließen demnach in die Statistik der Hansestadt ein. Zudem seien Reiserückkehrer unter den neuen Fällen. 

"Sie kommen aus Slowenien, Tschechien, Kosovo, Kroatien und Indonesien", sagte der Sprecher.

Update, 7. August, 13.37 Uhr: Weitere Fälle bei Blohm+Voss

Hamburg - Bei der Hamburger Werft Blohm+Voss sind bei den Tests für die gesamte Belegschaft 19 weitere Beschäftigte positiv auf das Coronavirus getestet worden. 

Damit erhöhe sich die Zahl der insgesamt Infizierten bei Blohm+Voss auf 78, teilte die Sozialbehörde am Freitag in Hamburg mit. 

Die neuen Infektionen wurden in Bereichen der Werft festgestellt, die nach dem Hygienekonzept des Unternehmens räumlich getrennt waren von dem zunächst betroffenen Bereich. Sie hätten demnach nicht auftreten dürfen.

Die Gesundheitsbehörden untersuchen nun die möglichen Infektionswege, teilte ein Sprecher mit.

Dabei richte sich ein Augenmerk auf das Unternehmen und mögliche Infektionen in Pausenräumen, Sanitäranlagen und über die Belüftungssysteme.

Update, 7. August, 13.33 Uhr: Mehr Infektionen in Niedersachsen

Hannover - Die Zahl neuer Coronavirus-Infektionen in Niedersachsen steigt weiter deutlich an. Am Freitag wurden 85 Neuerkrankungen registriert - am Vortag waren es noch 73, wie eine Sprecherin des Sozialministeriums in Hannover sagte. 

Es sei eine Entwicklung, die "uns sehr große Sorgen bereitet". Einen Hotspot, an dem sich neue Fälle häuften, gebe es derzeit nicht, die Infektionen verteilten sich gleichmäßig im Land. Ursache seien vermutlich Reiserückkehrer.

Die Sieben-Tages-Inzidenz je 100.000 Einwohner liegt der Sprecherin zufolge landesweit bei 4,7, im Landkreis Vechta bei 27,3. Sie rief Reiserückkehrer dazu auf, sich freiwillig testen zu lassen. 

Dies sei ein Appell, die Abstandsregeln ernstzunehmen und Atemmasken zu tragen.

Update, 7. August, 11 Uhr: Zwei Schulen in Mecklenburg-Vorpommern geschlossen

Ludwigslust/Graal Müritz - Zwei Schulen in Mecklenburg-Vorpommern sind wegen Corona geschlossen worden. 

Betroffen sind das Goethe-Gymnasium in Ludwigslust (Landkreis Ludwigslust-Parchim), wo eine Lehrerin positiv getestet worden ist und die Ostsee-Grundschule in Graal Müritz (Landkreis Rostock), wie aus Mitteilungen der beiden Landkreise vom Freitag hervorgeht. 

An der Grundschule ist demnach ein Schüler infiziert.

Update, 7. August, 8.49 Uhr: 35 neue Infektionen in Schleswig-Holstein

Kiel - Die Zahl der in Schleswig-Holstein offiziell erfassten Infektionen mit dem neuartigen Coronavirus steigt weiter. 

Zuletzt sind innerhalb eines Tages 35 Fälle dazugekommen. Die Fallzahlen haben sich damit auf auf 3569 erhöht, wie die Landesregierung auf ihrer Homepage mit Stand Donnerstagabend berichtete. 

Die Zahl der im Zusammenhang mit dem Virus Gestorbenen blieb unverändert bei 158.

Rund 3200 der seit Beginn der Pandemie in Schleswig-Holstein nachweislich mit Sars-CoV-2 Infizierten gelten inzwischen als genesen. 

Update, 6. August, 14.03 Uhr: Corona-Tests auch für Lehrer an freien Schulen

Schwerin – Auch Lehrer und Mitarbeiter an freien Schulen können sich auf Staatskosten auf das Coronavirus testen lassen. 

Die freien Schulen seien Teil der Teststrategie, die für jeden Schulmitarbeiter bis zu fünf freiwillige Tests bis zu den Herbstferien vorsieht, teilte ein Sprecher des Bildungsministeriums am Donnerstag in Schwerin mit. Das Land übernehme die Finanzierung. Die Einzelheiten würden mit der Kassenärztlichen Vereinigung geklärt.

An den allgemeinbildenden Schulen in freier Trägerschaft lernen in Mecklenburg-Vorpommern rund 18 700 der insgesamt 152 700 Schülerinnen und Schüler. Dies entspricht einem Anteil von 12,2 Prozent. Mit den freiwilligen Corona-Tests für Lehrkräfte und andere Schulmitarbeiter von der Sekretärin bis zum Hausmeister will das Bildungsministerium für mehr Corona-Sicherheit an den Schulen sorgen.

Das Bildungsministerium hatte laut NDR die Übernahme der Testkosten für Lehrer an freien Schulen zunächst abgelehnt - mit der Begründung, nicht Dienstherr dieser Pädagogen zu sein. Das war demnach von der Arbeitsgemeinschaft Freier Schulen kritisiert worden. Das Ministerium widersprach dieser Darstellung nicht.

Update, 6. August, 14 Uhr: Zahl neuer Corona-Infektionen in Niedersachsen steigt weiter an

Hannover – Die Zahl neuer Corona-Infektionen in Niedersachsen steigt weiter an. Am Donnerstag wurden 73 Neuinfektionen registriert, teilte das Sozialministerium in Hannover mit. 

Im Durchschnitt hatte die Zahl der Neuinfektionen zuletzt bei täglich etwa 50 gelegen, zur Hochzeit der Epidemie waren es mehrere hundert. Ein Hotspot, an dem sich neue Fälle häufen, gebe es derzeit nicht, sagte eine Ministeriumssprecherin. Etliche der neuen Fälle werden auch dank systematischer Tests entdeckt. So hatte der Landkreis Oldenburg am Mittwoch 20 Infektionen in einem Schlachthof in Großenkneten mitgeteilt. Das Geschehen konnte innerhalb des Betriebs lokalisiert und eingedämmt werden.

Trotz leicht erhöhter Infektionszahlen ist die Zahl der Covid-Patienten in niedersächsischen Kliniken weiterhin auf einem niedrigen Niveau konstant. 149 Erkrankte werden derzeit behandelt, davon 31 auf der Intensivstation. 15 davon müssen künstlich beatmet werden. Auch zwei Kinder sind wegen einer Corona-Infektion im Krankenhaus.

Der CDU-Landesvorsitzende und Wirtschaftsminister Bernd Althusmann forderte unterdessen präventive Maßnahmen, um auf eine zweite Infektionswelle vorbereitet zu sein. "Es gilt, einen zweiten Lockdown unbedingt zu verhindern", sagte Althusmann am Donnerstag. 

Dieser wäre sowohl wirtschaftlich als auch gesellschaftlich schwer zu verkraften. "Daher müssen wir jetzt agieren und nicht reagieren. Dazu gehört zuvorderst, die Gesundheitsämter bereits jetzt personell zu stärken und die Kapazitäten hochzufahren."

Update, 6. August, 11.48 Uhr: 44 neue Corona-Fälle in Hamburg

Eine Passantin hält einen Mund-Nasen-Schutz und ein Smartphone in der Hand.
Eine Passantin hält einen Mund-Nasen-Schutz und ein Smartphone in der Hand.  © Marijan Murat/dpa

Hamburg – Die Zahl der nachgewiesenen Corona-Infektionen in Hamburg ist seit Mittwoch um 44 gestiegen. Darunter seien auch Reiserückkehrer, sagte ein Sprecher der Gesundheitsbehörde am Donnerstag. 

Zudem sei ein Teil der Fälle auf der Hamburger Werft Blohm+Voss eingeflossen. Dort waren nach Angaben vom Mittwoch knapp 60 Corona-Infektionen nachgewiesen worden. Erkrankte, die im Umland wohnen, werden in der dortigen Statistik gezählt.

Seit Beginn der Corona-Pandemie wurden damit 5529 Menschen in Hamburg positiv auf das Virus getestet (Stand Donnerstag 11 Uhr). Rund 5000 davon können nach Schätzung des Robert Koch-Instituts (RKI) inzwischen als genesen angesehen werden.

In Hamburger Krankenhäusern werden - Stand Mittwochmittag - den Angaben zufolge 18 Menschen mit dem Coronavirus behandelt. Acht von ihnen liegen auf Intensivstationen.

Laut Institut für Rechtsmedizin am Universitätsklinikum Eppendorf starben in Hamburg bisher 231 Menschen an Covid-19. Das RKI, das unabhängig von der Todesursache alle mit dem Virus infizierten Toten erfasst, kommt auf 261 Opfer.

Beträgt die Anzahl der Neuinfektionen in den vergangenen sieben Tagen mehr als 50 pro 100.000 Einwohner, muss der Senat über Beschränkungen beraten. Am Donnerstag lag dieser Wert bei 8,0 von möglichen 50 Neuinfektionen. Für Hamburg beträgt die Grenze der Neuinfektionen den Angaben zufolge 900 Fälle in sieben Tagen.

Update, 6. August, 8.30 Uhr: Hamburger Kitas starten wieder in den Regelbetrieb

Hamburg – In den Hamburger Kindertagesstätten können die Mädchen und Jungen wieder ohne zeitliche Beschränkung betreut werden. Von Donnerstagmorgen an geht in den Kitas wieder der Regelbetrieb los. 

Damit haben die Eltern im Umfang des Kita-Gutscheines Anspruch auf die Betreuung. Der reguläre Betrieb findet der Sozialbehörde zufolge dennoch unter Corona-Bedingungen statt. Damit sollen Mitarbeiter, Kinder und Eltern vor dem neuartigen Virus geschützt werden. So soll regelmäßig gelüftet werden. Oberflächen müssen in gewissen Abständen vom Personal desinfiziert werden.

Der Start in diese letzte von vier Phasen des Corona-Kita-Betriebes sei möglich, weil es in der Vergangenheit in den Einrichtungen keine Corona-Ausbrüche gegeben habe, sagte ein Behördensprecher dazu. Mit dem bestehenden Hygienekonzept habe man gute Erfahrungen gemacht. Maskenpflicht gibt es weder für Erzieher noch für Kinder. Lediglich die Eltern müssen beim Holen und Bringen der Kinder eine Mund-Nase-Bedeckung tragen.

Mitte März war der Kita-Betrieb in Hamburg auf eine Notbetreuung beschränkt worden. Im Rahmen von vier Stufen kamen schließlich langsam wieder mehr Kinder in die Einrichtungen.

Update, 6. August, 8.20 Uhr: 18 neue Corona-Infektionen in Schleswig-Holstein

Kiel – In Schleswig-Holstein hat sich die Zahl der offiziell erfassten Infektionen mit dem neuartigen Coronavirus zuletzt innerhalb eines Tages um 18 Fälle auf 3534 erhöht. 

Wie die Landesregierung auf ihrer Homepage mit Stand Mittwochabend berichtete, stieg die Zahl der im Zusammenhang mit dem Virus Gestorbenen um 1 auf 158.

Rund 3100 der seit Beginn der Pandemie in Schleswig-Holstein nachweislich mit Sars-CoV-2 Infizierten gelten inzwischen als genesen. In Krankenhäusern wurden zuletzt 17 Erkrankte behandelt.

Tagesaktuelle Zahlen der Kreise fließen am Folgetag in die Gesamtzahl der Landesregierung mit ein.

Update, 6. August, 8.15 Uhr: Hamburg startet unter Corona-Bedingungen ins neue Schuljahr

Schüler einer 7. Klasse sitzen zu Beginn des Unterrichts mit Mund-Nasen-Bedeckungen im Klassenraum.
Schüler einer 7. Klasse sitzen zu Beginn des Unterrichts mit Mund-Nasen-Bedeckungen im Klassenraum.  © Daniel Bockwoldt/dpa

Hamburg – Nach fast dreieinhalbmonatiger Corona-Zwangspause und sechs Wochen Sommerferien starten Hamburgs Schüler am Donnerstag unter verschärften Bedingungen ins neue Schuljahr. 

Wegen der Pandemie bestehen an allen 471 staatlichen und privaten Schulen der Hansestadt strenge Hygieneregeln und eine Maskenpflicht. Ausnahmen beim Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes gelten nur am Arbeitsplatz im Klassen- und Lehrerzimmer sowie für Grundschüler bis zehn Jahren.

Insgesamt erwartet die Schulbehörde so viele Schüler wie seit Jahrzehnten nicht. Den Angaben zufolge besuchen in diesem Schuljahr in Hamburg 256 890 Jungen und Mädchen eine Schule. Das seien 5400 mehr als im vergangenen Schuljahr.

Nach Mecklenburg-Vorpommern, wo bereits am Montag die Schule wieder begonnen hat, ist Hamburg das zweite Bundesland, in dem die Ferien enden. Kommende Woche folgen dann Schleswig-Holstein, Berlin und Brandenburg.

Update, 5. August, 17.02 Uhr: 18 neue Fälle in Mecklenburg-Vorpommern

Rostock - In Mecklenburg-Vorpommern sind am Mittwoch 18 neue Corona-Fälle registriert worden - doppelt so viele wie am Tag zuvor. 

Damit ist die Zahl der bisher landesweit nachgewiesenen Infektionen auf 907 gestiegen, wie das Landesamt für Gesundheit und Soziales (Lagus) mitteilte.

Fünf Neuinfektionen wurden in Rostock verzeichnet, vier im Landkreis Vorpommern-Greifswald, jeweils drei in Schwerin und im Landkreis Ludwigslust-Parchim, zwei in Vorpommern-Rügen und eine im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte.

Die Zahl der im Nordosten bislang im Zusammenhang mit einer Covid-19-Erkrankung gestorbenen Menschen blieb bei 20. 

Update, 5. August, 14.17 Uhr: Blohm+Voss wartet auf Corona-Ergebnisse

Eine Hamburg-Flagge weht auf einer Fähre im Hafen vor einem Trockendock der Werft Blohm+Voss.
Eine Hamburg-Flagge weht auf einer Fähre im Hafen vor einem Trockendock der Werft Blohm+Voss.  © Marcus Brandt/dpa

Hamburg – Nach einem größeren Corona-Ausbruch bei der Werft Blohm+Voss warten das Unternehmen und die Gesundheitsbehörden auf die Auswertung weiterer Tests. 

Anschließend werde beraten, ob die seit Monaten geltenden strengen Hygienekonzepte nachgeschärft oder welche anderen Maßnahmen möglicherweise ergriffen werden, teilte eine Unternehmenssprecherin am Mittwoch mit. Das sei gegenwärtig noch nicht absehbar.

Bei Blohm+Voss wurden in der vergangenen Woche sechs und am Montag weitere 49 Personen positiv auf das Coronavirus getestet, insgesamt also 55 bei rund 1000 Tests. Getestet wurde nicht nur die eigene Belegschaft, sondern auch die Mitarbeiter von Fremdfirmen, die auf dem Werksgelände im Hamburger Hafen tätig sind. 

Alle getesteten Personen wurden nach Hause geschickt, bis ein Testergebnis vorliegt. Die Arbeit auf dem Werftgelände ist damit vorübergehend zum Erliegen gekommen. Bei negativ Getesteten soll in der kommenden Woche ein zweiter Kontrolltest vorgenommen werden.

"Die uns vorliegenden Testergebnisse zeigen nicht den Ursprung der Infektion", sagte die Sprecherin. Vor dem Hintergrund der Corona-Krise habe Blohm+Voss wie schon vor einigen Monaten zahlreiche Präventionsmaßnahmen umgesetzt. "Neben diversen Hygienemaßnahmen haben wir beispielsweise auch zeitversetztes Arbeiten in der Fertigung sowie rollierendes, mobiles Arbeiten für diverse Bürofunktionen eingeführt."

Die Maßnahmen folgten sowohl den Empfehlungen des Robert Koch-Instituts als auch den Vorgaben der Gesundheitsämter und gingen teilweise über diese hinaus.

Update, 5. August, 13.25 Uhr: Schleswig-Holstein plant Bußgeld für Maskenverweigerer

Kiel – Nach Nordrhein-Westfalen will auch Schleswig-Holstein Bußgelder für "Masken-Muffel" in Bussen und Bahnen verhängen. 

"Wir finden die Idee gut", sagte Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) am Mittwoch in Kiel. Eine solche Regelung solle auch in Schleswig-Holstein festgelegt werden. Diese werde sehr schnell kommen, sagte Gesundheitsminister Heiner Garg (FDP). Dies sei eine Frage von Tagen, nicht von Wochen.

Auf eine Höhe des Bußgeldes für Verstöße gegen die Maskenpflicht im öffentlichen Nahverkehr hat sich die Landesregierung noch nicht verständigt. "Die Höhe muss in unseren Bußgeldrahmen passen", sagte Garg. Die von Nordrhein-Westfalen geplanten 150 Euro seien eher die Obergrenze.

