Impf-Appell von Michael Müller: "Würde mich sofort mit Astrazeneca impfen lassen"

Berlin - Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (56, SPD) bricht eine Lanze für den Corona-Impfstoff von Astrazeneca, der bei einigen Menschen in Deutschland auf Vorbehalte trifft.

Michael Müller (56, SPD) plädiert für den Impfstoff von Astrazeneca.
Michael Müller (56, SPD) plädiert für den Impfstoff von Astrazeneca.  © dpa/Fabian Sommer

"Ich würde mich sofort mit Astrazeneca impfen lassen und hätte überhaupt keine Probleme damit", sagte der SPD-Politiker der Deutschen Presse-Agentur. "Da vertraue ich auf die Wissenschaft und die Medizin", so Müller.

"Das Entscheidende ist doch, dass man dann nicht mehr schwer erkranken kann. Wichtig ist, dass man nicht auf der Intensivstation behandelt werden muss oder an der Erkrankung stirbt."

Der Impfstoff des britisch-schwedischen Herstellers Astrazeneca hat eine geringere Wirksamkeit als jener von Biontech/Pfizer und Moderna, aber mit 70 bis 80 Prozent Wirksamkeit nach Expertenmeinung immer noch eine gute.

Die Ständige Impfkommission in Deutschland (Stiko) hatte das Vakzin - anders als die EU-Arzneimittelbehörde EMA - vorerst nur für Menschen zwischen 18 und 64 Jahren empfohlen, weil ausreichend Daten zur Wirkung bei Älteren fehlten.

Der Impfstoff des britisch-schwedischen Herstellers Astrazeneca hat eine geringere Wirksamkeit als andere.
Der Impfstoff des britisch-schwedischen Herstellers Astrazeneca hat eine geringere Wirksamkeit als andere.  © dpa/zb/Michael Reichel

Vor diesem Hintergrund sind manche Menschen skeptisch, als Folge sind viele verfügbare Dosen noch nicht gespritzt. Mittlerweile will die Stiko ihre Empfehlung überdenken und könnte das Vakzin bald auch für Ältere empfehlen. In Berlin sollen als nächstes unter anderem Erzieher, Lehrer in Förderschulen und Polizisten mit Astrazeneca geimpft werden.

Titelfoto: dpa/Fabian Sommer, dpa/zb/Michael Reichel

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