Coronavirus greift in norddeutschen Pflegeheimen um sich

Schwerin - Das Coronavirus hat eine fünfte Wohnanlage für alte Menschen in Mecklenburg-Vorpommern erreicht.

Viele Menschen machen sich wegen des Coronavirus Sorgen um Angehörige, die in Pflegeheimen untergebracht sind.
Viele Menschen machen sich wegen des Coronavirus Sorgen um Angehörige, die in Pflegeheimen untergebracht sind.  © Oliver Berg/dpa/dpa-tmn

Am Freitag wurde das Virus bei einem 84-jährigen Bewohner im Schweriner "Wohnpark Zippendorf" nachgewiesen, wie die Stadtverwaltung mitteilte. 

Die Station mit 37 Bewohnern wurde unter Quarantäne gestellt. Alle Bewohner der Station und die dort tätigen Pflegekräfte werden getestet. Der Bewohner hatte Krankheitssymptome gezeigt.

Damit sind nunmehr fünf Anlagen für alte Menschen im Nordosten vom Coronavirus betroffen: insgesamt vier Pflegeheime in Rostock, Ahlbeck auf Usedom und Schwerin sowie ein Betreutes Wohnen in Bad Doberan.

Am stärksten betroffen ist nach bisherigen Erkenntnissen das Pflegeheim in Ahlbeck. Dort waren bis Freitag 14 Menschen infiziert - elf Bewohner und drei Mitarbeiter. Mindestens zwei Patienten befanden sich am Freitag wegen der Lungenkrankheit in stationärer Behandlung. Bewohner ohne nachgewiesener Infektion zogen in eine Reha-Klinik um. 

Dort erkrankten aber auch drei Menschen, die nun wieder nach Ahlbeck zurückgezogen sind.

Bis Freitagnachmittag stieg die Zahl der Infizierten in Mecklenburg-Vorpommern auf 501. Das waren 33 mehr als einen Tag zuvor.

Seit Beginn der Covid-19-Welle mussten zwölf Menschen intensivmedizinisch versorgt werden. Von Donnerstag auf Freitag stieg die Zahl um drei.

Titelfoto: Oliver Berg/dpa/dpa-tmn

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