R-Wert bei 1,4: Eine von drei Berliner Corona-Ampeln springt auf Rot

Berlin - In Berlin ist eine von drei Warnampeln in der Corona-Pandemie auf Rot gesprungen. Der sogenannte Reproduktionswert lag am Dienstag bei 1,4, wie die Senatsgesundheitsverwaltung am Abend mitteilte. In der 7-Tages-Statistik lag er bei 1,26.

Eine von drei Berliner Corona-Ampeln ist auf Rot gesprungen (Symbolbild).
Eine von drei Berliner Corona-Ampeln ist auf Rot gesprungen (Symbolbild).  © dpa/Christoph Soeder

Der R-Wert zeigt an, wie viele Menschen ein Infizierter im Durchschnitt ansteckt. Er bezieht sich auf Infektionen vor 8 bis 13 Tagen. Bleibt der Wert länger stabil über 1, besteht die Gefahr eines wieder exponentiellen Anstiegs der Fallzahlen. Dann steckt ein Infizierter mehr als einen weiteren Menschen an.

Die Reproduktionszahl ist im Berliner Ampelsystem zur Bewertung des Infektionsgeschehens einer von drei Indikatoren: Liegt der R-Wert mindestens drei Mal in Folge über 1,2, zeigt diese Ampel Rot.

Die beiden anderen Ampeln - Neuinfektionen im Verhältnis zur Einwohnerzahl und Intensivbettenkapazität - liegen derzeit allerdings weiter im grünen Bereich.

Nach der dreiteiligen Berliner Corona-Ampel müssen dann Maßnahmen erörtert und vorbereitet werden, wenn zwei der drei Indikatoren gelb sind. Stehen zwei von drei Indikatoren auf Rot, sind Maßnahmen zur Eindämmung der Infektionen umzusetzen.

Die Zahl der Neuinfektionen stieg zum Dienstag um 51 auf 9070 Fälle. Im Krankenhaus isoliert und behandelt werden 39 Personen, 19 davon auf Intensivstationen. 223 an dem neuartigen Coronavirus Erkrankte sind bislang gestorben.

Titelfoto: dpa/Christoph Soeder

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