Schulen bekommen 40 Millionen Euro für Pandemie-Ausgaben

Freiburg - Ob Luftfilter oder Laptops - für coronabedingte Investitionen sollen Schulen künftig eigene Budgets bekommen.

Die Schulen sollen künftig eigene Corona-Budgets haben. (Symbolbild)
Die Schulen sollen künftig eigene Corona-Budgets haben. (Symbolbild)  © Karl-Josef Hildenbrand/dpa

Diese sollen von 40 Millionen Euro aus der Landeskasse gespeist werden, wie Kultusministerin Susanne Eisenmann (55, CDU) im Interview der Badischen Zeitung (Mittwoch) ankündigte. 

Alle 4500 Schulen erhielten einmalig einen Grundsockel plus einen weiteren Betrag je nach Schülerzahl. 

"Eine Schule mit 100 Schülerinnen und Schülern wird etwa 5000 Euro bekommen, eine mit 500 Schülerinnen und Schülern etwa 15.000 Euro", erläuterte Eisenmann. 

Die Schulen könnten dafür Dinge kaufen, die ihnen im Kampf gegen die Pandemie wichtig seien.

Das Geld stehe als Teil des jüngst verabschiedeten Nachtragshaushalts zur Verfügung. 

"Wir werden mit dem Konzept zügig ins Kabinett gehen und wollen das in den nächsten Wochen umsetzen, damit das Geld rasch bei den Schulen ist", so Eisenmann, die CDU-Spitzenkandidatin für die Landtagswahl im kommenden Jahr ist.

Die Ministerin sprach sich trotz steigender Infektionszahlen gegen eine Rückkehr zu einem rollierenden Schulsystem mit Schichten aus, wie es das Robert Koch-Institut empfiehlt und SPD-Chefin Saskia Esken (59) angeregt hat. 

Eisenmann will Schulen und Kitas offen halten

"Wir machen nicht an Inzidenzen fest, ob wir flächendeckend Schulen und Kitas schließen", sagte Eisenmann dem Blatt. 

Ihr Ziel sei, Schulen und Kitas geöffnet zu halten. Alles jenseits des Präsenzunterrichts sei für viele junge Menschen mehr als schwierig. Vor den Sommerferien sei das rollierende System auf allergrößte Kritik gestoßen. Eisenmann mahnte im Umgang mit der Krankheit zu Geduld. "Auch mit einem Impfstoff kehren wir nicht von heute auf morgen zur Normalität zurück. Ich gehe davon aus, dass das ganze Schuljahr ein Schuljahr unter Corona-Bedingungen werden wird." 

Deshalb seien Prüfungen nach hinten verschoben worden. Es bestehe auch die Möglichkeit, den Lernstoff auf das Kerncurriculum zu reduzieren.

Titelfoto: Karl-Josef Hildenbrand/dpa

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