Update, 5. August, 13.25 Uhr: Keine weiteren Corona-Lockerungen in Schleswig-Holstein

Heiner Garg (FDP), Minister für Soziales, Gesundheit, Jugend, Familie und Senioren von Schleswig-Holstein, spricht während eines Presstermins zum Thema Corona-Schutzmaßnahmen.
Heiner Garg (FDP), Minister für Soziales, Gesundheit, Jugend, Familie und Senioren von Schleswig-Holstein, spricht während eines Presstermins zum Thema Corona-Schutzmaßnahmen.  © Frank Molter/dpa

Kiel – Schleswig-Holstein lockert die Corona-Schutzmaßnahmen vorerst nicht. Dies verkündeten Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) und Gesundheitsminister Heiner Garg (FDP) am Mittwoch in Kiel. 

Die Landesregierung reagiert damit auf die zuletzt wieder deutlich gestiegenen Neu-Infektionen auch im Norden. Die Situation in Schleswig-Holstein sei nicht besorgniserregend, sagte Günther. Er verwies aber auf zuletzt zweistellige Zahlen bei den täglichen Neuinfektionen. "Corona ist nicht weg", sagte Günther. Jetzt sei nicht die Zeit für weitere Lockerungen.

Die bisherige Landesverordnung zu Schutzmaßnahmen läuft mit Ende der Sommerferien an diesem Sonntag aus. Sie beinhaltet eine Fülle von Hygiene- und Abstandsregeln sowie Kontaktbeschränkungen für das öffentliche Leben. 

Schulen, Universitäten, Freizeit- und Kultureinrichtungen sind ebenso betroffen wie Betriebe, Geschäfte, Gaststätten, Hotels, Veranstaltungen und Versammlungen. Die Verordnung werde jetzt mit einigen nur redaktionellen Änderungen verlängert, sagte Günther.

Damit bleiben zum Beispiel Veranstaltungen und Versammlungen mit mehr als 250 Besuchern untersagt. Diskotheken und Bordelle dürfen nach wie vor nicht öffnen.

Update, 5. August, 13.20 Uhr: 25 neue Corona-Fälle in Hamburg

Hamburg – Die Zahl der nachgewiesenen Corona-Infektionen in Hamburg ist seit Dienstag um 25 gestiegen. 

Darunter seien auch Reiserückkehrer - etwa aus Belgien, Bulgarien und der Türkei, sagte ein Sprecher der Sozialbehörde am Mittwoch. Seit Beginn der Corona-Pandemie wurden damit 5485 Menschen in Hamburg positiv auf das Virus getestet (Stand 11 Uhr). Rund 5000 davon können nach Schätzung des Robert Koch-Instituts (RKI) inzwischen als genesen angesehen werden.

In Hamburger Krankenhäusern wurden den Angaben zufolge 21 Menschen mit dem Coronavirus behandelt. Acht von ihnen liegen auf Intensivstationen.

Laut dem Institut für Rechtsmedizin am Universitätsklinikum Eppendorf starben in Hamburg bisher 231 Menschen an Covid-19. Das RKI, das unabhängig von der Todesursache alle mit dem Virus infizierten Toten erfasst, kommt auf 261 Opfer.

Auf der Hamburger Werft Blohm+Voss sind inzwischen 55 Corona-Infektionen nachgewiesen worden. Einige Testergebnisse stünden noch aus, teilte die Bremer Lürssen Werft als Muttergesellschaft am Dienstagabend mit. 

Diese Fälle seien aber bei den neuen Fallzahlen überwiegend noch nicht dabei, sagte der Sprecher der Sozialbehörde. Ein großer Teil werde wohl auch nicht in die Hamburger Statistik einfließen, sondern in die der Wohnorte im Umland.

Update, 5. August, 11.45 Uhr: Auf Helgoland seit Mittwoch Maskenpflicht

Die Hochseeinsel Helgoland ist aus einem Flugzeug heraus zu sehen.
Die Hochseeinsel Helgoland ist aus einem Flugzeug heraus zu sehen.  © Marcus Brandt/dpa

Helgoland – Gäste und Bewohner der Hochsee-Insel Helgoland müssen seit Mittwochvormittag an bestimmten Orten einen Mund-Nasen-Schutz tragen. 

Diese Pflicht gilt von 11 Uhr bis 16.30 Uhr in den öffentlich zugänglichen Bereichen auf den Wegen von den Schiffen bis zum Ortsinneren, in der Hafenstraße sowie in den Straßen Am Südstrand, Nordseeplatz und Lung Wai. Betroffen sind dort auch die Gaststätten.

Die für Helgoland zuständige Verwaltung des Kreises Pinneberg hatte die Maskenpflicht mit der "dynamischen Entwicklung" der Sars-CoV-2-Infektionen begründet. Laut Bürgermeister Jörg Singer (parteilos) handelt es sich um eine Vorsichtsmaßnahme mit dem Ziel, die Wirtschaft der Insel zu schützen. 

Auf Helgoland selbst gab es nach Angaben des Kreises bisher keine Corona-Infektion. Die Maskenpflicht dort gilt zunächst bis einschließlich 17. August.

Update, 5. August, 10 Uhr: 22 neue Corona-Infektionen in Schleswig-Holstein

Kiel – In Schleswig-Holstein hat sich die Zahl der offiziell erfassten Infektionen mit dem neuartigen Coronavirus zuletzt innerhalb eines Tages um 22 Fälle auf 3516 erhöht. 

Wie die Landesregierung auf ihrer Homepage mit Stand Dienstagabend berichtete, stieg die Zahl der im Zusammenhang mit dem Virus Gestorbenen um 1 auf 157. Den Angaben zufolge verteilten sich die 22 neuen Infektionsfälle auf 10 der 15 Kreise und kreisfreien Städte im Land.

Rund 3100 der seit Beginn der Pandemie in Schleswig-Holstein nachweislich mit Sars-CoV-2 Infizierten gelten inzwischen als genesen. In Krankenhäusern wurden zuletzt 19 Erkrankte behandelt.

Tagesaktuelle Zahlen der Kreise fließen am Folgetag in die Gesamtzahl der Landesregierung mit ein.

Update, 5. August, 6.27 Uhr: Städte planen Weihnachtsmärkte in Corona-Zeiten ein

Besucher gehen an einem mit Lichtern geschmückten Tannenbaum auf dem Weihnachtsmarkt vorbei.
Besucher gehen an einem mit Lichtern geschmückten Tannenbaum auf dem Weihnachtsmarkt vorbei.  © Hauke-Christian Dittrich/dpa

Hannover – Rund vier Monate vor Beginn der Vorweihnachtszeit sind die Planungen für die Weihnachtsmärkte wegen der Corona-Pandemie mit vielen offenen Fragen verbunden. 

In einigen Kommunen wird davon ausgegangen, dass es im Dezember auch in diesem Jahr Glühweinstände und Bratwurst vom Grill geben wird. "Zurzeit wird mit einer Durchführung des Weihnachtsmarktes, wenn auch unter coronakonformen Bedingungen, geplant", sagt die Sprecherin der Stadt Osnabrück, Anell Schulz. 

Vielerorts werden schon Konzepte erarbeitet, wie mit einer Vergrößerung der Marktfläche oder Markierungen auf dem Boden der Besucherandrang entzerrt werden kann. 

In Hannover und Göttingen wird noch abgewartet, wie sich die Corona-Bestimmungen verändern. Zunächst bis 31. Oktober sind Großveranstaltungen überwiegend verboten.

Update, 4. August, 20.16 Uhr: 49 Corona-Fälle bei Blohm+Voss in Hamburg

Ein Kreuzfahrtschiff liegt im Schwimmdock der Werft Blohm+Voss.
Ein Kreuzfahrtschiff liegt im Schwimmdock der Werft Blohm+Voss.  © Markus Scholz/dpa

Hamburg - Auf der Hamburger Werft Blohm+Voss sind bei einem Massentest 49 weitere Corona-Infektionen nachgewiesen worden. 

Einige Testergebnisse stünden noch aus, teilte die Bremer Lürssen Werft als Muttergesellschaft am Dienstagabend mit. 

Bei Blohm+Voss waren am Montag rund 500 Mitarbeiter eines gut abgrenzbaren Bereichs auf freiwilliger Basis getestet worden, nachdem Ende vergangener Woche dort bei sechs ihrer Kollegen das Virus festgestellt worden war.

"Im Rahmen unserer Fürsorgepflicht haben wir uns auf Basis der aktuellen Test-Ergebnisse dazu entschieden, die vorsorgliche Maßnahme der Massentestung auf die gesamte Werft auszuweiten", teilte Lürssen mit. 

Noch am Dienstag sollte damit begonnen werden.

Update, 4. August, 17.57 Uhr: Neun neue Corona-Fälle in Mecklenburg-Vorpommern

Rostock - In Mecklenburg-Vorpommern sind am Dienstag neun weitere Corona-Fälle registriert worden. 

Damit ist die Zahl der bisher landesweit nachgewiesenen Infektionen auf 889 gestiegen, wie das Landesamt für Gesundheit und Soziales (Lagus) mitteilte. Vier Neuinfektionen wurden im Landkreis Vorpommern-Greifswald verzeichnet, drei im Landkreis Ludwigslust-Parchim und jeweils einer im Landkreis Vorpommern-Rügen und in Schwerin. 

Die Zahl der im Nordosten bislang im Zusammenhang mit einer Covid-19-Erkrankung gestorbenen Menschen blieb bei 20.

Update, 4. August, 15.27 Uhr: Maskenpflicht in MV ab Klasse fünf beschlossen

Schwerin - In Mecklenburg-Vorpommern müssen Schüler und Lehrer künftig auf dem Schulgelände eine Mund-Nase-Bedeckung tragen. 

Die Maskenpflicht gelte ab Klasse fünf, sagte Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) am Dienstag in Schwerin. Ausgenommen seien die Klassenräume. 

Das neue Schuljahr hatte am Montag in Mecklenburg-Vorpommern begonnen.

Update, 4. August, 13 Uhr: 17 neue Corona-Fälle in Hamburg

Hamburg –  In Hamburg ist die Zahl der nachgewiesenen Corona-Infektionen wieder etwas stärker gestiegen. 

17 neue Fälle kamen hinzu, wie die Stadt am Dienstag mitteilte. Am Montag hatte die Stadt acht neue Infektionen gemeldet. Damit wurden seit Beginn der Pandemie 5460 Menschen in Hamburg positiv auf das Virus getestet. Etwa 5000 davon können nach Schätzung des Robert Koch-Instituts (RKI) inzwischen als genesen angesehen werden.

Die Zahl der Neuinfektionen binnen sieben Tagen lag am Montag bei 124. Das entspricht 6,9 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner - 0,3 mehr als am Vortag. Das Infektionsgeschehen in der Stadt liegt damit nach wie vor weit unter dem Grenzwert von 50 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner binnen einer Woche, ab dem der Senat über erneute Einschränkungen zur Eindämmung der Pandemie beraten müsste.

In den Krankenhäusern der Stadt wurden aktuell 19 Menschen mit dem Coronavirus behandelt, sechs von ihnen auf Intensivstationen. Das ist jeweils eine Person weniger als zuletzt gemeldet.

Nach Angaben des Instituts für Rechtsmedizin am Universitätsklinikum Eppendorf starben in Hamburg bisher unverändert 231 Menschen an Covid-19. Das RKI, das unabhängig von der Todesursache alle mit dem Virus infizierten Toten erfasst, kommt auf 261.

Update, 4. August, 8.55 Uhr: 27 neue Corona-Infektionen in Schleswig-Holstein

Kiel – In Schleswig-Holstein hat sich die Zahl der offiziell erfassten Coronavirus-Infektionen innerhalb eines Tages um 27 Fälle auf 3494 erhöht. 

Wie die Landesregierung auf ihrer Homepage mit Stand Montagabend berichtet, lag die Zahl der im Zusammenhang mit dem Virus Gestorbenen weiterhin bei 156. Im Kreis Stormarn wurden zwölf Neuinfektionen gemeldet.

Rund 3100 der seit Beginn der Pandemie in Schleswig-Holstein nachweislich mit dem Virus Sars-CoV-2 Infizierten gelten inzwischen als genesen. In Krankenhäusern wurden zuletzt 20 Erkrankte behandelt.

Tagesaktuelle Zahlen der Kreise fließen am Folgetag in die Gesamtzahl der Landesregierung mit ein.

Update, 3. August, 20.06 Uhr: Helgoland führt Maskenpflicht ein

Kiel/Helgoland - Auf der Hochsee-Insel Helgoland ist von Mittwoch an das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes Pflicht - in einem bestimmten Zeitraum an bestimmten Orten. 

Die Pflicht gelte von 11 Uhr bis 16.30 Uhr in den öffentlich zugänglichen Bereichen auf den Wegen von den Schiffen bis zur Hafenstraße, in dieser Straße selbst sowie in den Straßen Am Südstrand, Nordseeplatz und Lung Wai, teilte am Montag die Verwaltung des Kreises Pinneberg mit, zu dem Helgoland gehört. Betroffen sind auch die Gaststätten in dem Gebiet.

Der Kreis verwies die "dynamische Entwicklung" der Sars-CoV-2-Infektionen. Bürgermeister Jörg Singer (parteilos) hatte die Maskenpflicht am Wochenende angekündigt. 

Er sprach von einer Vorsichtsmaßnahme, um die Wirtschaft der Insel zu schützen. Die Maskenpflicht gilt zunächst bis einschließlich 17. August.

Update, 3. August, 16.30 Uhr: Drei neue Fälle in Mecklenburg-Vorpommern

Rostock - In Mecklenburg-Vorpommern sind am Montag drei weitere Corona-Fälle registriert worden. 

Damit ist die Zahl der bisher landesweit nachgewiesenen Infektionen auf 880 gestiegen, wie das Landesamt für Gesundheit und Soziales (Lagus) mitteilte. 

Zwei Neuinfektionen wurden im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte verzeichnet und einer in Nordwestmecklenburg. Die Zahl der im Nordosten bislang im Zusammenhang mit einer Covid-19-Erkrankung gestorbenen Menschen blieb bei 20.

Als genesen gelten - ohne Berücksichtigung der Dunkelziffer - 793 der Infizierten. 

Das ist einer mehr als am Vortag. 122 Menschen wurden den Angaben zufolge landesweit in Krankenhäusern behandelt, 21 davon auf Intensivstationen.

Update, 3. August, 16.24 Uhr: Außer-Haus-Verkaufsverbot in Hamburg wirkt

Hamburg - Das nächtliche Außer-Haus-Verkaufsverbot von Alkohol in Hamburgs beliebtesten Ausgehvierteln hat am Wochenende Wirkung gezeigt - und viele Menschen in die Bars und Gaststätten statt auf die Straße gezogen. 

"Wir sind froh, dass das Alkoholverkaufsverbot an diesem Wochenende dazu geführt hat, dass sich die Szenen der letzten Wochenenden bei uns im Bezirk nicht wiederholt haben", sagte Falko Droßmann (SPD), Leiter des Bezirksamts Hamburg-Mitte, am Montag in Hamburg. 

"Wir haben bei unseren gemeinsamen Kontrollen mit der Polizei auf dem Kiez eine deutliche Verbesserung der Situation feststellen können." 

Aus dem Bezirk Eimsbüttel hieß es, es habe am Wochenende im betreffenden Bereich bis zur Amandastraße keine Auffälligkeiten gegeben.

Update, 3. August, 14.22 Uhr: Schwesig appelliert zum Schulstart

Schwerin – Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) hat zum Schuljahresbeginn am Montag in einer Twitter-Botschaft an alle Bürger des Landes appelliert, die Hygieneregeln zur Eindämmung des Coronavirus unbedingt einzuhalten. 

"Wir sind das Land mit den geringsten Infektionszahlen und das ist eine wichtige Voraussetzung auch für den Schulstart", sagte Schwesig. "Ich bitte alle in der Bevölkerung, sich weiter an die strengen Regeln zu halten, damit die Zahlen niedrig bleiben." 

Das sei eine ganz wichtige Sicherheit auch für den Schulbetrieb. Mecklenburg-Vorpommern ist das erste Bundesland, in dem am Montag die Schule nach den sechswöchigen Sommerferien wieder begonnen hat.

Update, 3. August, 14.15 Uhr: Hamburg führt Maskenpflicht an Schulen ein

Ties Rabe (SPD) hält seine Mund-Nase-Bedeckung mit Hamburg-Logo.
Ties Rabe (SPD) hält seine Mund-Nase-Bedeckung mit Hamburg-Logo.  © Christian Charisius/dpa

Hamburg – An Hamburgs Schulen gilt wegen der Corona-Pandemie mit Beginn des neuen Schuljahrs eine Maskenpflicht. 

"Wir haben uns am Wochenende noch einmal mit führenden Verbänden abgestimmt (...), die jetzt doch zu der Einschätzung gekommen sind, dass eine Maskenpflicht sinnvoll ist", sagte Schulsenator Ties Rabe (SPD) am Montag dem Radiosender NDR 90,3.

Deswegen gelte mit Beginn des neuen Schuljahres am Donnerstag für alle - Schüler, Lehrer, Besucher - eine Maskenpflicht, sobald sie das Schulgelände betreten. Ausgenommen seien nur Grundschüler bis zehn Jahre, "denn die sind noch so klein, dass sie mit den Masken eigentlich nicht fachgerecht umgehen können".

