Kretschmann mit Appell an alle Bürger: Jeder muss helfen, Ausgangssperren zu verhindern

Stuttgart - Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann (71, Grüne) hat auf einer Pressekonferenz am Dienstag in Stuttgart, die aufgrund der besonderen Situation per Livestream stattfand, über die aktuellen Beschlüsse der Landesregierung informiert.

Eine Frau verfolgt auf einem Tablet eine Pressekonferenz, an der Winfried Kretschmann, Ministerpräsident von Baden-Württemberg, teilnimmt. Die Pressekonferenz der Landesregierung fand angesichts der Lage nur per Livestream statt.
Eine Frau verfolgt auf einem Tablet eine Pressekonferenz, an der Winfried Kretschmann, Ministerpräsident von Baden-Württemberg, teilnimmt. Die Pressekonferenz der Landesregierung fand angesichts der Lage nur per Livestream statt.  © Marijan Murat/dpa

"Wir stehen vor der größten Herausforderung, die unser Land seit Langem hatte", so Kretschmann zu Beginn der Pressekonferenz.

Es gehe jetzt ganz entscheidend um die Verlangsamung der Ausbreitung des Coronavirus. Um diese zu erreichen, müssen sich alle Bürger an die bereits getroffenen und noch ausstehenden Maßnahmen und Einschränkungen halten.

"Der Alltag wird jetzt ziemlich radikal auf den Kopf gestellt. Gehen Sie bitte nur dann an die Öffentlichkeit, wenn es unbedingt sein muss. Helfen Sie Älteren und Kranken. Nur, wenn sich alle daran halten, wirken die ganzen Maßnahmen und wir können möglicherweise härtere, wie Ausgangsverbote, umgehen", sagte der Ministerpräsident mit Nachdruck.

Aktuell sei eine Ausgangssperre jedoch nicht erforderlich - man wolle nicht eskalieren, sondern angemessen auf die Lage reagieren.

Die Maßnahmen würden "mit der notwendigen Besonnenheit, Schritt für Schritt und immer im Austausch mit Fachleuten" getroffen werden, fügte der 71-Jährige hinzu. Das Ganze sei ein wissenschaftsbasierter Prozess.

Grundversorgung in Baden-Württemberg muss gesichert werden

Winfried Kretschman (71, Grüne), Ministerpräsident von Baden-Württemberg, sitzt in seinem Amtssitz, der Villa Reitzenstein, im Kabinettssaal vor einem Computerbildschirm. Die Kabinettsmitglieder tagen wegen des Coronavirus in virtueller Form.
Winfried Kretschman (71, Grüne), Ministerpräsident von Baden-Württemberg, sitzt in seinem Amtssitz, der Villa Reitzenstein, im Kabinettssaal vor einem Computerbildschirm. Die Kabinettsmitglieder tagen wegen des Coronavirus in virtueller Form.  © Jana Hoeffner/Staatsministerium Baden-Württemberg/dpa

Außerdem betonte Kretschmann, dass der Föderalismus gerade in dieser Phase "seine ganze Kraft" zeige und voll handlungsfähig sei - die Maßnahmen würden schnell umgesetzt werden und darauf komme es derzeit entscheidend an.

Die Coronavirus-Situation in Baden-Württemberg werde täglich neu bewertet, weitere Einschnitte im alltäglichen Leben würden folgen. Laut Winfried Kretschmann werden wohl am morgigen Mittwoch die Einschränkungen für den Flugverkehr abschließend geregelt werden.

Alle bisher getroffenen Maßnahmen ordnen sich dem Prinzip unter, dass die Grundversorgung gesichert wird. Alle Einrichtungen, die dafür notwendig seien, werden weiterhin betrieben - wie beispielsweise Apotheken und Lebensmittelmärkte. 

Die Wirkung der getroffenen Maßnahmen werde sich nicht sofort in den Fallzahlen widerspiegeln, so Kretschmann, sondern in 10 bis 14 Tagen voraussichtlich sichtbar werden, da erst die erfasst würden, die sich bereits vor zwei Wochen angesteckt hätten.

Außerdem gab der baden-württembergische Ministerpräsident bekannt, dass er zusammen mit Wirtschaftsministerin Nicole Hoffmeister-Kraut (CDU) einen Brief an Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) geschrieben habe, in der direkte, finanzielle Hilfen für kleine Unternehmen angefragt werden, da deren Umsätze derzeit teilweise auf 0 zurückgingen.

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Winfried Kretschman (71, Grüne), Ministerpräsident von Baden-Württemberg, sitzt in seinem Amtssitz, der Villa Reitzenstein, im Kabinettssaal vor einem Computerbildschirm. Die Kabinettsmitglieder tagen wegen des Coronavirus in virtueller Form.
Winfried Kretschman (71, Grüne), Ministerpräsident von Baden-Württemberg, sitzt in seinem Amtssitz, der Villa Reitzenstein, im Kabinettssaal vor einem Computerbildschirm. Die Kabinettsmitglieder tagen wegen des Coronavirus in virtueller Form.  © Jana Hoeffner/Staatsministerium Baden-Württemberg/dpa

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