Corona-Test erfunden: McDonald's-Angestellte fälscht Krankenschein, um frei zu haben!

Hamilton - Einer 18-Jährigen aus dem kanadischen Hamilton steht nun eine mögliche Gefängnisstrafe ins Haus. Der Grund: Die junge Dame hatte ein ärztliches Attest bei ihrem Arbeitgeber eingereicht, in dem stand, sie habe sich mit dem Coronavirus infiziert - dieses Attest hat sie jedoch gefälscht!  

Das Schnellrestaurant wurde für mehrere Tage geschlossen. (Symbolbild).
Das Schnellrestaurant wurde für mehrere Tage geschlossen. (Symbolbild).  © Fang_Yizhu/IMAGINECHINA/epa/dpa

"Krank machen" ist das eine, eine ganze Belegschaft eines Schnellrestaurants damit allerdings in eine Isolation zu treiben und die vorübergehende Schließung der McDonald's-Filiale damit auszulösen, dann schon wieder was anderes.

"Sie wollte einfach nicht zur Arbeit gehen", so Lorraine Edwards von der Polizei in Hamilton gegenüber "Metro".

Klingt komisch, ist aber so. Mit ihrem gefälschten Krankenschein brachte die 18-Jährige eine irre Lawine ins Rollen. So hat sie am 18. März noch in dem Fast-Food-Restaurant gearbeitet, einen Tag später flatterte dann der Krankenschein ins Haus.

Der Chef des Restaurants reagierte prompt, schloss den Laden, schickte alle Mitarbeiter nach Hause und meldete den Vorfall.

Die Mitarbeiter sollten sich selbst isolieren, und das Restaurant wurde im Anschluss hygienisch gereinigt und desinfiziert.

Der Fall landete schließlich auch auf dem Tisch der örtlichen Polizei.

Restaurant für mehrere Tage geschlossen

Auch in Kanada sind die Fastfood-Restaurants derzeit geschlossen. Burger und Fritten gibt es nur via Take-Away.
Auch in Kanada sind die Fastfood-Restaurants derzeit geschlossen. Burger und Fritten gibt es nur via Take-Away.  © Karl-Josef Hildenbrand/dpa

Die Schließung des Restaurants dauerte mehrere Tage. Der finanzielle Schaden durch den gefälschten K-Schein ist immens. 

Nicht zuletzt, weil auch in Kanada alle Restaurants geschlossen haben, McDonald's auch hier nur noch Take-Away anbietet, ist man finanziell aktuell nicht auf Rosen gebettet.

Die Frau wurde inzwischen angezeigt, ist aktuell auf Kaution von umgerechnet knapp 3200 Euro wieder auf freiem Fuß.

Ihr Termin vor Gericht ist auf den 18. Mai dieses Jahres festgesetzt. Es bleibt abzuwarten, wie die Richter entscheiden.

Beim nächsten Mal vielleicht lieber doch wieder Magen-Darm vortäuschen...

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Titelfoto: Fang_Yizhu/IMAGINECHINA/epa/dpa

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