Die Maskenpflicht gelte für das gesamte Schulgelände, nicht aber für den Unterricht selbst. "In dem Moment, wo sich die Schülerinnen und Schüler an ihren Arbeitsplatz hinsetzen in den Klassenräumen oder wenn Lehrerinnen und Lehrer im Lehrerzimmer an ihrem Arbeitsplatz sitzen, dann erlischt die Maskenpflicht", sagte Rabe. Aber sonst "sind die Masken ausnahmslos zu tragen".

Senator Rabe betonte, eine Maske im Unterricht selbst störe mehr als sie nütze, "weil man im Unterricht natürlich miteinander reden muss". Die Kommunikation sei das eigentliche Element des Lernens. "Und dazu ist es auch wichtig, dem anderen wirklich in die Augen zu gucken, die Mimik wahrzunehmen, sich sicher zu verständigen." Das behindere die Maske jedoch so sehr, dass auf sie im Unterricht verzichtet werde.

Die bereits diskutierte zweiwöchige Anlaufphase mit Heimunterricht zur Vermeidung von Ansteckungen durch Heimkehrer aus Risikogebieten lehnte Rabe ab. Zum einen seien die Infektionszahlen in Hamburg so niedrig, dass dies nicht nötig sei. Zum anderen dürfe nicht vergessen werden: "Diese Schulschließungen haben auch viele schlimme Auswirkungen. Viele Schülerinnen und Schüler haben zu Hause nicht lernen können. Und da ist jede Woche wichtig." Rabe kündigte zudem an, möglichst rasch auch wieder Sport-, Kunst- und Musikunterricht einzuführen.

Mit Blick auf Forderungen nach einer noch stärkeren Digitalisierung des Unterrichts sagte der Senator: "Wir sollten nicht leichtfertig den Unterricht in der Schule absagen und glauben, dass das zu Hause alles genauso gut klappen kann." Viele Schülerinnen und Schüler hätten kein Kinderzimmer, litten unter beengten Wohnverhältnissen, zu Hause sei niemand, der helfen könne. 

In einem Viertel der Hamburger Familien werde zudem nicht deutsch gesprochen. "Deswegen wollen wir zunächst einmal alles tun, damit das Lernen an der Schule auch wirklich wieder möglich ist. Sonst würden wir die soziale Schere im Bildungsbereich noch weiter auseinanderklaffen lassen und viele, viele Schülerinnen und Schüler (...) ernsthaft einschränken in ihrer geistigen, seelischen und psychischen Entwicklung."

In Mecklenburg-Vorpommern, wo am Montag die Schule wieder begann, gilt bereits eine Maskenpflicht. Mehrere andere Bundesländer wie Berlin, Bayern und Baden-Württemberg haben schon angekündigt, im Kampf gegen das Coronavirus eine Maskenpflicht in Schulgebäuden einzuführen. In anderen Ländern wie Nordrhein-Westfalen ist von freiwilligen Maskengeboten die Rede, oder es liegt - wie in Hessen oder Sachsen - im Ermessen der Schulen. 

Am Wochenende hatte auch Bundesbildungsministerin Anja Karliczek (CDU) für eine Maskenpflicht plädiert, was für Hamburgs Schulsenator Rabe jedoch nicht ausschlaggebend gewesen sei: "Wir hören auf Experten und da sage ich mal ganz klar, die Bundesbildungsministerin ist deshalb nicht meine erste Adresse."

Update, 3. August, 10.55 Uhr: Acht neue Corona-Fälle in Hamburg

Hamburg – In Hamburg ist die Zahl der nachgewiesenen Corona-Infektionen seit dem Wochenende nur leicht gestiegen. 

Insgesamt acht neue Fälle kamen seit dem Wochenende hinzu, wie die Stadt am Montag mitteilte. Insgesamt wurden damit seit Beginn der Pandemie 5443 Menschen in Hamburg positiv auf das Virus getestet. Etwa 5000 davon können nach Schätzung des Robert Koch-Instituts (RKI) inzwischen als genesen angesehen werden.

Die Zahl der Neuinfektionen binnen sieben Tagen lag am Montag bei 118. Das entspricht 6,6 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner - 0,3 mehr als am Sonntag. Das Infektionsgeschehen in der Stadt liegt damit nach wie vor weit unter dem Grenzwert von 50 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner binnen einer Woche, ab dem der Senat über erneute Einschränkungen zur Eindämmung der Pandemie beraten müsste.

In den Krankenhäusern der Stadt wurden den Angaben zufolge (mit Stand Freitag) 20 Menschen mit dem Coronavirus behandelt, sieben von ihnen auf Intensivstationen. Diese Zahlen werden an den Wochenenden nicht aktualisiert.

Nach Angaben des Instituts für Rechtsmedizin am Universitätsklinikum Eppendorf starben in Hamburg bisher 231 Menschen an Covid-19. Das RKI, das unabhängig von der Todesursache alle mit dem Virus infizierten Toten erfasst, kommt auf 261.

Update, 3. Juli, 10.50 Uhr: Vier Corona-Infektionen mehr in Schleswig-Holstein

Kiel – In Schleswig-Holstein hat sich die Zahl der offiziell erfassten Infektionen mit dem neuartigen Coronavirus zuletzt innerhalb eines Tages um 4 Fälle auf 3467 erhöht. Wie die Landesregierung auf ihrer Homepage mit Stand Sonntagabend berichtet, lag die Zahl der im Zusammenhang mit dem Virus Gestorbenen weiterhin bei 156.

Aus Dithmarschen wurden zuletzt keine neuen Corona-Fälle gemeldet. Der Kreis drohte in der vergangenen Woche den Grenzwert für verschärfte Schutzmaßnahmen zu erreichen und hatte schon vorsorglich speziell in Heide die Vorkehrungen verschärft. Mittlerweile hat sich der Abstand zu dem Grenzwert wieder vergrößert. Dieser beträgt 50 Neuinfektionen innerhalb von sieben Tagen je 100 000 Einwohner. Bezogen auf Dithmarschen wären dies 66,5 Fälle. Bis Sonntagnachmittag wurden für den genannten Zeitraum nach Angaben des Kreises 35 Neuinfektionen gezählt, nachdem es in den Tagen zuvor mehr als 40 waren.

Rund 3100 der seit Beginn der Pandemie in Schleswig-Holstein nachweislich mit dem Virus Sars-CoV-2 Infizierten gelten inzwischen als genesen. In Krankenhäusern wurden zuletzt 20 an Covid-19 Erkrankte behandelt. 

Update, 3. August, 7.15 Uhr: Kreuzfahrtschiff zurück in Hamburg

Passagiere verfolgen an Bord des Tui-Kreuzfahrtschiffs "Mein Schiff 2" am Abend das Auslaufen aus dem Hafen
Passagiere verfolgen an Bord des Tui-Kreuzfahrtschiffs "Mein Schiff 2" am Abend das Auslaufen aus dem Hafen  © Daniel Bockwoldt/dpa

Hamburg – Nach einem knapp dreitägigen Kurztrip mit strengen Hygiene-Auflagen wegen der Coronavirus-Pandemie ist das Kreuzfahrtschiff "Mein Schiff 2" am Montagmorgen in Hamburg angekommen. 

Das Tui-Schiff, das coronabedingt nur 1500 statt 2900 Passagiere aufgenommen hatte, war ohne Landgang auf der Nordsee unterwegs und legte in den frühen Morgenstunden am Schiffs-Terminal im Stadtteil Steinwerder an. 

Es war am Freitagabend in Hamburg gestartet. Bei einem Kurztrip am Wochenende zuvor hatte das Schiff nach monatelanger Zwangspause als erstes großes Kreuzfahrtschiff wieder von einem deutschen Hafen abgelegt.

An Bord galt ein strenges Hygiene-Konzept. Die Crewmitglieder sollten untereinander und zu den Gästen den Mindestabstand von 1,50 Metern einhalten oder Schutzmasken tragen. Die Buffetrestaurants sollten geöffnet sein - den Gästen wurden die Speisen aber angereicht. 

Bevor die Passagiere an Bord gingen, mussten sie einen Gesundheitsfragebogen ausfüllen und ihre Körpertemperatur messen lassen. Auch weitere Reedereien neben Tui starten mit ähnlichen Konzepten wieder kurze Trips.

Update, 3. August, 6.15 Uhr: Als erstes Bundesland startet MV ins neue Schuljahr

Ein Hinweisschild auf die Sicherheitsabstände als Corona-Schutzmaßnahme hängt in einem Schulflur.
Ein Hinweisschild auf die Sicherheitsabstände als Corona-Schutzmaßnahme hängt in einem Schulflur.  © Jens Büttner/dpa-Zentralbild/dpa

Schwerin – Als erstes Bundesland startet Mecklenburg-Vorpommern am Montag (7.30 Uhr) ins neue Schuljahr. 

Für die 152.700 Schülerinnen und Schüler soll es erstmals seit den coronabedingten Schulschließungen Mitte März wieder täglichen Unterricht geben. Weil rund 400 der 13 000 Lehrer aufgrund ihres hohen Corona-Risikos weiter im Homeoffice arbeiten, soll der Präsenzunterricht teilweise durch Fernunterricht ergänzt werden. Garantiert sind jedem Grundschüler laut Bildungsministerium täglich vier Stunden Unterricht in der Schule. 

An den weiterführenden Schulen sind es mindestens fünf Stunden. Bildungsministerin Bettina Martin (SPD) zeigte sich vor dem Schulstart überzeugt, dass an vielen Schulen mehr möglich sein wird.

Update, 2. August, 16.22 Uhr: Zwei neue Corona-Fälle in Mecklenburg-Vorpommern

Rostock - In Mecklenburg-Vorpommern sind am Sonntag zwei weitere Corona-Fälle registriert worden. 

Damit ist die Zahl der bisher landesweit nachgewiesenen Infektionen auf 877 gestiegen, wie das Landesamt für Gesundheit und Soziales (Lagus) mitteilte. Die beiden Neuinfektionen wurden in den Landkreisen Mecklenburgische Seenplatte und Vorpommern-Rügen verzeichnet. 

Die Zahl der im Nordosten bislang im Zusammenhang mit einer Covid-19-Erkrankung gestorbenen Menschen blieb bei 20.

Update, 2. August, 14.58 Uhr: Andrang am Testzentrum in Hannover steigt

Hannover - Der Andrang am Corona-Testzentrum im Flughafen Hannover hat mit der Möglichkeit freiwilliger Tests für Reisende, die nicht in einem Risikogebiet waren, zugenommen. 

Wie der Betreiber, die Johanniter-Unfall-Hilfe (JUH), am Sonntag mitteilte, stieg der Andrang alleine am Samstag bereits um etwa 30 Prozent im Vergleich zu den Vortagen. 

Seit Start am Mittwoch bis zum Samstagmittag seien etwa 1000 Fluggäste getestet worden. 

In der Nacht von Samstag auf Sonntag kamen zwischen 22 Uhr und 6 Uhr weitere 340 Fluggäste hinzu, die einen Test vornehmen ließen, sagte JUH-Sprecher Oliver Bruse.

Aufgrund der aktualisierten Corona-Verordnung, nach der sich seit dem Wochenende alle Urlaubs-Rückreisende kostenlos und freiwillig auf das Coronavirus testen lassen können, häufe sich die Nachfrage nach Tests auch von Menschen, die gar nicht mit dem Flugzeug gereist seien. 

Deshalb betonte die Johanniter-Unfall-Hilfe, dass das Testzentrum am Flughafen nur Fluggästen zur Verfügung steht, die sich per Ticket oder Bordkarte ausweisen müssen.

Update, 2. August, 12.25 Uhr: Mehrere Dutzend Neuinfektionen in Niedersachsen

Hannover - Die Zahl der Corona-Infektionen in Niedersachsen ist auch am Sonntag erneut um mehrere Dutzend gestiegen. 

Wie das Sozialministerium in Hannover mitteilte, stieg die Zahl der bestätigten Infektionen um 52 auf 14.524 Fälle seit Beginn der Epidemie, 91,6 Prozent der Betroffenen sind demnach genesen. Binnen einer Woche betrug der Anstieg in Niedersachsen 323 Fälle.

Obwohl die Zahl der Neuinfektionen wieder etwas höher liegt, als vor wenigen Wochen, ist die Zahl der Corona-Patienten in niedersächsischen Krankenhäusern stabil. 

Update, 2. August, 11.30 Uhr: Aida Cruises verschiebt Neustart

Aida Cruises wollte am 5. August wieder in See starten.
Aida Cruises wollte am 5. August wieder in See starten.  © Christian Charisius/dpa

Rostock - Die Kreuzfahrtreederei Aida Cruises hat ihren Neustart nach der Corona-Zwangspause kurzfristig verschoben. Die geplanten Mini-Kreuzfahrten auf der Ostsee für die erste Augusthälfte wurden am Sonntag abgesagt. 

Entgegen den Erwartungen des Unternehmens stehe eine letzte formale Freigabe für den Start der Kurzreisen ab 5. August durch den Flaggenstaat Italien noch aus, teilte Aida an seinem Sitz in Rostock mit.

Für Aida Cruises ist dies ein herber Rückschlag. Das Unternehmen wollte nach der coronabedingten Zwangspause seit Mitte März am 5. August wieder Fahrt aufnehmen, zunächst mit Mini-Kreuzfahrten auf der Ostsee ohne Landgänge. 

Für den Neustart seien umfassende Konzepte entwickelt und alle erhöhten Hygienestandards sowie Maßnahmen zum Schutz vor Covid-19 an Bord der Schiffe umgesetzt worden.

Update, 2. August, 11.28 Uhr: 15 neue Corona-Fälle in Hamburg

Hamburg - In Hamburg steigt die Zahl der nachgewiesenen Corona-Infektionen weiter zweistellig. 15 neue Fälle wurden seit Sonnabend registriert, wie die Stadt am Sonntag mitteilte. 

Insgesamt wurden damit seit Beginn der Pandemie 5435 Menschen in Hamburg positiv auf das Virus getestet. Rund 5000 davon können nach Schätzung des Robert Koch-Instituts (RKI) inzwischen als genesen angesehen werden.

Die Zahl der Neuinfektionen binnen sieben Tagen lag am Sonnabend bei 118. Das entspricht 6,6 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner - 0,4 mehr als am Freitag. 

Update, 2. August, 10.51 Uhr: Drei weitere Corona-Fälle in Dithmarschen

Heide - Im Kreis Dithmarschen ist die Zahl der nachgewiesenen Corona-Infektionen seit Sonnabend um drei gestiegen.

 Wie das Robert Koch-Institut (RKI) am Sonntag mitteilte, wurden in dem Landkreis damit seit Ausbruch der Pandemie 123 Menschen positiv auf das Virus getestet. Die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen sank nach RKI-Angaben leicht auf 26,3. 

Am Sonnabend hatte der Wert noch bei 27,8 gelegen.

Um den Grenzwert zu erreichen, ab dem schärfere Maßnahmen eingeleitet werden, müsste es binnen sieben Tagen 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner geben. Für Dithmarschen mit seinen 133.000 Einwohnern wären dies 66,5 neue Fälle in einer Woche.

Seit dem vergangenen Wochenende waren die Zahlen deutlich gestiegen. In der Kreisstadt Heide und in Büsum gelten seit Freitag strengere Schutzmaßnahmen.

Update, 1. August, 16.37 Uhr: Sieben neue Fälle in Mecklenburg-Vorpommern

Rostock - In Mecklenburg-Vorpommern sind bis Samstag sieben weitere Corona-Fälle registriert worden. 

Damit ist die Zahl der bisher landesweit nachgewiesenen Infektionen auf 875 gestiegen, wie das Landesamt für Gesundheit und Soziales (Lagus) mitteilte. Sechs der Neuinfektionen wurden im Landkreis Ludwigslust-Parchim verzeichnet, eine in Rostock. Die Zahl der im Nordosten bislang im Zusammenhang mit einer Covid-19-Erkrankung gestorbenen Menschen blieb bei 20.

Als genesen gelten - ohne Berücksichtigung der Dunkelziffer - 791 der Infizierten: Das sind zwei mehr als am Vortag. 

Unverändert wurden 121 Menschen den Angaben zufolge landesweit in Krankenhäusern behandelt, 21 davon auf Intensivstationen.

Update, 1. August, 15 Uhr: Verschärfte Maskenpflicht auch auf Helgoland

Kiel/Helgoland – Angesichts steigender Corona-Zahlen verschärft auch Helgoland die Maskenpflicht. 

Am kommendem Montag müsse zunächst für zwei Wochen auf der Einkaufsstraße Lung Wai und auf der Promenade vom Hafen bis zum Dorfkern eine Mund-Nase-Bedeckung getragen werden, sagte der Bürgermeister der zum Kreis Pinneberg gehörenden Nordseeinsel, Jörg Singer (parteilos), am Samstag NDR Schleswig-Holstein. 

Es handele sich um eine Vorsichtsmaßnahme, um die Wirtschaft der Insel zu schützen. "Wenn wir jetzt in einen zweiten Lockdown reinkommen würden, hieße das, es fährt statt sieben Schiffen nur eines. Das wäre für viele hier das komplette Aus. Das wollen wir alle nicht", sagte Singer.

In Heide und Büsum in Dithmarschen waren die Corona-Regeln zum Wochenende hin bereits verschärft worden.

