Über 300.000 Schutzmasken und Handschuhe eingetroffen, trotzdem gibt es große Kritik

Stuttgart/Heidelberg - Hunderttausende Schutzmasken und Handschuhe sind nach Angaben von Gesundheitsminister Manne Lucha (58, Grüne) in Baden-Württemberg eingetroffen. Weitere noch umfangreichere Lieferungen würden in den kommenden Tagen und Wochen erwartet, teilte der Grünen-Politiker am Freitag mit.

Über 300.000 Schutzmasken und Handschuhe sind in Baden-Württemberg eingetroffen. (Symbolbild)
Über 300.000 Schutzmasken und Handschuhe sind in Baden-Württemberg eingetroffen. (Symbolbild)  © Daniel Karmann/dpa

Die jeweils mehr als 300.000 Schutzmasken und Handschuhe werden in einer Spedition zusammengeführt und an Stadt- und Landkreise, Universitätskliniken sowie das Innen- und Justizministerium verteilt. Der Autobauer Daimler stellte rund 110.000 Masken bereit.

Eine Lieferung des Bundes mit Schutzausrüstung wurde nach Angaben des Ministeriums bereits über die Kassenärztlichen Vereinigungen an niedergelassene Ärzte im Land verteilt.

Der Ärztliche Direktor des Heidelberger St. Josefskrankenhaus, Erhard Siegel, kritisierte die Landesregierung wegen der Versorgungslage in der Corona-Krise. "Die steuern das nicht, die kommunizieren nicht mit uns", sagte er der "Rhein-Neckar-Zeitung". 

Ministerpräsident Winfried Kretschmann (71, Grüne) und Sozialminister Lucha seien nicht zu erreichen. Der Klinik fehlen nach Angaben von Geschäftsführer Manfred Albrecht von nächster Woche an einzelne Produkte.

Update 20.12 Uhr: Das Gesundheitsministerium wies den Vorwurf aus Heidelberg am Abend zurück. "Das Ministerium ist fortwährend in Kontakt mit dem Verband, der für die Kliniken verantwortlich ist", sagte ein Sprecher.

Alle Infos zur Lage in Baden-Württemberg im +++ Coronavirus-Liveticker +++

Alle Infos zur Lage in ganz Deutschland im +++ Coronavirus-Liveticker +++

Titelfoto: Daniel Karmann/dpa

Mehr zum Thema Coronavirus:


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0