Immer mehr Infizierte: Coronavirus breitet sich in Bayern aus, weitere Schulausfälle

München - Die Zahl der Corona-Infektionen in Bayern steigt. Bislang sind im Freistaat 200 Menschen positiv getestet worden. Das teilte das Gesundheitsministerium am Sonntag mit (Stand 15 Uhr).

Trotz Coronavirus war das Heimspiel des FC Bayern gegen Augsburg ausverkauft. Einige Stadionbesucher trugen Mundschutz.
Trotz Coronavirus war das Heimspiel des FC Bayern gegen Augsburg ausverkauft. Einige Stadionbesucher trugen Mundschutz.  © Sven Hoppe/dpa

Am Vortag waren es noch 133 Infizierte. Bei zwei der Patienten zeigten sich laut Ministerin Melanie Huml (CSU) schwere Verläufe der Krankheit, einer sei höheren Alters, der andere Patient habe Vorerkrankungen gehabt.

Zudem unterstützt das Ministerium den Vorschlag von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU), nach dem Veranstaltungen mit mehr als 1000 Teilnehmern vorerst abgesagt werden sollen.

"Deshalb empfehlen wir den Veranstaltern und den zuständigen lokalen Behörden ein solches Vorgehen auch für Bayern", sagte Huml.

Die Zahl der Coronavirus-Patienten dürfte weiter steigen, sagte Andreas Zapf, Präsident des Bayerischen Landesamts für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL), am Sonntag in München. 

Der Schwerpunkt der Infektionen liege in Südbayern, sagte Zapf. Ein Grund hierfür sei nicht auszumachen. Es könnte aber mit dem Reiseverhalten der Menschen zusammenhängen.

Die ersten 14 Infizierten, die allesamt mit dem Autozulieferer Webasto aus Gauting-Stockdorf in der Nähe Münchens in Zusammenhang standen, gelten als auskuriert.

Update, 22 Uhr: Weitere Schulausfälle in Bayern wegen Coronavirus

Melanie Huml (CSU), Staatsministerin für Gesundheit und Pflege in Bayern.
Melanie Huml (CSU), Staatsministerin für Gesundheit und Pflege in Bayern.  © Peter Kneffel/dpa

Auch kommende Woche fällt an diversen Schulen in Bayern Unterricht aus, weil es bestätigte Coronavirus-Infektionen oder Verdachtsfälle gibt. 

So bleiben etwa die Fachoberschule Starnberg und das Gymnasium Tutzing bis zum 18. März geschlossen, wie das Landratsamt am Sonntagabend mitteilte. Zwei Schülerinnen der Fachoberschule seien positiv auf Sars-CoV-2 getestet worden. Beide wurden isoliert. Im Kreis Freising fällt außerdem bis 16. März der Unterricht für eine Klasse an der Grundschule Au aus, für eine Klasse der Grundschule Rudelzhausen bis 17. März.

Mindestens bis Mittwoch (11. März) bleiben in Lindau das Bodensee-Gymnasium und das Valentin-Heider-Gymnasium zu. "Grund ist, dass dem Landratsamt am Sonntagabend bekannt wurde, dass eine Lehrkraft, die an beiden Lindauer Gymnasien unterrichtet, vermutlich am Coronavirus erkrankt ist", teilte das Landratsamt am Sonntagabend mit.

Teilweisen oder kompletten Unterrichtsausfall wegen bestätigter Coronavirusfälle oder Verdachtsfällen sollte es unter anderem auch am Gymnasium Tutzing, der Grundschule Pemfling (Kreis Cham), der Grund- und Mittelschule in Vaterstetten (Landkreis Ebersberg) und der Leonhard-Frank-Grundschule Würzburg-Heuchelhof geben. Das teilte das Bayerische Staatsministerium für Unterricht und Kultus online mit.

Nach einer sogenannten Allgemeinverfügung dürfen Schüler und Kindergartenkinder in Bayern nach einer Rückkehr aus Risikogebieten - wie zum Beispiel Südtirol - für 14 Tage nicht in die Schule beziehungsweise in eine entsprechende Betreuungseinrichtung.

Titelfoto: Sven Hoppe/dpa

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