Update, 1. August, 12 Uhr: 19 neue Corona-Fälle in Hamburg

Hamburg – In Hamburg steigt die Zahl der nachgewiesenen Corona-Infektionen weiter zweistellig. 

19 neue Fälle wurden seit Freitag registriert, wie die Stadt am Samstag mitteilte. Insgesamt wurden damit seit Beginn der Pandemie 5420 Menschen in Hamburg positiv auf das Virus getestet. Rund 5000 davon können nach Schätzung des Robert Koch-Instituts (RKI) inzwischen als genesen angesehen werden.

In den zurückliegenden sieben Tagen gab es nach Angaben der Behörden insgesamt 118 Neuinfektionen. Das sind 6,6 pro 100 000 Einwohner - 0,4 mehr als am Vortag. Das Infektionsgeschehen in der Stadt liegt damit nach wie vor weit unter dem Grenzwert von 50 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner binnen einer Woche, ab dem der Senat über erneute Einschränkungen zur Eindämmung der Pandemie beraten müsste.

In den Krankenhäusern der Stadt wurden den Angaben zufolge mit Stand Freitag 20 Menschen (minus 6) mit dem Coronavirus behandelt, sieben von ihnen auf Intensivstationen.

Nach Angaben des Instituts für Rechtsmedizin am Universitätsklinikum Eppendorf starben in Hamburg bisher 231 Menschen an Covid-19. Das RKI, das unabhängig von der Todesursache alle mit dem Virus infizierten Toten erfasst, kommt auf 261.

Update, 1. August, 10.28 Uhr: Vier neue Corona-Fälle in Dithmarschen

Heide – Im Kreis Dithmarschen ist die Zahl der nachgewiesenen Corona-Infektionen seit Freitag um vier gestiegen. Wie das Robert Koch-Institut (RKI) am Samstag mitteilte, wurden in dem Landkreis damit seit Ausbruch der Pandemie 120 Menschen positiv auf das Virus getestet. Seit dem vergangenen Wochenende waren die Zahlen deutlich angestiegen.

In der Kreisstadt Heide gelten seit Freitag strengere Schutzmaßnahmen. Im öffentlichen Raum dürfen sich maximal zwei Personen aus unterschiedlichen Haushalten treffen. Der Heider Wochenmarkt durfte am Samstag nur mit Mund-Nasen-Schutz besucht werden.

Die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen sank nach RKI-Angaben auf 27,8. Am Freitag hatte er noch bei 41 gelegen. Um den Grenzwert zu erreichen, ab dem schärfere Maßnahmen eingeleitet werden, müssten es 66,5 neue Fälle binnen einer Woche sein. In dem Kreis leben 133.000 Einwohner.

Update, 1. August, 8.41 Uhr: Weniger Feiernde in Hamburgs Partymeilen

Ein Schild hängt auf der Reeperbahn an einem Imbiss.
Ein Schild hängt auf der Reeperbahn an einem Imbiss.  © Daniel Bockwoldt/dpa

Hamburg – Das neue Alkoholverkaufsverbot in Hamburgs Ausgehvierteln hat am Freitagabend offenbar viele Menschen vom Feiern auf den Straßen abgehalten. 

"Bis jetzt würde ich sagen, war das Verkaufsverbot erfolgreich2, sagte ein Sprecher der Polizei Hamburg in der Nacht zu Samstag der Deutschen Presse-Agentur. Es seien im Vergleich zur Vorwoche weniger Menschen auf den Straßen unterwegs gewesen, zudem hätten sich weniger Gruppen gebildet. Damals hatten Tausende aus St. Pauli und in der Schanze ohne Abstand gefeiert und ausgelassen gefeiert.

Alle Informationen dazu findet Ihr >>>hier<<<.

Update, 1. August, 8.06 Uhr: Sechs Corona-Fälle auf Hamburger Werft

Das Kreuzfahrtschiff MS Hamburg liegt im Schwimmdock der Werft Blohm+Voss.
Das Kreuzfahrtschiff MS Hamburg liegt im Schwimmdock der Werft Blohm+Voss.  © Markus Scholz/dpa

Hamburg – Auf der Hamburger Werft Blohm+Voss haben sich sechs Mitarbeiter mit dem Coronavirus infiziert. Wie die Bremer Unternehmensgruppe Lürssen als Muttergesellschaft von Blohm+Voss am Freitag bestätigte, sind die Infizierten und ihre Kontaktpersonen in Quarantäne. 

Da die Werft zur Corona-Prävention schon seit März in verschiedene Zonen aufgeteilt worden sei, lasse sich die Gruppe der potenziell Betroffenen gut einteilen, hieß es in einer Mitteilung. Am Montag soll es einen freiwilligen Massentest geben. Die Maßnahmen seien mit dem Gesundheitsamt abgestimmt.

Alle getesteten Personen werden bis zum Testergebnis bezahlt von der Arbeit freigestellt - für eine häusliche Quarantäne, wie Lürssen weiter mitteilte. 

Erst nach bestätigtem, negativem Testergebnis werden die Personen an den Arbeitsplatz zurückkehren. Eine Woche später erfolge ein zweiter Kontrolltest.

Update, 31. Juli, 18.47 Uhr: Fast jedes dritte Lokal verstößt gegen Maskenpflicht

Ein Hinweisschild zum Tragen einer Maske hängt an einer Tür. (Symbolbild)
Ein Hinweisschild zum Tragen einer Maske hängt an einer Tür. (Symbolbild)  © Stefan Sauer/dpa-Zentralbild/dpa

Hamburg – Bei einer Kontrolle in mehr als 100 Gastronomiebetrieben in Hamburg hat das Amt für Arbeitsschutz in 31 Lokalen Verstöße gegen die Maskenpflicht festgestellt. 

Die Überprüfungen fanden am Donnerstagabend statt und wurden zuvor nicht angekündigt, wie die Behörde für Justiz und Verbraucherschutz am Freitag mitteilte. Die Beamten kontrollierten, ob die Mitarbeiter sich tatsächlich an das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung hielten.

"Insgesamt wurde aber festgestellt, dass die überprüften Betriebe gute und vielfältige technische und organisatorische Schutzmaßnahmen umgesetzt haben – z. B. Plexiglasscheiben an der Theke oder Einbahnstraßensysteme im Restaurant", hieß es.

Das Amt für Arbeitsschutz hat nach eigenen Angaben seit April mehr als 1000 Betriebe auf die Einhaltung der Corona-Regeln kontrolliert, darunter Einzelhändler, Friseure, Gastronomen, Betriebskantinen und Fleischbetriebe. Gravierende Mängel seien nicht festgestellt worden.

Update, 31. Julia, 17.45 Uhr: Heide und Büsum vor Wochenende mit Corona-Restriktionen

Heide –  In Heide und Büsum müssen Bürger und Gäste dieses Wochenende mit verschärften Schutzmaßnahmen gegen das Coronavirus verbringen. Hintergrund ist die Zunahme von Neuinfektionen in Dithmarschen seit dem vergangenen Wochenende. 

Davon war vor allem die Kreisstadt Heide betroffen. Dort müssen Besucher des Wochenmarktes am Samstag einen Mund-Nasen-Schutz tragen. Zudem dürfen sich im öffentlichen Raum vorerst maximal zwei Personen aus unterschiedlichen Haushalten treffen. In Büsum gilt in der Fußgängerzone eine Maskenpflicht. 

Die Einschränkungen gelten zunächst bis einschließlich 7. August. Zuletzt gab es in Dithmarschen keine weiteren Infektionen.

Update, 31. Juli, 15.30 Uhr: Mobile Corona-Teststationen nehmen in Heide Arbeit auf

Heide – Mit der Verschärfung der Corona-Maßnahmen in Teilen des Kreises Dithmarschen haben am Freitag in Heide auch zwei mobile Corona-Teststationen ihre Arbeit aufgenommen. 

Dort können sich Menschen kostenlos testen lassen, die sich möglicherweise bei Infizierten angesteckt haben. Rund 300 Haushalte seien dazu eingeladen worden, sagte Landrat Stefan Mohrdieck (parteilos). Bereits am Vormittag hätten sich rund 40 Menschen einem Test unterzogen. Mit Ergebnissen sei in der Regel binnen 24 Stunden zu rechnen, hieß es.

Mohrdieck kündigte an, ein Testzentrum dauerhaft an der Westküste einzurichten. Entsprechende Einrichtungen stehen bislang am Kieler Hafen, am Fähranleger in Puttgarden, am Busbahnhof in Neumünster, am Lübecker Hafen und an der Rastanlage in Ellund an der A7 an der Grenze zu Dänemark. 

Es würden bereits Gespräche über die Kostenübernahme und den genauen Standort geführt, sagte der Landrat.

Update, 31. Juli, 14.30 Uhr: CDU fordert Maskenpflicht an Hamburger Schulen

Hamburg – Angesichts steigender Corona-Infektionszahlen fordert die CDU eine Makenpflicht an Hamburger Schulen außerhalb des Unterrichts. 

Das Tragen von Masken, wo Abstände nicht eingehalten werden können, habe sich bewährt, erklärte die bildungspolitische Sprecherin der Bürgerschaftsfraktion, Birgit Stöver, am Freitag. "Was für andere öffentliche Gebäude gilt, sollte auch in Schulen und auf dem Schulgelände gelten." Schülerinnen und Schüler hätten sich an das Maskentragen gewöhnt und gingen damit in der Regel genauso pflichtbewusst um, wie die meisten Erwachsenen. Die Schulbehörde empfiehlt das Masketragen außerhalb des Unterrichts lediglich.

Außerdem forderte Stöver den rot-grünen Senat auf, deutlich mehr Testkapazitäten für Hamburger Schulen bereitzustellen und allen Schülerinnen und Schülern regelmäßige Tests anzubieten. "Gerade jetzt, nachdem viele Reiserückkehrer aus dem Sommerurlaub in den Schulen aufeinandertreffen, sollte breit getestet werden." Ein Infektionsherd an Hamburger Schulen müsse verhindert werden.

Nach sechs Wochen Sommerferien öffnen die Hamburger Schulen am kommenden Donnerstag wieder allen Schülerinnen und Schülern die Türen.

Update, 31. Juli, 14.07 Uhr: Corona-Testzentrum am Hamburger Flughafen ist am Start

Ein Mitarbeiter des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) steht am Hamburger Flughafen während eines Pressetermins in einem Corona-Testzentrum und hält einen Test.
Ein Mitarbeiter des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) steht am Hamburger Flughafen während eines Pressetermins in einem Corona-Testzentrum und hält einen Test.  © Daniel Bockwoldt/dpa

Hamburg – Am Hamburger Flughafen ist am Freitag ein Corona-Testzentrum für Flugpassagiere aus Risikogebieten in Betrieb gegangen. 

Auf zunächst zwei Teststrecken können sich die Fluggäste im "Terminal Tango" außerhalb des eigentlichen Flughafengebäudes auf eine mögliche Infektion mit dem Coronavirus testen lassen, wie die Sozialbehörde mitteilte. 

In den kommenden Tagen soll die Kapazität auf fünf Teststrecken für bis zu 2000 Passagiere pro Tag ausgebaut werden. Bei vielen gleichzeitig einreisenden Passagieren müsse dennoch mit Rückstaus und Wartezeiten gerechnet werden.

Der Test am Flughafen ist vorläufig freiwillig und ein kostenfreies Angebot an die Flugreisenden. Allerdings plant Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) eine Testpflicht. Eine entsprechende Anordnung könnte bereits kommende Woche in Kraft treten. 

Unabhängig von dem Test müssen sich alle Reisenden aus Risikogebieten unverzüglich und auf direktem Weg in häusliche Quarantäne begeben und beim Gesundheitsamt melden. Davon kann bei einem anerkannten negativen Testergebnis abgesehen werden. Die Behörden empfehlen dringend eine Quarantäne von mindestens einer Woche.

Wer sich nicht testen lässt oder aus dem Ausland kommt, das nicht als Risikogebiet eingestuft ist, kann sich innerhalb von drei Tagen nach der Rückkehr in einer Arztpraxis testen lassen. Die Kosten trägt die Krankenkasse. "Generell sollte gegenwärtig darauf verzichtet werden, Reisen in Risikoländer anzutreten", sagte Sozialsenatorin Melanie Leonhard (SPD).

Update, 31. Juli, 13.14 Uhr: 16 neue Corona-Fälle in Hamburg

Hamburg - In Hamburg geht die Zahl der nachgewiesenen Corona-Infektionen weiter nach oben - jedoch nicht so stark wie am Vortag. 16 neue Fälle wurden seit Donnerstag registriert, wie die Stadt am Freitag mitteilte. 

Insgesamt wurden damit seit Beginn der Pandemie 5401 Menschen in Hamburg positiv auf das Virus getestet. Rund 5000 davon können nach Schätzung des Robert Koch-Instituts (RKI) inzwischen aber als genesen angesehen werden.

In den zurückliegenden sieben Tagen gab es nach Angaben der Behörde insgesamt 112 Neuinfektionen. Das sind wie schon am Vortag 6,2 pro 100.000 Einwohner. 

In den Krankenhäusern der Stadt wurden den Angaben zufolge mit Stand Donnerstag 26 Menschen (plus 4) mit dem Coronavirus behandelt, sieben von ihnen auf Intensivstationen.

Update, 31. Juli, 11.12 Uhr: Weitere Infizierte im Corona-Fall Hagenow

Parchim/Hagenow - Im Corona-Fall von Hagenow hat sich die Zahl der nach einer Familienparty infizierten Menschen auf 15 erhöht. 

Unter den rund 100 Proben, die am Donnerstag untersucht wurden, seien drei positiv auf das neuartige Coronavirus getestet worden, sagte eine Sprecherin des Landkreises Ludwigslust-Parchim am Freitag. 

Die drei Infizierten gehören zu den rund 160 Kontaktpersonen, die bereits in Quarantäne sind. Einer der positiv Getesteten lebt in Schwerin, die anderen im Landkreis Ludwigslust-Parchim. 

Die Behörden sind dabei, weitere Kontaktpersonen zu ermitteln. Neben Gästen der Party am Samstag bei Hagenow gehören auch Menschen aus deren Umfeld dazu.

Update, 31. Juli, 9.33 Uhr: 26 neue Infektionen in Schleswig-Holstein

Kiel - In Schleswig-Holstein hat sich die Zahl der offiziell erfassten Infektionen mit dem neuartigen Coronavirus innerhalb eines Tages um 26 Fälle auf 3427 erhöht. 

Wie die Landesregierung auf ihrer Homepage mit Stand Donnerstagabend berichtet, lag die Zahl der im Zusammenhang mit dem Virus Gestorbenen weiter bei 156. 

Rund 3100 der seit Beginn der Pandemie nachweislich mit dem Virus Sars-CoV-2 Infizierten gelten inzwischen als genesen. 

In Krankenhäusern wurden zuletzt 17 an Covid-19 Erkrankte behandelt.

Update, 31. Juli, 6.19 Uhr: Touristen entdecken für Sommerurlaub neue Regionen

Hannover - Immer mehr Feriengäste suchen für den Urlaub in Corona-Zeiten naturnahe Ziele. 

Bekannte Ziele wie die Nordseeküste stehen laut Tourismus-Marketing Niedersachsen zwar auch dieses Jahr wieder im Fokus. "Im Vergleich zu den Vorjahren gibt es jedoch eine vermehrte Nachfrage von Urlaub auf dem Land", sagt Referentin Renate Rebmann. Besonders beliebt seien ländlich gelegene Ferienhäuser und -wohnungen sowie Campingstellplätze.

Die Reservierungen erfolgten dieses Jahr oft spontaner, auch buchten mehr junge Leute Urlaub in Niedersachsen. 

Wer noch auf der Suche sei, dem empfiehlt Rebmann, sich bei den Touristinformationen vor Ort zu erkunden. "Die haben immer einen guten Einblick, wo es noch Kapazitäten gibt".

Update, 30. Juli, 22 Uhr: Alkoholverbot in Hamburger Ausgehvierteln

Polizisten kontrollieren im Hamburger Schanzenviertel die Einhaltung des Alkoholverbotes.
Polizisten kontrollieren im Hamburger Schanzenviertel die Einhaltung des Alkoholverbotes.  © Jonas Walzberg/dpa

Hamburg – Mit dem Verbot des Außer-Haus-Verkaufs von Alkohol in den Hamburger Ausgehvierteln wollen die Bezirke Altona, Mitte und Eimsbüttel an diesem Wochenende die Einhaltung der Corona-Regeln sicherstellen.

Die Einschränkungen beginnen am Freitag wie auch am Samstag und Sonntag jeweils um 20 Uhr und gelten bis 6 Uhr des Folgetages.

Betroffen sind Kioske, Supermärkte, Tankstellen und der sogenannte Gassenverkauf von Alkohol durch Bars oder Lokale auf St. Pauli, in der Schanze und im Bereich Alma-Wartenberg- und Spritzenplatz in Ottensen.

In den Gaststätten selbst und der Außengastronomie soll es keine Einschränkungen geben. Allein im Bezirk Mitte seien ungefähr 430 Gastronomiebetriebe und 70 Einzelhändler von dem Verbot betroffen, sagte eine Sprecherin der Deutschen Presse-Agentur.

