Nach tödlichem Corona-Ausbruch in Pflegeheim: Senatsverwaltung "bestürzt"!

Berlin - Nach dem tödlichen Corona-Ausbruch in einem Alten- und Pflegeheim in Berlin-Lichtenberg hat sich die Senatsverwaltung für Gesundheit "bestürzt" über die Ereignisse gezeigt.

In einem Pflegeheim in der Gensinger Straße in Berlin-Lichtenberg hat es einen tödlichen Corona-Ausbruch gegeben.
In einem Pflegeheim in der Gensinger Straße in Berlin-Lichtenberg hat es einen tödlichen Corona-Ausbruch gegeben.  © Morris Pudwell

Die Verwaltung lasse sich stetig berichten und stehe dazu im Austausch mit dem Bezirksamt Lichtenberg, erklärte ein Sprecher am Montag. Die Heimaufsicht sei tätig. Die Senatsverwaltung vertraue darauf, dass das Bezirksamt die Lage in den Griff kriege.

Vom Betreiber erwarte die Senatsverwaltung "absolute Transparenz und nötigenfalls Konsequenzen". Zuvor war bekannt geworden, dass in dem Heim innerhalb von fünf Wochen zwölf infizierte Menschen gestorben sind.

Elf davon seien im Krankenhaus gestorben, wohin sie mit Symptomen überwiesen worden seien, hatte eine Sprecherin der Betreiberfirma Kursana am Wochenende mitgeteilt. Demnach hatten alle schwerwiegende Vorerkrankungen oder befanden sich in der Palliativphase.

Corona-Ausbruch durch Personal verursacht?

Die Senatsverwaltung vertraue darauf, dass das Bezirksamt die Lage in den Griff kriege.
Die Senatsverwaltung vertraue darauf, dass das Bezirksamt die Lage in den Griff kriege.  © Morris Pudwell

Der Corona-Ausbruch könnte laut einem Bezirkspolitiker durch Personal verursacht worden sein.

Befürchtet werde, dass sich die Patienten durch Personal angesteckt hätten, das nicht positiv getestet worden sei, aber vielleicht mit Symptomen zur Arbeit gekommen sei, sagte der amtierende Gesundheitsstadtrat Martin Schaefer der RBB-"Abendschau" am Sonntagabend.

Laut "Berliner Morgenpost" (Montag) erklärte eine Kursana-Sprecherin: "Nach unserem Pandemieplan sollen bereits Mitarbeiter mit Symptomen zu Hause bleiben, bis sie einen negativen Test bekommen haben." Täglich gebe es Screenings und Temperaturmessungen, um Mitarbeiter mit Symptomen zu erkennen.

Aktuell seien noch 10 von 70 Menschen in dem Alten- und Pflegeheim akut betroffen, sagte Schaefer. Mit Blick auf den verheerenden Ausbruch zeigte er sich betroffen. "Das ist insgesamt eine wirklich schreckliche Situation, in der wir da gerade sind."

Update, 16.52 Uhr: Corona-Ausbruch in Pflegeheim: Laut Betreiber nun 14 Todesfälle

Nach dem Corona-Ausbruch in einem Alten- und Pflegeheim in Berlin-Lichtenberg hat sich die Zahl der bestätigten Todesfälle erhöht. "14 positiv getestete Bewohner sind nach unserer Kenntnis leider verstorben", teilte eine Sprecherin der Betreiberfirma Kursana am Montagnachmittag mit.

Zuletzt waren zwölf Todesfälle im Zusammenhang mit dem Ausbruch bekannt gewesen. «Nach wie vor sind 27 Bewohner sowie 17 Mitarbeiter positiv getestet», hieß es. Aktuell lebten 103 Bewohner in der Einrichtung.

Titelfoto: Morris Pudwell

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