Wegen möglichem Corona-Fall: Erste Berliner Schule schließt!

Berlin - In Berlin hat die erste Schule kurz nach den Sommerferien wegen eines möglichen Corona-Falls zunächst wieder geschlossen. 

Eine Berliner Schule muss wegen eines Corona-Verdachtsfalls wieder schließen (Symbolbild).
Eine Berliner Schule muss wegen eines Corona-Verdachtsfalls wieder schließen (Symbolbild).  © dpa/ZB/Patrick Pleul

Eine Lehrkraft habe angegeben, positiv auf Sars-CoV-2 getestet worden zu sein, teilte der Bezirk am Donnerstag mit. Die Bestätigung des Gesundheitsamts stehe noch aus. Zuvor hatte der RBB berichtet. "Es handelt sich um eine vorsorgliche, wohl eintägige Schließung dieser einen Schule", teilte die Senatsverwaltung für Bildung am Donnerstag mit.

"Der Schulleitung wurde am späten Mittwochnachmittag bekannt, dass eine Lehrkraft positiv getestet wurde. Um sicherzustellen, dass keine der möglichen Kontaktpersonen am darauffolgenden Morgen in die Schule kommt, wurde dieses fürsorgliche Vorgehen beschlossen."

Vier Tage nach Ende der Ferien wurden dem RBB zufolge bereits an mehreren Schulen Infektionen festgestellt.

Kritik an Schulöffnung nach den Sommerferien

Die Schulöffnung nach den Sommerferien wurde heftig kritisiert (Symbolbild).
Die Schulöffnung nach den Sommerferien wurde heftig kritisiert (Symbolbild).  © dpa/ZB/Britta Pedersen

Bereits am Montag hatte ein Schüler gleich nach der Ankunft an einer Gemeinschaftsschule in Lichterfelde von Symptomen gesprochen, die auf eine solche Infektion hindeuteten, wie am Mittwoch bekannt wurde. 

Daraufhin sei er nach Hause geschickt worden, später sei das positive Testergebnis bekannt geworden. Eine Lerngruppe und drei Lehrkräfte, zu denen der Schüler Kontakt gehabt habe, wurden daraufhin unter Quarantäne gestellt.

Der Unterricht in Berlin hatte am Montag begonnen - ohne Mindestabstand, dafür mit Maskenpflicht in Schulgebäuden außer im Unterricht und Hygienekonzept. Der Schritt war heftig umstritten. Unter anderem die Bildungsgewerkschaft GEW hatte eine Öffnung in dieser Form als fahrlässig kritisiert und kleinere Lerngruppen und eine Mischung aus Präsenzunterricht und häuslichem Lernen gefordert.

Die Wirtschaft wiederum hatte sich trotz Corona-Pandemie für einen Schulbeginn mit Präsenzunterricht für alle Schüler ausgesprochen.

Update, 11 Uhr: In Berlin hat es wenige Tage nach Beginn des neuen Schuljahres nach Angaben der Senatsbildungsverwaltung an acht Schulen Corona-Fälle gegeben. Bisher sei mit dem Gerhart-Hauptmann-Gymnasium im Bezirk Treptow-Köpenick aber nur eine Schule geschlossen worden, sagte der Sprecher der Bildungsverwaltung, Martin Klesmann, am Donnerstag auf Anfrage. In keinem der Fälle habe es eine Infektion in der Schule gegeben.

An den Schulen in verschiedenen Bezirken wie Steglitz-Zehlendorf, Charlottenburg-Wilmersdorf und Reinickendorf sei jeweils ein Schüler beziehungsweise eine Schülerin positiv auf Sars-CoV-2 getestet worden. Am Gerhart-Hauptmann-Gymnasium im Ortsteil Friedrichshaben fiel für eine Lehrkraft der Test positiv aus. In Neukölln waren elf Beschäftigte einer Schule unter Quarantäne gestellt worden, die noch vor Schulstart Kontakt zu einem Infizierten hatten, der vorübergehend in der Schule gewesen war.

Titelfoto: dpa/ZB/Britta Pedersen

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