Am Dienstag hatte der Senat den Weg für die bereits angedrohte Einschränkung des Alkoholverkaufs geebnet, nachdem am Wochenende zuvor immer wieder Feiernde gegen die Corona-Regeln an den Party-Hotspots verstoßen hatten.

Alle Informationen dazu findet Ihr >>>hier<<<.

Update, 30. Juli, 19.35 Uhr: Drei neue Corona-Fälle in Mecklenburg-Vorpommern

Rostock – In Mecklenburg-Vorpommern sind am Donnerstag drei weitere Corona-Fälle registriert worden. 

Damit ist die Zahl der bisher landesweit registrierten Infektionsfälle auf 864 gestiegen, wie das Landesamt für Gesundheit und Soziales (Lagus) mitteilte. Zwei der Neuinfektionen wurden im Landkreis Rostock registriert, eine im Landkreis Ludwigslust-Parchim. Die Zahl der im Nordosten bislang im Zusammenhang mit einer Covid-19-Erkrankung gestorbenen Menschen blieb bei 20.

Als genesen gelten - ohne Berücksichtigung der Dunkelziffer - 787 der Infizierten. Das ist den Angaben zufolge einer mehr als noch am Vortag. 

121 Menschen mussten oder müssen landesweit in Krankenhäusern behandelt werden, 21 davon auf Intensivstationen - diese beiden Zahlen veränderten sich im Vergleich zum Vortag nicht.

Update, 30. Juli, 17.47 Uhr: Corona-Testzentrum am Hamburger Flughafen nimmt Betrieb auf

Flugpassagiere mit Mund-Nasen-Schutzmasken stehen an Check-In Schaltern des Flughafens Hamburg.
Flugpassagiere mit Mund-Nasen-Schutzmasken stehen an Check-In Schaltern des Flughafens Hamburg.  © Markus Scholz/dpa

Hamburg – Das Corona-Testzentrum für Flugreisende aus Risikogebieten am Hamburger Flughafen soll am Freitag seinen Betrieb aufnehmen. 

Sozialsenatorin Melanie Leonhard (SPD) wird am Mittag (12.30 Uhr) unter anderem gemeinsam mit Flughafen-Geschäftsführer Christian Kunsch und Georg Kamp vom Vorstand des Deutschen Roten Kreuzes, Landesverband Hamburg, über die aktuelle Lage informieren. Damit wird in Hamburg ein Beschluss der Landes-Gesundheitsminister aus der vergangenen Woche umgesetzt. 

Wer aus dem Urlaub oder von Reisen in Risikoländer zurückkehrt, muss sich 14 Tage in Quarantäne begeben oder bis zum Vorliegen eines negativen Tests in Quarantäne bleiben.

Update, 30. Juli, 14.39 Uhr: Linke kritisiert Corona-Berufsverbot für Sexarbeiterinnen

Hamburg – Im Zusammenhang mit Verstößen gegen das coronabedingte Prostitutionsverbot sind in Hamburg bisher 20 Bußgeldbescheide über eine Gesamtsumme von mehr als 43.000 Euro ergangen. 

Das ergab eine Kleine Anfrage der Linksfraktion. Sie wirft der Stadt Unverhältnismäßigkeit vor. So habe der rot-grüne Senat nicht darlegen können, warum ausgerechnet Sexarbeiterinnen noch immer "mit einem totalen Verbot ihrer Dienstleistungen belegt werden", erklärte die Fraktionsvorsitzende Cansu Özdemir am Donnerstag.

"Ich halte das Festhalten an dem faktischen Berufsverbot für diskriminierend." Es zerstöre ohne ernstzunehmende Grundlage Existenzen und zwinge Sexarbeiterinnen auch in Gefahrensituationen. "Sexarbeit lässt sich nicht verbieten und findet nun unter riskanten Bedingungen im Verborgenen statt."

In den vergangenen Wochen hatten Sexarbeiterinnen und Bordellbetreiber auf St. Pauli wiederholt für die Wiederzulassung des Bordellbetriebs demonstriert. Sie sehen sich im Vergleich mit Tattoo-Studios oder Massage-Salons, in denen körpernahe Dienstleistungen wieder angeboten werden dürfen, benachteiligt.

In der Schweiz sei Sexarbeit wieder erlaubt «und es ist bislang nichts über eine Infektion auf dem Weg bekannt geworden», sagte die queerpolitische Sprecherin der Linksfraktion, Carola Ensslen. "Fast sechs Monate Berufsverbot mit ungewisser Perspektive sind unverhältnismäßig."

Laut dem Leiter des Bezirksamts Mitte, Falko Droßmann (SPD), fasst der Senat eine Wiederzulassung der Prostitution in sogenannten Prostitutionsstätten im Schulterschluss mit Schleswig-Holstein und Niedersachsen ab dem 1. September ins Auge. Voraussetzung sei allerdings ein bis dahin weiter beherrschbares Infektionsgeschehen.

Update, 30. Juli, 12.40 Uhr: Wieder Kontaktbeschränkungen in Heide

Kiel - Wegen der stark gestiegenen Corona-Neuinfektionen sollen in der Dithmarscher Kreisstadt Heide ab Samstag wieder strengere Schutzmaßnahmen gelten. 

So werde es wieder die Kontaktbeschränkung im öffentlichen Raum geben, dass sich maximal zwei Personen aus unterschiedlichen Haushalten treffen dürfen, sagte Landrat Stefan Mohrdieck am Donnerstag bei einer Pressekonferenz in Kiel, an der auch Gesundheitsminister Heiner Garg (FDP) teilnahm. 

In Heide sollen auch öffentliche Veranstaltungen ausgesetzt werden, bis die Infektionszahlen wieder sinken. Der Heider Wochenmarkt dürfe nur noch mit einem Mund-Nasen-Schutz besucht werden. Und die Kundenzuläufe zu den Geschäften würden etwas abgebremst.

Mohrdieck kündigte an, dass die Einhaltung der Corona-Schutzmaßnahmen verstärkt kontrolliert werden. Zudem werden die Testungen ausgeweitet, insbesondere auch in den Wohnquartieren, in denen die gehäuften Corona-Infektionen aufgetreten sind.

Am Mittwoch waren dem Landrat zufolge 13 weitere Corona-Neuinfektionen im Kreis Dithmarschen festgestellt worden. 

Update, 30. Juli, 12.09 Uhr: 31 neue Corona-Fälle in Hamburg

Hamburg - In Hamburg geht die Zahl der nachgewiesenen Corona-Infektionen weiter deutlich nach oben. 

31 neue Fälle wurden seit Mittwoch registriert, wie die Stadt am Donnerstag mitteilte. Insgesamt wurden damit seit Beginn der Pandemie 5385 Menschen in Hamburg positiv auf das Virus getestet. Rund 5000 davon können nach Schätzung des Robert Koch-Instituts (RKI) inzwischen aber als genesen angesehen werden.

In den zurückliegenden sieben Tagen gab es nach Angaben der Behörde insgesamt 112 Neuinfektionen. 

Das sind 6,2 pro 100 000 Einwohner. Das Infektionsgeschehen in der Stadt liegt damit nach wie vor weit unter dem Grenzwert von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche, ab dem der Senat über erneute Einschränkungen zur Eindämmung der Pandemie beraten müsste.

In den Krankenhäusern der Stadt wurden den Angaben zufolge mit Stand Mittwoch 22 Menschen mit dem Coronavirus behandelt, sieben von ihnen auf Intensivstationen - jeweils einer mehr als am Vortag.

Update, 30. Juli, 10.01 Uhr: Weitere Infektion im Hagenower Corona-Geschehen

Parchim - Die Zahl der Corona-Infizierten nach einer Familienfeier im Raum Hagenow (Landkreis Ludwigslust-Parchim) ist weiter auf zwölf gestiegen. 

Am späten Mittwochabend sei ein positives Testergebnis bekanntgeworden, sagte ein Sprecher des Landkreises am Donnerstag. Von den nunmehr zwölf Fällen entfielen elf auf den Landkreis Ludwigslust-Parchim und einer auf Schwerin. 

Rund 200 Kontaktpersonen seien in Quarantäne, am Donnerstag seien weitere Tests geplant.

Nach einem Bericht der "Schweriner Volkszeitung" war wohl eine Baby-Begrüßungsparty mit mehr als 35 Personen in einem kleinen Ort nahe Hagenow der Ursprung des Infektionsgeschehens. 

Update, 30. Juli, 9.38 Uhr: 22 neue Infektionen in Schleswig-Holstein

Kiel - In Schleswig-Holstein hat sich die Zahl der offiziell erfassten Infektionen mit dem neuartigen Coronavirus innerhalb eines Tages um 22 Fälle auf 3401 erhöht. 

Wie die Landesregierung auf ihrer Homepage mit Stand Mittwochabend berichtet, lag die Zahl der im Zusammenhang mit dem Virus Gestorbenen weiter bei 156. 

Rund 3100 der seit Beginn der Pandemie nachweislich mit dem Virus Sars-CoV-2 Infizierten gelten inzwischen als genesen. 

In Krankenhäusern wurden zuletzt 17 an Covid-19 Erkrankte behandelt.

Update, 30. Juli, 6.32 Uhr: Corona belastet Arbeitsmarkt im Norden

Kiel - Experten gehen für Juli coronabedingt von einem weiteren Anstieg der Zahl der Arbeitslosen in Schleswig-Holstein im Vergleich zum Vorjahr aus. Erwartet wird auch ein Anstieg der Zahlen im Vergleich zum Juni. 

Erschwerend kommt für den Juli die saisonübliche Arbeitslosigkeit in den Sommermonaten hinzu. Die genauen Zahlen will die Arbeitsagentur am Donnerstag (10.00 Uhr) vorlegen. 

Bereits in den Vormonaten hatte die Corona-Pandemie im Norden deutlich auf den Arbeitsmarkt durchgeschlagen. 

Die Zahl der Arbeitslosen stieg im Juni im Vorjahresvergleich um 25,5 Prozent auf 96.700 Betroffene an. 

Update, 29. Juli, 21.52 Uhr: 44 Fälle in Dithmarschen innerhalb von sieben Tagen

Heide – Die Zahl der bestätigten Corona-Neuinfektionen innerhalb der vergangenen sieben Tage ist im Landkreis Dithmarschen auf 44 gestiegen.

Dies teilte ein Sprecher des Landkreises am Mittwochabend mit. Bei weiter deutlich steigenden Zahlen könnte der Kreis zum Risikogebiet werden. Weitere Tests stehen noch aus. Der Kreis will am Donnerstag informieren, wie die weitere Verbreitung des Virus innerhalb der Stadt Heide verhindert werden soll.

Der Sprecher hatte am Nachmittag mitgeteilt, dass es sich bei zuvor bekanntgewordenen 33 Corona-Infizierten vor allem um Rückkehrer von Reisen auf den West-Balkan und nach Skandinavien handele. Weitere Ansteckungen habe es in den Familien gegeben. Der überwiegende Teil entfalle auf mehrere Familien aus Dithmarschen, die engen Kontakt pflegten.

Am Abend teilte er mit: "Neben weiteren Positivfällen aus der Testreihe im Zuge des Ausbruchsgeschehens in Heide haben sich unabhängig davon auch in anderen Teilen des Kreises Neuinfektionen ereignet. Auch für Heide stehen noch weitere Testungen an."

Im Kreis Dithmarschen leben nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) 133 210 Menschen. Rein rechnerisch müsste es innerhalb von sieben Tagen mehr als 66,5 Neuinfizierungen geben, damit er zum Risikogebiet erklärt wird. Maßgeblich dafür ist im Regelfall, ob mehr als 50 Personen pro 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche positiv auf das Virus getestet wurden.

Update, 29. Juli, 19.24 Uhr: Büsum will Maskenpflicht in Fußgängerzone einführen

Blick in die Fußgängerzone in Büsum.
Blick in die Fußgängerzone in Büsum.  © Carsten Rehder/dpa

Büsum – Für Passanten im Nordseebad Büsum im Kreis Dithmarschen gilt künftig in der Fußgängerzone eine Maskenpflicht. 

Das neue Hygienekonzept tritt vermutlich zum Wochenende in Kraft, wie Bürgermeister Hans-Jürgen Lütje (FWB) am Mittwoch dem NDR Schleswig-Holstein sagte. 

Hintergrund ist, dass der nach den Corona-Regeln gebotene Mindestabstand in der Fußgängerzone zum Teil nicht eingehalten werden könne.

Update, 29. Juli, 19.23 Uhr: Corona belastet Arbeitsmarkt in Schleswig-Holstein weiter

Kiel – Experten gehen für Juli coronabedingt von einem weiteren Anstieg der Zahl der Arbeitslosen in Schleswig-Holstein im Vergleich zum Vorjahr aus. 

Erwartet wird auch ein Anstieg der Zahlen im Vergleich zum Juni. Erschwerend kommt für den Juli die saisonübliche Arbeitslosigkeit in den Sommermonaten hinzu. Die genauen Zahlen will die Arbeitsagentur am Donnerstag (10 Uhr) vorlegen. Bereits in den Vormonaten hatte die Corona-Pandemie im Norden deutlich auf den Arbeitsmarkt durchgeschlagen. 

Die Zahl der Arbeitslosen stieg im Juni im Vorjahresvergleich um 25,5 Prozent auf 96 700 Betroffene an. Die Arbeitslosenquote lag im Juni bei 6,1 Prozent.

Update, 29. Juli, 15.30 Uhr: Tierpark-Besucher ignorieren Abstandsregeln

Hamburg – Der Hamburger Tierpark Hagenbeck hat Schwierigkeiten mit Besuchern, die sich nicht an die Corona-Abstandsregeln halten. 

Es komme vor, dass sich größere Menschenmengen im Park ansammelten, sagte die Sprecherin des Tierparks, Michaela Wilke, der Deutschen Presse-Agentur am Mittwoch. Die Ansammlungen kämen insbesondere zu Stoßzeiten und an «Hotspots» wie dem beliebten Elefantengehege vor.

"Es ist ab und zu schwierig im Park", sagte die Sprecherin. Im Eingangsbereich sei die Situation jedoch deutlich besser. Der Tierpark hat nach eigenen Angaben umfassende Sicherheitsmaßnahmen ergriffen. Neben Hinweisschildern, Absperrungen und Markierungen seien 28 weitere Ordner im Einsatz.

Zuvor hatte die "Hamburger Morgenpost" über Besucher berichtet, die Abstandsregeln im Park und vor dem Eingang ignorierten und sich nicht an die Anweisungen von Ordnern hielten. "Wir müssen alle mit diesen Einschränkungen leben, es ist leider im Moment so", sagte Wilke, die gleichzeitig an die Vernunft der Besucher appellierte.

Update, 29. Juli, 13.20 Uhr: Zehn weitere Corona-Fälle im Landkreis Ludwigslust-Parchim

Rostock - Im Zusammenhang mit einem am Dienstag registrierten Corona-Fall im Landkreis Ludwigslust-Parchim sind zehn weitere Infektionen mit dem Sars-CoV-2-Virus festgestellt worden. 

Diese insgesamt elf Fälle stehen im Zusammenhang, wie das Landesamt für Gesundheit und Soziales (Lagus) am Mittwoch mitteilte. Einer der Infizierten müsse in einem Krankenhaus behandelt werden. 

Bislang seien mehr als 100 Kontaktpersonen ermittelt worden. Einige der positiv getesteten Menschen haben den Angaben zufolge mehrere Feiern besucht. 

Update, 29. Juli, 11.04 Uhr: 18 neue Corona-Fälle in Hamburg

Hamburg - Die Zahl der nachgewiesenen Corona-Infektionen in Hamburg ist seit Dienstag um 18 gestiegen. 

Seit Beginn der Pandemie wurden damit 5355 Menschen in Hamburg positiv auf das Virus getestet. Rund 5000 davon können nach Schätzung des Robert Koch-Instituts (RKI) inzwischen aber als genesen angesehen werden.

In Hamburger Krankenhäusern wurden den Angaben zufolge 21 Menschen mit dem Coronavirus behandelt. Sechs von ihnen liegen auf Intensivstationen.

Update, 29. Juli, 9.53 Uhr: 38 neue Infektionen in Schleswig-Holstein

Kiel - In Schleswig-Holstein hat sich die Zahl der offiziell erfassten Infektionen mit dem neuartigen Coronavirus innerhalb eines Tages um 38 Fälle auf 3379 erhöht. 

Wie die Landesregierung auf ihrer Homepage mit Stand Dienstagabend berichtet, lag die Zahl der im Zusammenhang mit dem Virus Gestorbenen weiter bei 156. 

Rund 3100 der seit Beginn der Pandemie nachweislich mit dem Virus Sars-CoV-2 Infizierten gelten inzwischen als genesen. 

In Krankenhäusern wurden zuletzt zwölf an Covid-19 Erkrankte behandelt.

Update, 29. Juli, 7.45 Uhr: 9600 Bußgeldbescheide wegen Corona-Verstößen in Hamburg

Hamburg - Seit mehr als vier Monaten gelten bundesweit die Hygiene- und Abstandsregeln zur Eindämmung der Corona-Pandemie. Dennoch verstoßen immer wieder Menschen dagegen. 

In Hamburg sind deshalb in den vergangenen Wochen tausende Bußgeldbescheide verschickt worden. Bis zum 24. Juli seien 10 224 Ordnungswidrigkeitenverfahren eingeleitet worden, sagte Matthias Krumm, Sprecher des Einwohnerzentralamts. Daraus seien bislang 9635 Bußgelder hervorgegangen.

Wie hoch die Summe der bisher verhängten Bußgelder ist, konnte Krumm nicht sagen. 

Wie viel Geld auf diese Art bereits eingenommen wurde, dagegen schon: "Bisher wurden Einnahmen in Höhe von 804.956,83 Euro erzielt." 

Doch nicht alle Betroffenen haben anstandslos bezahlt. In 1676 Verfahren wurde gegen den Bescheid Einspruch erhoben.

Update, 29. Juli, 6.24 Uhr: Demo für Wiederzulassung der Prostitution in Hamburg

Sexarbeiterinnen demonstrieren in der Herbertstraße auf dem Hamburger Kiez.
Sexarbeiterinnen demonstrieren in der Herbertstraße auf dem Hamburger Kiez.  © Daniel Reinhardt/dpa

Hamburg - Unter dem Motto "Herr Tschentscher, wir müssen reden" haben Sexarbeiterinnen und Bordellbetreiber am Dienstagabend auf St. Pauli erneut für eine Wiederzulassung der Prostitution demonstriert. 

"Lieber legal und kontrolliert - als illegal und unkontrolliert", forderten sie und appellierten an Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD), das Prostitutionsgewerbe "im Sinne der Pandemie-Bekämpfung" wie bereits andere körpernahe Dienstleistungen aus dem Corona-Lockdown zu entlassen.

Zu der Kundgebung hatte die Gruppe "Sexy Aufstand Reeperbahn" aufgerufen. 

Rund 80 Prostituierte zogen mit Plakaten von der Herbertstraße bis vor die Davidwache. Nebelmaschinen und Scheinwerfer setzten die Prozession effektvoll in Szene. 

Nach Polizeiangaben säumten etwa 300 Schaulustige und Unterstützer den kurzen Demonstrationsweg.

Update, 28. Juli, 15.02 Uhr: Shisha-Bars dürfen wieder öffnen

Lüneburg - In Niedersachsen ist die Corona-Zwangspause für Shisha-Bars vorerst vorbei. 

Das Oberverwaltungsgericht Lüneburg setzte per Beschluss das coronabedingte Öffnungsverbot vorläufig außer Vollzug und folgte damit dem Antrag einer Restaurantbetreiberin in Hannover, die Shisha-Pfeifen zum Rauchen angeboten hatte. 

Das Gesundheitsministerium sei im Falle der Shisha-Bars seiner Verpflichtung nicht nachgekommen, die erlassenen Schutzmaßnahmen fortlaufend zu überprüfen und zu hinterfragen, begründete der 13. Senat seine Entscheidung.

Die Antragstellerin hatte argumentiert, dass die vollständige Schließung von Einrichtungen, in denen Shisha-Pfeifen zum Konsum angeboten werden, als infektionsschutzrechtliche Maßnahme nicht mehr notwendig sei. 

Etwaigen Infektionsgefahren könne mit Hygienekonzepten und anderen Beschränkungen hinreichend begegnet werden. 

Das Gericht folgte in der am Dienstag veröffentlichen Entscheidung im Wesentlichen dieser Argumentation.

Update, 28. Juli, 14.10 Uhr: Tests am Flughafen kommen noch diese Woche

Der Flughafen bereitet sich auf Reiserückkehrer vor.
Der Flughafen bereitet sich auf Reiserückkehrer vor.  © Axel Heimken/dpa

Hamburg - Noch in dieser Woche sollen am Hamburger Flughafen alle Reiserückkehrer unmittelbar nach ihrer Ankunft aus Risikogebieten kostenlos auf das neuartige Coronavirus getestet werden. 

"Wir rechnen mit Donnerstag oder Freitag", sagte Hamburgs Sozialsenatorin Melanie Leonhard (SPD) am Dienstag bei der Landespressekonferenz in Hamburg. 

Eine entsprechende Regelung für alle größeren deutschen Flughäfen hatten die Gesundheitsminister der Länder und des Bundes in der vergangenen Woche beschlossen.

Die Schulferien in Hamburg gehen in der kommenden Woche zu Ende; viele Urlauber sind bereits in die Hansestadt zurückgekehrt. 

Die Reiserückkehrer aus Risikogebieten müssen sich allerdings auch trotz des Tests zunächst in Quarantäne begeben. "Die Quarantäne-Regeln gelten bis zum Vorliegen des Testergebnisses", sagte Leonhard dazu. 

Sie können erst nach einem negative Test aufgehoben werden. Sie empfehle deshalb jedem Reiserückkehrer, sich auf mindestens eine Woche Quarantäne daheim einzustellen. 

Update, 28. Juli, 14.09 Uhr: 12 neue Fälle in Hamburg

Hamburg - Die Zahl der nachgewiesenen Corona-Infektionen in Hamburg ist seit Montag um 12 gestiegen. 

Unter den Fällen in den vergangenen Tagen seien auch drei einzelne Fälle aus drei Pflegeheimen gewesen, sagte Sozialsenatorin Melanie Leonhard (SPD) am Dienstag während der Landespressekonferenz in Hamburg. 

Es seien in diesem Bereich aber keine großen Ausbrüche zu verzeichnen.

Zudem hätten sich in den vergangenen Tagen viele hundert Reiserückkehrer aus Risikogebieten wie der USA, den Balkanländern, Nordafrika und der Türkei bei den Gesundheitsämtern gemeldet. 

Sie würden nun ordnungsgemäß ihre Quarantäne antreten. Trotz der leicht gestiegenen Infektionszahlen in den vergangenen Tagen sei das Infektionsrisiko in Hamburg noch beherrschbar, sagte Leonhard weiter.

Update, 28. Juli, 12.47 Uhr: Regelmäßige Corona-Tests für Schlachthofmitarbeiter

Hannover - Das niedersächsische Sozial- und Gesundheitsministerium hat regelmäßige Corona-Tests für Mitarbeiter von Schlachthöfen angeordnet. 

Ein entsprechender Erlass sei an die Landkreise und kreisfreien Städte ergangen, teilte das Ministerium am Dienstag in Hannover mit. Demzufolge dürfen in Schlacht- und Zerlegbetrieben nur noch Personen arbeiten, die zuvor mindestens einmal in zehn Tagen auf Covid-19 getestet wurden.

Ziel des Erlasses sei es, neue Infektionsherde in der Fleischindustrie zu verhindern und Infektionen so früh wie möglich zu entdecken, erklärte Staatsekretär Heiger Scholz. 

"Wir haben gesehen, dass durch die klimatischen Verhältnisse, die für die Fleischverarbeitung erforderlich sind, aber auch aufgrund der Mitarbeiterstruktur und der Arbeitsorganisation in der Produktion, ein erhebliches Risiko für massenweise auftretende Infektionen mit dem Coronavirus besteht." 

Die regelmäßigen Tests müssen von den Betrieben selber organisiert und bezahlt werden.

Update, 28. Juli, 9.37 Uhr: 19 neue Infektionen in Schleswig-Holstein

Kiel - In Schleswig-Holstein hat sich die Zahl der offiziell erfassten Infektionen mit dem neuartigen Coronavirus zuletzt innerhalb eines Tages um 19 Fälle auf 3341 erhöht. 

Wie die Landesregierung auf ihrer Homepage mit Stand Montagabend berichtet, stieg auch die Zahl der im Zusammenhang mit dem Virus Gestorbenen um einen Fall auf 156. 

Rund 3100 der seit Beginn der Pandemie nachweislich mit dem Virus Sars-CoV-2 Infizierten gelten inzwischen als genesen.

In Krankenhäusern wurden zuletzt acht an Covid-19 Erkrankte behandelt.

Update, 28. Juli, 8.55 Uhr: Senat will Allgemeinverfügung zum Alkoholsverbot beschließen

Hamburg - Der Hamburger Senat will am Dienstag eine Allgemeinverfügung zur coronabedingten Einschränkung des Alkoholverkaufs in den Ausgehvierteln der Hansestadt beschließen. 

Auf dieser Grundlage könnten dann die Bezirksämter Eimsbüttel, Mitte und Altona bereits am kommenden Wochenende flächendeckende Alkoholverkaufsverbote für St. Pauli und das Schanzenviertel aussprechen. 

Hintergrund ist der massenhafte Andrang von Feierlustigen dort an den vergangenen Wochenenden, bei denen immer wieder gegen die Corona-Abstandsregeln verstoßen wurde.

Deshalb waren am vergangenen Wochenende in der Schanze erneut in vier Fällen Außer-Haus-Verkaufsverbote für Alkohol ausgesprochen worden. Dies geschah in der Vergangenheit allerdings nur für den jeweiligen Einzelfall und auf Grundlage des Infektionsschutzgesetzes. 

In Zukunft sollen die Bezirke solche Verbote auf Grundlage der Allgemeinverfügung für ganze Bereiche auch wiederkehrend aussprechen können.

Update, 27. Juli, 19.19 Uhr: Ein positiver Corona-Test bei Lloyd Werft

Bremerhaven - Nach Hunderten Corona-Tests bei Arbeitern der Lloyd Werft wegen einer Infektion in einem Partnerunternehmen ist ein Test positiv ausgefallen. 

Am Montag lagen alle Ergebnisse der 361 Tests vom Freitag vor, wie ein Sprecher der Stadt Bremerhaven mitteilte. Nach dem Fall wurden weitere Untersuchungen eingeleitet.

Die Werft war Anfang vergangener Woche informiert worden, dass ein Mitarbeiter einer Partnerfirma bei der Einreise in sein Heimatland positiv auf das Coronavirus getestet wurde - die Firma ist bei Arbeiten in der Werft eingebunden. 

In Abstimmung mit Werksarzt und Gesundheitsamt wurden daraufhin alle rund 70 Kollegen des Infizierten getestet. Diese Tests ergaben drei weitere Infektionen.

Update, 27. Juli, 16.59 Uhr: Noch keine Entscheidung über Corona-Tests am Hamburger Flughafen

Hamburg - Die Hamburger Behörden haben noch nicht entschieden, wann für die zurückkehrenden Fluggäste am Hamburger Airport eine Corona-Testmöglichkeit eingerichtet wird. 

Ein solches Testzentrum sei grundsätzlich vorgesehen und entspreche auch den Beschlüssen der Gesundheitsminister-Konferenz, doch gegenwärtig liefen noch die Abstimmungen und Gespräche, teilte der Flughafen mit.

Zu den offenen Fragen gehörten zum Beispiel die Wahl eines geeigneten Standortes am Flughafen sowie die Festlegung der Rahmenbedingungen und Prozesse. 

Die Schulferien in Hamburg gehen in der kommenden Woche zu Ende; viele Urlauber sind bereits in die Hansestadt zurückgekehrt.

Update, 27. Juli, 16.16 Uhr: Zwei weitere Neuinfektion in MV

Rostock - In Mecklenburg-Vorpommern sind am Montag zwei neue Infektionen mit dem Coronavirus nachgewiesen worden. 

Damit stieg die Zahl der landesweit registrierten Infektionsfälle auf 845 (Stand 15.29 Uhr), wie das Landesamt für Gesundheit und Soziales mitteilte. 

Die Zahl der im Nordosten bislang im Zusammenhang mit einer Covid-19-Erkrankung gestorbenen Menschen blieb bei 20.

Update, 27. Juli, 16.14 Uhr: Zahl der Corona-Fälle bei Aida-Crewmitgliedern steigt auf elf

Rostock - Die Zahl der Corona-Infektionen bei den Besatzungsmitgliedern von Aida ist um einen Fall auf elf gestiegen. 

"Nach aktuellem Stand wurde eine weitere Infektion bei den gestrigen Tests festgestellt", sagte eine Sprecherin der Stadt Rostock am Montag. 

Die betroffene Person zeige keine Symptome, eine Krankenhausbehandlung sei nicht erforderlich, hieß es weiter von der Stadt. 

Grund zur Sorge besteht den Angaben zufolge nicht, da Isolation und die Corona-Regeln eingehalten würden. Landgänge fänden grundsätzlich nicht statt.

Mitte Juli waren 750 Aida-Besatzungsmitglieder aus Asien mit drei Flugzeugen auf dem Flughafen Rostock-Laage angekommen. 

Update, 27. Juli, 14.51 Uhr: Keine weiteren Infektionen im LKA Mecklenburg-Vorpommern

Rampe - Der Corona-Ausbruch im Landeskriminalamt (LKA) Mecklenburg-Vorpommern ist eingedämmt. 

Die Ende vergangener Woche genommenen Tests von Kollegen der sechs infizierten Mitarbeiter seien negativ ausgefallen, sagte ein LKA-Sprecher am Montag.

Nach Bekanntwerden des ersten Falls am Dienstag vergangener Woche waren die Kontaktpersonen des Betroffenen im LKA ermittelt und die Hygienepläne im Haus verschärft worden. 

Bei Tests im näheren beruflichen Umfeld des Mannes wurden dann fünf weitere Kolleginnen und Kollegen positiv getestet. 

Am Freitag wurden Tests von weiteren LKA-Mitarbeitern genommen - deren Ergebnisse sind dem Sprecher zufolge alle negativ.

Update, 27. Juli, 14.16 Uhr: MV prüft Verschärfung von Quarantäneregel für Reiserückkehrer

Schwerin – Mecklenburg-Vorpommerns Landesregierung prüft eine Verschärfung der Quarantäneregeln für Reiserückkehrer aus Corona-Risikogebieten. 

Wer aus dem Urlaub aus einer solchen Region zurückkommt und eine zweiwöchige Quarantäne vermeiden will, müsste dann zwei negative Corona-Tests vorlegen, sagte Schwesig am Montag in einem Interview mit dem Sender NDR Info am Montag. Nach Worten eines Regierungssprechers in Schwerin wird sich das Kabinett möglicherweise schon an diesem Dienstag mit dem Thema befassen.

Bisher müssen Reiserückkehrer aus Corona-Risikogebieten zwei Wochen in Quarantäne gehen oder einen negativen Covid-19-Test vorlegen. Solch ein Test sei allerdings nur eine Momentaufnahme, sagte der Regierungssprecher.

Die Ministerpräsidentin appellierte außerdem an die
Vernunft der Menschen, die sich zunehmend zu Partys im Freien
treffen. 

Auch ohne Kontaktverbote sei die Verantwortung jedes
Einzelnen gefragt, sagte sie. "Es ist richtig, dass da, wo übertrieben wird, die Polizei solche Veranstaltungen auflöst." Der Staat könne aber nicht 80 Millionen Menschen kontrollieren. Das gemeinsame Ziel müsse es sein, einen zweiten Lockdown
mitsamt den einhergehenden wirtschaftlichen Schäden zu
verhindern.

Am Wochenende hat Mecklenburg-Vorpommerns Polizei allein im Landkreis Ludwigslust-Parchim zwei Partys wegen Verstößen gegen Corona-Regeln aufgelöst. Im Ort Krenzliner Hütte wurde im Bereich des Sportplatzes eine Geburtstagsfeier mit bis zu 200 feiernden Teilnehmern, 30 Autos und einem Festzelt aufgelöst. 

Die zweite Party war nach Angaben der Polizei in einer Diskothek in Spornitz geplant und war ebenfalls als Geburtstag deklariert.

Update, 27. Juli, 14.14 Uhr: Hamburger Logistik-Branche leidet

Hamburg – Die Hamburger Logistik-Branche ist in der Corona-Krise dramatisch eingebrochen. Rund 80 Prozent der Unternehmen rechnen im laufenden Jahr mit einem Umsatzrückgang, teilweise um mehr als die Hälfte, teilten die Handelskammer und verschiedene Verbände der Branche am Montag als Ergebnis einer Umfrage in der Hansestadt mit. 

"Der Hamburger Hafen und mit ihm die Seehafenspediteure leiden unter einem starken Einbruch des Umschlags", sagte Willem van der Schalk, Vizepräses der Kammer und Vorsitzer des Vereins Hamburger Spediteure. Die Einschränkungen in vielen Industriebetrieben und der rückläufige Im- und Export über den größten deutschen Hafen seien nicht spurlos vorübergegangen.

Es zeichne sich jedoch ein Lichtblick ab, da 29 Prozent der Unternehmen in den kommenden zwölf Monaten mit einer Verbesserung ihrer Geschäftslage rechneten. Dennoch sei es zu früh, von einer Trendwende zu sprechen, sagte Christian Koopmann, Vorsitzender des Vereins Hamburger und Bremer Schiffsmakler. 

"Die Logistikbranche wurde durch die Pandemie recht hart getroffen, wenngleich die konkreten Auswirkungen je nach Verkehrsträger und Handelsgebiet unterschiedlich ausfallen können." Die Branche müsse sich darauf einstellen, mit den wirtschaftlichen Folgen auch noch im Jahr 2021 zu tun zu haben. 

Update, 27. Juli, 11.40 Uhr: Vier neue Corona-Fälle in Hamburg

Polizeibeamte haben den Zugang zur Großen Freiheit an der Reeperbahn teilweise abgesperrt.
Polizeibeamte haben den Zugang zur Großen Freiheit an der Reeperbahn teilweise abgesperrt.  © Jonas Walzberg/dpa

Hamburg – Die Zahl der nachgewiesenen Corona-Infektionen in Hamburg ist am Montag um vier gestiegen. 

Damit blieb der Anstieg nach vier Tagen im zweistelligen Bereich wieder einstellig, wie der Senat mitteilte. Über das gesamte Wochenende gesehen kamen 36 neue Fälle hinzu. Bei vieren davon handele es sich um die Besucher einer privaten Party, sagte der Sprecher der Sozialbehörde, Martin Helfrich. 

Weitere Testergebnisse stünden noch aus. Auch die Testung aller Bewohner einer Flüchtlingsunterkunft in Wandsbek, in der in der vergangenen Woche bereits sieben Menschen positiv getestet worden waren, habe weitere zehn positive Ergebnisse erbracht.

Seit Beginn der Pandemie wurden damit 5325 Menschen in Hamburg positiv auf das Virus getestet. Rund 5000 davon können nach Schätzung des Robert Koch-Instituts (RKI) inzwischen aber als genesen angesehen werden.

In den zurückliegenden sieben Tagen gab es nach Angaben der Behörde insgesamt 86 Neuinfektionen. Das sind 4,8 pro 100.000 Einwohner. Das Infektionsgeschehen in Hamburg liegt damit nach wie vor weit unter dem Grenzwert von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche, ab dem der Senat über erneute Einschränkungen zur Eindämmung der Pandemie beraten müsste.

In Hamburger Krankenhäusern wurden den Angaben zufolge mit Stand Freitag 25 Menschen mit dem Coronavirus behandelt. Sechs von ihnen liegen auf Intensivstationen.

Laut Institut für Rechtsmedizin am Universitätsklinikum Eppendorf starben in Hamburg bisher 230 Menschen an Covid-19. Das RKI, das unabhängig von der Todesursache alle mit dem Virus infizierten Toten erfasst, kommt auf 261.

Update, 27. Juli, 7.25 Uhr: Branche rechnet mit Aus jeder dritten Gaststätte

Ein Imbiss, in dem normalerweise Fischbrötchen verkauft werden, ist im Ostsee-Ferienort Laboe bei Kiel wegen der Corona-Pandemie geschlossen.
Ein Imbiss, in dem normalerweise Fischbrötchen verkauft werden, ist im Ostsee-Ferienort Laboe bei Kiel wegen der Corona-Pandemie geschlossen.  © Frank Molter/dpa

Kiel – Im Zuge der Corona-Krise droht nach Einschätzung des Hotel- und Gaststättenverbands (Dehoga) einem großen Teil der Restaurants und Gasthöfe in Schleswig-Holstein das Aus. 

"Wir befürchten, dass 30 Prozent aller Läden aufgeben", sagte Verbandspräsident Axel Strehl der Deutschen Presse-Agentur. Insgesamt gebe es im Land zwischen 3500 und 4000 Gasthöfe und Restaurants.

Wegen des Ausbruchs der Pandemie waren die Betriebe im nördlichsten Bundesland zwischen Mitte März und Mitte Mai komplett geschlossen. Bei der Bewirtung ihrer Gäste müssen die Betreiber seit Wiederöffnung für die Einhaltung der Abstandsregeln sorgen und die Kontaktdaten der Besucher erfassen.

Die Läden an den Tourismus-Hotspots an Nord- und Ostsee liefen trotz der Corona-Einschränkungen gut, sagte Strehl. "Die Gäste sind eben da." Alle Betriebe, die mit Geschäfts-Hotellerie, Tagungen und Seminaren zu tun hätten, lägen dagegen am Boden. "Da ist fast nix."

Alle Informationen dazu findet Ihr >>>hier<<<.

Update, 27. Juli, 6.33 Uhr: Tschentscher: Müssen uns Milliarden-Verschuldung zutrauen

Hamburg – Hamburgs Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD) sieht in der in diesem Jahr geplanten Neuverschuldung in Höhe von mehr als 2,5 Milliarden Euro ein notwendiges Übel der Corona-Krise. 

"In dieser Situation muss man sich, selbst wenn man jahrelang strikteste Haushaltsdisziplin gewohnt war, kreditfinanzierte Investitionen zutrauen", sagte er der Deutschen Presse-Agentur. 

"Das führt dann zu entsprechend hohen Nettokreditaufnahmen, die wir aber gemäß Landeshaushaltsordnung auch wieder planmäßig tilgen und zurückführen werden." Verhielte man sich anders, "wäre die Rechnung am Ende noch viel höher und wir hätten mittel- bis langfristig eine sehr viel größere Schuldenbelastung".

Update, 26. Juli, 16.10 Uhr: Tui streicht Flüge von Großbritannien aufs spanische Festland

Flugzeuge der Fluggesellschaft TUIfly stehen auf dem Flughafen Hannover.
Flugzeuge der Fluggesellschaft TUIfly stehen auf dem Flughafen Hannover.  © Hauke-Christian Dittrich/dpa

Hannover – Der Reiseveranstalter Tui streicht wegen der Quarantänepflicht von Montag an seine Flüge von Großbritannien aufs spanische Festland. 

Die Kanarischen Inseln und die Balearen würden aber weiter angeflogen, sagte ein Tui-Sprecher am Sonntag der dpa in Hannover. Die Flüge von Großbritannien aufs spanische Festland würden voraussichtlich bis zum 9. August gestrichen. 

Es handele sich um sieben bis acht Flüge pro Woche. "Rückflüge von Spanien nach Großbritannien finden ganz normal statt", sagte der Sprecher. Für deutsche Reisende gebe es keine Auswirkungen.

Großbritannien hatte eine zweiwöchige Quarantänepflicht für Rückkehrer aus Spanien beschlossen. Dem Tui-Sprecher zufolge setzen sich Reiseveranstalter in Gesprächen mit der britischen Regierung für regionale Reisekorridore ein. "Auf den Inseln ist eine ganz andere Lage als in Nordspanien", betonte der Sprecher.

Update, 26. Juli, 11.45 Uhr: 19 neue Corona-Infektionen in Hamburg

Hamburg – Die Zahl der nachgewiesenen Corona-Neuinfektionen bleibt in Hamburg auch den vierten Tag in Folge im zweistelligen Bereich. 

Seit Sonnabend kamen 18 neue Fälle hinzu, wie die Gesundheitsbehörde am Sonntag mitteilte. Damit wurden seit Beginn der Pandemie 5321 Hamburgerinnen und Hamburger positiv auf das Virus getestet. Rund 5000 davon können nach Schätzung des Robert Koch-Instituts (RKI) inzwischen aber als genesen angesehen werden.

In den zurückliegenden sieben Tagen gab es nach Angaben der Behörde insgesamt 65 Neuinfektionen. Das sind 4,6 pro 100 000 Einwohner. Das Infektionsgeschehen in Hamburg liegt damit nach wie vor weit unter dem Grenzwert von 50 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner binnen einer Woche, ab dem der Senat über erneute Einschränkungen zur Eindämmung der Pandemie beraten müsste.

In Hamburger Krankenhäusern wurden den Angaben zufolge mit Stand Freitag 25 Menschen mit dem Coronavirus behandelt - zwei mehr als am Vortag -, sechs von ihnen liegen auf Intensivstationen - das ist einer mehr als am Donnerstag.

Laut Institut für Rechtsmedizin am Universitätsklinikum Eppendorf starben in Hamburg bisher 230 Menschen an Covid-19. Das RKI, das unabhängig von der Todesursache alle mit dem Virus infizierten Toten erfasst, kommt auf 261.

Update, 26. Juli, 11.43 Uhr: Sieben neue Corona-Infektionen in Schleswig-Holstein

Kiel – In Schleswig-Holstein hat sich die Zahl der offiziell erfassten Infektionen mit dem neuartigen Coronavirus zuletzt innerhalb eines Tages um sieben Fälle auf 3318 erhöht. 

Wie die Landesregierung auf ihrer Homepage mit Stand Samstagabend berichtet, blieb die Zahl der im Zusammenhang mit dem Virus Gestorbenen unverändert bei 155. 

Rund 3100 der seit Beginn der Pandemie nachweislich mit dem Virus Sars-CoV-2 Infizierten gelten inzwischen als genesen. In Krankenhäusern wurden zuletzt sieben an Covid-19 Erkrankte behandelt.

Update, 26. Juli, 8.40 Uhr: Weniger Autoreparaturen in Corona-Zeiten

Ein Auszubildender zum KfZ-Mechatroniker rollt einen Reifen durch eine Werkstatt.
Ein Auszubildender zum KfZ-Mechatroniker rollt einen Reifen durch eine Werkstatt.  © Julian Stratenschulte/dpa

Hannover – Weil in Corona-Zeiten viele Menschen weniger Auto fahren, haben die Werkstätten in Niedersachsen und Bremen weniger zu reparieren. 

Die Kfz-Werkstätten seien derzeit nur zu 60 bis 80 Prozent ausgelastet, teilte der Landesverband des Kfz-Gewerbes Niedersachsen-Bremen in Großburgwedel mit. 

Dabei gebe es Unterschiede zwischen den Vertragswerkstätten einzelner Automarken und auch zu den freien Betrieben. Aber insgesamt werde es schwierig sein, die Durchschnittsauslastung von 85 Prozent aus dem Vorjahr zu erreichen.

"Im Werkstattgeschäft fehlen vor allem die Aufträge Karosserie und Lack, denn die Unfallzahlen sind in den Monaten März, April und Mai im Jahresvergleich gesunken", teilte der Verband der dpa mit. "Auch die Impulse durch die Urlaubsinspektionen fehlen teilweise." Die Branche hoffe auf ein besseres zweites Halbjahr.

"Wenn weniger gefahren wird, verschieben sich die Wartungsintervalle, und es gibt weniger Reparaturen", sagte auch der Leiter einer VW-Werkstatt bei Hannover. "Auch die Unfallschäden nahmen stark ab aufgrund der deutlich geringeren Verkehrsdichte. Für uns hat das einen starken Rückgang der Auftragslage bedeutet. Zwischenzeitlich waren es 30 Prozent weniger, wobei sich die Lage jetzt aber erholt."

Besonders schlecht lief es für das niedersächsische Kfz-Gewerbe mit dem Verkauf von Neuwagen. Im ersten Halbjahr habe es einen Rückgang um 32,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum gegeben. "Positiver sieht es im Geschäft mit Gebrauchtwagen aus", teilte der Verband mit. Dort liege das Halbjahres-Ergebnis 7,3 Prozent unter dem Vorjahresniveau.

Update, 25. Juli, 16 Uhr: Keine neue Corona-Infektion in Mecklenburg-Vorpommern

Rostock – In Mecklenburg-Vorpommern ist am Samstag keine neue Infektion mit dem Sars-CoV-2-Virus registriert worden. 

Damit blieb die Gesamtzahl der festgestellten Infektionen bei 843, wie das Landesamt für Gesundheit und Soziales (Lagus) in Rostock berichtete (Stand 14.59 Uhr). Davon gelten 786 Personen als zwischenzeitlich genesen. 

20 Menschen sind im Nordosten bislang im Zusammenhang mit einer Covid-19-Erkrankung gestorben. Im Nordosten liegt die wichtige Zahl der Infektionen pro 100 000 Einwohner, die sogenannte Inzidenz, nunmehr bei 52.

Update, 25. Juli, 11.10 Uhr: 12 neue Corona-Infektionen in Schleswig-Holstein

Kiel – In Schleswig-Holstein hat sich die Zahl der offiziell erfassten Infektionen mit dem neuartigen Coronavirus zuletzt innerhalb eines Tages um 12 Fälle auf 3311 erhöht. 

Wie die Landesregierung auf ihrer Homepage mit Stand Freitagabend berichtet, blieb die Zahl der im Zusammenhang mit dem Virus Gestorbenen unverändert bei 155. 

Rund 3100 der seit Beginn der Pandemie nachweislich mit dem Virus Sars-CoV-2 Infizierten gelten inzwischen als genesen. In Krankenhäusern wurden zuletzt sieben an Covid-19 Erkrankte behandelt.

Update, 25. Juli, 11 Uhr: 13 neue Corona-Neuinfektionen in Hamburg

Menschen tummeln sich in der Hamburger Sternschanze.
Menschen tummeln sich in der Hamburger Sternschanze.  © Jonas Walzberg/dpa

Hamburg – In Hamburg sind seit Freitag 13 neue Corona-Infektionen nachgewiesen worden. 

Damit haben sich seit Beginn der Pandemie 5303 Menschen in der Hansestadt mit dem Virus angesteckt, wie die Gesundheitsbehörde am Samstag mitteilte. Rund 5000 davon können nach Schätzung des Robert Koch-Instituts (RKI) inzwischen aber als genesen angesehen werden.

In der zurückliegenden Woche gab es nach Angaben der Behörde insgesamt 65 Neuinfektionen. Das sind 3,6 pro 100.000 Einwohner. Das Infektionsgeschehen in Hamburg liegt damit nach wie vor weit unter dem Grenzwert von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen, ab dem der Senat über erneute Einschränkungen zur Eindämmung der Pandemie beraten müsste.

In Hamburger Krankenhäusern wurden den Angaben zufolge am Freitag 25 Menschen mit dem Coronavirus behandelt - zwei mehr als am Vortag -, sechs von ihnen liegen auf Intensivstationen - das ist einer mehr als am Donnerstag.

Bei der Zahl der Todesopfer gab es keine Veränderungen: Laut Institut für Rechtsmedizin am Universitätsklinikum Eppendorf starben in Hamburg bisher 230 Menschen an Covid-19. Das RKI, das unabhängig von der Todesursache alle mit dem Virus infizierten Toten erfasst, kommt unverändert auf 261.

Update, 25. Juli, 9.17 Uhr: Busse und Bahnen fahren nur langsam aus der Krise

Hannover – Die Folgen der Corona-Pandemie machen den Verkehrsbetrieben weiter mächtig zu schaffen. 

Zwar sind Busse und Bahnen im Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) inzwischen wieder stärker ausgelastet, aber die Krise beschert den Betrieben aufs Jahr gerechnet finanziell hohe Millionen-Ausfälle. Auf dem Höhepunkt des Lockdowns brachen die Passagierzahlen je nach Stadt und Linie um 60 bis 90 Prozent ein, wie eine dpa-Umfrage in mehreren Städten ergab.

Von Januar bis Ende Mai ging etwa bei den 30 Unternehmen des Verkehrsverbundes Bremen/Niedersachsen (VBN) der Barverkauf von Einzel- und Vierer-Tickets um 40 Prozent zurück. Allein im Mai waren es 70 Prozent. Zwar entspannt sich mittlerweile die Lage - die Corona-Delle wird aber auch am Ende des Jahres deutlich zu spüren sein.

Update, 25. Juli, 9 Uhr: Prien befürchtet keine Welle von Lehrer-Krankschreibungen

Viertklässler einer Grundschule melden sich während des Unterrichts.
Viertklässler einer Grundschule melden sich während des Unterrichts.  © Frank Molter/dpa

Kiel – Bildungsministerin Karin Prien (CDU) erwartet zum Schulstart in Schleswig-Holstein am 10. August keine Welle von Lehrer-Krankschreibungen. 

"Ich vertraue auf die Loyalität der Lehrkräfte und gehe davon aus, dass sie ihre Pflicht erfüllen", sagte Prien der Deutschen Presse-Agentur. 

Die Gewerkschaft GEW hatte kritisiert, dass nur 32 von 780 Lehrern, die ärztliche Atteste als zu Corona-Risikogruppen zugehörig vorgelegt hatten, vom Präsenzunterricht befreit werden. Die meisten Atteste sind laut GEW von der Arbeitsmedizinerin des Ministeriums als hinreichender Grund nicht akzeptiert worden.

Mit dem Schulstart soll es wieder regulären Unterricht geben - aber unter Corona-Bedingungen. An den Grundschulen soll im Klassenverband unterrichtet werden, an den weiterführenden Schulen ist soviel Unterricht wie möglich in kleinen Gruppen vorgesehen.

Update, 25. Juli, 8.56 Uhr: Erstes großes Kreuzfahrtschiff hat abgelegt

Das Tui-Kreuzfahrtschiff "Mein Schiff 2" läuft am Abend aus dem Hamburger Hafen aus.
Das Tui-Kreuzfahrtschiff "Mein Schiff 2" läuft am Abend aus dem Hamburger Hafen aus.  © Daniel Bockwoldt/dpa

Hamburg – Nach monatelanger Zwangspause hat am Freitag erstmals wieder ein großes Kreuzfahrtschiff von einem deutschen Hafen abgelegt. 

Das Tui-Schiff "Mein Schiff 2" verließ am späten Abend den Hamburger Hafen zu einem dreitägigen Rundtrip auf der Nordsee in Richtung Norwegen. 

An Bord sind rund 1200 Passagiere und damit deutlich weniger als die knapp 2900 Gäste, die eigentlich Platz hätten. Auch die vorgeschriebene Kapazitätsgrenze von 60 Prozent wurde nicht ausgeschöpft. Die Passagiere verbringen das Wochenende ohne Landgang auf See und kehren am Montagmorgen in die Hansestadt zurück.

An Bord gilt ein strenges Hygiene-Konzept mit den üblichen Regeln. Die Crewmitglieder sollen untereinander und zu den Gästen den Mindestabstand von 1,50 Metern einhalten oder Gesichtsmasken tragen. Die Buffetrestaurants werden geöffnet sein, aber die Gäste haben nicht selbst Zugang zu den Speisen, sondern diese werden ihnen angereicht. 

Bevor die Passagiere an Bord gehen, müssen sie einen Gesundheitsfragebogen ausfüllen und ihre Körpertemperatur messen lassen.

Update, 25. Juli, 8.10 Uhr: 870 erneute Corona-Tests sind negativ

Ein Blick auf das Gelände des Wiesenhof-Hähnchenschlachthofs im niedersächsischen Lohne
Ein Blick auf das Gelände des Wiesenhof-Hähnchenschlachthofs im niedersächsischen Lohne  © Mohssen Assanimoghaddam/dpa

Lohne – Nach einem größeren Corona-Ausbruch bei Mitarbeitern einer Hähnchenschlachterei im niedersächsischen Lohne sind 870 erneute Corona-Tests negativ ausgefallen.

Zwölf Mitarbeiter wurden bei Tests, die die Firma Oldenburger Geflügelspezialitäten (OGS) selbst durchgeführt hat, positiv getestet. Vier Laborergebnisse stehen noch aus, wie der Landkreis Vechta am Freitagabend mitteilte.

"Ich bin sehr erleichtert, dass sich bei den Testreihen in dieser Woche nur wenige Neuinfektionen ergeben haben", sagte Landrat Herbert Winkel (CDU). Das zeige, dass die getroffenen und verschärften Hygienemaßnahmen bei der Firma OGS den gewünschten Erfolg hätten und einen Weiterbetrieb ermöglichten.

Bei einem Reihentest unter Mitarbeitern der Hähnchen-Schlachterei der Wiesenhof-Gruppe wurden zuletzt von 1046 Mitarbeitern 66 positiv auf Sars-CoV-2 getestet. Alle Infizierten wurden unter Quarantäne gestellt. Die Differenz zur neuen Gesamtzahl an Tests komme dadurch zustande, dass sich die 66 positiv getesteten Mitarbeiter und deren Kontaktpersonen in Quarantäne befänden.

Karsten Turek, Geschäftsführer der OGS, wurde am Abend in einer Mitteilung mit den folgenden Worten zitiert: "Wir werden bis auf Weiteres an unseren eigenen, regelmäßigen risikobasierten Tests festhalten, nicht zuletzt auch deshalb, um das erhöhte Infektionsrisiko durch Urlaubsrückkehrer und aus dem privaten Bereich frühzeitig zu erkennen."

Update, 25. Juli, 8 Uhr: Erste CSD-Parade findet trotz Corona wie gewohnt statt

Waddeweitz – Nach zahlreichen Absagen oder neuen Formaten für Christopher Street Days (CSD) wegen der Corona-Pandemie startet im Wendland die bundesweit erste Parade, die dieses Jahr wie gewohnt stattfinden kann. 

Neu sind nur der Mund-Nasen-Schutz und die Abstandsregeln, zu denen die von den Organisatoren erwarteten rund 300 Teilnehmer verpflichtet sind. So viele Menschen hatten sich auch in den vergangenen Jahren dem bunten Demonstrationszug angeschlossen. 

Am Samstag (14 Uhr) soll er sich in Waddeweitz unter dem Motto "Aufstehen gegen Hass und Diskriminierung!" über mehrere Dörfer und eine Bundesstraße in Bewegung setzen. "Wir haben das Glück: Wir sind nicht von Häuserschluchten eingeengt wie in großen Städten, wir könne uns verteilen", sagte Mitorganisator Carsten Krüger.

Aufgrund des Verbots von Großveranstaltungen wurden laut CSD Deutschland die meisten CSD-Veranstaltungen abgesagt oder verschoben. Viele Organisatoren gingen oder gehen online, wie in Berlin an diesem Wochenende. Es gab auch kleinere Kundgebungen statt großen Paraden oder etwa in Frankfurt am Main eine Auto-Demo und in Dresden Hausbesuche.

Mit den Christopher Street Days wird an Ereignisse Ende Juni 1969 in New York erinnert: Polizisten stürmten damals in Manhattan die Bar "Stonewall Inn" in der Christopher Street und lösten einen Aufstand von Schwulen, Lesben und Transsexuellen gegen die Willkür aus.

Update, 24. Juli, 15.15 Uhr: Fake-Namen auf Corona-Listen erschweren Eindämmung

Kiel - Nach sechs bestätigten Corona-Infektionen in einem Kieler Imbiss wollten die Behörden mithilfe der vorgeschriebenen Besucherlisten alle Gäste informieren. 

Doch einige Witzbolde haben darauf falsche Namen oder ausgedachte Telefonnummern geschrieben. 

Update, 24. Juli, 14.54 Uhr: Schweriner OB ruft nach neuen Corona-Fällen Krisenstab zusammen

Schwerin - Nach 19 Corona-Neuinfektionen in fünf Tagen in Schwerin hat Oberbürgermeister Rico Badenschier (SPD) am Freitag den Corona-Krisenstab der Landeshauptstadt zusammengerufen. "Die aktuelle Entwicklung zeigt, wie schnell sich die unsichtbare Gefahr wieder ausbreiten kann", sagte Badenschier.

Es komme jetzt wieder auf jeden einzelnen an, "damit wir die Krankheitshäufungen in den Griff bekommen, neue Ausbrüche vermeiden und die erreichten Lockerungen aufrechterhalten können". Er appellierte an die Bürger, weiter Abstand zu halten und eine Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen.

Urlaubsrückkehrer aus einem Risikogebiet sollten in häusliche Isolation gehen, um andere Menschen nicht zu gefährden. Als Corona-Risikogebiete gelten Regionen, in denen die Zahl der Neuinfektionen 50 pro 100 000 Einwohner in sieben Tagen übersteigt oder große Unsicherheit über die tatsächliche Ausbreitung herrscht.

Die rund 96.000 Einwohner zählende Landeshauptstadt Schwerin hatte neun Wochen lang keine neuen Corona-Infektionen verzeichnet, bis am Montag ein 59-Jähriger positiv getestet wurde. 

In den darauffolgenden Tagen wurden weitere Infektionsnachweise bekannt, darunter bei einer achtköpfigen Familie und einem Arzt aus den Helios-Kliniken. Allein am Freitag waren sieben Infektionen gemeldet worden.

Update, 24. Juli, 14.47 Uhr: Aida Cruises hält trotz Corona-Infektionen an Kurz-Kreuzfahrten fest

Rostock - Das Kreuzfahrt-Unternehmen Aida Cruises hält trotz der festgestellten zehn mit dem Sars-CoV-2-Virus infizierten Crewmitglieder an den geplanten Kurz-Kreuzfahrten fest. Die betroffenen Mitarbeiter befänden sich in strenger Einzelisolation an Bord eines der beiden Schiffe, die derzeit im Rostocker Seehafen liegen, sagte Aida-Sprecher Hansjörg Kunze am Freitag in Rostock.

Die jetzigen Testergebnisse zeigten, dass die Präventionsmaßnahmen gegriffen hätten. Alle weiteren Besatzungsmitglieder befänden sich ebenfalls in Isolation und würden erneut auf Covid-19 getestet. Die "AIDAmar" und die "AIDAblu" stünden nicht unter Quarantäne, allerdings seien alle Landgänge gestrichen.

Am 5. August soll in Hamburg die "AIDAperla" zur Kurz-Kreuzfahrt ohne Landgang ablegen, am 12. August in Rostock die "AIDAmar" und am 16. August in Kiel die "AIDAblu". Am vergangenen Mittwoch waren 750 Besatzungsmitglieder aus Asien auf dem Flughafen Rostock-Laage angekommen. 

Update, 24. Juli, 13.52 Uhr: Kostenlose Corona-Tests für Lehrer und Mitarbeiter von Schulen

Hamburg - Alle Hamburger Lehrer können sich nach dem Beginn des neuen Schuljahres am 6. August kostenlos auf das neuartige Coronavirus testen lassen. 

Das Angebot richte sich auch an alle anderen Beschäftigten der Hamburger Schulen wie Erzieher, Sozialpädagogen und Sekretärinnen, teilten die Kassenärztliche Vereinigung und die Schulbehörde am Freitag mit. Die knapp 25.000 Lehrer und Mitarbeiter hätten die Möglichkeit, sich auch ohne konkreten Verdacht auf eine Infektion mehrmals testen zu lassen. 

Die Kosten von zwei bis vier Millionen Euro werde die Schulbehörde tragen, hieß es. Das freiwillige Angebot gelte vorerst bis zu den Herbstferien, die am 5. Oktober beginnen.

Update, 24. Juli, 13.03 Uhr: Hamburger Kindertagesstätten sollen ab August wieder normal öffnen

Hamburg - Hamburgs Kitas sollen vom 6. August an wieder uneingeschränkt öffnen. Ein Hygienekonzept für den Normalbetrieb habe die Stadt in Kooperation mit Medizinern und Trägern der Einrichtungen entwickelt, sagte der Sprecher der Sozialbehörde, Martin Helfrich, am Freitag der Deutschen Presse-Agentur. 

Dem Hygienekonzept zufolge müssen weder Kinder noch Erzieher eine Mund-Nase-Bedeckung tragen. Kindern ab etwa fünf Jahren solle aber beigebracht werden, die Niesetikette und das regelmäßige Händewaschen zu beachten. Oberflächen müssten regelmäßig vom Personal desinfiziert und Räume kontinuierlich gelüftet werden.

Für das Abholen und Bringen der Kinder soll laut Helfrich eine "geregelte Übergabesituation" geschaffen werden. Dabei handele es sich um einen separaten Bereich, an dem Eltern eine Maske tragen müssten.

Update, 24. Juli, 12.32 Uhr: Zehn Corona-Fälle bei Aida-Crewmitgliedern

Die "AIDAblu" kam vor wenigen Tagen ohne Passagiere im Ostseebad Warnemünde an. (Archivbild)
Die "AIDAblu" kam vor wenigen Tagen ohne Passagiere im Ostseebad Warnemünde an. (Archivbild)  © Sven Hoppe/dpa

Rostock - Die Zahl der Corona-Infektionen in Mecklenburg-Vorpommern hat am Freitag stark zugenommen. Davon ist auch das Kreuzfahrt-Unternehmen Aida betroffen. 

Wie das Landesamt für Gesundheit und Soziales (Lagus) berichtete, sind zehn der insgesamt 750 Besatzungsmitglieder, die am Mittwoch aus Asien in Laage angekommen waren, positiv auf das Sars-CoV-2-Virus getestet worden. 

Der Nachweis der Infektionen sei das Ergebnis der Präventionsmaßnahmen, die Aida bei der Vorbereitung der Betriebswiederaufnahme der "AIDAmar" und der "AIDAblu" getroffen hat. Beide Schiffe liegen derzeit in Rostock. Der Passagierverkehr hat noch nicht begonnen.

Das Rostocker Gesundheitsamt und Aida hätten alle erforderlichen Maßnahmen ergriffen, hieß es. Details wollten das Unternehmen und Sozialsenator Steffen Bockhahn (Linke) in einer kurzfristig anberaumten Pressekonferenz um 13.30 Uhr berichten.

Auch bei den beiden Erkrankungshäufungen in Schwerin sind nach Lagus-Angaben weitere Fälle hinzugekommen. So gebe es im Umfeld des Schweriner Arztes eine weitere infizierte Person. Neben dem Mediziner seien damit drei weitere Personen infiziert.

Bei der Schweriner Familie mit insgesamt acht positiv getesteten Personen wurden fünf weitere Fälle identifiziert. Dies sind den Angaben zufolge keine Familienmitglieder, sondern kommen aus dem beruflichen Umfeld.

Update, 24. Juli, 11.37 Uhr: 16 neue Corona-Neuinfektionen in Hamburg

Hamburg - In Hamburg sind seit Donnerstag 16 neue Corona-Infektionen nachgewiesen worden. Damit haben sich seit Beginn der Pandemie 5290 Menschen in der Hansestadt mit dem Virus angesteckt, wie die Gesundheitsbehörde am Freitag mitteilte. 

Rund 5000 davon können nach Schätzung des Robert Koch-Instituts (RKI) inzwischen aber als genesen angesehen werden. Am Donnerstag waren 24 neue Fälle für Hamburg gemeldet worden.

In der zurückliegenden Woche gab es nach Angaben der Behörde insgesamt 56 Neuinfektionen. Das sind 3,1 pro 100.000 Einwohner. Das Infektionsgeschehen liegt in Hamburg damit nach wie vor weit unter dem Grenzwert von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen, ab dem der Senat über erneute Einschränkungen zur Eindämmung der Pandemie beraten müsste.

In Hamburger Krankenhäusern wurden den Angaben zufolge am Donnerstag 23 Menschen mit dem Coronavirus behandelt - zwei mehr als am Vortag -, fünf von ihnen liegen auf Intensivstationen - das sind zwei weniger als am Mittwoch.

Bei der Zahl der Todesopfer gab es keine Veränderungen: Laut Institut für Rechtsmedizin am Universitätsklinikum Eppendorf starben in Hamburg bisher 230 Menschen an Covid-19. Das RKI, das unabhängig von der Todesursache alle mit dem Virus infizierten Toten erfasst, kommt unverändert auf 261.

Update, 24. Juli, 9.37 Uhr: Nach Corona-Pause werden Operationen nachgeholt

Rostock - Das DRK als größter Blutlieferant der Krankenhäuser in Mecklenburg-Vorpommern sucht aufgrund des wieder angelaufenen Operationsbetriebs dringend Blutspender. Der Bedarf sei höher als normal, weil die planbaren OPs nach drei Monaten Corona-Pause nun nachgeholt würden, sagte Silke Hufen vom DRK-Blutspendedienst in Rostock der Deutschen Presse-Agentur.

Deshalb und auch weil die traditionelle Bädertour mit einem Blutspende-Bus wegen der Corona-Pandemie nicht stattfinden könne, biete das DRK Spendetermine an diesem Sonntag an. Gespendet werden könne jeweils von 9 Uhr bis 13 Uhr beim DRK-Kreisverband in Neustrelitz, im Begegnungszentrum Ribnitz-Damgarten, im Haus der Jugend in Parchim und im Warnow-Park in Rostock-Lütten Klein.

Aufgrund einer hohen Blutspende-Bereitschaft in Mecklenburg-Vorpommern sei der Bestand an Konserven derzeit nicht besorgniserregend, sagte Hufen. "Wir können alle benötigten Blutpräparate liefern." Nachschub sei aber nötig.

Der DRK-Blutspendedienst Mecklenburg-Vorpommern liefert nach eigenen Angaben 75 bis 80 Prozent aller Blutkonserven, die in den Krankenhäusern des Landes verwendet werden. Täglich werden den Angaben zufolge im Schnitt 350 Blutpräparate im Nordosten verabreicht.

Ein Corona-Test erfolge vor der Blutspende nicht, sagte Hufen. Spender würden aber nach ihrem Gesundheitszustand befragt und die Temperatur werde gemessen. Nach Angaben des Bayerischen Roten Kreuzes gibt es bisher keine Berichte von einer Übertragbarbeit der Covid-19-Erkrankung durch Bluttransfusionen.

Update, 24. Juli, 9.07 Uhr: Sieben neue Corona-Infektionen in Schleswig-Holstein gemeldet

Kiel - In Schleswig-Holstein hat sich die Zahl der offiziell erfassten Infektionen mit dem neuartigen Coronavirus zuletzt innerhalb eines Tages um sieben Fälle auf 3299 erhöht. Wie die Landesregierung auf ihrer Homepage mit Stand Donnerstagabend berichtet, blieb die Zahl der im Zusammenhang mit dem Virus Gestorbenen unverändert bei 155. 

Rund 3000 der seit Beginn der Pandemie nachweislich mit dem Virus Sars-CoV-2 Infizierten gelten inzwischen als genesen. In Krankenhäusern wurden zuletzt sieben an Covid-19 Erkrankte behandelt.

Update, 24. Juli, 8.42 Uhr: Bars und Clubs bleiben noch mindestens sechs Wochen geschlossen

Seit Corona sind alle Clubs wie hier an der Großen Freiheit geschlossen.
Seit Corona sind alle Clubs wie hier an der Großen Freiheit geschlossen.  © Daniel Bockwoldt/dpa

Hamburg - Bars, Clubs und Discos in Hamburg bleiben coronabedingt noch mindestens sechs Wochen geschlossen. 

"Das sind die Orte mit dem höchsten Ansteckungsrisiko", sagte Gesundheitssenatorin Melanie Leonhard (SPD) in einem Interview der Bild-Zeitung. 

In vielen Ländern Europas habe ein zu schnelles Öffnen zu rasant steigenden Infektionszahlen geführt. 

"Wenn die Fallzahlen bleiben wie sie sind, können wir uns in sechs Wochen mit der Clubszene an einen Tisch setzen", sagte die Senatorin. 

Noch länger werde es bei den Bordellen dauern: "Das Geschäft lebt von Nähe und Körperkontakt. Das wird erst ganz zum Schluss möglich sein."

Was bisher geschah, findet Ihr >>>hier

Titelfoto: Julian Stratenschulte/dpa

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